Verlinkt VIII

Einer von noch sechs weltweit verfügbaren Apple 1 Computer wird demnächst in Deutschland versteigert. Das Motherboard trägt ein Autogramm von „Woz“!


Luke Wroblewski hat Google Glass getestet. Er ist nicht sonderlich begeistert.

During that time, Scott Jenson’s concise mandate of user experience came to mind a lot. As Scott puts it “value must be greater than pain.” That is, in order for someone to use a product, it must be more valuable to them than the effort required to use it. Create enough value and pain can be high. But if you don’t create a lot of value, the pain of using something has to be really low. It’s through this lens, that I can best describe Google Glass in it’s current state: there’s not enough value (yet) to outweigh the pain.


USA: Auf Initiative des republikanischen Kongressabgeordneten Wolf, wird ein chinesischer Auftragsarbeiter der Nasa entlassen und als der dann, ohne Job und mit auslaufendem Visum das Land Richtung Heimat verlassen will, am Flughafen vom FBI verhaftet, was der genannte Kongressabgeordnete dann wieder dann wieder für seine Zwecke in einer Pressekonferenz verarbeitet. Dann stellt sich jedoch heraus:

But it quickly became apparent that Jiang was at worst guilty of violating NASA policies. There was no evidence of any sensitive material on the laptop, and Jiang had not had clearance to such projects at Langley as an employee of the National Institute of Aerospace. Instead, investigators found, the laptop was loaded with pornography and pirated movies. Since he had lost his job and his work visa was expiring, Jiang simply was going home—with a little entertainment.

Woraufhin der Herr Kongressabgeordnete seine Presseerklärung schnell wieder löscht, ist ja klar. Wie viele McCarthys sind eigentlich noch aktiv?


Martin Weigert kann der ungebremmsten Dreistigkeit der Telekom bei der Präsentation ihrer „Drosselung” und der vor allem „managed services“ tatsächlich noch etwas Gutes abgewinnen:

Einen positiven Effekt hat der Vorstoß der Telekom aber doch: Es wird jetzt mit offenen Karten gespielt. Die Pläne sind auf dem Tisch, die Petition läuft, die Bundesregierung kritisiert das Vorhaben und die Bundesnetzagentur prüft regulatorische Eingriffe. Viele Jahre lang zeichnete sich ein bevorstehender, heftiger Konflikt um die Netzneutralität ab. Jetzt bricht er aus.

Tja, da kann man wirklich nur hoffen, dass es nicht läuft wie beim Leistungsschutzrecht.

Verlinkt I

Gestern für mich die Nachticht des Tages, dass die von einem gekaperten AP-Twitter-Account versandte Nachricht, das Weisse Haus wäre Ziel eines Anschlags und die Folgen. Wer ein wenig Vorstellungskraft besitzt konnte wissen, dass das Auswirkungen auf die Börse haben würde. Ein echter Coup ist da wem auch immer gelungen.

Wie ebenfalls arstechnica berichtet, hat BitTorrent Inc., die Firma hinter BitTorrent ein neues Programm im Angebot, das nochmal den Markt für Datensynchronisationsprogramme wie Dropbox oder SkyDrive auf den Kopf stellen könnte. Das gerade in einer Alphaversion erschienene BitTorrent Sync macht dabei, was alle machen, nämlich Daten über mehrere Rechner hinweg syncen, allerdings braucht es dafür keinen Speicher in der Cloud, wie die Konkurrenzprodukte. Stattdessen werden die Daten in gewohnter torrent-esker Art, peer-to-peer übertragen. Das dann auch noch gratis und ohne Speicherplatzbegrenzung. Ausprobieren!

Das Thema Telekom-Drossel ist auch heute noch aktuell und bringt auch Sascha Lobo auf die Palme, der sehr deutlich wird, auch in Richtung Politik. Mag ich, wenn er nicht so rumschnörkelt.

Im Nachhall zum Boston-Anschlag sammelt The Verge Gründe, warum die Ermittlungen gelaufen sind, wie sie eben abliefen. Mit dabei: die allseits beliebten Verschwörungstheoretiker.

Wer Chrome als Browser benutzt, der findet bei Lifehacker ein paar nützliche Tipps, wie man den noch aufbohren kann. Und den Webdev-Link des Tages habe ich bei den Webkrauts als Notiz gefunden: das bisher vergessene download-Attribut in HTML5. Und los, nutzen…

Artikelbild: Some rights reserved by HarcoRutgers

Funktional kaputt

Die Telekomiker geben bekannt: Schluss ist, und zwar mit lustig. Und mit dem ganzen end- wie sinnlosen Gesurfe. Ab Mai werden nur noch Flatrates verkauft, die keine mehr sind. Stattdessen schlägt die Drossel zu. Dabei bleibt das Telekom eigenen TV-Angebot ‚Entertain‘ natürlich unangetastet, d.h. wird nicht auf das Datenkontingent angerechnet.

Ab dem 2. Mai, das ist nun offiziell, gibt es für Privatkunden bei der Telekom nur noch Verträge mit eingebauter Drossel. In verschiedenen Stufen, abhängig von der gebuchten Bandbreite, darf ein Telekomkunde dann nur noch zwichen 75 bis 400 GB pro Monat Daten bewegen. Danach wird sein Anschluss gedrosselt und zwar auf sagenhafte 384 Kbit/s. Wie hat es Clemens von mobilemacs so schön formuliert: damit ist der Anschluss dann funktional kaputt, aber richtig. Integriertes Datenvolumen soll das heissen.

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Nun ist das keine Sache, die Otto Normalsurfer heute trifft, denn, so schreibt die Telekom in ihrer Presseerklärung: im Schnitt verbraucht ein Kunde heute zwischen 15 und 20 GB Daten im Monat. Damit trifft die Maßnahme heute tatsächlich nur die power user, denn, obwohl man sich das bei der Telekom wohl nicht vorstellen kann, natürlich kann man auch ganz ohne illegale Downloads mehr als 75GB im Monat an Daten zusammenbekommen, beispielsweise mit dem legalen Anschauen von HD-Filmen (ca. 10 pro Monat, dann nur noch).

Aber, auf diese User verzichtet die Telekom heute gerne, eine Investition in die Zukunft sozusagen: wenn in zwei bis vier Jahren auch der normale Nutzer an diese Grenzen gerät, dann kennen schon alle das Verfahren. Falls das Netzt bis dahin nicht weiter ausgebaut wird. Was wohl nicht der Fall sein wird, sonst bräuchte sich der T-Konzern ja nicht darauf vorzubereiten. Und weggehen von der T kann ja eigentlich auch niemand, es ist absehbar, dass alle anderen Provider bei diesem Modell nachziehen werden. Dann lieber draufzahlen, denn es werden natürlich Upgrade-Pakete angeboten werden, ist ja klar.

Fraglich bleibt , ob die Ausnahme von Entertain in diesem Fall eine Verletzung der Netzneutralität ist, wie man vielenorten liest. Vielmehr ist es so, dass Entetain nicht (wie das Internet) über tcp/ip läuft, sondern als multicast strenggenommen nur allenfalls internetähnliche Technologie ist. Die Daten werden sozusagen getrennt von den Internetdaten verteilt. Trotzdem beschert die Sache der T. natürlich einen Marktvorteil, denn Angebote die tatsächlich über das Netz laufen, sind defacto benachteiligt. Es ist damit zu rechnen, dass die T. an diese Anbieter herantritt und Verträge mit ihnen schließt, die in der Auswirkung dem heutigen Spotify-Angebot gleichen, nur: der Anbieter muss dann an die Telekomiker zahlen um von der Anrechnung ausgenommen zu werden. Und das alles lässt sich dann auch noch mit dem knappen Gut Bandbreite erklären, dass ja so knapp ist, weil einfach nicht ausgebaut wird. Hier beisst sich unsere Katze mal wieder in den Schwanz.

Update, heute rollt die Meldung als regelrechte Welle durch Nachrichtendeutschland: Malte Spitz schreibt Klartext auf ZEIT ONLINE, Udo Vetter weist daraufhin, dass mit der Tarifänderung die Vorratsdatenspeicherung ohne Gesetz zurückkäme. Letztendlich hilft wohl aber nur eins: die Telekom enteignen oder stark regulieren.

Artikelbild: Some rights reserved by Telekom Telefonzelle