Verlinkt XI

Nerdism am Vatertag

Was macht der Nerd am Vatertag? Trinken? Eher nicht. Wer also den freien Tag nutzt und am seinem Mac rumhängt, dem seien hier eine ganze Reihe nerdige Tipps zum Umgang mit der OS X Shell empfohlen (die oft aber für viele Shells gelten).

Wer will kann aber auch das neue HTML5-Präsentationsframework für Nerds von Peter Kröner ausprobieren, obwohl der Autor selbst davon natürlich abrät. Gibt’s direkt auch auf Github.

Und wem das alles noch nicht nerdig genug ist, vielleicht ist das mal jemandem aufgefallen? Also mir nicht…

For the webdev

In Vorbereitung auf die Google I/O, scheint man dort noch einigen Aufwand in die Developer Tools von Google Chrome zu stecken. Da gibt es in letzter Zeit große Fortschritte. Dazu gibt es auch einige Dokus. Wie man Javascript debugged steht hier und hier ein Text über das emulieren von mobilen Clients.

Und wie kann man <button> mit einem Bild darin zugänglich machen? Steht hier: Making accessible icon buttons.

Wie immer: app.net

Neu im #adn ist die iOS-App App.net Passport, mit der man einen app.net Account anlegen kann, andere adn-Mitglieder finden und followen kann, andere iOS-Apps für adn suchen kann und zu guter Letzt die Bio, das Profilbild und das Coverfoto ändern kann. Also alles Dinge, für die man sonst noch alpha besuchen musste, nur als App.

Getestet: Beck’s Chili Mango

Beck's Chili Mango
Beck’s Chili Mango. Ganz im Ernst.

Seitdem wir uns nicht mehr um den Quatsch mit dem Reinheitsgebot kümmern, kommen ja praktisch täglich neue Biersorten auf den Markt. Eine verrückter als die andere mag man sagen, bis man sein erstes Oktoberfestbier getrunken hat, das rückt die Sache dann wieder ins rechte Licht.

Aus meiner Heimatstadt Bremen kommt derzeit zwar kein guter Fußball, aber immer noch das beste Bier, dass man weltweit trinken kann, namentlich Beck’s. Ich weiss, das ist weit aus dem Fenster gelehnt, ähnlich dem Windows-Apple-Linux-Konflikt ist Bier ja immer ein gern genommener Streitpunkt, aber ich bin im Herzen Bremer und da es dort auch keine süddeutschen Einwanderer gibt, die Tannenzäpfle einschleppen… aber ich schweife ab. Von Beck’s jedenfalls kommt der Gipfel der Biersorten zum Naserümpfen: Beck’s Chili Mango. Das Tröpfchen ist überraschend lecker, wenn man davon absieht, dass es einfach kein Stück nach Bier schmeckt. Wer also Faßbrause mag, sollte hier zuschlagen.

Trotzdem. Ein Bier mit Chili-Mango-Geschmack (keine natürlichen Geschmacksstoffe wurden bei der Herstellung genutzt) ist natürlich schon etwas seltsam und man muss sich fragen: wie kommen die auf so etwas. Und die Antwort lautet natürlich: Socialmedia. Denn:

2012 konntest du innerhalb der BECK’S Community deinen eigenen Biermix kreieren. Chili Mango wurde aus überwältigenden 2.400 Ideen von Facebook-Fans gewählt, probiert und für einzigartig erklärt.

Entweder, da ist mal eine Socialmedia-Aktion ein Erfolg gewesen, oder die Community wollte die Schlipse bei Beck’s mal richtig verarschen und die haben’s dann aber nicht gemerkt. Kann man sehen wie man will. Ich mach mir jetzt noch eins auf. Mann, das perlt aber auch wieder…

(Disclaimer: ich bin in Bremen in Sichtweite der Haake-Beck-Fabrik geboren, könnte also parteiisch sein.)

Verlinkt X

Hafencity
Es ist Brückenwoche sozusagen. Wer keinen Urlaub hat, oder bei der Re:publica ist, der ist blöd. Wie ich. Also ich habe jedenfalls ein wenig Arbeit zwischen die Brückentag gesetzt. Zur Ablenkung (und für alle Berlin-Besucher) das hier: Soweit die Füße tragen. So schön kann Hamburg sein.

Also ich habe Schwierigkeiten im Zug zu arbeiten, vielleicht mal einen Blogartikel schreiben, eine Präse oder ein paar Mails abarbeiten, aber Programmieren klappt regelmäßig nicht. Und tatsächlich: Arbeiten im Zug vernichtet Kreativität.

Im Großraumabteil eines Zuges oder im Flugzeug herrschen ähnliche Bedingungen wie in einem Großraumbüro. "Wenn Sie oberflächliche Arbeiten verrichten, ist das kein Problem. Aber für den Tiefgang braucht man Isolation", sagt Geißler. Man kann im Zug ebenso wenig ein Buch schreiben wie im Café. Denn jeder Mensch braucht bis zu 15 Minuten Anlauf nach jeder Unterbrechung, um wieder da weiterzumachen, wo er aufgehört hat.

Aber Arbeit findet ja bekanntlich nicht auf der Arbeit statt. Im Zug jedenfalls schon gar nicht.


Und wieder Martin Weigert, der das Glück hatte, app.net-Gründer Dalton Caldwell zu treffen:

Und genau das ist es, was sich die App.net-Macher nehmen wollen: Zeit. Im Augenblick sind die Kalifornier dabei, eine kleinere Finanzierungsrunde abzuschließen, um ohne unnötigen Druck die Weiterentwicklung und die Förderung der Entwicklercommunity voranbringen zu können. Caldwell unterstrich die Bedeutung von Programmierern, von denen einige erschienen waren, und merkte an, dass sich so auch die eigenen Personalkosten im Zaum halten lassen. App.net müsse nicht am laufenden Band neue Leute einstellen, sondern fokussiere sich darauf, die Infrastruktur anzubieten, auf der Entwickler ihre Anwendungen aufbauen.

Artikelbild: Some rights reserved by m.prinke

Verlinkt IX

Star Wars Day Cupcakes
Für alle Webdesigner zum hinter die Ohren schreiben, alles über infinite scrolling:

Infinite scrolling promises a better experience for users. However, the good is often accompanied by the bad and the ugly. Once we understand the strengths and weaknesses of infinite scrolling, we can begin to use it to enhance our interfaces.

Doch vor der Kür kommt erst mal die trockene Arbeit: <hgroup> ist aus HTML5 wieder rausgeflogen. Wie also muss man nun Überschriften, Subtitel und Zwischenüberschriften auszeichnen?

Und zum Fernsehgucken gibt’s dieses Wochenende auch etwas. In einem 60 minütigem An-Event-Apart-Vortrag vergleicht Luke Wroblewski top down und bottom up Designansätze für mobile.


Zum Abschluss noch ein Tipp für die Grillsaison. Das Bier immer schön im dunkeln aufbewahren, denn es stimmt: Bier das Licht ausgesetzt wird, wird irgendwann schlecht. Und Bier in braunen Flaschen hält länger!

So, dann allen einen schönen und spannenden Star Wars Day, May the Fourth be with you!

Artikelbild: Some rights reserved by missyward

Verlinkt VIII

Einer von noch sechs weltweit verfügbaren Apple 1 Computer wird demnächst in Deutschland versteigert. Das Motherboard trägt ein Autogramm von „Woz“!


Luke Wroblewski hat Google Glass getestet. Er ist nicht sonderlich begeistert.

During that time, Scott Jenson’s concise mandate of user experience came to mind a lot. As Scott puts it “value must be greater than pain.” That is, in order for someone to use a product, it must be more valuable to them than the effort required to use it. Create enough value and pain can be high. But if you don’t create a lot of value, the pain of using something has to be really low. It’s through this lens, that I can best describe Google Glass in it’s current state: there’s not enough value (yet) to outweigh the pain.


USA: Auf Initiative des republikanischen Kongressabgeordneten Wolf, wird ein chinesischer Auftragsarbeiter der Nasa entlassen und als der dann, ohne Job und mit auslaufendem Visum das Land Richtung Heimat verlassen will, am Flughafen vom FBI verhaftet, was der genannte Kongressabgeordnete dann wieder dann wieder für seine Zwecke in einer Pressekonferenz verarbeitet. Dann stellt sich jedoch heraus:

But it quickly became apparent that Jiang was at worst guilty of violating NASA policies. There was no evidence of any sensitive material on the laptop, and Jiang had not had clearance to such projects at Langley as an employee of the National Institute of Aerospace. Instead, investigators found, the laptop was loaded with pornography and pirated movies. Since he had lost his job and his work visa was expiring, Jiang simply was going home—with a little entertainment.

Woraufhin der Herr Kongressabgeordnete seine Presseerklärung schnell wieder löscht, ist ja klar. Wie viele McCarthys sind eigentlich noch aktiv?


Martin Weigert kann der ungebremmsten Dreistigkeit der Telekom bei der Präsentation ihrer „Drosselung” und der vor allem „managed services“ tatsächlich noch etwas Gutes abgewinnen:

Einen positiven Effekt hat der Vorstoß der Telekom aber doch: Es wird jetzt mit offenen Karten gespielt. Die Pläne sind auf dem Tisch, die Petition läuft, die Bundesregierung kritisiert das Vorhaben und die Bundesnetzagentur prüft regulatorische Eingriffe. Viele Jahre lang zeichnete sich ein bevorstehender, heftiger Konflikt um die Netzneutralität ab. Jetzt bricht er aus.

Tja, da kann man wirklich nur hoffen, dass es nicht läuft wie beim Leistungsschutzrecht.

Verlinkt VII

ADN-Nachrichten: Niels Kobschätzki beschäftigt sich, in einem sehr informativen und lesenswerten Artikel, mit dem Developer Incentive Program (DIP), das er dabei auch kurz erklärt, da es definitv eine weitere Besonderheit von app.net ist. Die Frage ist: wie gerecht ist das DIP?

If a government would do it, we would call it a subsidy. The effect of subsidies is that they distort the market. In terms of app.net this means that it distort the market in a way that clients get developed or continued to be developed, that wouldn’t have been developed in the first place or would stopped being developed because feeding your family is actually more important and so you would rather work on another project.

Paul Miller hat ein Jahr ohne Internet verbracht und ist nun wieder zurück. The Verge hat ihn während des Jahres begleitet (und bezahlt). Das Video und der Bericht über dieses Jahr schwanken von erhellend bis erschreckend: I’m still here: back online after a year without the internet

On the road, Jordan and Stephen asked me questions about myself. „Do you think you’re too hard on yourself?“ Yes. „Was this year successful?“ No. „What do you want to do when you get back on the internet?“ I want to do things for other people.

Sascha Lobo kommt langsam in Fahrt in Sachen Breitband: Die fünf Lügen der Breitband-Schönredner. Dabei bedient er sich ein wenig bei den Kollegen neusprech.org und erklärt uns die Dummdeuterei:

[D]as Dummdeuten, eine Mischung aus „für dumm verkaufen“ und „umdeuten“. Mit dem Erfolg der Massenmedien entwickelte sich die uralte Kulturtechnik des Flunkerns zu einer dunklen Kunst zwischen Politik, Schönrederei und Propaganda. Dummdeuten beruht auf der Existenz von Sätzen, die sich irgendwie richtig anhören, aber es nicht sind. Dummdeuten heißt, faktenhaft anmutende Formulierungen so zu drehen und zu wenden, dass keine allzu offensichtliche Lüge dabei herauskommt – und trotzdem die Wahrheit verschleiert wird.

Und am Schluss ein Tipp für Webdevs: Retina images with SASS

Using SASS you can combine media queries and good old fashioned CSS image replacement to send high resolution images to retina devices and standard resolution images everywhere else.

Grand Theft Auto V

Wem kommen die drei Protagonisten im neuen GTA 5 bekannt vor? Allen, die die Sopranos, The Wire und Breaking Bad gesehen haben. Huch, das bin ja ich! Na dann mal gleich vorbestellen. Und wann macht eigentlich mal jemand ein Videospiel aus Stirb Langsam? Könnte mich auch interessieren.

Verlinkt VI

Heute ist 1. Mai, und wer jetzt nicht auf der Mai-Demo ist, liegt wahrscheinlich im Bett, den Rechner auf den Knien und liest das hier. Aber so nicht, meine Herren. Dann schnell eine Geschichtsstunde bei ZEIT ONLINE: Die Bombe und der Revolutionär aus Hessen

Im Chicago des späten 19. Jahrhunderts kämpfte August Spies für Arbeiterrechte. Was kaum einer weiß: Der Ikone der Arbeiterbewegung gedenken wir am 1. Mai.

Wer jetzt zum Demonstrieren noch schnell ein paar Arbeiterlieder braucht, ich empfehle (natürlich) die Internationale, das Einheitsfrontlied und Bella Ciao. Wir gehen allerdings statt zur Demo lieber aufs Maifest.

Am Schluss noch etwas Neugeschichtliches. Aus heutiger Sicht nur bedingt aufregend: die erste Webseite von allen, ever. Gestern vor 20 Jahren online gegangen. Geschichte zum Anklicken.