Neue Besen kehren besser?

Sorry, aber das hört sich genauso belemmert an, wie die Beschreibung meiner Ausbildung zum Fachinformatiker.

Umschulung zum IT-Advisor

IT- Advisor Open Source überblicken die EDV-Strukturen von Unternehmen und prüfen den Einsatz und die Realisierung von Open Source Produkten zur Steigerung der Unternehmenseffizienz und Senkung von Kosten. Sie wissen, wie in der EDV-Umgebung von Betrieben Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgreich realisiert werden können. Open Source Manager beraten und schulen Mitarbeiter von Unternehmen in Umstrukturierungsprozessen sowie in der Einführung von Open Source Software. Sie überwachen edv-spezifische Qualitäts- und Sicherheitsaspekte und zeigen Schwachstellen auf. Sie verbessern Geschäftsabläufe.

Via: Bert’s Linux Seite.

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[2003-05-04]

Das folgt einem bekannten Muster, bekanntlich sind ja auch Arbeitslose schuld dass es Arbeitslosigkeit gibt und Kranke dass der Krankenversicherungsapparat so teuer ist. So leicht ist das, wenn man Politiker ist und ein Mikrofon in der Nähe.

Das Netzbuch

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Telebörse X

Blogshares ist gestern nun ganz offiziell online gegangen. Also nicht mehr beta. Bei der Couchparty vorgestern, die wie ich jetzt merke tatsächlich ein Bloggertreffen war, denn es waren zum ersten Mal alle da, wurde natürlich auch über den Aktienhandel diskutiert (an dem aber nur Sebastian und ich teilnehmen) und wir sind zu einem erschreckenden Konsens gekommen: Irgendwie ist die Luft jetzt raus..

In der Nachschau gesehen, hätte man die Sache sicherlich vernünftiger aufziehen können, die Idee jedenfalls finde ich nach wie vor sehr interessant.

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Spiel doch mal

»Den Fahrer während der Fahrt nicht ansprechen.« Ein Leitsatz, den ich auch auf konzentriert arbeitende DJs auszuweiten bereit bin. Wenn mich jemand so mitten in einem Mix anspricht, ich solle jetzt doch endlich mal was zum Tanzen auflegen, Bon Jovi oder auch »irgend ’was aus den Charts« wird in solchen Momenten gerne gewünscht, dann kratzt mich das wenig. Ich habe ja Kopfhörer und einen äußerst abfälligen Gesichtsausdruck, die ich beide aufsetzen kann.

Ich habe allerdings Kollegen, die ärgert so etwas nicht bloss, die lassen sich richtig aus dem Konzept bringen. Gestern bin ich ob einer solchen Situation richtig sauer geworden. Mein armer Kollege musste sich von einer richtig penetranten Dame immer wieder ins Handwerk quatschen lassen. Der konzentriert arbeitende Plattenaufleger ist da ja auch ein wenig hilflos, schließlich kann man schlecht weglaufen mitten im Set. Also habe ich die Dame zur Seite genommen und habe sie entsprechend der von ihr vorgetragene Penetranz und Arroganz behandelt. Irgendwie wollte sie aber nicht die nächste Zeltfete ansteuern, auch nirgendwo einen Maibaum klauen und als ich »Erwin’s Kompaktdisco« ansprach ist sie richtig giftig geworden. Na sowas.

Ich höre gerne elektronische Musik. Ich lege gerne elektronische Musik auf. Ich mag noch viele andere Musikstile. Aber ich hasse auch einige Musikstile: Bohlen, Deutschpop, Gangsterrap, meinetwegen auch Volksmusik. Und was ich nicht mag, das versuche ich zu vermeiden. Ich verstehe solche Leute nicht: Ich gehe doch auch nicht zu einer Musikantenstadl-Aufführung, ziehe mir das dortige Gedudel zwei Stunden rein, nur um dann aufzuspringen und loszubrüllen: »Leute was macht ihr hier eigentlich für besch… Musik, haut doch mal ‘ne coole Technoscheibe rein!« Auf Technoparties ist so etwas jedoch Realität. Ich weiß nicht warum da immer wieder Leute hinkommen, die Techno hassen, wie der Teufel das Weihwasser. Und dieser Verlaufenen glauben dann tatsächlich, weil sie nun da sind wird die Technoparty in dem Moment abgebrochen, wo sie ans Pult treten und ihren Wunsch abgeben. Nichts ist dumm genug um nicht den DJ danach zu fragen. Da ist »was zum Tanzen« angesichts einer wogenden Masse von Tänzerinnen und Tänzern ja noch eine wohl überlegte Beleidigung. »Leg doch mal Ska auf!«, kommt da. Oder »Spiel doch mal ‘was von Elvis.« Auch gut: »Meine Freundin hat heute Geburtstag, kannste mal »Happy Birthday« von Stevie Wonder spielen?« (frei zitiert nach Hans Nieswandt).

Naja, jedenfalls hat man mir sogar Prügel angedroht. Mir. Pfftt.