Soon on a couch near you…

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Ok, the new site design is ready so far, have to knit the templates this weekend. Maybe I wait for the new version of Movable Type which should come these days, and then I’m ready for the next step in couchdesign. Stay tuned.

School's out

One of my alltime favs is this old Supertramp song. It has this melancholy and happiness together, that always was on my mind in schooldays. I confess, my understanding of school was different these days, for me it was my social place, it was it’s own world where I was one of the makers, all the time. If I had the opportunity to chose, I would still be a scholar. But with the graduation it abruptly ended and so were my successes. All that followed wasn’t half as interesting like school, army, university, working. What I miss(ed) was the social system of school, where intelligence paid out in good certifications and respect of others at schoolyears end. My life was never again so happy than this time.

Now I’m on school again, learning again. OK, certainly I knew that schools for adult people wouldn’t be like my former school. But it is harder than expected. I’m together in one class with people that should sit in their rubber cell at the next psychological clinic, quick! People who throw their keyboard all through the classroom when entering a BSOD or a program won’t work, people who come and go when they think it’s time to, people who talk to the teacher as if they meet their friends down in the street near the oilbarrel where they burn old books and newspaper in. All together: it’s disgusting.

First I thought that I can deal with these guys, accept the acceptable, ignore the rest and learn the things I want to know and leave alone the rest, that’s what I did on work when I realized that people don’t want either help nor criticism, they just want to stay what they are, sometimes stupid. But this time it’s the other way round: they won’t leave me alone. As one of the exposed persons of the class (And here we have one of the best workouts, truly an A grade for Nico…, thanks Mister Teacherman!) they are after me. I can do what I want, turn off my sarcastic side, keep quiet all the time, they will pick and kick me again and again.

I’m not the one who reacts on the »Lets go outside and handle the case like two man!«-opportunity, no that’s not my way. But yesterday it was near to do so. Okay, I mocked about the bad habbit of the number one psycho but what followed was harder than before. He totally tilt, he was crying and throwing curses to me, loud, in front all the other classmembers. And everyone in the room stayed absolutely quiet. No reaction. No one said: »Hey, keep cool, shut up!« or something. Nothing. I’m over thirty years old, should I struggle with people like in primary school? Seems that this habbit would be more accepted in class instead of keeping (outsidely) cool, explaining that physically fighting is not my opportunity. What bothers me most was the lack of reaction from the rest of the class. No support. None.

Adults. LOL. They act like children and don’t realise it. Fuck off. I took a free day today, to think over, to calm the waves. And I wrote these lines, in english, cause I know the people I speak about don’t have the ability to read this. Stupid as they are…

Schon wieder 9Live

NETZEITUNG:

Der Fernsehsender Neun Live hat im vierten Quartal einen operativen Gewinn von 12,06 Millionen Euro verzeichnet.

Eine Zahl die IMHO mit den Ergebnissen von Niedersachsen- und Hessenwahl deutlich korrespondiert, wohl in direktem Zusammenhang stehen könnte. Der Verblödung sind keine Grenzen gesetzt in diesem Land.

Norddeutsch für Anfänger: Kohlfahrt? Was ist das?

In diesen Tagen des klirrenden Frostes zieht es Norddeutsche, genauer Ostfriesen und Wesermarscher, aller Bevölkerungsschichten zu einem grausigem Ritual, das durch die Jahrhunderte von Generation an Generation weitergegeben wurde und zum Ruf von den kühlen Norddeutschen sicherlich sein Scheffelchen beigetragen hat: die Kohlfahrt.

Es treffen sich ganze Sportvereine, Yachtclubs, Kegelbruderschaften und Kaffeekränzchen oder einfach nur Freunde und Bekannte, um auf Kohlfahrt zu gehen. Zur Ausrüstung gehören ein Handwagen (Bollerwagen), gerne mit Klingel, Hupe oder Fanfare ausgestattet (immer wieder auch gesehen mit Musik- und Discolightanlage, kompletter LKW-Beleuchtung oder eingebautem Kühlschrank), meist ausgestattet mit dem jeweiligen Vereinswappen oder mindestens einem Plakat, immer gefüllt bis unter den Rand mit dem zweiten wichtigsten Ausstattungsmerkmal einer Kohlfahrt: Alkohol! Am liebsten Kurze, von Köm bis Apfelkorn. Die Kohlfahrer erkennt man am typischen Merkmal, das 1cl-Schnapsgläschen hängt an einer kleinen Kordel um den Hals, die Nase gerötet von der Kälte, die Wangen vom Alkohol. So ziehen sie zusammen in großen Gruppen durch die Wesermarsch, zwischen 2 und 5 Kilometer werden vom Ausgangspunkt zu einem Grünkohllokal (meist auf dem Lande) auf Schuster Rappen zurückgelegt und dabei permanent gesoffen (anders kann man das nicht nennen). Im Ostfriesischen wird sich dabei oft auch die Zeit mit Boßeln vertrieben, einem Boule-Spiel bei dem es auf Entfernung ankommt, und die Kugel immer wieder aus halbzugefrorenen Ackergräben (Kloot) zu fischen, eine Tradition die noch etwas seltsamer ist als die Kohlfahrt selbst.

Jedenfalls trinken alle, vom Chef bis zum Botenjungen, vom Bürgermeister bis zur Sekretärin, von jung bis alt. Und mit fortschreitender Alkoholisierung nimmt die Fraternisierung zwischen Leuten, die sich sonst nicht riechen können zumeist banale Formen an. Von fröhlich bis peinlich, von speiübel bis vollgefressen, der Kohlfahrer an sich erlebt ein Wechselbad der Gefühle und genießt es wie im Rausch. Vollgefressen? Genau, denn den Endpunkt einer jeden Kohlfahrt ist natürlich das Kohlessen. In großen Gaststuben und umdekorierten Ballsälen wird tonnenweise Grünkohl und Pinkel (Hackgrütze im Naturdarm) und Kasseler Braten aufgefahren, jeder darf und muss soviel essen wie er will oder kann und natürlich wird auch hier weitergetrunken, bis zum Verlust der Muttersprache. Das geht so lange, bis die ersten Ohnmachten auftreten oder alle sich übergeben müssen. Wer Pech – oder Glück hat, da unterscheiden sich die Überlieferungen – wird als bester Esser, schlechtester Esser, bester oder schlechtester Säufer, je nach Gruppe ist das verschieden, zum Kohlkönig gewählt; oft muss diese bemitleidenswerte Person die nächstjährige Kohlfahrt ausrichten. Battalione von geifernd wartenden Landtaxifahrern fahren die Überlebenden dann wieder nach Hause. Am nächsten Tag ist dann alles vergessen, bis zum nächsten Jahr.

Und da sage jemand, der Rest der Welt habe seltsame Riten und Gebräuche., die wahren Verrückten verstecken sich hier oben im Norden. Ich habe mich als Zugezogener solchen Ritualen immer gerne entzogen, es mag affektiert klingen, aber meine Devise ist: Wer auf Kohlfahrten geht, der feiert auch Karneval, oder frisst auch kleine Kinder….

For my non-german-speaking readers: Armin Grewe wrote an article for your understanding of all this: Kohlfahrt – An Explanation for Bavarians and others.

In Memorandum

Radio Bremen – Buten & Binnen (mit Real-Audio-Beitrag, ein wenig runterscrollen, bitte):

Michael Geyer ist tot. Der Mitbegründer von buten un binnen, der erfolgreichsten deutschen Regionalsendung, starb im Alter von nur 62 Jahren. Er machte sich einen Namen als mutiger, kompromissloser Journalist, der sich selbst immer treu blieb – auch zuletzt als Chefredakteur und Kulturchef von Radio Bremen Fernsehen.

Buten und Binnen sehe ich, seitdem ich elf wurde. Als wir damals von Bremen ins düstere Delmenhorst umzogen (das kannte man früher nur aus dem Verkehrsfunk, von Sarah Conner war da noch keine Spur), durften wir jeden Abend im Regionalfernsehen ein Stückchen Heimat bewahren, eine Heimat, die ja eigentlich nur 30km entfernt war, aber über die Jahre immer ferner rückte. Michael Geyer war dabei Mammas und mein beliebtester Anchorman, gerade weil er das Antikonzept des Bremer Nachrichtenfernsehens verkörperte (auch wenn ich das damals wohl noch nicht wusste): ökig, antielitär, ohne Krawatte aber mit Entenschuhen und immer kackfrech wie meine Mutter sich auszudrücken pflegte.

Nun ist Michael Geyer im Alter von 62 Jahren viel zu früh verstorben und übermittelt uns so seine letzte Nachricht: wir werden alle mit rasender Geschwindigkeit älter und das ist alles schon so lange her. Es war eine andere Zeit, auch wenn es gerade erst 20 Jahre her ist.

Couch(blog)club?

Eigentlich wollte ich mich in Zukunft vom Plattendrehen ein wenig zurückziehen, trotzdem erwische ich mich ab und an dabei, dass alter Ehrgeiz wieder aufflammt, naja und dem folgenden Angebot konnte ich einfach schon wegen des Clubmottos nicht wiederstehen:

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Es sei aber angemerkt, dass es um einen wirklich ganz kleinen Club(?) handelt, also ist der Größenwahn zumindest noch nicht zurückgekehrt…