2.) Alex Oriental Experience – Live 1

AOElive80.gifAlso weiter im Text… Alben die etwas bedeuten (für mich zumindest): dieses hier. Bei Alex Oriental Experience sollte einem ja quasi per Diktion ein orientalisches Gefühl beschleichen, was immer das ist. Stimmt eigentlich soweit auch, denn alleine schon Alex Wiska an der Saz (einem türkischen Folkloreinstrument) verleiht der Band eben diesen Flair. Aber: bei mir passiert mehr. Neben dem Geruch von türkischem Mokka rauschen an mir Bilder von Großdemos, Spontikonzerten, besetzten Häusern und Konzerten in deren ausgebrannten Kellern vorbei, wenn diese Scheibe auf dem Teller dreht. Eben jener Flair der gerade beendeten 70er und der Sprung in die 80er. Ich kann heute nicht mehr irklich entscheiden, was ich davon selbst erlebt habe und was ich nur aus Erzählungen verdienter Genossen kenne, aber bei AOE kommen mir genau diese Assoziationen.

Patriots

Wir leihen Israel also einige Patriotraketen. Hmm? Klingt für mich so logisch, wie Zigaretten zu verleihen. Wie kriegen wir die Raketen denn wieder? Benutzt? Der Irak greift Israel an und dann: “Nee, die Raketen aus Deutschland dürfen wir nicht benutzen, die sind ja nur geliehen…”. Öhh?

Das letzte Hemd

Das letzte Hemd.

  1. Kettenmail, also Spam.
  2. Total beknackte und schwachsinnige Aktion, die weder etwas ändert, noch irgendwelche Alternativen anbietet, noch in irgendeiner Weise irgendwie konstruktiv ist.
  3. Ist ähnlich wie dieser beknackte Kanzlersong total nervend (ich habe die Mail jetzt inzwischen 12 Mal erhalten und es reicht jetzt, und ich will auch nicht morgends aus dem Radiowecker dieses Lied hören)
  4. Verursacht die Aktion Unmengen von Müll und Kosten für die Entsorgung, die dann wieder der Steuerzahler…, naja, ihr wisst schon…
  5. Könnte man von dem Porto das dabei verpulvert wird, vielleicht Menschen helfen, denen es wirklich schlecht geht…

Jungs, ein Tip: setzt Euch wieder an Euren Stammtisch und redet Euch die Köpfe heiss ohne mein Postfach zu belasten. Und zählt Eure Aktien und die Immobilien, die Ihr in letzter Zeit gewinnbringend verkauft habt. Und Euer gigantisches Vermögen, für dass Ihr ja dann wohl demnächst auch noch Steuern zahlen sollt…

via von überall, z.B. vowe.net und aus meiner Mail.

Goppel

Spiegel: CSU-Parteitag: Goppel bleibt bei Nazi-Vergleich.

Auf einer Parteiveranstaltung im oberbayerischen Aschheim hatte Goppel am Montagabend Vergleiche zwischen SPD- und Nazi-Wählern angestellt und war über Homosexuelle hergezogen.

In diesem Zusammenhang nahm er den Regierenden von Berlin, Klaus Wowereit, ins Visier, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt: “Wowereit und Partner, die allabendlich versuchen, der Biologie ein Schnippchen zu schlagen und keinen Erfolg haben”, würden wie Vater und Mutter auf eine Stufe gestellt, die ein ganzes Leben lang zusammen seien.

Ohne weiteren Kommentar.

1.) Marillion – Misplaced Childhood

marillion_misplaced_childhood.jpgWenn eine Platte mehrmals, oder in verschiedenen Formaten, in meiner Sammlung vorkommt, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass mir die Scheibe ziemlich wichtig ist. Marillions ‘Misplaced Childhood’ besitze ich zweimal auf Vinyl und einmal als CD (plus zwei 12”). Eine wirklich wichtige Platte also, für mich jedenfalls.

Keine Ahnung wie ich an damals 1985 an Fish und seine Band geraten bin, wahrscheinlich durch die Hitsingle des Albums ‘Kayleigh’, die wirklich ein gutes Stückchen Mainstreampsychedelicrock darstellt, aber kaum die Kraft des Albums wiederspiegelt. Die These von der ‘deplazierten Kindheit’ mag mit meinem eigenen Gefühl der Deplaziertheit korrespondieren, die Traurigkeit jeder einzelnen Note mit dem überspielenden Lächeln und der Fish immer innenwohnenden Tragik vorgetragen mag ein Abbild meiner eigenen Gefühlswelt sein, darüber mögen sich die Psychoanalytiker Gedanken machen, jedenfalls habe ich sicher keine Platte so oft gehört wie diese. Ein Fakt der vielleicht wirklich tief blicken läßt.

Psychedelic Rock, Marillions Vorbilder waren ohne Zweifel die frühen Genesis und Pink Floyd, paart sich — speziell durch den damaligen Frontmann Fish — mit einer sehr gesunden Portion ‘Scottishness’, das waren Marillion bis zu dieser Scheibe. Aber anders als bei Script For A Jesters Tear (1983) und Fugazi (1984) war ‘Misplaced Childhood’ ausgegorener im Sound, perfekter in der Produktion, praktischer in der Handhabung möchte ich fast sagen. Während die beiden ersteren Platten — die ich ähnlich verehre — fast schon eine beängstigende Athmosphäre verbreiten, ist ‘Misplaced Childhood’ ebenso depressiv wie gradlinig. Perfekt.