How many 'body bags'?

Other Voices: We must consider all consequences of war with Iraq:

Our problem is with Saddam Hussein and his government, not with the people of Iraq.

A war with Iraq will not be the quick and easy victory we saw during the Gulf War. We will be fighting in the streets of Iraq, not in the open desert. We will have to take each city and town street by street until Saddam Hussein and his government surrender.

How many Iraqi civilians will die during the fighting? How many U.S. soldiers will come home in body bags? Will a new wave of discrimination and prejudice be spawned toward individuals of Arab descent?

Is the economy of the country going to continue to slow or will we see a full-scale recession?

Zumindest setzt sich mal ein Amerikaner mit den möglichen negativen Folgen eines Krieges auseinander, … immerhin.

In Großbritanien übrigens stehen zum Glück auch nicht alle hinter ihrem ‘Primeminister’ Blair: Robert Fisk: What the US President wants us to forget:

In all of Bush’s 30 minutes of anti-Iraq war talk yesterday – pleasantly leavened with just two minutes of how “I hope this will not require military action” – there wasn’t a single reference to the fact that Iraq may hold oil reserves larger than those of Saudi Arabia, that American oil companies stand to gain billions of dollars in the event of a US invasion, that, once out of power, Bush and his friends could become multi-billionaires on the spoils of this war. We must ignore all this before we go to war. We must forget.

Peanuts?

Die Süddeutsche zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Jimmy Carter:

Ob die Entscheidung deshalb auch richtig war, lässt sich natürlich nicht objektiv beurteilen. Folgerichtig war sie auf jeden Fall: Denn die Zeiten sind nicht friedlich, es lodert an vielen Ecken, und die Brandstifter haben viel deutlichere Konturen als die Feuerwehrleute. Gäbe es so etwas wie den Anti-Friedensnobelpreis, so hätten sich in diesem Jahr wohl ungewöhnlich viele Kandidaten aufgedrängt. Ein großer Friedensfürst jedoch ist nicht in Sicht. Da nimmt man eben einen, bei dem es jedem wohl und fast keinem wehe ist. Und wenn man dabei noch einen Seitenhieb landen kann, dann umso besser.

Arbeitsplatzverluste

Das ist doch mal ein Signal. Die Telekomiker wollen 50.000 Stellen abbauen, früher hätte man schlicht gesagt ‘entlassen’: ein Signal gegen den Aufbruch, gegen den Aufschwung, für neu anbrechende Zeiten.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: 50.000 Menschen, davon 35.000 in Deutschland werden entlassen oder ihre Stellen nicht neu besetzt. Entweder der Konzern ist inzwischen derartig gross, dass sowas nicht weiter kratzt (by the way, ein ähnliches Szenario gebrauchte ich vor kurzem in einer Diskussion, wobei ich mich aber um 45.000 Stellen verschätzte: ‘Die können doch 5.000 Leute entlassen und merken das gar nicht!’, verdammt, wie weltfremd bin ich eigentlich?), oder die haben in den Boom-Monaten derartig viele Leute eingestellt, dass von sinnvoller Personalpolitik wohl überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Dabei bleibt alles wie immer: eine Konzernspitze segelt ins finanzielle Chaos, zuletzt wider besserem öffentlichem Wissen, wird brav verabschiedet und abgefunden (mitwieviel Millionen?) und dann werden die Leute entlassen, um den Laden wieder unter Kontrolle zu kriegen.

Wir sind auf dem Weg zurück in den Steinzeitkapitalismus der frühen Industralisierungszeit. Warum macht dagegen eigentlich niemand etwas?

Der Kapitalist

Wendehälse

Wiedersehen vor Gericht.

Otto Schily dürfte bekannt sein. Und Horst Mahler?

Mitbegründer der Roten Armee Fraktion (RAF), wurde 1970 verhaftet und wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, schweren Raubes und Beihilfe zum Mordversuch 1971 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt. Ende der 70er und Mitte der 80er Jahre wurde er von Gerhard Schröder anwaltlich vertreten, insbesondere in der Frage der Wiederzulassung als Anwalt.

Nach der Entlassung aus dem Gefängnis wechselte Horst Mahler die Fronten von linksextrem nach rechtsextrem. Versuchte er anfangs noch den Eindruck zu erwecken, sich konservativem Gedankengut zugewandt zu haben, so besteht inzwischen kein Zweifel mehr an seiner rechtsextremen Haltung. Auf seinen Webseiten polemisiert er gegen die ‘Auschwitzkeule’ und die ‘Überfremdung des deutschen Volkskörpers’ und gegen die Umerziehung. Seit er in der rechten Postille Junge Freiheit von einer nationalrevolutionären Sammlungsbewegung schwärmt, gilt Horst Mahler als mögliche Integrationsfigur der zersplitterten rechten Szene.

Mehr zu Horst Mahler hier.