Helfer in Kabul

Die ZEIT berichtet eindrucksvoll über die Arbeit des Goethe-Instituts in der Kabul-Bubble. Das Land, dass seinen Frieden noch lange nicht gefunden hat, ist dem ‘Hilfswillen’ der ganzen Welt beinahe hilflos ausgeliefert, frei nach dem Motto: Afghanistan wird westlich, ob es will oder nicht.

Unglaublich

Seit vorgestern funktionieren meine Weiterleitungen von www.couchblog.org nicht mehr. Was ich zunächst für einen Hackereinbruch hielt, entpuppte sich heute als ein echter Hammer:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Account wurde gesperrt aufgrund von Vermutungen, weil diese gegenunsere AGB verstoßen haben. Sie werden aber noch schriftlichkontaktiert, sobald diese Vermutungen genauer untersucht und bestätigtwerden sollten.


Mit besten Grüßen aus Hannover,

Ihr MagicalWorks-Team

Auf eine schriftliche Erklärung will ich natürlich kaum warten. Ob es sich hierbei um ein Mißverständnis, oder gar eine erste (schwachsinnige) Reaktion hierauf handelt, werde ich in den nächsten Tagen klären. Bericht folgt.

Bis dahin kann ich nur nocheinmal die Bitte wiederholen, dass alle, die noch auf ‘nico.couchblog.org’ verlinken (den Referrern nach müssen das noch einige sein), bitte auf www.couchblog.de/nico/ umzustellen.

Spendenaufruf

Es ist nicht abzustreiten: Weihnachten naht unaufhaltsam. Und Weihnachten ist die Zeit der Spendenaufrufe, ohne Frage, das hat ja schon Tradition. Da will ich nicht daneben stehen. Hier mein persönlicher Spendenaufruf:

Weihnachten ist die Zeit des Konsums. Alle konsumieren. Alle? Nein, nicht alle! Vor allem nicht die, die sich den Konsum nicht leisten können. Zum Beispiel Nico. Er ist brav. Er zahlt immer seine Miete, er hält seine Wohnung und sein Leben in Ordnung. Er geht immer brav zur (Um)Schule. Er lernt wie ein Besessener. Doch zahlt sich das aus? Finanziell jeden falls im Moment nicht.

Es reicht gerade so zum Essen, aber manchmal ist es am Ende des Monats doch knapp. Irgendwie geht Nicos ganze Kohle (zu viel zum Sterben, zum Leben zu wenig) für solch wichtige Dinge wie PC, Internet, Webspace und ähnliches drauf. Und manchmal fehlt es am Wichtigsten.

Das Wichtigste? Da kannst Du helfen! Und spenden! Gesucht werden:

  • Lehrbücher: alles über PC und Programmierung (Java, C++, Javascript, PHP, VB), über W2K (MCSE-Unterlagen o.ä.), über Linux bzw. Unix, über Netzwerke. Du hast doch bestimmt noch etwas im Regal stehen? Weg damit.
  • Hardware: ein ‘altes’ PIII500-Motherboard, 512 MB SD-RAM, vielleicht noch eine kleinere Harddisk. Weg damit.
  • Software: immer noch gesucht: Apple Mac OS 8 und 9 auf CD, hast Du doch eh ausgemustert zu Gunsten des Jaguar. Weg damit.

O.k., das hört sich blöd an, aber wer mir oder dem Couchblog weiterhelfen möchte, und obigen Konsumgüter nutzlos herum liegen hat, der soll mich wirklich mal kontakten. Portokosten kann ich wohl übernehmen, mehr ist nicht drin. Kontakt: RETTET NICO UND SEIN BLOG. Danke für die Aufmerksamkeit.

Massenhafte Verlinkung ist mir zwar peinlich, aber durchaus erwünscht.

Lindows PC

Wal Mart verkauft in den USA schon längere Zeit seine ‘Lindows-PC’, PC’s mit vorinstallierter Linux-Distro. Dieser hier kostet nur schlappe $199! Wann kommt Plus mit einer solchen Volks-Surf-Station auf den Markt? Würde ich gerne mal testen.

Sturmnacht

Das Wetter ist heute so…

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe

Oder die Kurzfassung? Or maybe one translation?

Zeldman Site: Update

Jeffrey Zeldman Presents: The Daily Report ist jetzt wohl fertig, und sieht ehrlich gesagt gar nicht so aus, wie ich es erwartet hatte. Komisch. Findet (glaube ich) auch Konstantin.

BTW: Mein Redesign läuft im Moment auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Irgendwie finde ich im Moment keinen wirklichen Ansatz. Habe aber zwischendurch mal hier mit dem IE rumgesurft und was ich da sehe, gefällt mir gar nicht. Zunächst bleibt meine Empfehlung: wenn ihr Couchblog sehen wollt, wie ich es mir vorgestellt habe, dann nehmt bloss den Echsenbrowser.

Sprachlos

Warum habe ich nicht über die Moskauer Geiselnahme geschrieben? Warum nicht über den D.C. Sniper? Warum nicht über Bali?

Ich bin einfach sprachlos. Die Grausamkeit und Gewalt des letzten Monats stellt sich mir einfach als unfaßbar dar. Ich meine, was soll man noch dazu sagen, wenn jemand konsequent und zielgenau reihenweise Menschen abknallt als wären sie Zielscheiben auf einem Schützenfest? Was dazu sagen, wenn ein Rudel Terroristen (oder sind es Rebellen?) gleich über 700 Menschen in Geiselhaft nehmen und völlig unerfüllbare Forderungen, wie ‘beendet sofort den Krieg, von dem ihr nie zugegeben habt, dass ihr ihn führt’ stellen? Analog die Ereignisse auf Bali.

Seit 9-11 leben wir allerdings in einer Welt, die all diese Nachrichten als Sensation aufgreift. Nach dem Einsturz des WTC ist keine Bruatlität brutal genug, um noch jemand wirklich zu beeindrucken. Und was ich an Kommentaren im Fernsehen, Radio und Web präsentiert bekomme, grenzt bsiweilen an hochgradigen Sarkasmus. “Wir melden uns zurück, wenn morgen früh das Ultimatum ausläuft und gegebenfalls die ersten Geiseln erschossen werden.”

Daran will ich mich einfach nicht beteiligen. Es liegt mir nicht. Ich habe das Gefühl, nicht die nötige Kompetenz zu haben, um angemessen auf derartige Nachrichten zu reagieren. Kompetenzfreie Zonen gibt es in den klassischen Medien und in manchem Blog schon genug. Hätte ich am 9.11.2001 schon gebloggt, wäre ich wahrscheinlich ähnlich sprachlos gewesen. Denn: in solchen Fällen, zählen nur Fakten. Keine Theorien, wer so verrückt sein könnte, ganze Städte als Geiseln zu nehmen, keine Diskussionen über Geheimdiensthintergründe, keine Verschwörungsideen. Und die Fakten habe ich nicht parat, die liefern andere.

Es bleibt die Frage: Ist die Welt eigentlich erst in letzter Zeit so verrückt geworden?

Smoke it

Falls noch irgendjemand nicht weiss, wie man einen Joint baut, kann sich das hier von einigen freundlichen Legofiguren erklären lassen. Pffffffffffff.

Und dann bitte völlig bekifft den Knopf drücken… Tsssssss.