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Das Weblog von Nico Brünjes.

Die Weisheit von Fußball

Nico Brünjes am
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Es steht vor der Tür, das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien, die Neuauflage des EM-Finales, der letzte Stolperstein vor dem Einzug ins Finale. Da ist es nur recht und billig, den Jungs in Südafrika von hier aus ein wenig unter die Arme zu greifen. Und was könnte da besser helfen, als der unendliche Weisheitsschatz des deutschen, ach was des internationalen Fußballs?

Das Fußball ein harter Sport ist, ist ja nicht erst seit Franz Beckenbauer bekannt, der eigenen Angaben zu Folge, in einem Jahr 16 Monate durchgespielt hat, welch ausserordentliche Leistung. Und es war auch der gleiche Kaiser, der seinen Jungs bewusst machte Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!. Aber keine Angst gerade die Niederlagen werden ausschließlich von den Medien hochsterilisiert (Bruno Labadia) und selbst wenn es nicht klappt, sollte man es mit Lothar Matthäus halten und jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.

Ein weitere Weisheit unbekannter Herkunft besagt: Schönheit siegt nicht., obwohl es sich so anhört, als hätte das Otto Rehagel gesagt. Das macht aber auch nichts, so lange das Runde im Eckigen landet, achja und Foul ist, wenn der Schiri pfeift., obwohl das in England ganz anders gepfiffen wird.

Fragen wir noch einmal die Fußballgottheiten aus früheren Jahren: Sepp Herberger darf da nicht fehlen, der wusste: Ein Spiel dauert 90 Minuten, Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Mit derlei Gerede könnte Yogi Löw doch seine Jungs gut schon auf Halbfinale und Finale vorbereiten! Man hört aber, dass er es eher mit den technischen Weisheiten hält. So wie Giovannie ‘Falsche Leer’ Trappatoni, der wusste schon: Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, muss man sich fragen: Warum!? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wiederholen! Auch eine Lösung.

Im Grunde brauchen die deutschen Spieler aber gar keine Angst haben, denn zwei Sachen sind schonmal sicher. Zum einen beschert uns der südafrikanische Winter garantiert das allerbeste Fritz-Walter-Wetter und zum Anderen wird es so sein, wie schon 1990, über das Kaiser Franz zu berichten wusste: Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden. Na dann, wenn’s gar nicht anders geht, denkt daran: Fußball ist ein Spiel,wo 22 Spieler einem Ball hinterherrennen und am Ende gewinnen immer die Deutschen, Gary Lineker soll das gesagt haben und was im Achtelfinale galt, gilt morgen um so mehr. Und falls es doch schief geht: wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen, dann ergeht’s euch wie Berti Voigts, der einst zu Protokoll gab: Wenn ich über’s Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker, nicht mal schwimmen kann er…

Foto: Babasteve unter Creative Commons.

4 Kommentare

  1. Ganz wichtig ist auch das Erfolgsrezept von Thomas Bradric: “Ich habe niemals die Verzweifelung verloren.” Was angesichts der Fußball-Weisheit, die ich von Hippo gelernt habe und die mir stark ostwestfälischer Prägung ist, durchaus angebracht scheint: “Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen.”

    Angesichts der Tatsache aber, dass de, spanischen Torwart sein Hund eine Katze ist, bin ich aber doch optimistisch. Und wenn wir den hübschen Pokal erst gewonnen haben, können unsere Jungs es mit ihren Siegprämien so halten wie Paul “Gazza” Gascoigne: “Die Hälfte meines Vermögens werde ich für schnelle Autos, Alkohol, Drogen und Nutten ausgeben, der Rest wird sinnlos verprasst!”

  2. Flanke auf Webstandards, Kopfball auf Brünjes -- und der hämmert das Ding gnaaadenlos rein.
    Schöines Ding :)

  3. Herrje, Ben. George Best hat das gesagt. Gazza hingegen hatte seinen Moment 1996, als er nach der zweiten gelben Karte so rumgeheult hat. WIE JEDER WEISS!

    Wofür hab ich eigentlich damals Fooligan gemacht? Sind ja doch alles Banausen im Web. ;)

  4. Von mir gibt es beide Daumen fest gedrückt und die Hoffnung auf einen Sieg und dann ab ins Finale.
    An dieser Stelle möchte ich Steffen Freund in den Ring werfen: “Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: “Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht`s los.”