DIE ZEIT goes Android

Möglicherweise ist es an der einen oder anderen Stelle schon ein wenig durchgesickert, seit heute ist es nun aber auch offiziell: die ZEIT-App für Android Tablets ist draussen und im Play Store erhältlich oder kann (allerdings nur auf Android Tablets) im Browser aufgerufen werden. Es gibt eine Probeausgabe, die gratis verfügbar ist, wer mehr ZEIT will, muss ein Abo abschließen.

Die App basiert auf den HTML5-Webviews, die auch schon in der iPad-App genutzt werden. Das ganze wird per JS mit einem Ausgabenmanagement, Inhaltsverzeichnis, viel drumherum und einer Swipingengine versehen. Lädt man sich eine Ausgabe herunter, wird sie in der Datenbank des Browsers abgelegt (derzeit noch ausschließlich WebSQL, die IndexedDB-Komponente ist noch nicht fertig). Was an Grafik und Gedöns nicht zu einer Ausgabe gehört wird über ein Cache Manifest gespeichert und im local storage des Browsers landen auch ein paar Daten. So kann man dann die Ausgabe, die man sich heruntergeladen hat auch offline anschauen, bspw. im Zug, ich bin da in den letzten Wochen begeisterter Tester gewesen. Das alles funktioniert mit dem Standardbrowser ab Android 3, besser aber im Chrome, noch besser unter Android 4, nahezu perfekt auf Nexus 7.

Nun kommt also die Zeit der Bugfixes und Reparaturen, das ist klar bei dem, was da draussen an Android Geräten herumgeistert. Wir haben zwar viele Tablets angeschafft und auf ihnen getestet, aber funktioniert und funktioniert, naja, man weiß ja schon.

So eine App wird ja von einer ganze Horde Menschen erstellt und gebaut. Da sind die Redaktion(en), das Produktmanagement, Agenturen mit denen wir zusammen gearbeitet haben. Alles tofte Leute, ohne die wir keinen Schritt tun könnten und denen ich hoffentlich nicht allzu sehr vor den Kopf stosse, wenn ich trotzdem an dieser Stelle ausschließlich mein Team namentlich erwähne, das in den letzten Wochen wirklich Außergewöhnliches geleistet hat: Anika Szuppa und Arne Seemann. Thanx a lot.

Das unentdeckte Land

Wir sitzen mal wieder in den 20%. Bekanntlich sind es ja die, die 80% der Arbeit ausmachen. Dabei schnurrt die Arbeit dahin wie selten, aber dann tauchen sie auf, die Probleme, die keiner hat kommen sehen oder die sich viel schwieriger lösen lassen, als man annahm. Die Dinge, die vorher unter »müsste«, »eigentlich« und »nehme ich mal an« subsumiert wurden.

Der Projektmanager legt die Ohren an. Was machen die da so lange? Wir haben doch allen Dingen einen Namen gegeben! Projektmanager glauben ja, man bräuchte allen Dingen nur eine Bezeichnung zuteilen, dann sind sie praktisch gelöst. Und Tage dran schreiben, immer schon Tage und Stunden dran schreiben. Und dann nach und nach wieder wegstreichen. Erschaffung der Erde: 7 Tage. Los geht’s. Kann so schwer nicht sein.

Der Programmierer rauft sich die Haare. Die deadline ist noch weit, das ist es nicht, aber die Abstände zwischen den Checkins werden länger, die Commitnachrichten weniger optimistisch, beinahe ausweichend. Und doch ist das der Moment, an dem wir am meisten lernen, weil wir den ausgetretenen Pfad der Erfahrung vorsichtig hinter uns lassen.

Vor uns, das unentdeckte Land…

Stillleben

Stillleben

Stillleben bezeichnet in der Geschichte der europäischen Kunsttradition die Darstellung toter bzw. regloser Gegenstände (Blumen, Früchte, tote Tiere, Gläser, Instrumente o.a.).

Ein Büro ohne seine Bewohner wird gewöhnlich nicht als künstlerisches Motiv angenommen. Obwohl… hier sehen wir das Büro einiger meiner Kollegen, bevor jene es selbst mit Leben füllen. Man beachte nicht nur die kunstvoll arrangierten Kabel und technischen Geräte, die von der Künstlerkommune scheinbar wahllos dazwischen drapiert wurden. Besonders hervorheben möchte man die unauffällig im Vordergrund platzierte Pflanze, die dem Bild erst seine Prägnanz und Einmaligkeit verleiht. Wäre sie bloß nicht aus Plastik…

Der Relaunch, die Nachwirkungen

uboot

Das muss das Boot abkönnen.

Ich bin leider immer noch nicht wieder in den Normalmodus zurückgekehrt, der Relaunch (aka. Relounge) steckt mir (uns allen) in den Knochen. OK, nächste Woche hab‘ ich Urlaub und vor und nach dem Verreisen werde ich noch ein paar Artikel in die Pipe stellen, die sich mit der neuen (und alten/althergrachten) Technik hinter ZEIT ONLINE auseinandersetzen. Bis dahin freue ich mich über (endlich mal) gute Kritiken, wie diese.

Gamer PC Macbook Pro

Die Idee war gut: schiebt dem spielebegeisterten PraktikMasteranten einfach ein Mac Book Pro unter, dann hat er wegen des schlichten Nichtvorhandenseins entsprechender Software genug Zeit, sich auf PHP, Drupal und Javascript zu konzentrieren. Leider verrechnet. Jetzt muss ich also, auf meine alten Tage, nach Feierabend noch wie ein bis auf die Zähne bewaffneter Pfadfinder auf Speed durch irgendwelche 3-Hust-D-labyrinthe jagen um »die Flagge zu holen«. Dabei bin ich auf dem Gebiet First-Person-Netzwerk-inthefoot-Shooter völlig ungelernt und ausgesprochen nicht sozialisiert. Herrjeh, ich hab doch seit Wolfendingsa 2D niemanden und nichts mehr gefragged (kommt das eigentlich von Fraggle?) und schon gar nicht im Netzwerk.

Da musste ich gestern während des Spiels Russland-Schweden erstmal eine kleine Übungsrunde einlegen. Aber ohne die gehetzten Anweisungen des Mitspieler: »Jetzt musst Du reingehen«, »Hol‘ unsere Flagge zurück«, »Mach schon mal das Lagerfeuer an!«, ist es natürlich nur halb so albern.