Ich hasse Flash-Banner

Wie sich, kurz nach der Veröffentlichung von Flash 10 herrausstellt, sind wir seit Monaten mit wahrhaft kritischen Sicherheitslücken unterwegs. Und nicht genug dessen, muss uns mal wieder eines bewusst werden:

Alle Schwachstellen lassen sich mit Hilfe manipulierter SWF-Dokumente übers Netz ausnutzen. Ein Angreifer muss den Nutzer dazu lediglich auf eine Webseite mit schädlichen Flash-Objekten locken. Dabei ist man keinesfalls sicher, wenn man ausschließlich auf vertrauenswürdigen Websites unterwegs ist: Auch manipulierte Werbebanner können Schadcode enthalten. Adobe empfiehlt allen Anwendern, die aktuelle Flash-Version 10.0.12.36 einzuspielen.

Man kann sich einfach nicht sicher sein. Und mit Flash-Bannern (und Rich-Media-Ads) holt man sich die Schwachstellen auf die Homepage. Und merkt es vielleicht nicht mal.

Jeder User ist für sein Werbung selbst verantwortlich!?

OK, das habe ich verstanden, die Keynotes sind die Möglichkeit für die Sponsoren, sich werbend zu präsentieren. Hmm, na gut, meinetwegen, nicht gerade wissenschaftlich aber wohl holitisch. Hier wirds alleridngs richtig haarig, denn Dirk Feuerhelm ist von der Firma 1&1 und dort leitender Entwickler des sogenannten Datawebhouse des Adtargetings, das ist dort, wo all die gehorteten Userdaten wegprofiliert werden, mitunter also die reine Unterwelt.

Und die Adleute werden ja schnell lustig, wenn sie meinen unter ihresgleichen zu sein. Ein kurzes »unter uns…« wird vorrausgeschickt und schon nimmt man kein Blatt mehr vor den Mund. Gruselig. 1&1 sammelt Daten über uns, bspw. durch/für das sogenannte behavourial targeting und zwar nicht zu knapp. Sie sammeln soviel, dass sie das meiste (noch) wegschmeissen müssen, einfach, weil es sich nicht lohnt, alle Daten aufzuheben. Fakten: der dauerhafte Datenbestand beträgt 2,5 Terabyte, pro Tag werden 50 Terabyte Daten gelöscht. Hust! Noch.

Wozu das nun? Um uns die auf uns zugeschnittenen Werbung anzuzeigen, ist ja klar. Die richtige Werbung für unser Alter, für unsere Vorlieben und für unseren Standort (bspw. am Flughafen). Ob wir damit für unsere Werbung selbst verantwortlich sind? Oha.

Da ist der Blick in die Zukunft den der Mann wagt natürlich reiner Horror. Schluck. Da ist von RFID-Chips in Kundenbindungskarten genauso die Rede, wie von LED-Plakaten und dann wieder deren zusammenspiel. Man könnte ja praktisch bald alles mit ’nem Display überziehen, spätestens dann werden wir natürlich auch mit Werbung überzogen. Solange die Datenschützer nicht dazwischen funken, aber das wolle man erstmal abwarten.

Ach, was reg‘ ich mich auf.