Art Directed Blogging

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Thereader

Ich betreibe ja nun schon seit einiger Zeit dieses sogenannte art directed blogging und es ist mir eins der liebsten Steckenpferde geworden. Im Grunde würde ich ja nur noch gestaltete Einträge posten, aber ich habe ja kaum Zeit normale Einträge zu schreiben, geschweigen denn alle zu gestalten. Und das wäre natürlich auch oft Quatsch, denn es lassen sich lange nicht alle Themen gestalterisch begleiten.

Ich wiederhole mich wahrscheinlich, wenn ich sage, dass Filme und Musik die dankbarsten Themen sind, die zur art direction förmlich auffordern. Fast 20 Uniques habe ich inzwischen abgeliefert, mehr als die Hälfte der Artikel handelten von Film, Fernsehen und Musik. Was ja weder etwas dramatisches, noch verwundertswert wäre: ich liebe das Kino (wenn ich’s zu Hause nutzen kann) und jede Form von Musik. Das passt also.

Inzwischen bringe ich es auch schon auf eine ziemlich respektable Produktionsgeschwindigkeit, es ist eine gewissen Übung eingetreten. Zudem habe ich mir meine Blogumgebung inzwischen soweit gestaltet, dass die Produktion auch leichter fällt. Die gewonnene Zeit investiere ich aber sofort wieder (ich geb’s zu, es gab Ausnahmen). Zur Miniserie über Animes in Deutschland habe ich beispielsweise richtig ein wenig recherchieren müssen, also über das Maß hinaus, was ich sonst in einen Artikel investiere. Oft herrscht jedoch eine Mischung aus Zeitmangel und Ungeduld, was zu einen dazu führt, dass Entwürfe lange herum liegen oder im Schnellverfahren durchgeboxt werden. Soviel zur Arbeitsweise.

Ich werde dieses Hobby auf jeden Fall weiterführen, soviel ist schon einmal klar. Hinderlich bleibt die fehlende Zeit, man hat ja immer so verdammt viel vor. Dabei habe ich noch einen ganzen Batzen Ideen im Simplenote stecken, man muss sie nur mal eben heraus holen. Mal sehen, wann das klappt.

Candies Relaunch

Was Feedlesern gar nicht auffällt, ist selbst für Besucher der Artikelseiten von Codecandies nur schwierig zu entdecken: am Freitag hat Codecandies ein neues Template bekommen. Dabei hat sich an der Artikeln nicht viel geändert, dafür erstrahlen die Homepage und alle Übersichtsseiten in neuem Glanze, nachdem ich hier in letzter Zeit viel herumexperimentiert hatte.

Dabei habe ich vor allem darauf Wert gelegt, viel der Techniken auszuprobieren, die ich in den letzten Wochen und Monaten gelernt und an anderen Stellen gelernt habe. Darum ist auch viel mehr unter der Motorhaube passiert, als die Dinge, die man nach aussen sehen kann. Namentlich sind das: Nutzung vieler neuer HTML5-Elemente, Verschlankung des CSS-Codes und Nutzung von CSS media queries um eine angepasste Version für das iPad und Browser mit verkleinertem Fenster anzubieten, Verschlankung des Javascriptcodes, Verbesserung der WordPress-Templates und meiner geliebten functions.php. Aber eins nach dem anderen.

Welcome figure und figcaption

Das neue HTML5-Element figure gehört wirklich zu den sinnvollen Elementen, die schon immer gefehlt haben. Bei figcaption allein bin ich mir nicht so sicher. Der Name zeigt schon, dass man Schwierigkeiten hatte, das neue Element zu integrieren. In einem früheren Stadium war es auch tatsächlich geplant, die Elemente in figure als Definitionslisten zu gestalten. Mit diese Semantik war man schlussendlich aber nicht zufrieden, weshalb man ein eigenes Element erfinden musste und das erhielt den üblen Namen: figcaption. What a word. Ihhhh. Aber sei’s drum, beide Elemente finden sich nun prominent in der Homepage wieder.

Außerdem habe ich die Seite, nicht nur visuell, sondern eben auch im Code, in sections unterteilt. Die HTML5-Elemente header, article , footer und noch ein paar mehr, waren schon vor diesem Relaunch Teil des Codes. Damit bin ich der HTML5fizierung der Seite schon ein ganzes Stück weiter gekommen, ganz abseits der Buzzwordklopperei, rein im Code. Nun müsste man die Elemente nur noch ordentlich in den Artikeln nutzen können, ohne das WordPress anfängt rumzumucken, aber da kümmere ich mich auch noch drum.

Eine neue Brotschrift gibt’s nun auch, hier geht Droid Serif ins Rennen und ersetzt die Georgia, wo sie kann.

CSS Media Queries

Man konnte ja schon vorher lesen, dass ich mich in der Vorbereitung auf das iPad schon ausgiebig mit den praktischen Media-Queries auseinanderhesetzt habe. Nun habe ich auch hier im Blog eine entsprechende Regeln implementiert. Ab sofort bekommen das iPhone im Portraitformat und Browser deren Fensterbreite unter 920px liegt, eine verschmälerte Version der Seite angezeigt. Das kann ja jeder, der mit einem modernen Browser hier vorbeischaut leicht nachvollziehen, sonst hier auch mal ein Beispiel: so sieht’s breit aus:

Und so die schmale Version, 620px-einspaltig. Eigentlich hatte ich die schmale Version im normalen Browser nur zum Testen genutzt, bis mir am Netbook auffiel, dass das natürlich auch für den Firefox durchaus Sinn machen kann.

Der eigentliche Seitencontent ist 940px breit, ich habe 20px Karenz gelassen, weil mir auffiel, dass wenn man bspw. genau 940px nimmt, der Sprung zur schmalen Version auch passiert, wenn er gar nicht nötig ist, zum Beispiel, wenn man das Fentser genau auf Contentbreite bringen will. Insgesamt stört mich der Moment des schwitchens ein wenig, das ist schade, das das so abrupt erfolgt.

[css]@media only screen and (max-width:920px), only screen and (max-device-width: 768px) and (orientation:portrait) { … }[/css]

Für das iPad im Landscape-Modus wird übrigens kein spezielles CSS geliefert. Stattdessen habe ich versucht, die normale Seite so iPad gerecht wie möglich zu gestalten.

Zudem werden wohl nicht alle art directed Artikel in die schmale Version passen. Da kann der geneigte iPad-Nutzer ja noch den Landscape-Modus nutzen.

WordPress- und/oder Javascriptcode

Nach längerer Zeit bin ich auch mal dabei gegangen und habe meine functions.php ein wenig aufgeräumt. Da meine Templates immer ziemlich egozentrisch gestaltet sind, habe ich keine Plugins gebaut, sondern alles was ich an zusätzlichen Funktionen benötigte in diese Datei codiert. Kann man machen, ist wie gesagt nicht so freundlich, wenn man das Theme veröffentlichen will. In der genannten Datei hat sich die letzten Jahre über aber auch ziemlich viel Müll angesammelt, den ich ersatzlos entsorgt habe.

Für meine art directed Artikel habe ich mir ja selbst eine kleine Erweiterung geschrieben, mit der man zusätzliche CSS-Sourcen als Meta-Feld an den Artikel hängen kann. Ich habe mir nun das Art Direction Plugin nocheinmal genauer angesehen und es wieder verworfen, nicht nur wegen der dämlichen Zeile Pay your respects to print, get Art Direction. auf der Plugin-Seite, sondern auch weil ich es für überflüssig halte. Stattdessen habe ich meine Lösung erweitert und verbessert, sowie das Silbentrennungsscript als Option auch für andere Artikel zugänglich gemacht.

Womit wir beim Javascript sind, denn auch hier habe ich ein wenig den Hammer kreisen lassen. Früher globale Scripte, die nur auf einigen wenigen Seiten gebraucht wurden, werden nun nur noch an den entsprechenden Orten geladen. Dafür habe ich mit meiner selbstgeschriebenem Artikelgalerie mal wieder echten Betacode auf Euch losgelassen. Das ist wie immer work in progress.

Hallo Ansturm

Willkommen, ihr alle. Codecandies ist doch tatsächlich Blog der Woche bei T3N. Dann stelle ich für diese Woche mal meine Witze über Typo3 ein, Drupal hab‘ ich eh‘ lange nicht mehr verlinkt: ihr könnt euch hier also rundum wohl fühlen. 😉

Update: Ach, wo’s hier heut‘ so voill ist, meinen Twitter-Feed kennen doch sicherlich auch schon alle, oder?! 😉

Blick ins Archiv

Anders als Dirk oder Ben habe ich es nie geschafft, meinen Content über so viele Jahre zusammenzuhalten. Ob’s nun der Streit um die Domain war, die eine oder andere zerschossene Datenbank oder einfach infantiles Gehabe, immer wenn mir mein Blog zu groß wurde, auf den Wecker ging oder zu erfolgreich wurde, habe ich es abgerissen. Hier schwirren zwar CDs mit SQL-Dumps herum, aber ich kann auf meinen Content nicht über Jahre zurückklicken.

Ein wenig hilft die Waybac-Machine, aber was man dort findet ist meist zerschossen, flasch codiert oder sonstwie unansehlich. Auf einer im Mai 2002 archivierten Seite ist als Startdatum für das „Couchblog“ der 12. März 2002 verzeichnet. Davor kann es nur untaugliche Versuche gegeben haben. Danach kam Webpropaganda, dann Codecandies. Das ist alles so löchrig, wie mein Lebenslauf.

Dann passts ja!

Einen hab ich aber noch: Kennt noch jemand diese Aktion von 2002? 😉 Ach, und diesen Eintrag, habe ich nach hier gerettet.

Demokratie in der Kommentarspalte?

Cem hat seine Kommentarregeln manifestiert, was an sich ein lobenswerter Vorgang und eine sinnvolle Tat für jeden Blogbetreiber ist. Einiges was da zu stehen kommt ist bei uns allen so, die bestimmte Einstellungen in WordPress nutzen, zusammen mit dem Spamblocker Akismet. Vielleicht sollte man den Kommentierenden an dieser Stelle darauf hinweise, das man die IP speichert, zusammen mit den angegebenen Daten, oder das Informationen über als Spam klassifizierte Kommentare an die Firma Automattic weitergeleitet werden, zur Verfeinerung der Blacklisten. Kann man vielleicht erwähnen, wenn man schon eine solch schöne und genaue Erklärung dazu verfasst.

Aber dann wird’s IMHO etwas haarig. Nicht das ich Cems händische Editionsschleife anzweifeln will:

Kommentare die erschienen sind, werden (von mir manuell) nachträglich gelöscht, wenn sie den gesetzlichen Bestimmungen widersprechen (beispielsweise Volksverhetzung), blanker Nonsens, offensichtliche Dupletten, “schamlose” werbliche Kommentare (Links zu Shops, Firmen o.ä.) sind. […]

Alle anderen Kommentare (99,998% und mehr) bleiben bestehen, auch wenn sie mir (oder anderen) nicht gefallen.
Das ist Demokratie.

Der letzte (von Cem selbst gefettete) Absatz jedoch lässt mir die Haare zu Berge stehen. Leute, das sag ich Euch gleich, Cem Basmann kann sich gerne aufführen wie eine Institution öffentlichen Rechts, in diesem Blog wird’s das nicht geben! und lieber Cem: das hat mit Demokratie alles nur auf dem Papier zu tun.

Dieses (private) Blog hier ist eine politische Handlung: ich nehme meine Meinung selbst in die Hand und veröffentliche sie, ich streite mich, ich informiere und ich sammle Informationen. Aber: ich nehme dabei keinen öffentliche Auftrag wahr, ich bin zu nichts verpflichtet außer dafür Sorge zu tragen, dass hier nichts zu stehen kommt, was gesetzlichen Bestimmungen widerspricht. Was ich sonst stehen lasse ist ganz allein meine Sache!

Meine Messlatte für das Löschen von Nazisprüchen, politischen Äußerungen von rechts, Darstellung, Anstachelung und Verherrlichung von und zu Gewalt, die liegt viel niedriger als jede gesetzliche Bestimmung! Es interessiert mich kurz gesagt einen Dreck, ob irgendein Gericht irgendeine Äußerung eines Nazis nicht verurteilt hat, hier im Blog wird er sie nicht erneut vortragen. Und so gilt das auch für viele andere Dinge, auf die ich empfindlich reagiere.

Das ist alles nicht mehr so zutreffend für mein Blog, da ich die politiche Diskussion weitgehend unterlassen habe in den letzten Jahren (auch weil ich im Vorgänger-Blog massiven Ärger mit Nazis hatte), die Regel an sich gilt aber nach wie vor: hier bin ich die Demokratie, dies ist keine öffentlich-rechtliche Anstalt, man kann hier kein Recht auf Kommentar einklagen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und ich will auch nicht den Anschein erwecken, das wäre anders: das ist meine Demokratie.

Feedburner

Na schönen Dank, seit heute mittag behauptet Feedburner ich hätte 0 Abonnenten. Ist ja toll, dass sich alle zusammengetan haben, um den Feed zu kicken .;)

Update: man muss ja nur mit der Faust auf den Tisch hauen: da sind meine Leude ja wieder… puh.