Google Suche Plus

Mit seinen neuen Features für die Suche hat Google für ordentlich Aufsehen gesorgt. Und für reichlich Kritik ebenfalls. Aber zunächst der Werbeblock:

In der Kritik steht vor allem die Frage im Vordergrund, ob Google sein eigenes social network über Gebühr bevorteilt. Ganz klar: Suchergebnisse werden in Zukunft nicht von und mit Inhalten von Twitter oder Facebook angereichert, sondern eben mit jenen aus Google+.

Das an sich kann man ja schon mal kritisieren. Wenn ich etwas suche, will ich die besten Inhalte finden. OK, es besteht die Möglichkeit, dass diese Inhalte in Google+ zu finden sind und genau dann möchte ich sie auch als Ergebnis präsentiert bekommen. Nur, in den anderen 80% der Fälle will ich davon nichts wissen. Wenn es einen besseren Inhalt auf (davor möge uns der Himmel schützen) Facebook gäbe, wollte ich den sehen und zwar ganz oben in der Liste. Gleiches gilt natürlich für alle anderen Dienste und Communities.

Ob Google damit nun die anderen social networks unter Druck setzen will ist mir eigentlich erst mal egal. Die haben selbst genug getan, um ihrerseits mindestens die Weltherrschaft an sich zu reissen. Wichtig ist für mich vielmehr die Information, dass Google an dieser Stelle nicht mehr versucht den besten Content, den passenden Content für mich zu finden. Die Maschine sagt:

Das ist der beste Content hier. Aber über die sieben Bergen, bei den sieben anderen social networks gibt’s noch viel besseren Content als hier.

TL;DR: Ich persönlich bin mir im ganzen gar nicht so sicher, dass der beste Content überhaupt in oder durch die social networks zu finden ist, aber so ist nun einmal die Mode zur Zeit. Sicher bin ich mir aber, dass Googles Suche zum ersten Mal nicht besser, sondern schlechter wird.