Homepage 2.0?

Johooo, alle reden von Twitterthe next big thing – und übersehen dabei eiegntlich völlig, dass selbiges ein reines Geek-Tool ist. Mal eben den Freunden, Kollegen oder gleich dem ganzen Netz eine kurze Nachricht à la »Alles Roger in Kambodscha?« zu übermitteln ist ja nur way cool, wenn jemand es lesen will. Aber sei’s drum, wenn’s schön macht.

Da traue ich einem Dienst wie JimDo mehr potenzial zu, sich auf Lieschen Müllers und Otto Normals Niveau durchzusetzen. Was man dort machen kann? Eigentlich nichts, was man schon in den 90ern mit einem beliebigen Homepagebaukasten auch anstellen konnte: die eigene Homepage basteln. Naja, ein wenig schöner natürlich dank etlicher Templates, die dann auch glücklicherweise ohne Baustellenanimationen und <blink>-Tags auskommen. Dafür gibt’s viel Web2.0, bspw. Javascript-Bildergalerien. Beispiel gefällig? Wie wär’s mit dieser Oldenburger Voltigiergruppe? Bitte.

Wenn das mein Dad sieht,… da ist er dabei! Zeige ich ihm Twitter, zeigt er mir den Vogel.

Relaunching Newssites

neuVerschiedentlich wurde über die aktuellen Relaunch-Bestrebungen deutscher News-Sites berichtet, meist mit dem Blick auf das designerische, was ich für interessant, aber für mein Arbeitsfeld eher unwichtig erachte. Nicht so die Webkrauts. Dort schaut man den gerelaunchten News-Sites kräftig unter die Haube, beleuchtet also den technischen Teil, den Code, die Semantik (sofern vorhanden). Das bringt Dinge an den Tag, die man nicht lesen möchte (bspw. Tabellendesigns) im Jahre 2007. Und das spornt an: irgendwann wird schließlich auch die Zeit im neuem Gewand online gehen.

Photoshop im Web

Gestern hat mir jemand gesagt, »der Trend geht ja eher zu Desktop-Anwendungen!«, was ungefähr so gemeint war wie »das Internet setzt sich sowieso nicht durch«. Und siehe da, nachdem Google seinen Applikationsservice aufgebohrt hat, Firefox 3.0 mit Offlinefunktionalitäten daher kommen wird, jetzt der Knüller: Adobe baut eine webbasierte Version von Photoshop. Da fehlen einem wirklich die Worte.

Fast zu viel der Ehre

Erfreulicherweise verweist gerade Netzfühling hierher. Vielen Dank dafür, natürlich. Es steht auch dort, aber ich weise trotzdem nochmal darauf hin: das Template dieses Blogs kann man ganz einfach herunterladen, nämlich hier, denn es ist leider nicht von mir, sondern vom N.Design Studio.

Wann ich selbst wieder dazu komme, ein Template zu entwickeln steht in den Sternen, denn ich muss mich um grössere Seiten kümmern. 😉

Und jetzt Hosting

Ebenso macht schon wieder Yahoo! mit seinem YUI von sich reden, diesmal mit einem neuen Service: YUI Hosting (YUI Blog | YUI Hosting Seite), natürlich frei, wie in Freibier. Das kann insofern sinnvoll sein, dass man immer Zugriff auf die aktuellsten Versionen von YUI bekommt, ausgeliefert von einem Yahoo!-Server in Deiner Nähe, noch dazu auf äusserste gzipped. Yahoo! verspricht das dadurch die YUI-Files (JS, CSS und Bilder) schneller geladen werden können, als täte man sie vom eigenen Server liefern. An der Stelle bin ich mir nicht ganz sicher, ob ein gut konfigurierter eigener Server nicht doch im Vorteil ist… das müsste man mal testen, wie das YUI-Blog auch empfiehlt.

Nichtsdestotrotz, mir gefällt die Art, wie Yahoo! mit der YUI-Bibliothek umgeht: neben dem Schritt in den Open Source (vor etwa einem Jahr), der guten Dokumentation und den hervorragenden Tutorials (inklusive Videos), versteht sich Yahoo! immer mehr darauf, den pragmatischen Entwickler anzusprechen, ohne dabei zu nerven. Da liegt man IMHO deutlich vor Google. Schlussendlich lese ich solche Aussagen wirklich gerne, weil sie den Kern dessen beinhalten, was kapitalistische Unternehmen bei ein wenig gutem Willen zur Open-Source-Gemeinschaft beitragen können, anstatt immer nur zu nehmen.

We’re opening up the service of YUI from Yahoo! servers for the same reasons we open-sourced YUI in February: Yahoo! is quintessentially a web company. The progress being made by developers in richness and usability today is healthy for the web and, by extension, good for Yahoo! We want to do everything we can do to enhance that evolution — whether it’s opening up YUI, hosting YUI files, or creating best-of-breed APIs like the recently-announced Browser-Based Authentication system.

At the end of the day, this step has a small incremental cost to Yahoo! while providing a valuable ease-of-implementation advantage to many developers. Serving YUI from Yahoo! servers won’t be the right decision for all implementers; if you’re aggregating or customizing YUI source code and serving it from a highly performant host, there will be little reason to switch. However, for some implementers the provision of free, robust, edge-network hosting will have significant upside.

Ziehen wir von diesen Aussagen 50% Marketing-Sprech ab, ist das immer noch ungefähr das, was ich im Sinne habe, wenn ich mich auf der Arbeit für den Einsatz von und für Open Source Produkte entscheide.

Piping Pipes

Yahoo! Pipes kann man wohl ohne weiteres zum Buzz of da month wählen, da schreibt ja zur Zeit jeder drüber. Da will man ja nicht zurückstehen.

Nick Bradbury (yep: FeedDemon, yo: TopStyle…!), hat einen wunderbaren, kurzen und noch dazu simplen Beispielartikel verfasst, den man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte, bevor man daselbst einsteigt. Und los geht’s. Ausdrucken! 😉

Zur Hölle mit den PI’s, please

Steve Rubel lanciert via AP Diskussionen um die Aktualität von Page-Impression. Auch ein blindes Huhn findet mal einen Korn, würd‘ ich sagen.

Klar, bei Yahoo, wo man zum Beispiel komplett ajaxifizierte Börsennachrichten betreibt, hält man das PI-Modell für überkommen. Bei MySpace, wo man für jede Aktion einen Pagereload machen muss, sieht man das natüriich genau anders herum. Dessen ungeachtet, sind PI derzeit die geltende Maßeinheit für den Erfolg einer Website. Ein PI zählt, egal, was auf der Seite noch passiert, nachdem sie geladen wurde (und der Zählpixel [z.B. der IVW] angezeigt wurde. Das treibt natürlich lustige Blüten: Inhalte werden in verschiedene Seiten unterteilt, es gibt nutzlose Umleitungsseiten und die bei Presseseiten so beliebten Bildergalerien…

Techniken wie AJAX, laufen diesem Prinzip völlig zuwider. Hier werden die Inhalte ggf. erst geholt, wenn der PI schon lange ausgelöst wurde. Und immer wieder wird die Seite neubefüllt, ohne sie jedoch neu zu laden. Da wir aber in einer antiquierten Zählweise die Seiten bewerten, bleiben wir bei den alten Techniken. Beispiel: Bildergalerien, wie diese, würden sich ausnehmlich schöner machen, wenn das nächste Bild sich schon nachladen würde, während man noch eins betrachtet. Mit einem schicken Effekt könnte man von einem Bild zum nächsten überblenden. Ja, das wäre toll, schick, clean und userfreundlich. Bringt aber keine Klicks, also keine Werbeinnahmen.

Allerdings fallen noch andere wichtige Sachen unter den Tisch, zum Beispiel der Konsum von Informationen via RSS-Feeds. Und es wird ja auch immer mehr Video angeboten: das hält die User lange auf der Seite, aber produziert auch nicht wirklich viele Klicks (pro User). Hoffentlich kommt keiner auf die Idee, Videofilme in Einzelteile zu zerlegen, so mit Ad und Reload dazwischen, hüstel…

Dummerweise hat noch keiner eine bessere Lösung parat. Es gibt zwar für Werbung auch andere Zahlmodelle als die zu den PI proportionalen AdImpressions: Google setzt bspw. auf CPC: Zahlung pro angeklickter Werbung. Aber solange noch fast ausschließlich auf störende Werbung gesetzt wird (also Werbung, die fast nie angeklickt wird, sondern nur gesehen werden soll) und die Webseiten anhand der PI-Zahlen verglichen werden, wird es auch so schnell nichts neues geben…