Campus Community Relaunch

Ab sofort wieder online: die Campus Community! Und alles in Drupal!

Ich bin ja im Moment mehr in anderen Projekten vertäut, habe aber zwischendurch auch immer wieder an der Umsetzung der Oberfläche mitgearbeitet. Anhand der grafischen Vorlagen (für soetwas haben wir ja eine eigene Abteilung) haben wir getan, was wir konnten. 😉

Einen Löwenanteil an der Entwicklung haben übrigens die Erdfische übernommen, sonst hätten wir das so schnell gar nicht geschafft. Thumbs up! Apropos schnell: Mitte Januar haben wir beschlossen auf Drupal umzustellen, Ende Februar gab’s die ersten Entwürfe, seit heute sind wir online. Das hat ja wirklich ewig gedauert!

Geschwindigkeit ist keine Hexerei

Welt-Relaunch-Chef Peter Schink im Interview mit den Webkrauts zum Thema Newssite-Relaunch:

Es ging wahnsinnig schnell – erste Designs gab es Anfang Juli, ab Oktober wurde programmiert – und siehe da, Mitte Februar sind wir auch schon online gegangen – rasend schnell für ein Projekt dieser Größenordnung, wenn man auch noch die Aboverwaltung und ähnliches migrieren muss.

Über die Technik weiss Herr Schink nicht viel zu sagen, aber er verrät eine Menge übe die Arbeitsweise der technischen Abteilung der Welt-Onliner.

Spammer aussperren, bevor Traffic entsteht

Das Project Honeypot macht auf sich aufmerksam, indem es eine Woche lang Projekte vorstellt, die es initiiert. Das Projekt von gestern »http:BL« hört sich ziemlich interessant an: eine Spammer-Blacklist, die mithilfe eines Apache-Moduls abgefragt werden kann und dann Verdächtigen bspw. gleich den Zutritt zur Webpräsenz verwehrt (oder Emailadressen aus dem HTML ausfiltert o.ä.). So könnte man sowohl Kommentarspammer aussperren und Emailharvester ins Leere laufen lassen (sic!). Und dabei jede Menge Bandbreite sparen… Alles noch Beta, aber wie gesagt, klingt wirklich gut.

Social Networks: not so open

Sam Sethi ist offenbar Mitglied in verschiedenen Social Networks und bringt es auf den Punkt:

I recently joined Twitter, Xing, Jaiku and OpenCoffee and in each case I had to recreate my social network manually by inviting the very same people to join me on the latest greatest new social network. I would love to have exported my XFN/FOAF network from one of my sites like LinkedIn and then uploaded it e.g Twitter would then automatically check to see which of my existing contacts was already registered with Twitter and enable me to reconnect quickly with them. The remainder my social network that was not already on Twitter would then get an invite form created from me asking them to join.

Tatsächlich sind die sozialen Netzwerke zwar sozial, aber abgeschlossen, obwohl bspw. mit FOAF und XFN Techniken/Formate zur Verügung stehen, die das Ex- und Importieren der persönlichen Daten zumindest rudimentär ermöglichen sollten. Stattdessen gehen die Daten immer nur rein ins Netzwerk, selten heraus. Bedenkenswert.

Mehr dazu auf Open Gardens, einer Initiative für das Open Web.

Newssites Relaunch… diesmal: Schweden

Noch mehr Zeitungssites Redesigns… es nimmt kein Ende: diesmal in Schweden, rezensiert von Roger Johansson. Und da geht es richtig zur Sache, denn der Relaunch des Göteborgs-Posten ist wohl Müll, im Gegensatz zu dem des Helsingborgs Dagblad, an dem Johansson selbst mittelbar beteiligt war.

Aufgehorcht habe ich an dieser Stelle, weil es zufällig eine aktuelle Problematik beleuchtet, an der ich zur Zeit arbeite:

JavaScript is used to make entire paragraphs clickable without turning them into huge links, and a lot of inline event handlers are used for that. Not very pretty, but at least the event handlers are unobtrusive, and better than linking the full paragraphs.

Der Hintergrund dazu: Designer und -inner von Zeitungswebsites verlinken gerne komplette Teaserabsätze anstatt einzelner Links, weil sie a) Angst haben, der Leser könnte bis zum Link am Ende des Absatzes (bspw. »weiterlesen…«) bereits ausgestiegen sein und weil sie b) den Internetbenutzern nicht zutrauen, Links von Text unterscheiden zu können und solche zu finden. Die Kehrseite des Problems: in Screenreadern (Webbrowser für Sehbehinderte) wird gerne mit Linklisten gearbeitet, bei denen der Reader dann URL und den Linktext vorliest. Dies ist eine Option um schnell Links zu finden und abzusurfen ohne die komplette Seite lesen zu müssen: die Verlinkung ganzer Absätze verhindert das natürlich.

Es gibt wohl ausserdem SEOs, die behaupten, das gemeinsame Verlinken eines kompletten Teasers, also Überschirft und Teasertext zusammen, würde zu einer höheren Bewertung der Links führen. Was ich zumindest anzweifle, aber ich halte bekanntermaßen nicht viel von den Runendeutern des 21. Jahrhundert. Die Linkliste im Screenreader ist damit aber auf jeden Fall dahin.

Da gefällt mir die Idee per Script Absätze zu verlinken deutlich besser.

ZDF

<neid>

Was alles möglich ist, wenn man keine Skyscraper und Wallpaper schalten muss, sieht man am Aufbau. Imposante 955 px in der Breite kann man nun vorzeigen. Fast 200px breiter als der Vorgänger. Eine wahre Freude für die Augen und eine Medien gerechte, weil zeitgemäße Anpassung.

</neid>

Ja, das Designtagebuch hat viel zu rezensieren dieser Tage: ZDF sendet in neuen Design.

Ein Nachtrag zu dem Zitat: tatsächlich, das öffi-rechtliche ZDF braucht natürlich nicht auf Banner zu achten: die müssen sich ihre Kröten ja auch nicht auf dem pornomäßigen Werbebannerklickibuntidrücki-Markt zusammenklauben, sondern bekommen sie vom GEZ-Eintreiber direkt überwiesen. Eine Schande ist das! 😉