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Schlagwort: nebenbei

Photographs of the famous

Photographs of the famous

Mit Photographs of the famous by Felix Nadar fischt The Public Domain Review ein weiteres Highlight aus den Wikimedia Commons.

Félix Nadar was the pseudonym of Gaspard-Félix Tournachon (1 April 1820, Paris – 23 March 1910), a French photographer, caricaturist, journalist, novelist and balloonist. He took his first photographs in 1853 and pioneered the use of artificial lighting in photography, working in the catacombs of Paris.

Auguste Rodin, 1893

Die Sammlung

Die Sammlung

Ein Sammler ist ja immer ein wenig ein Extremist mit dem Habitus des Steinzeitmenschen (Jäger und…). Dabei ist es ja letztendlich egal, ob man Porzellanfigürchen in Setzkästen, Herrenkämme aus Keratin, Stehlampen oder Setzkästen voller Porzellanfigürchen sammelt. Der Sammler konserviert mit jedem neuen Stück, das er seiner Sammlung zitternd und »he he he, mein Schatz« stotternd hinzufügt, ein Stück (eigene oder fremde) Vergangenheit, auf das er später zurückblicken kann, wenn er seine Schätze aus dem Regal, Setzkasten oder der Garage holt, um sie anzusehen, zu streicheln oder ähnliches.

Das funktioniert je nach Sammelobjekt gut oder schlecht. Alte Segelschiffe, gebrauchte Porsches und herrschaftliche Villen sind beispielsweise gute Objekte um sich in fremder Vergangenheit zu sonnen. Plattensammlungen hingegen konservieren eigene Vergangenheit, eigene Gefühle mithin. Am besten funktioniert das natürlich mit absurd großen Plattensammlungen. Und auch hier gibt es Unterschiede. Denn natürlich kann man die wahrscheinlich fünftausend Veröffentlichungen der Flippers, von Roland Kaiser oder Elvis sammeln. Zur Konservierung von rund 10 Jahren Vergangenheit und Gefühlen, muss es jedoch eine absurd große Sammlung von Maxi-Singles elektronischer Musik jeglicher Coleur, vornehmlich House und Techno sein. Einmal die kompletten 90er Jahre auf Vinyl.

Der Plattensammler: am Anfang, da hat er die Scheiben noch aufgelegt, mit seinen beiden Technics-1210-Plattenspielern, die zusammen übrigens auch schon 28kg auf die Waage bringen, aber… das ist ja nichts gegen die ganzen Platten. Die hat er beim ersten Umzug noch mit Stolz und Freude geschleppt: tonnenweise. Und von Umzug zu Umzug hat das weniger Spaß gemacht, und seine Freunde haben gemotzt beim Helfen, mit USB-Sticks nach ihm geworfen, und irgendwann kam dann keiner mehr helfen. Und in all den Jahren, ist er ja selbst seinen Platten irgendwie fremd geworden. Sortiert nach Alphabet, nach Jahren, nach Ereignissen, nach Sets (aus der Erinnerung heraus), man kennt das aus »High Fidelity« (und der Film ist ja nun auch schon uuuuuurrrralt). Ein Plattenspieler hat den Geist aufgegeben, das Mischpult ist über den Jordan gegangen, haben sich kaputt gestanden die guten Stücke. Denn mit den Jahren ist er doch immer weniger dazu gekommen, seine Sammlung zu pflegen, damit zu spielen. Nun wäre es an der Zeit einzusehen, dass, obwohl er sich geschworen hat, niemals auch nur ein Vinyl zu verticken (damals in den 90s hat man verticken gesagt), es dringend angeraten wäre, mal ein paar Hundert von den Dingern los zu werden. In Wahrheit hat er ja auch schon die ganzen Promos und Whitelabel weggeschmissen, geschenkter Gaul und so. Soll er die Dinger doch endlich verkaufen! Na gut, auf Ebay kann’s natürlich passieren, dass er die ganze Sammlung für ’nen Hunnie weggeben muß. Die Schmach wäre zu groß. Und auf Discogs, da muß er die Sachen praktisch einzeln verkaufen, das bringt zwar Kohle, wird aber hundert Jahre dauern.

Beim Sammeln gibt es nur ein Problem, vor allem wenn man nicht gerade Briefmarken, Rohdiamanten oder Faber-Castell-Bleistifte sammelt: die Sammlung.

Regen

Regen

Ich musste feststellen, dass sich die Krähe überhaupt nur auf der Stange hielt, weil man sie dort angenagelt hatte.

Code and Listen: Because best things are free

Code and Listen: Because best things are free

Vor drei Jahren habe ich meine Musiktipps für den Programmierer-Reihe mit einem Release von Ideology begonnen und ich habe gerade große Lust, die Serie Code and Listen wieder ein wenig aufleben zu lassen. Auslöser auch drei Jahre später wieder: ein Release meine Lieblingsnetlabels.

iD. allstars present iD.EOLOGY – because best things are free lautet der etwas sperrige Titel des Samplers mit der Nummer ID.064. Und der hat es in sich, bringt er uns doch nicht weniger als funky techno and electro zu Gehör und das, wie ich finden muss, auf extrem hohen und abwechslungsreichen Niveau. Das Spektrum reicht von anschmiegsam (Cie – Sieb), über witzig verspielt (Fioko – Fioletovo) bis zur elektrohouse Hymne (Professor Kliq – All Control).

„Aller guten Dinge sind drei.“, pflegt unsere liebe iD.EOLOGY Oma in einem solchen Fall zu sagen. Als brave Enkel geben wir ihr natürlich grundätzlich recht, tätscheln ihr das Händchen und erlauben uns nur eine klitzekleine Verbesserung: „Es heißt ‚frei‘, Oma, ‚frei‘.“

Codecandies 4: Concrete Jungle

Codecandies 4: Concrete Jungle

Zuletzt hatte ich mir ja vor ungefähr einem halben Jahr laut gedacht, dass man nicht dauernd an seinem Blog herumwerkeln könne, solle oder müsse. Tatsächlich bewundere ich Kollegen (hüstel), die seit Jahren mit dem immer gleichen Template daher kommen, geheiligt sei der hohe Wiedererkennunswert! Doch das ist meine Sache nicht. Und manchmal bedarf es nur einer Kleinigkeit, wie das Artikelbild von Jon Díez, das ich für den letzten Aufmacher ausgewählt hatte, mir das Gefühl zu geben, mein verdammtes Blog müsse mal dringend neu angemalt werden.

Und so sei es. So was wird in meiner Arbeitsumgebung wohl graphischer Relaunch genannt, und soviel hat sich unter der Haube auch tatsächlich nicht getan. Mehr neues HTML (formally known as HTML5) und mehr CSS 3 Effekte sind schon dabei. Im Moment nutze zum ersten Mal modernizr für’s downgrading, bisher sind aber nur die Klassen no-rgba und no-touch im Einsatz, wenn sich das nicht noch drastisch ändert, wird die Bibliothek zu den art directed Artikeln abgeschoben. Die es auch in Zukunft wieder häufiger geben wird, den Mechanismus dafür habe ich verfeinert.

Auffälig ist vielleicht noch die von mit gewählte Seitenbreite, die natürlich ganz deutlich auf die Tabletanwendung, vulgo für das iPad zugeschnitten ist. Ich hatte zwar mit responsive Designs weiter herumgespielt, letztendlich ist bei mir aber die Idee hängen geblieben, dass der einzige Browser, den ich immer fullpage nutze, der im iPad ist und dieses Blog mehr Breite einfach nicht nötig hat. Vor allem auf Artikelebene fehlt es mir an Content, für große Pixelzahlen. Damit funktioniert das Design eben auch auf Apples Tablet besonders gut, ebenso auf dem iPhone.

Der Rest ist Verschlichterung im Marcschen Sinne, die Page-Speed-Analyse der Homepage steht bei 95/100. (Update: Nach Installation der Open Source Stats Lösung Piwik ist der Page-Speed-Wert erstmal wieder marginal 😉 gesunken.)