Gadget Heaven?

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Es häufen sich die Beschwerden über das iPhone. Vor allem der 3G-Quickfix den Apple mit OS 2.0.2 so überraschend lieferte, treibt den einen oder anderen in den Wahnsinn:

I hardly know what to think about what happened the past couple of days. The week I first got the iPhone, I was in Los Angeles and it worked great. MobileMe worked, the iPhone worked, and I was in gadget heaven.

I even got angry e-mails from readers telling me I must have the only iPhone in North America that worked. Sadly, now I am among those who are afraid to answer my phone because I’m worried it will drop the call.

Ich telefoniere ja kaum mit dem Spielzeug, aber gestern hat es mich zum ersten Mal erwischt, eine völlig neue Anzeige, siehe Bild.

Ich sagte schon, mein Heimweg ist nicht gerade gut mit UMTS versorgt, aber trotzdem: »Kein Dienst«, das ist jetzt neu. Vielleicht ist ja auch nur ein Sendemast umgefallen…, hoffe ich.

Nebenbei bemerkt, ist die Rechtschreibhilfe natürlich immer noch nicht repariert und nach wie vor schön mit größter Feind und der übelste äller Fehler, grrrrrr…

Ich habe damals als die Gerüchte umliefen, Apple würde ein Telefon herausbringen, mal gesagt, dass ich es Apple nicht zutraue, in das dreckige Geschäft mit den Mobiltelefonen einzusteigen, weil das moralisch nicht passen täte. Wie habe ich mich geirrt. Apple ist voll eingestiegen. Mit allen Konsequenzen. Und ich glaube, das macht sich schon bemerkbar, man baut doch deutlich ab…

Erfahrungen mit dem iPhone, heute: Navigation

Allgemeinhin kenne ich mich in Hamburg ganz gut aus. Und die Ecken die ich nicht kenne, kennt meine Frau. Also zusammen könnten wir in Hamburg überleben, …ok, vielleicht nicht immer den kürzesten Weg finden, aber von A nach B kommen. Es sei denn, es ist Stau. Und da kommt das schnieke iPhone 3G ins Spiel und seine Google-Maps-Anwendung, die wir gestern ausgiebig strapaziert haben.

Ich hab‘ ja keine Navi, aber ich bin schonmal mit einem gefahren und weiss, der Trick des Navis sind drei Dinge:

  1. Wissen wo das Auto gerade aktuell ist (ziemlich genau bitte).

  2. Wissen welche Strecke zu fahren ist und dies mit Information 1 in Relation setzen

  3. Mit einer Fernsehansagerinnenstimme den rechten Weg vorschlagen: »Links in 150 Meter«.

Wer das von seinem iPhone erwartet… aber nein, das erwaret ja keiner. Denn die passende App gibt’s natürlich noch nicht. Was man aber tun kann ist: Wagen anhalten, Standort herausfinden lassen, Ziel eingeben, Tour berechnen lassen. Oder man hat eine Beifahrerin, dann braucht man nicht anhalten. Allerdings muss man dann die iPhone-Handhabung und -tastatur erklären. Kann man sich jetzt aussuchen, was einfacher ist. Vielleicht die Beifahrerin, denn sie wird auf jeden Fall im weiteren Verlauf der Fahrt noch gebraucht. Am besten man kombiniert es: hält an und erklärt der besten Beifahrerin der Welt das iPhone.

Die Map-App spuckt dann jedenfalls ein recht ansehnliches Stück Karte mit eingezeichnetem Weg aus, dem man – wenn man wie gesagt zu zweit im Auto ist – gut folgen kann. Erstaunlicherweise wird die eigene Position in der Karte. zumindest in der Innenstadt und vor allem beim Anhalten vor den in Hamburg so zahlreichen Ampeln, recht akkurat upgedatet: das hat wirklich funktioniert. Ob man daraus ein komplettes Navigationssystem basteln kann, ich weiss es nicht, aber für unsere Zwecke reichts erstmal: denn es unterbindet die typische Fahrer-Beifahrer-Diskussionen und lenkt vom eigentlich Problem der Streckenfindung erfolgreich ab. Landet man dann noch dort, wo man hinwollte, sind alle glücklich. Dank iPhone. 😉

iPhone Wochenbericht

Es wird einmal Zeit, über das iPhone zu resumieren. Zunächst mal sei festgestellt, dass durch das schon erwähnte Update des OS doch einiges besser geworden ist. Abgestürtzt ist mir das Gerät seitdem erst einmal.

Dafür ist das Ding zu einem festen Bestandteil meines Alltags geworden, aber für mich als Pendler ist es natürlich auch das ideale Gerät zur Bekämpfung von Langeweile ebenso, wie bei der Fortsetzung der Arbeit während der An- und Abreise. Ich hab ja auch sonst immer das Macbook dabei, aber das iPhone ist einfach viel angenehmer zu nutzen bei bspw. Zugfahrten.

Mein Bestand an Apps aus dem Shop ist immer noch klein. Regelmäßig nutze ich „iprocrastinate Tasks“, „Twinkle“, den Gehirntrainer und die WordPress-App. Seit letztere nicht mehr dauernd wegbricht, ist sie richtig gut, z.B. auch für Moblogs. Twinkle ist meine favorisierte Twitter-App, die Vernetzung mit Twitterern aus einem bestimmte Umkreis klappt super. Das iPhone und twittern irgendwie zusammen passen, merkt man auch an meinem gestiegenen Output dort und das wieder an der Liste der Follower, die auf niedrigem Niveau deutlich länger wird (schon dabei?). Ebenso passen wohl Zeitmanagement und Selbstorganisation ganz gut zum iPhone. Ich habe begonnen meine Tasks und Projekte besser zu organisieren, auch weil mir das Werkzeug dabei Spaß macht. Im Zug mailen zu können ist natürlich dafür auch sehr wichtig.

Bringen wir die Sache doch einfach mal auf den Punkt: ich bin natürlich begeistert. Hätte man sich auch denken können. Aber Abseits des Supergadgets und der Fehler die noch drinstecken, bietet das iPhone trotzdem einen Spaß am mobilen Web, der sich bei meinen Handies vorher einfach nicht einstellen wollte. Wenn in Zukunft andere Geräte ähnliches bieten, dann steht eine große Erfolgsstory unmittelbar bevor.

Geschrieben auf dem iPhone.

Bloggen vom iPhone II

Mit dem Update auf iPhone OS 2.01 und der ebenfalls upgedateten Wordpres-App funktioniert es nun schön wesentlich besser. Das Programm scheint auch nicht mehr abzustürzen und soll inzwischen auch Umlaute beherrschen. Ich tippe inzwischen auch schneller und ich glaube, die Korrekturhilfe hat ein wenig dazugelernt – nervt aber immer noch. Ohne Cut-and-Paste bleibt die Sache jedoch nach wie vor der Blogpoesie vorbehalten…

iPhone und Javascript

Peter-Paul Koch (von Quirksmode) hat sich ein iPhone zugelegt. Und während unsereins sich direkt mit dem App-Store, Twitteriffic/Twinkle und der profanen Frage: »Wie sieht mein Blog im mobile Safari denn nun aus?« (ok, das kannte ich schon), hat er sich direkt hingesetzt und CSS und Javascript des mobile Safari eingehend untersucht. Sehr sehr lobenswert. Dabei wird das event-Modell und die verschiedenen neuen Events (tapping, gestures, multi-finger-usage…) genauestens unter die Lupe genommen. Und da wird’s wirklich interessant:

With the coming of the iPhone the mouse model has lost its inescapable logic. Mousemove, mouseover and mouseout (and even poor old :hover) have been downgraded to device-specific events that may not survive in the long run.

Idee

Ich hab gerade eine Superidee für ein Weblog: Screenshots von allen sinnbefreiten Vorschlägen der iPhone-Eingabehilfe. Höre gerade, das gab’s schön für M$ Office. 🙂

iPhone mit Problemen?

Es war so klar. Endlich, als ich ein iPhone in den Händen halte, stellt sich postwendend heraus, dass die tolle neue Welt – iphone OS 2.0, AppStore und die Apps darin – nicht so toll sind, wie man sich das vorgestellt hat.

Natürlich will man sich von dem Gerede jetzt nicht Bange machen lassen, aber es ist schon auffällig, dass nicht alles so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Ich habe bisher fünf Apps aus dem AppStore gezogen, alle kostenlos nebenbei bemerkt, und bin da schon auf ein paar Probleme beim Starten der Anwendungen (App startet kurz und lässt es dann doch… [NetNewsWire, Twitterific, WordPress]), Abstürzen während des Betriebs [vor allem WordPress und NetNewsWire], Einfrieren des iPhone (mit Zwangsneustart [Twitteriffic]) und einem kompletten Reboot [the winner is: NetNewsWire] gehabt.

In Ermangelung der Tools, die man sonst so im laufenden Softwarebetrieb hat (Shell, Anwendungsübersicht etc. pp.), kommt man sich dabei dann ziemlich dämlich vor, denn man kann nicht nach Fehlern suchen, analysieren, ja nicht mal einen Fehler an Apple melden – was einen letztendlich auf dem Mac doch immer ein wenig Beruhigung/Satisfaktion verschafft (obwohl ich schon mindesten 200 Abstürze von mail.app an Steve Jobs gemailt habe und er trotzdem nicht zu reagieren schon… kopfschüttel…). Das iPhone jedenfalls lässt einen gänzlich im Schockzustand zurück.

Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass alle Probleme mit den nachinstallierten Applikationen zusammenhängen. Liest mal allerdings die Bewertungen, auch wenn man extreme Äußerungen herausfiltert, so sind dies meist sehr heterogen: von »funktioniert hervorragend« bis »stürtzt immer ab« ist alles dabei, bei fast jeder App. Insofern drängt sich der Verdacht auf, das iPhone OS oder mindestens das SDK auch ein wenig Mitschuld tragen, an der Misere. Möglicherweise ist das dann alles doch nicht so homogen, wie man sich das vorstellt.

Ich hab jedenfalls alle Sorgenkinder gleich wieder entfernt. Kann man ja später nochmal versuchen. Überhaupt nicht schwer hat mir beispielsweise NetNewsWire die Sache gemacht. Den kann man nämlich nur in Interaktion mit dem Newsgator-Dienst mit Feeds befüllen, was leidlich funktioniert: bei meinen 330 Feeds als OPML-Export musste NewsGator schon kräftig schlucken und husten, dann funktionierte die Synchronisation mit NNW auf dem Mac nicht (Firmennetzwerk, Port geblockt), und als ich endlich alles auf dem iPhone hatte, hat das Ding beim dauerhaft syncen mit NewsGator derartige Zicken veranstaltet (siehe oben), das ich gleich alles in die Tonne gekloppt habe.