Ism

Wackelfoto

-Ism’s in my opinion are not good. A person should not believe in an -ism, he should believe in himself. I quote John Lennon, „I don’t believe in The Beatles, I just believe in me.“ Good point there. After all, he was the walrus. I could be the walrus but it still wouldn’t change the fact that I don’t own a car!

Twin Peaks Foto Serie

Dale Cooper: Harry, I’m going to let you in on a little secret. Every day, once a day, give yourself a present. Don’t plan it, don’t wait for it, just let it happen.

Geniale Set-Fotos aus der guten alten Zeit. David Lynch sah da auch schon ein wenig crazy aus.

Grain

Im Kino heute ist alles so echt und gestochen scharf, dass es schon wieder unecht wirkt. Lächerlich wirken dabei die Versuche, digitalem Film dadurch Leben einzuhauchen, dass man mit der Handycam herumwackelt und im postprocessing Körnung hinzufügt. Doch ohne Grain gibt es keine Tiefe, keine dunklen Stellen, keine unausgeleuchteten Bereiche, keinen dritten Mann, keinen Norman Bates und kein verdammtes Casablanca. Ich liebe Grain. Und Technicolor…

Technicolor, richtiger three-strip technicolor ist ein Herstellungsverfahren für Farbfilme, bei dem drei verschiedenfarbige Negative zu einem Farbfilm zusammenkopiert werden. Das sog. fünfte Technicolor-Verfahren bestimmte die Farbigkeit der Filme der 50er, 60er und frühen 70er. Natürlich ist das nicht natürlich. Natürlich mag ich es so am Liebsten. Als Kind habe ich geglaubt, New York, Chicago und San Francisco wären in leicht gelbstichiges Technicolorlicht getaucht (und Ost-Berlin schwarz-weiß). Dazu geht immer etwas Grain…

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True Grit

True grit bedeutet soviel wie echten Mut oder Rückrat besitzen, eine Tugend, die in der ausgehenden Western-Ära, in der das aktuelle Werk der Brüder Ethan und Joel Coen spielt, offenbar mehr als selten geworden ist. Denn der echte Mut ist gewichen, die echten Westernhelden sind alt geworden, alkoholkrank. In dieser traurigen Zeit muss ein 14jähriges Mädchen die letzte verbleibende Tugend des nicht mehr so wilden Westens hochhalten: eiskalte Rache. Und beinahe bis zum Schluss ist die 14jährige auch die einzige, die dem Titel nach echten Mut beweist.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=9DM4E7LXHbU&w=728&h=440]

Die Coen-Brüder beerdigen in True Grit die letzten Ausläufer der Western-Kultur, zeigen die ausgehende Zeit nach dem Bürgerkrieg, nach dem kalifornischen Goldfieber, am Ende der Besiedelung der frontier. Es herrscht eine besondere Stimmung in dieser Zeit und in diesem Film.

Die Figur der Mattie Ross ist dabei eine ganz Besondere. Ausgestattet mit dem religiösen Eifer eines 14jährigen Kindes zeigt sie eine innere Härte (widergespiegelt durch die viel ältere Erzählstimme der Mattie Ross-Erzählerin), die ihres gleichen unter den ausbleichenden Helden in ihrer Umgebung sucht. Sie selbst sagt über ihre Mutter, das diese zu schwach sei, die Angelegenheiten der Familie zu regeln, nicht Mal das Wort Katze buchstabieren könne und vor Trauer herumhumpeln würde. Dabei sieht sie aus wie eine 1:1 Kopie von Laura Ingalls aus Unsere kleine Farm.

1969 wurde der Stoff von Charles Portis schon einmal verfilmt. Damals mit John Wayne in der Hauptrolle, der—immer für seine rechte Gesinnung bekannt—gerade ein Jahr zuvor den Propagandafilm Green Berets gemacht hatte und mit Tru Grit versuchte, in seinem Glanzgenre an alte Zeiten anzuknüpfen. Doch so richtig Ernst konnte man Western damals schon nicht mehr nehmen, trotzdem gewann Wayne für die Rolle des Marshalls seinen einzigen Oscar.

Ein Werbe-Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch.Filmposter True Grit

Typographie der Goldrauschzeit: Ein Werbe-Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien und das Filmposter für die 2010er Ausgabe von True Grit.

Jeff Bridges ist nun ebenfalls als bester Schauspieler für den Oscar nominiert, der hat diesen Preis allerdings erst im letzten Jahr für Crazy Heart gewonnen. Bridges ist nun aber der lebende Gegenentwurf zu John, den man den Duke nannte, Wayne, und das nicht nur weil man ihn als Dude kennt. Auf die Frage, wem der potrauchende, sandalen- und bademanteltragende Dude nachempfunden sei, nannte Bridges in einem Interview sich selbst. (Wikipedia). Schon die Auswahl des Hauptdarstellers zeigt den Gegenentwurf True Grit 2010 zu 1969.

Der ironische Blick auf den Westernhelden ist genauso unterhaltsam wie entlarvent, wenn zum Beispiel in einer Szene der alternde Schießheld auf dem Klo sitzend durch die geschlossene Tür seine Ansichten zum Besten gibt, oder ein Held den anderen anschießt, beim Versuch ihn zu retten. Nein, mit dem Revolverheld der USA ist in den 1870er Jahren schon nicht mehr viel los. Trotzdem wird in True Grit natürlich noch jede Menge geschossen und gestorben, aber das auf eine derartig beiläufige Weise, dass erst in dem Moment, als ein Pferd stirbt—eins das natürlich echten Mut besitzt—dem Zuschauer die Tränen in die Augen schiessen.

Serial Experiments Lain

Serial Experiments Lain heisst eine hervorragend produzierte Animeserie aus dem Jahr 1998. Sie wurde von Yasuyuki Ueda produziert, unter der Regie von Ryutaro Nakamura. Das Charakterdesign ist von Yoshitoshi ABe und das Drehbuch von Yasuyuki Ueda. In 13 Layern (Folgen), werden die Erlebnisse des 13jährigen Mädchens Lain Iwakura, die im Laufe der Serie immer weiter in die alternative Realität der sogenannten Wired vorstößt und die Grenzen zwischen Cyberworld und Realität immer stärker verwischt. In Lain werden diverse Theoreme zur Erklärung einer zukünftigen Cyerrealität postuliert, bemerkenswert ist die Serie aber vor allem wegen ihrer deutlichen Parallelen zum Science-Fiction-Klassiker The Matrix, der aber ein Jahr nach Serial Experiments Lain erschien.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=79MN_w0VMPE&w=728&h=576]

Setting und Handlung

Obwohl Lain angeblich zum present day, present time stattfindet, spielt die Serie doch tatsächlich in einer sehr nahen Zukunft, vom Erscheinungszeitpunkt 1998 gesehen wohl sehr dicht an unserer heutigen Zeit. Das Internet wurde in dieser Zeit durch ein neues Protokoll zur Wired weiterentwickelt, in der man—genügend Rechenpower vorrausgesetzt—die normale Realität verlassen und in eine Cyberrealität einsteigen kann.

In dieser Wired gibt es einen Gott (Deus, Masami Eiri, der Entwickler des Protokoll 7), und eine heimliche Hackergemeinschaft, die Knights, die für eine Art Cyberterrorismus genauso wie für die Entwicklung von Netzwerkspielen zuständig zu sein scheinen. Lain entwickelt sich schnell von einer technisch unbedarften Schülerin zu einer Cyberdetektiven, die immer weiter in die Wired eintaucht…

[…] (T)he Matrix asked the question of is the internet becoming the new reality? In Serial Experiments: Lain , the question is a little different. It asks which reality is more real, the virtual or the physical one? In Lain, the answer is neither. They exist and evolve together.

Das Konstrukt

Serial Experiments Lain enthält zur Stützung des Science-Ficiton-Konzeptes einige sehr interessante Ideen und Denkmodelle. Diese philosophischen Ansätze werden oft durch die Deus-Figur Masami Eiri formuliert und postuliert. Er spricht bspw. vom nötigen Aufstieg des Menschen zur digitalen Lebensform, da der Mensch derzeit eine Neotonie sei. Als Entwickler der Wired ist er aber auch für die (pseudo-)physikalischen Beigaben zuständig: mit Hilfe der Schumann-Resonanz versucht er ein kollektives Bewusstsein zu initiieren. Außerdem dient die Wired als eine Art digitales Paradies, ein Ersatzhimmel, der, in offensichtlicher Abwesenheit eines Gottes (im Sinne der Religion), digital von Menschen erschaffen werden musste. Hier leben die in der realen Welt gestorbenen als digitale Geister weiter.

Weiters ist ein wichtiges Thema die Entwicklung vom „ungeformten“ Kind (Der Mensch existiert nur für sich allein) zum gesellschaftlich integrierten, mithin assimilierten Erwachsenen (Der Mensch existiert nur in den Gedanken der anderen), die direkt an der Hauptfigur abzulesen ist. Lain selbst ist auch, die ein bekanntes Science-Fiction-Konzept in die Handlung einbringt: Erinnerungen sind nur elektrische Impulse und können daher sowohl gespeichert und transferiert, aber auch manipuliert und verändert werden.

Lain vs. Matrix

Obwohl von 1998, also ein Jahr vor Matrix erschienen, weisen Serial Experiments Lain und der Sci-Fi-Klassiker von den Wachowski-Brüdern erstaunliche thematische Parallelen auf. In beiden Werken geht es um eine Art von Cyberrealität, bei beiden wandeln die Hauptfiguren zwischen den unterschiedlichen Welten. Der diametrale Unterschied ist allerdings, dass in Lain die Wired die reale Welt darstellt, während in Matrix die Cyberwelt eine erfundene Welt ist, die die reale Welt verdecken soll.

Alice im Wunderland

Alice’s Adventures in Wonderland und Through the Looking-Glass, and What Alice Found There, also jene Bücher, die wir als Alice im Wunderland kennen, haben nun rund 150 Jahre auf dem Buckel. In verschiedenen Ausführungen und Adaptionen haben sich die schrulligen Wunderlandbewohner aber bis in unsere Zeit gerettet, nicht zuletzt durch Tim Burtons aktuellen Film (warum bei Disney, Tim?), sondern auch als spaßige E-Book-Demo für Apples iPad.

Ich will nicht über 3D-Kino diskutieren. Ist für den Inhalt dieses Streifens, der in 2D gedreht wurde, auch völlig unerheblich. Der Stoff ist fast dreissig Mal verfilmt worden und Tim Burtons Alice ist einfach gut. Mia Wasikowska ist bleich aber sympathisch und sprüht von Lebenslust, Johnny Depp ist der verrückte Hutmacher und endlich hat Burton für seine Lebensgefährtin Helena Bonham Carter eine passende Rolle gefunden. Zu Zeiten Lewis Carolls waren wohl weder LSD noch Mescalin in Europa bekannt bzw. erfunden, kein Grund natürlich, dass Tim Burton seine Erfahrungen in solchen Dingen hier voll einbringt. Bis hier sieht es nach einem vollkommenen Kino-Erlebnis aus.

Spoiler ahead. Aber leider ein wenig zu früh gefreut. Denn, die hässliche Walt-Disney-Grafik am Beginn des Films muss ja noch Konsequenzen nach sich ziehen. Und so ist es auch: Drehbuch-Autorin Linda Woolverton webte einen roten Faden in die Story, der so offensichtlich in die Katastrophe leitet, dass man regelrecht Mitleid mit Burtons Figuren bekommt. Wo dieser eben noch seinen Spass mit Carolls Vorlage getrieben hat, endet alles in einer riesigen Schlacht, die so sinnlos wie deplaziert ist, dass einem doch ein wenig die Freude am Film vergeht. Das ist schade. Spoiler Ende.

Ohne den großen Geldgeber hätte man natürlich niemals ein derartiges Technikspektakel nicht finanzieren und schon gar nicht in teurer 3D-Technik. Da beisst sich die Grinsekatze aber irgenwie in den Schwanz… aber ich wollte ja nicht über 3D diskutieren. Trotzdem: Burton hat bei Disney nichts verloren und kann dort nur verlieren.

Kommen wir aber noch einmal auf das Alice im Wunderland for iPad zurück. Im Video sehen wir, wie aus dem inzwischen längst gemeinfreien Text von Lewis Carroll und den ebenso ihres Copyrights entlaufenen Zeichungen von Sir John Tenniel eine wunderschöne, interaktive Anwendung gebaut wurde, die mal auf das Kippen das Pads, mal auf das Schütteln desselben reagiert. Ich frage mich die ganze Zeit, ob das die neue Art sein wird, Bücher zu produzieren und somit das iPad nicht nur Retter der Zeitungs- sondern auch Buchverlage wird, oder anders, ob man dort auch schon am Alice-im-Wunderland-Syndrom leidet. Man muss jedoch annehmen, dass die Absatzzahlen noch um einiges sinken müssen, eh‘ wir eine echte Neuerscheinung so vertrieben sehen werden. Immerhin taugt es aber als zusätzliches Gimmick und Werbespielerei…

Filme von Quentin Tarantino

Reservoir Dogs

Mit dieser Diskussion darüber, welcher tiefere Sinn nun in Madonnas Hit »Like A Virgin« zu finden ist, beginnt der erfolgreiche Teil von Quentin Tarantinos Filmkarriere und einer seiner besten Filme. Das dialoglastige Drama um einen Überfall wurde von Tarantino noch mit relative einfachen Mitteln erstellt und ist gerade deswegen besonders hervorzuheben.

trunk shotNoch dazu enthält bereits Reservoir Dogs alle Eigen- und Besonderheiten, die man später mit dem filmischen Werk Tarantinos verbinden wird. Es gibt schon trunk shots (siehe Foto), den mexican standoff und hunderte Anspielungen und Zitate, die das Herz des Filmliebhabers höher schlagen lässt. Überhaupt: Tarantino macht Kino von einem Cineasten für Cineasten und für Musikliebhaber: die Auswahl halbvergessener 70er-Jahre Songs ergibt einen einmaligen Soundtrack.

Pulp Fiction

Das Meisterwerk. Nominiert für sieben Oskars, ausgezeichnet mit dem Oskar für das beste Originaldrehbuch, ausgezeichnet mit einer goldenen Palme. Pulp Fiction hat unser Leben beeinflusst, die Sprache, das Filmposter dürfte zu den meistverbreiteten seit Che Guevara gehören. Nummer fünf bei den Uservotes auf imdb.com. Nach der Rocky Horror Picture Show der Film, den ich am häufigsten gesehen habe. Pulp Fiction ist eben einer dieser Filme, die man immer und immer und immer wieder ansehen kann. Man findet immer wieder etwas neues. Etwas, das gesagt wird, oder wie es gesagt wird, irgendeine Geste, ein Requisit, irgendetwas, das einem vorher nie aufgefallen ist. Das ist ein Effekt, den Tarantino danach nicht wieder erreicht hat. Es mag in den folgenden Filmen ähnlich viele Referenzen und Zitate geben, doch nirgendwo sind sie in solch einer Vielzahl vorhanden und so reichhaltig wie in Pulp Fiction.

Trunk shot mit Samuel L. Jackson und Chris Tucker. Besser geht’s nicht.

Jackie Brown

Noch besser gefallen als Pulp Fiction hat mir Jackie Brown. Das mag daran liegen, dass Jackie Brown weniger episodenhaft daher kommt, zumindest plotmäßig stringenter ist (Stichwort: Heist-Movie) und natürlich daran, dass Foxy Brown Pam Grier mitspielt (und der ganze Film darauf ausgelegt ist) und Robert deNiro wie deplaziert durch den Film wuselt.

Der Soundtrack alleine ist schon eine Offenbarung: er steht in meiner ewigen Playlist auf Platz 72/100, was eine Leistung ist, für nichtelektronische Musik.

In Jackie Brown perfektioniert Tarantino die in der Vorgängern angelegten running gags und spielt ausgiebig mit seinen immer wiederkehrenden Elementen, wie Szenen, Namen/Personen und Requisiten. Der Film enthält beispielsweise den IMHO besten trunk shot aller Zeiten, Jackie Brown kauft den gleichen Anzug, den schon Mia Wallace in Pulp Fiction trug, außerdem fährt sie den gleichen Wagen wie Butch Coolidge’s Freundin Fabienne: einen weißen Honda.

Kill Bill 1/2

Mit Kill Bill hat Tarantino seine Liebe sowohl zum asiatischen Kino, als auch zu Italo-Western in zwei eigene Filme gepackt. Dabei stellt Teil 1 mehr den Schlitziekomponente und Teil 2 die Sergio-Leone-Abteilung dar. Das Thema des Films ist Rache. 247 Minuten kalt servierte Rache, nein wirklich, das Motiv wird nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen. Das ist mitunter ein wenig anstrengend.

Natürlich sind auch Kill Bill 1 & 2 vollgestopft mit dem gewohnten Tarantino-Stuff, aber er tritt anders als bei den vorigen Streifen mehr in den Hintergrund, zumindest im ersten Teil. Dafür gibt es wieder den etwas verqueren Erzählpfad, wie man ihn schon aus Pulp Fiction kennt, was aber – vielleicht aufgrund der Zweiteilung – nicht über Vol. 1 und 2 hinaus funktioniert.

Interessant finde ich, dass für das japanische Kino eine abweichende Version umgesetzt wurde, nein umgekehrt: die internationale und die US-Version wurden von Tarantino entschärft – zum Beispiel durch schwarz-weiß Szenen. Außerdem fehlt der japanischen Version der Hinweis auf Star Trek am Beginn des Films: »Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.—altes klingonisches Sprichwort.«

Interlude: andere Projekte

Neben den Regiearbeiten und dem Fußfetischismus ist Quentin Tarantino natürlich auch sonst ein ziemlich umtriebiger Typ. Deswegen sollten seine weiteren Werke, Beteiligungen und Auftritte nicht unerwähnt bleiben. Die erste Hälfte von From Dusk ‚til Dawn ist bekanntermaßen von Tarantino – das ist der Teil des Films, den man sich ansehen kann. Dann beteiligte er sich an Four Rooms mit einer wunderbaren Episode, in der Tim Roth Paul Calderon während einer Wette einen Finger abhackt. Ebenso übernahm er Regiearbeit an Sin City.

Weiterhin ist Tarantino Autor, Produzent, ausführender Produzent und Schauspieler. Das reicht von Kinohits anderer Regisseure (z.B. True Romance) bis hin zu Fernsehauftritten (z.B. CSI). Dies und alles, wirklich alles über Quentin Tarantino erfährt man übrigens in den Quentin Tarantino Archives.

Death Proof

Death Proof hat mir ausdrücklich nicht gefallen. Ich war kein Grindhouse-Fan und mich verwundert es bis heute, dass angeblich jeder den Begriff schon kannte, als das Doublefeature mit Planet Terror bekannt wurde.

Ich kann mal kurz aufzählen, was mir nicht gefallen hat: ich brauche keinen künstlich gealterten Film, habe nichts für Kurt Russel übrig und Zoë Bell fand ich jetzt auch nicht so prickelnd, bin kein Slasher-Fan und habe auch nicht viel für getunte Autos über. Und ich bin kein Fußfetischist.

Es wird weder Tarantino, noch Robert Rodriges stören, aber auch Planet Terror fand ich ziemlich öde. In diesem Sinne ist das komplette Grindhouse-Doublefeature für mich ein Flop.

Inglourious Basterds

Der letzte ist zugleich Tarantinos (finanziell) erfolgreichster Film und bei acht Oskar Nominierungen – bester Film, bester Nebendarsteller (Christoph Waltz), beste Regie, bestes Originaldrehbuch, beste Kamera (Robert Richardson), bester Schnitt (Sally Menke), bester Tonschnitt (Wylie Stateman), bester Ton (Michael Minkler, Tony Lamberti and Mark Ulano) – sicherlich auch der Höchstausgezeichnete.

Screenshot

Die lockere Art, mit der sich Tarantino seine eigene Geschichte des 2. Weltkriegs geschrieben hat, kam dabei lange nicht bei jedem an, vor allem in Deutschland zog er einen dicken Graben durch das Feuilleton. Dafür drehte Tarantino in Deutschland und castete viele deutsche Schauspieler: Daniel Brühl, Diane Kruger, Gedeon Burkhard oder Til Schweiger beispielsweise. Der Österreicher Christoph Waltz wird sogar als die Entdeckung des Films gefeiert. Waltz über Tarantino: [Er] ist eine unerschöpfliche Quelle an Inspiration. Es hat etwas mit dem Energielevel zu tun, auf dem er agiert.

Filme

Meine Frau wurde gefragt, welche Filme der Top100 der erfolgreichsten Filme sie schon gesehen hat. Das wollte ich für mich auch mal wissen, und so präsentiere ich hier, zum allerersten und bestimmt auch zum letzten Mal, mit nur knapp fünf Jahren nach der Mode: ein Stöckchen (hust! hust!) bei Codecandies:

  1. Avatar – Aufbruch nach Pandora 2009 James Cameron
  2. Titanic 1997 James Cameron
  3. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs 2003 Peter Jackson
  4. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 2006 Gore Verbinski
  5. The Dark Knight 2008 Christopher Nolan *
  6. Harry Potter und der Stein der Weisen 2001 Chris Columbus
  7. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt 2007 Gore Verbinski
  8. Harry Potter und der Orden des Phönix 2007 David Yates
  9. Harry Potter und der Halbblutprinz 2009 David Yates
  10. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme 2002 Peter Jackson
  11. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung 1999 George Lucas
  12. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück 2004
  13. Jurassic Park 1993 Steven Spielberg
  14. Harry Potter und der Feuerkelch 2005 Mike Newell
  15. Spider-Man 3 2007 Sam Raimi
  16. Ice Age 3 2009 Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
  17. Harry Potter und die Kammer des Schreckens 2002 Chris Columbus
  18. Der Herr der Ringe – Die Gefährten 2001 Peter Jackson *
  19. Findet Nemo 2003 Andrew Stanton *
  20. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith 2005 George Lucas
  21. Transformers – Die Rache 2009 Michael Bay
  22. Spider-Man 2002 Sam Raimi
  23. Independence Day 1996 Roland Emmerich
  24. Shrek der Dritte 2007 Chris Miller
  25. Krieg der Sterne 1977 George Lucas *
  26. Harry Potter und der Gefangene von Askaban 2004 Alfonso Cuaron
  27. E.T. – Der Außerirdische 1982 Steven Spielberg
  28. Der König der Löwen 1994 Roger Allers, Rob Minkoff
  29. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels 2008 Steven Spielberg
  30. Spider-Man 2 2004 Sam Raimi
  31. 2012 2009 Roland Emmerich
  32. The Da Vinci Code – Sakrileg 2006 Ron Howard
  33. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia 2005 Andrew Adamson
  34. Matrix Reloaded 2003 Andy & Larry Wachowski
  35. Oben 2009 Pete Docter, Bob Peterson
  36. Transformers 2007 Michael Bay
  37. New Moon – Biss zur Mittagsstunde 2009 Chris Weitz
  38. Forrest Gump 1994 Robert Zemeckis *
  39. The Sixth Sense 1999 M. Night Shyamalan
  40. Fluch der Karibik 2003 Gore Verbinski
  41. Ice Age 2 2006 Carlos Saldanha
  42. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger 2002 George Lucas
  43. Kung Fu Panda 2008 Mark Osborne, John Stevenson
  44. Die Unglaublichen 2004 Brad Bird
  45. Hancock 2008 Peter Berg
  46. Ratatouille 2007 Brad Bird
  47. Vergessene Welt – Jurassic Park 1997 Steven Spielberg
  48. Die Passion Christi 2004 Mel Gibson
  49. Mamma Mia! 2008 Phyllida Lloyd
  50. Madagascar 2 2008 Eric Darnell, Tom McGrath
  51. 007 – Casino Royale 2006 Martin Campbell
  52. Krieg der Welten 2005 Steven Spielberg
  53. Men in Black 1997 Barry Sonnenfeld *
  54. 007 – Ein Quantum Trost 2008 Marc Forster
  55. I Am Legend 2007 Francis Lawrence
  56. Iron Man 2008 Jon Favreau
  57. Nachts im Museum 2006 Shawn Levy
  58. Mission: Impossible 2 2000 John Woo
  59. Armageddon 1998 Michael Bay
  60. King Kong 2005 Peter Jackson
  61. The Day After Tomorrow 2004 Roland Emmerich
  62. Das Imperium schlägt zurück 1980 Irvin Kershner *
  63. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf 2008 Andrew Stanton
  64. Kevin – Allein zu Haus 1990 Chris Columbus
  65. Madagascar 2005 Eric Darnell, Tom McGrath *
  66. Die Monster AG 2001 Pete Docter *
  67. Die Simpsons 2007 David Silverman
  68. Terminator 2 – Tag der Abrechung 1991 James Cameron
  69. Ghost – Nachricht von Sam 1990 Jerry Zucker
  70. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich 2004 Jay Roach
  71. Aladdin 1992 John Musker, Ron Clements
  72. Troja 2004 Wolfgang Petersen
  73. Twister 1996 Jan De Bont
  74. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug 1989 Steven Spielberg
  75. Illuminati 2009 Ron Howard
  76. Toy Story 2 1999 John Lasseter
  77. Bruce Allmächtig 2003 Tom Shadyac
  78. Shrek – Der tollkühne Held 2001 Andrew Adamson, Vicky Jenson
  79. Der Soldat James Ryan 1998 Steven Spielberg
  80. Mr. & Mrs. Smith 05 Doug Liman
  81. Die Rückkehr der Jedi-Ritter 1983 Richard Marquand *
  82. Charlie und die Schokoladenfabrik 2005 Tim Burton
  83. Gladiator 2000 Ridley Scott
  84. Der weiße Hai 1975 Steven Spielberg *
  85. Hangover 2009 Todd Phillips
  86. Mission: Impossible 1996 Brian De Palma
  87. Pretty Woman 1990 Garry Marshall
  88. Cars 2006 John Lasseter
  89. Matrix 1999 Andy & Larry Wachowski *
  90. X-Men – Der letzte Widerstand 2006 Brett Ratner
  91. Das Vermächtnis des geheimen Buches 2007 Jon Turteltaub
  92. Last Samurai 2003 Edward Zwick
  93. Tarzan 1999 Kevin Lima, Chris Buck
  94. 300 2007 Zack Snyder
  95. Ocean’s Eleven 2001 Steven Soderbergh
  96. Pearl Harbor 2001 Michael Bay
  97. Men in Black II 2002 Barry Sonnenfeld
  98. Sherlock Holmes 2009 Guy Ritchie
  99. Das Bourne Ultimatum 2007 Paul Greengrass
  100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen 1993 Chris Columbus

86 von 100. Wieviele ich davon schlussendlich gut, bemerkenswert oder wenigstens cool (*) fand: 12 Stück. Miese Bilanz.