Gewinnspieltipps

Aus Versehen eben eine Socialmediaberatung über Gewinnspiele auf Facebook in Anspruch genommen. Dazu ein Punkt:

  1. Ich werde niemals, und da können sie sich auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln, niemals nie nicht, werde ich Fan der Stadtwerke von (hier beliebigen Ort einsetzen). Ob die Gewinnspiele veranstalten, oder nicht, ob die gut sind, oder nicht oder ob in China ein Sack Reis umfällt. Und so geht es den allermeisten der facebooknutzenden Einwohner von (hier beliebige Stadt einsetzen). Stadtwerke sind scheiße. Im richtigen Leben senden sie einem Rechnungen über Nachzahlungen, auf Facebook quasseln sie einen mit pep talk zu. Das ist scheiße. Ich bin kein Socialmediaexperte, aber die Lebenserfahrung lehrt uns: Scheiße hat keine Fans. Wird keine haben. Never. Egal welch tolle Tipps der (hier beliebigen Socialmediaexperten einsetzen) gibt.

Danke für die Aufmerksamkeit. Weitermachen.

Die teuersten Lakritz aller Zeiten

Dass die leckeren Kirsch-Lakritz oben aus Großbritanien via Royal Mail geliert werden würden, wer hätte das ahnen können? Stand ja sicherlich auch nirgendwo, so drei- bis viermal. Ich Riesendepp. Na gut, eine Tüte Lakritz für 16 Euro… die müssen jetzt aber schmecken.

Liebes Tagebuch…

… ich wollte wirklich wirklich wirklich einen ganz langen Beitrag über Sinn und Unsinn verschiedener User Experience Ansätze für unterschiedlich mobile Endgeräte unter besonderer Berücksichtigung von Text- und Bildcontent, montags ziwschen 19.00 und 22.00 Uhr und der Veröffentlichung von Eilmeldungen im RSS-Feed.

Stattdessen…

Nicht genug Daten, oder was?!

Die filter bubble ist ja auch eines dieser Schreckensphänomene, die allerorten an die Klowand gekritzelt werden. Dabei gibt es ja durchaus Gelegenheiten, wo einem das wohl zu Pass käme, wenn mal ordentlich gefiltert würde.

Wohnung suchen schwer gemacht

Mal angenommen ich suchte eine Wohnung und wohnte in einer Stadt, in der man nicht über Zeitungsanzeigen an eine Wohnung kommt. In dieser Stadt finden beinahe alle Wohnungsbesichtigungen am Sonntag statt, weil dort Sonntags die Zeitung mit den Wohnungsanzeigen erscheint. True Story. Also verabreden sich Makler, Vormieter und Wohnungsbesitzer mit ihren zukünftigen neuen Mietern, wenn ich noch ruhig schlafe. Meist sind sogar die Besichtigungstermine noch zu Zeiten, zu denen ich noch nicht aufgestanden bin! Am Sonntag! Derart benachteiligt bleibt einem ja nichts anderes übrig, als die einschlägigen Internetportale zu nutzen.

Dort kann man sich wenigstens auch gleich ohne Besichtigungstermin, Fotos der Wohnungen ansehen, und die Suchergebnisse nach vielen Kriterien filtern: Anzahl der Zimmer, Quadratmeter, Wohngebiet, Preis, und etliche Ausstattungsmerkmale. Und mit dieser eingeschränkten Suche kann man sich dann einen Newsletter schicken lassen. So bekomme ich regelmäßig nur Wohnungsangebote, die 100%ig passen. Hatte ich gedacht.

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Butter bei die Fische

Es ist etwas faul im Staate Dänemark, soviel ist wohl klar. Google, einst Anbieter des kleinen Suchschlitzes mit dem »don’t be evil« Habitus, generiert sich zum alles einsaugenden Suchmonopolisten. Apple verkommt vom Designerstück zur Consumer-Electronics-Klitsche mit Patentanwaltsarmee. Zuckerberg versucht sich das Internet durch die Nase zu ziehen. Microsoft war schon immer eklig. Ein einzelner, als WhatWG getarnter Mann hat das W3C besetzt und mit HTML5 ausgeräuchert. Die Regierungen wollen das Internet wegreglementieren, weil ihnen die Contentindustrie im Nacken sitzt. Und so weiter und so fort. Zusammengefasst: we’re all doomed!

Keiner weiss wie es weiter gehen soll. Was für einen Rechner kaufe ich mir morgen, ohne gleich in die Hände eines Monopolisten, Patentfaschisten oder Pleitegeiers zu geraten? Muss sich wirklich jeder einen eigenen Server anschaffen, damit er sicher und werbefrei Emails verschicken und empfangen kann? Muss der dann zu Hause stehen, oder in einem Rechenzentrum? Amazons Cloud ist wohl eher ein no-go?

Mein Internetanbieter wurde von meinem Telefonanbieter gefressen, alles wird blau. Ist das gut? Soll ich kündigen? Das Netz oder das Telefon? Oder beides? Welche Daten darf ich noch von mir Preis geben? Ist schon der Name gefährlich, brauche ich ein Pseudonym? Wie kann ich dann anonym einen eigenen Server mieten? Wer findet mich noch und mit welcher Suchmaschine? Will ich gefunden werden? Vor wem muss ich mich eigentlich mehr fürchten, vor Facebook oder der Regierung, die meine Verkehrsdaten will? Vor Politkern, die nicht mal Email richtig verstehen?

Es ist zum Panik bekommen. Jetzt mal Butter bei die Fische: was sollen wir tun?

Konsequent, aber inkonsequent

Elphinstone Winning Washington marathon (LOC)

Da ist zum Beispiel dieser Bundesbahn-Schaffner, dem ich relativ regelmäßig begegne. Er trägt immer eine etwas veraltete Uniform, die Version, wo die Schaffnermütze so ein wenig nach Mao-Poster aussieht.

Der Mann ist immer korrekt und immer freundlich. Und er ist konsequent. Mutmaßlich hat er nämlich mit seinem Arbeitgeber und seiner Arbeit selbst wohl auch, irgendwann abgeschlossen. Er hat sich komplett davon getrennt. Die Auswirkung sind lustig, weil sie so konsequent inkonsequent sind. Wenn der Mann also eine Durchsage macht, spricht er immer im Namen der Deutsche Bahn AG. Wo andere selbst die Leute im Zug begrüßen sagt er: Die Deutsche Bahn AG begrüßt sie im Zug von …, oder … hat eine Verspätung von fünf Minuten, die Deutsche Bahn AG bittet hierfür um Entschuldigung, …die Deutsche Bahn AG freut sich sie wieder in ihren Zügen begrüßen zu dürfen.

Andere signalisieren, dass sie Verantwortung übernehmen, indem sie die Ich-Form wählen. Oder sie verstecken sich auch hinter ihrem Arbeitgeber, dann ist von Wir die Rede. Unser Mao-Schaffner lehnt jede Verantwortung ab, mit einer Konsequenz, die beängstigend ist, erscheint jedoch jeden Morgen pünktlich zur Maloche. Und wird das auch noch die nächsten 30 Jahre machen. Sehr konsequent, aber inkonsequent.

Ism

Wackelfoto

-Ism’s in my opinion are not good. A person should not believe in an -ism, he should believe in himself. I quote John Lennon, „I don’t believe in The Beatles, I just believe in me.“ Good point there. After all, he was the walrus. I could be the walrus but it still wouldn’t change the fact that I don’t own a car!

Im Kreis herum

Mitunter rege ich mich während einer sinnfreien Arbeit so lange über die Sinnlosigkeit der Sache und die verschwendete Zeit auf, dass mir ganz übel wird. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem ich innerlich kapituliere, dann laufen Notprogramme, der Autopilot übernimmt. Wenn dann das Ende absehbar ist, ist die innere Euphorie plötzlich so groß, ich würde glatt von einem ausgesprochen gelungenem Projekt sprechen wollen…

Und dann kommen die Änderungswünsche.