Nochmal Buzz

Wir haben ja jüngst hier schon diskutiert wie (schlecht?) Google Buzz eingeführt wurde. Und es hat in den letzten Tagen viel Kritik an Google gehagelt, eine gute (englischsprachige) Zusammenfassung der Probleme hat Suw Charman-Anderson geliefert. Und Google hat wohl auch schon ein wenig reagiert. Trotzdem muss ich eins feststellen: trotz aller Kritik, ich nutze Buzz schon vollümfänglich. Und hey, ich bin kein Google Fanboy.

Trotzdem, Google hat mich dort angetroffen, wo ich eh‘ schon war. Ich schrob ja schon, dass der Google Reader ein regelrechte[s] Ökosystem mit Freunden und Kollegen für mich darstellt, in dem gegenseitig Leseempfehlungen hin- und hergetauscht werden. Die absolut logische Fortführung dieses Konzepts ist Google Buzz. Mehr Müll in der Inbox, mehr Ablenkung von der Arbeit, mehr Vermischung von social activities mit privaten Dingen – stimmt ja alles. Aber mal im Ernst: ich krieg trotz aller Filter noch soviel nutzloses Zeug in meine Mailbox, da bin ich doch schon lange der deutsche Meister im Contentfiltern, da lach‘ ich doch über etwas mehr Buzz (und das ist keine Aufforderung mir fleissig mehr unaufgeforderte Angebote für Websitekooperationen zu schicken, danke). Und ich habe bei Twitter gelernt, dass man zwar 1000 Leuten followen, aber nicht folgen kann. Und bei meinem kurzem Experiment mit Foursquare habe ich gelernt, Freundschaftsanfragen abzulehnen.

Ich komme mal zum Punkt: natürlich darf es bei einer solchen App keine Privacy-Probleme geben, die müssen beseitigt werden. Aber: das Heulen und Zähneklappern, das man nun allenthalben zu lesen bekommt, ist auch nichts anderes als die verschreckte Ablehnnung gegen das Internet, wie sie einige Holzjournalisten vertreten. Keine Panik Leute: es gibt einen Schalter »turn off buzz«. 😉