Let’s have a party

Partygarnelen

Neulich im Supermarkt: “Also, im Kühlregal ist mal wieder heftig ‚was los, da steppt der Bär, da boxt der Papst im Kettenhemd. Unglaublich, wenn die Garnelen ein Party geben, dann kommen Lachs und Hering zum tanzen…”

Versteckt: Microformate und FOAF

Es gibt so Sachen, die können einem zum Steckenpferd gereichen. So habe ich ja als Jugendlicher immer versucht, alle Anschlüsse, die hinten an meiner Stereoanlage so dran waren auch wirklich mit Geräten zu belegen: eine fixe Idee natürlich, aber am Ende hat man doch eine ganz nette Anlage. Ganz ähnlich erging es mir, als ich auf das Firefox-Plugin Operator gestossen bin. Operator durchsucht Webseiten nach diversen Microformaten und bietet zu diesen passende Aktionen an. Findet es zum Beispiel eine Visitenkarte (hCard), wird das angezeigt und Aktionen wie “dem Adressbuch hinzufügen”, “in Google Maps anzeigen” und so fort zur Verfügung gestellt. Das ist mal ein echter Mehrwert möchte ich meinen. Mit einer kleinen Einschränkung: trotz eines kurzen Hypes im letzten Jahr, scheinen Microformate nicht sondernlich verbreitet zu sein…, jedenfalls nicht in den Seiten, die ich so regelmäßig besuche. Zumindest hier hat sich das jetzt drastisch geändert.

Microformate – semantic web für Ungeduldige

Microformate verstecken semantische Informationen in bereits vorhandenem XHTML-Code. Sie funktionieren deswegen bereits hier und heute, ohne gigantische Ontologien, zusätzliche Dateien etc. pp. Wer seine Website mit semantischer Bedeutung anreichern will, aber nicht auf Tim Berners Lee »semantic web« warten will, kommt damit zumindest ein Stück weiter.

Es gibt eine ganze Latte verschiedener Microformate, bspw. die schon genannte Visitenkarte, ein Format für die Darstellung von Produktkritiken oder zur Darstellung von Beziehungen zwischen Webseiten. Die komplette Liste gibts im Microformats-Wiki.

Auf diesem Weblog kommen zur Zeit fünf einzelne Microformate zum Einsatz. Zunächst mal die schon strapazierte Visitenkarte, völlig klar. Darin enthalten sind zwei Unterformate: adr und geo. Die sogenannte hCard liegt im Sidebar in einem versteckten div, da ich die Adresse nicht für das menschliche Auge darstellen wollte. Programme wie Operator finden die Informationen natürlich trotzdem. Der Code sieht ungefähr so aus:

[syntax,hcard.html.txt,html]

Damit kann man jetzt schon via Operator auf meine Visitenkarte zugreifen, die Adresse meines Büros in Google Maps (o.a.) sehen, vielleicht den Weg dorthin anzeigen lassen, das zugehörige KML nach Google Earth exportieren und so fort. Ich finde das sehr cool. Warum ist das nicht mehr verbreitet? So geekig ist das nicht. Zumal man sich die eigene hCard auch erstellen lassen kann, z.B. vom hCard Creator. Na los, macht schon…

Bei mit trat an dieser Stelle der oben angeführte Effekt ein: Operator kann natürlich noch viel mehr Microformate visualisieren, das wollte ich ausprobieren. Aus diesem Grund habe ich die Linkverwaltung von WordPress in die Tonne getreten und stattdessen eine eigene (zugegeben derzeit noch nicht komplette) Lösung gestrickt, bei der Artikel mit der Kategorie “Bookmark” und einem Link in den zusätlzichen Metadaten, als Linktipps gerendert werden. Bei der Darstellung widerum wird das Microformat xFolksonomy genutzt. Das ist so ähnlich aufgebaut, wie die Linklisten in del.icio.us. Der grandiose Effekt: mit Operator kann man meine Linktipps nun direkt in del.icio.us oder auch Magnolia hinzufügen oder im Browser bookmarken. Praktisch ist das.

Social Web mit FOAF

Bei Thema social web habe ich allerdings auf den Einsatz von einfachen Microformaten verzichtet. Viele nutzen hierfür XFN, weil WordPress es in der Linkverwaltung anbietet. Ich bin allerdings der Ansicht, dasß man, wenn es ein semantisches Format gibt, dieses Nutzen sollte. Und für derartig soziale Gefüge gibt es das: FOAF.

FoaF (Friend of a Friend) ist ein Projekt zur maschinenlesbaren Modellierung sozialer Netzwerke. Herzstück des Projekts ist ein RDF-Schema, das Klassen und Eigenschaften definiert, die in einem XML-basierten RDF-Dokument verwendet werden können. Es handelt sich bei FoaF um eine der ersten Anwendungen von Semantic-Web-Technologien [Wikipedia]

Friend Of A Friend ist der Versuch, ein soziales Netzwerk zwischen Webseiten und ihren Betreibern zu spinnen, ohne dabei die Hilfe eines social networking tools zu nutzen. Webseiten die an FOAF teilnehmen – und das kann jede sein – bauen sich ein sogenanntes FOAF-File, das ist eine nach einem bestimmt RDF-Schema codierte Textdatei, und verlinken diese mit einem <link>-Element im <head>-Bereich ihrer Website. Beispielsweise so:

<link rel="meta" type="application/rdf+xml" title="FOAF" href="http://codecandies.de/wp-content/foaf/foaf.rdf"/>

Ein einfaches FOAF-File kann man sich vieleicht noch selbst stricken, viel einfacher geht es jedoch mit einem der FOAF-Genratoren, beispielsweise: FOAF-a-Matic oder FOAF Maker. Teilweise kann man dort über sich und seine Freunde viele Informationen eintragen, im Zweifelsfalle muss man sich natürlich genau überlegen, welche Informationen wirklich zur Freigabe bestimmt sind.

Natürlich können diese Informationen auch wieder sichtbar gemacht werden, Martin Borho hat dafür den sogenannte FOAFer gebaut, der die gefoaften Daten eindrucksvoll aufbereitet und auch schon ein absurfen des unsichtbaren sozialen Netzes möglich macht, wenn genug Informationen vorhanden sind.

Neben diesem Spaß an der Sache hat FOAF auch sehr konkrete Vorteile, nämlich wird es ausdrücklich von Google zur Erstellung von Social Graphs genutzt, eine Sache, die IMHO in Zukunft noch sehr bedeutend werden wird.

Mehr zu: Microformate und FOAF in Codecandies.

In neuem Gewand

Kollege ben_ drängt seit Tagen darauf, ich möge dieses Projekt endlich zum Ende bzw. an den Start bringen. Na klar, er ist eben Projektmanager, die drängeln gerne. Bei diesem Projekt allerdings hatte er seine Finger nicht im Spiel. Ich höre trotzdem auf ihn, obwohl ich mit den Tests für Internet-Explorer und Opera noch nicht fertig bin, startet heute Codecandies in einen neuen Lebensabschnitt: ich habe ab sofort mein neues, komplett selbst gestricktes, total hippes, semantisch voll ausgezeichnetes und vermicroformatiertes WordPresstheme, der Fluxkompensator ist sozusagen soeben neu erfunden und zum Laufen gebracht worden. Der Arbeitstitel des Themes ist im Moment »Magazin«, aber da fällt mir dann später noch etwas besseres ein.

Für mich das schönste am neuen Codecandies ist die Rückbesinnung auf das alte. Im Logo taucht wieder der gute alte »sports guy« auf, den ganz treue Leserinnen und Leser nach aus der frühen Couchblog-Zeit kennen. [Ja, wir hatten ja nichts damals, ausser Movable Type, den Schockwellenreiter und ein FTP-Programm.] Die Figur entstammt einem freien TrueType-Font, den ich schon hundert Jahre auf meiner Platte habe und ist dort das einzig brauchbare Zeichen. Rückkehr zum alten Logo bedeutet aber natürlich auch: Rückbesinnung auf die alten Tugenden… blah… fasel…

Animation

Damit ist es mit der Rückbesinnung aber auch schon vorbei, mit dem neuen Theme startet Codecandies nun wieder voll durch. Will sagen: die Zeiten in denen ich nur so nebenbei mein Blog mit RSS-Meldungen gefüttert habe, sind erstmal vorbei. Ich will mal versuchen, eine Schippe drauf zu legen…

Beta, zwonull, oder was?

Na klar, release early, release often… but release doch endlich. In diesem Sinne ist hier leider noch nicht alles durchgehend fertig. Zum Beispiel habe ich mich kaum darum bemüht, alte Artikel an das neue Look- and Feel anzupassen. Wie das neue Design richtig funktioniert, wird sich also erst in den nächsten Tagen richtig herausstellen, wenn ich mit neuen Artikeln die Features ausprobiere, die man jetzt noch nicht sehen kann.

Wie eingangs schon erwähnt fehlt außerdem im Moment noch die volle Cross-Browser-Fähigkeit. Da freue ich mich über jede helfende Hand, ich habe zwar Testmaschinen, aber ich komme mit bei solchen einsamen Testläufen auf Windows sicherlich nicht in alle Ecken, wenn also jemandem etwas auffält, er möge es mir mailen: nico punkt bruenjes klammeraffe gmail punkt com. In Firefox 3 sollte jedoch alles funktionieren. Und in Safari. Man wird sehen.

Die dickste Neuerung ist die Möglichkeit ein Thema zu setzen und dieses prominent im oberen Teil der Seite zu präsentieren. Die Idee kam mir in der Woche, als ich fünf oder sechs Artikel über das IE-8-Beta-Drama verfasste. Das erste Thema, zu der auch dieser Artikel gehört, dient aber mehr Demonstrationszwecken: in einer grenzenlosen Selbstbeweihräucherung werde ich dort mit Features und Kniffen prahlen, die in diesem Theme stecken.

Zum designerischen Aspekt: »Wie könnte die Newswebsite der Zukunft aussehen«, hat mich kürzlich jemand gefragt. Das neue Codecandies, wie es jetzt ab heute und jetzt hier entsteht könnte Teil meiner Antwort darauf sein…

Codecandies 2.1

Codecandies 2.1

»Whoever said that dogs shouldn’t take acid, was certainly not a dog on acid.«

Endlich: mein eigenes Theme! Selbst gebaut und handgestrickt. Mein eigener Relaunch!

Und gleich etwas neues oben an, etwas total magazinartiges: ein Thema. Und das erste Thema ist so selbstreferenziell, mehr geht nicht: der Relaunch selbst. Hier gibt’s die Artikel zum Theme: besondere Tricks, neue Funktionen, et cetera.

Lese hier alles über das neue Codecandies, das Theme und den ganzen Rest […]»