Das unentdeckte Land

Wir sitzen mal wieder in den 20%. Bekanntlich sind es ja die, die 80% der Arbeit ausmachen. Dabei schnurrt die Arbeit dahin wie selten, aber dann tauchen sie auf, die Probleme, die keiner hat kommen sehen oder die sich viel schwieriger lösen lassen, als man annahm. Die Dinge, die vorher unter »müsste«, »eigentlich« und »nehme ich mal an« subsumiert wurden.

Der Projektmanager legt die Ohren an. Was machen die da so lange? Wir haben doch allen Dingen einen Namen gegeben! Projektmanager glauben ja, man bräuchte allen Dingen nur eine Bezeichnung zuteilen, dann sind sie praktisch gelöst. Und Tage dran schreiben, immer schon Tage und Stunden dran schreiben. Und dann nach und nach wieder wegstreichen. Erschaffung der Erde: 7 Tage. Los geht’s. Kann so schwer nicht sein.

Der Programmierer rauft sich die Haare. Die deadline ist noch weit, das ist es nicht, aber die Abstände zwischen den Checkins werden länger, die Commitnachrichten weniger optimistisch, beinahe ausweichend. Und doch ist das der Moment, an dem wir am meisten lernen, weil wir den ausgetretenen Pfad der Erfahrung vorsichtig hinter uns lassen.

Vor uns, das unentdeckte Land…

Chipmusic

Kurz angebunden: hatte jüngst die Idee, die Geschichte von 8-bit-Musik ein wenig aufzuarbeiten und hier einen Text dazu zu veröffentlichen. Das habe ich erstmal fallen gelassen, denn das gibt’s aktuell schon: A brief history of chipmusic (via). Da spare ich mir die Arbeit. Bleibt mir nur noch einen Linktipp von Ingo weiterzugeben: Beautiful Lifestyle ist gut fürs Ohr und hart fürs Auge…

Der konstante Mißerfolg der Android-Tablets

Ich krieg hier noch die Krise.

Inzwischen hat es auch Samsung gemerkt, während bei Telefonen Android Erfolge feiert, sieht es bei den Tablets nach wie vor düster aus. So soll Samsungs Hankil Yoon zugegeben haben: »honestly, we’re not doing very well in the tablet market.« Und das ist ja irgendwie noch geschmeichelt, selbst HP hat 2011 mehr Tablets verkauft. Derselbe Mr. Yoon hat übrigens 2010 vorhergesagt, 2011 10 Mio. Galaxy Tabs verkaufen zu wollen. Das hat so nicht geklappt.

Ob das nun daran liegt das Tablets nicht von Telefonanbietern gepusht werden halte ich für unsicher, da das ja auch auf das iPad (nicht) zutrifft. Was ich beobachte derzeit ist einfach eine derart dramatische technische Unterlegenheit, vorne wird mit besseren technischen Werte geprahlt und hinten kommt eine Performance iPad1 – x heraus, und ein völlig unüberschaubarer Markt mit hundertfach angekündigten Wundergeräten, die es nie zur internationalen marktreife bringen.

Und immer warten wir auf die nächste Generation des Geräts, die nächste Version von Android und so fort. Aktuell warten gerade alle auf Android 4. Und damit auf Google Chrome für Android. Das werden einige Tabletanbieter dann Mitte des Jahres zur Verfügung stehen. Wo dann aber schon alle wieder auf Android 5 warten müssen. So wird das nichts.

John Peel’s record collection to be digitized and displayed online

Ein Traum wird wahr.

While copyright issues mean it’s unclear how much of his collection will be available to actually listen to online, as part of the project the BBC will be uploading the archive of Peel Sessions live recordings. Visitors to the site will be able to view Peel’s notes on his records along with the artwork from more than 25,000 vinyl LPs.

Bubblenachrichten

Die Lage der Netzwelt kann ich natürlich nur schwierig einschätzen, man sieht ja immer nur seinen kleinen Ausschnitt daraus. Mein Ausschnitt gibt in der Hauptsache zur Zeit drei unterschiedliche Grundthemen her:

  1. mein (von glücklichen chinesischen Sklaven zusammengeschraubter) Entwicklungsrechner hat Schwierigkeiten sich mit dem aktuellen Betriebssystem Kitty Cat anzufreunden, da wird schon das neue System Kitty Kitty Cat angekündigt,
  2. Facebook führt neues Feature Y ein, was keinen interessiert, außer den Leuten in der Facebook-Gruppe »Stoppt Feature Y«
  3. Ben ist angepisst.

Das kann man nun Grundrauschen nennen, aber im Moment fehlen mir Zeit und Muße, die Nachrichten aus den Nachrichten auszufiltern. Also [hier einen beliebigen Seemannsfluch einsetzen, moment, für diese geniale insidermäßige Doppeldeutigkeit muss ich mir eben auf die Schulter klopfen], zurück ans Lagerfeuer…

Verbunddatei

Kai in absoluter Höchstform: Verbunddatei (Rechtsextremismus). Bitte mal laut vorlesen:

Um nun von einer Beschreibung wie, sagen wir, „behördenübergreifende Datenbank mit fragwürdiger datenschutzrechtlicher Legitimation zur Speicherung persönlicher Informationen zur Identifizierung rechtsradikal motivierter Straftaten“ auf einen Begriff wie V. zu kommen, muss man schon ordentlich steif sein.