Online-Durchsuchung genehmigt

Hohe Hürden für Online-Durchsuchung titelt man hier im Hause, bei SPON heisst es: Karlsruhe erlaubt heimliche Online-Durchsuchungen nur unter strengen Auflagen. Faktisch ist jedoch da: die erlaubnis für die Online-Durchsuchung.

Das Bundesverfassungsgericht hält Online-Durchsuchungen unter Auflagen für zulässig. Das Ausspähen von Computern sei grundsätzlich nur dann verfassungsgemäß, wenn es tatsächliche Anhaltspunkte für eine konkrete Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut gebe, urteilte das oberste deutsche Gericht am Mittwoch in Karlsruhe.

Denn, es war ja schon klar, dass es hohe Auflagen geben würde: nur bei Gefahr für Menschenleben oder wenn der Bestand des Staates in Gefahr ist, Genehmigung durch einen Richter, bla bla bla… das ist doch eher normal, Auflagen eben, wie es sie auch beim Lauschangriff etc. gibt. Und immer öfter werden solche Aktionen genehmigt.

Damit wird das Mittel der Onlinedurchsuchung in das Waffenarsenal Staat gegen Bürger aufgenommen werden. Wir werden dann hinterher erfahren, wie oft wir alle in Gefahr schwebten.

Mit seinem Grundsatzurteil habe das Karlsruher Gericht erstmals ein «Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme» geschaffen, sagte Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier bei der Verkündung in Karlsruhe. Dieses neue Grundrecht sei aber nicht schrankenlos.

Hurra, ein Grundrecht wird geboren und gleich wieder abgeschafft, äh… eingeschränkt. Wie ist das denn eigentlich? Müssen wir alle nun den Bundestrojaner installieren, damit, wenn Gefahr für Bla und Blubb besteht, direkt auf unsere Daten zugegriffen werden kann? Denn „eine konkrete Gefahr“ ist ja dann auch praktisch immer im Verzuge.

Photoshop (alt), Rosetta und Leopard

BTW: mein altes Photoshop auf dem Intel MacBook war schon immer der Horror (zäh dank Rosetta-Emulation), aber seit ich Leopard habe… kommt das Gebläse gar nicht mehr zum Stillstand. Im mobilen Einsatz (Zug) nicht mehr zu gebrauchen: in 45 min. ist der Akku leer gezogen. Das nervt echt…

Include

Brian Moschel zaubert Include aus dem Hut, ein Javascript-Framework, das das Includieren und Komprimieren von Scripten zur Lauf- bzw. Ladezeit – aus anderen Scripts heraus – ermöglicht. Das Script kann Scripte anhand relativer Pfade finden, die Laden und zwar auch nach Bedingungen und alles auch noch vor der Auslieferung packen. Wow. Es steht eine ausführliches API zur Verfügung und soll auch mit Prototype und/oder jQuery funktionieren. [via]

Doch nochmal IE Metatag Schnasseldassel

Nachdem uns ALA nun genug mit Werbung für den neuen Internet Explorer 8 genervt hat, der geht übrigens gerade in den geschlossenen Beta-Test, liest man allenortens, das Beruhigung einkehrt und man sich noch ein letztes Mal Gedanken um die Sache macht. Roger Johansson mißtraut der Sache weiterhin, Gerrit setzt auf Pragmatismus. Da muss man ja auch irgendwie zustimmen, denn was bleibt einem anderes übrig, muss man sich fragen: es ist ja auch nur ein Tag mehr. Ich muss aber sagen: die Sache stinkt mir nach wie vor. Aber:

Es gibt professionelle Frontend-Entwickler, die auf Zack sind und Webstandards lieben. Und es gibt Hobby-Webdesigner, die nur den IE kennen. Die zweite Gruppe ist leider klar in der Mehrheit. Und diese Tatsache kennt Microsoft natürlich. Der IE 8 ist nun der Versuch, beide Gruppen glücklich zu machen. Der engagierte Webprofi soll sich über besseres Rendering- und Scripting-Verhalten freuen, der planlose Amateur soll bitteschön nicht verwirrt werden durch plötzliche Änderungen im Browserverhalten.

Und das ist eben genau dieses dämliche Denken aus dem Hause Microsoft, eine Ebene, die ich eigentlich zu vermeiden suche. Denn wenn man es sich einmal genau überlegt, wer das Netz am laufen hält, wer die Innovationen entwickelt, denen Microsoft mit ihre Browserkrücke jetzt nachhechelt, wer die Webseiten entwickelt, die Geld verdienen (sollen): das sind nicht die Hobby-Webdesigner und Netz-Amateure, auf deren Seite sich Microsoft offensichtlich positioniert. Aber es sind die Leute die den Internet Explorer benutzen. Insofern ist das Standards-Opt-In-Meta-Tag ein Stück Revisionismus des Browserkrieges.

Das Ätzende ist: immer wieder muss man sich auf diesen Mist einlassen. Zuletzt gesehen bei: conditional comments. Und noch etwas fällt mir in diesem Zusammenhang auf: wie lange will M$ das eigentlich durchziehen? Soll auch noch IE23 die komplette Bibs von IE7 bis IE21 enthalten? Kann man machen, macht aber bestimmt keinen Spass, das Repository zu betreuen. Keine Lösung auf Dauer…

del.ishli.st

Schon lange keine lustige URL mehr gesehen, hier ist eine: del.ishli.st. del.ishli.st ist ein Wishlist-Service für del.icio.us. Einfacher geht’s nicht: in del.icio.us Links zu coolen Wanna-Haves mit wishlist taggen und dann unter http://del.ishli.st/[username] seine Wishlist bewundern.

Adobe Air 1.0

Seit gestern läßt Adobe Air in der Version 1 auf die Welt los und verspricht Entwicklern und Business-Menschen:

The Adobe® AIR™ runtime lets developers use proven web technologies to build rich Internet applications that deploy to the desktop and run across operating systems.

Adobe AIR offers an exciting new way to engage customers with innovative, branded desktop applications, without requiring changes to existing technology, people, or processes.

Das Adobe Air Developer Center ist ja schon ein wenig länger erreichbar, ebenso, das sehr interessante Ajax Technology Center. Hier findet man einen guten Einstieg in die Techniken.

Ein »Hello World« in Air sieht ein wenig kompliziert aus, ein kurzes Tutorial gibt’s bei Pete Freitag.

SEO is…

SEO is using deodorant instead of washing. SEO is masking bad coffee with sugar. SEO is cramming instead of studying. SEO is using pain killers instead of going to the dentist. SEO is taking weight loss pills instead of exercising. SEO is a comb-over. SEO is Scientology. SEO is Paris Hilton. SEO is the Zune. SEO is the morning-after pill. SEO is astroturf. SEO is not the real thing. SEO is cutting corners. SEO is not the solution. SEO is bullshit.

[Via: Is SEO bullshit?]

Google Static Maps

Irgendwo noch eine Site ohne Google Map? Kann ja kaum angehen. Darum jetzt ganz neu: Google Static Maps. Damit kann sich nun seine Map stricken, ohne einen Fetzen Javascript o.ä. zu nutzen oder gar zu beherrschen. Dafür ist die Karte dann aber auch, öh… statisch, logisch. Denn diese Karten sind Bilder.

Angefragt wird am API über URL-Parameter im <img />-Tag, also http://maps.google.com/staticmap?parameters. Ein Beispiel aus dem Hause Google:

# Ohne Umbrüche, dafür mit API Key einzugeben!
http://maps.google.com/staticmap?center=40.714728,-73.998672&zoom=
14&size=512x512&maptype=mobile&markers=40.702147,-74.015794,blues%
7C40.711614,-74.012318,greeng%7C40.718217,-73.998284,
redc&key=MAPS_API_KEY

Da bekommt man schon ganz nette Kärtchen mit hin, man muss halt nur ein paar Daten kennen. Hier mal eine solche Karte:

Google Static Map

Sieht nett aus, ist rasend schnell erstellt, selbst händisch noch, und lädt auch ganz angenehm fix. Klar, ist jetzt keine echte Map, aber möchte wetten, für min. 30% aller Anwendungsfälle ist diese Art der Darstellung sinnvoller, als schwerwiegende interaktive Karten.

Die Master Idee

Jetzt ganz ruhig bleiben. Das ist sie, die super Idee, die Mutter aller Ideen, die Lösung für Blogger, Journalisten, bloggende Journalisten, Verlage und deren Besitzer. Der Wahnsinn. Das ist Web 5.0!:

RSS-Feeds zum ausdrucken!!! Die kann man dann mitnehmen, in die Bahn zum Beispiel. Super Sache. Schade, das das wieder nicht mir eingefallen ist. Nein, ich hatte die Idee schon vor 10 Jahren, hab’s nur immer für mich behalten…

Wake Assist

Wake Assist solves a wake-from-sleep problem on some Macs.

  1. A few seconds after your Mac wakes up Wake Assist checks for user activity.
  2. If no activity has taken place since waking up, Wake Assist performs a couple of mouse clicks.
  3. Finally Wake Assist returns to waiting silently for the next wake from sleep.