Noch 1 Tag bis Urlaub

Teil 1: »Mange Tak Tour 2007«, Kopenhagen, Dänemark.

Und ich bin vorbereitet:

Zur Karte, hierlang.

Update, 28.10.2007: Wir haben die letzten beiden Tage zusammen rund 256,76km zu Fuss zurückgelegt, und die mit Fähnchen versehenen Orte bereits abgegrast. Kopenhagen ist super, ein wenig fröstelig vielleicht… wer unsere Touren genauer ansehen will, besuche direkt die Urlaubsmap.

Update, 29.10.2007: Kopenhagen im Regen ist auch eine Reise wert, es gibt ja einige interessante Cafés und Locations, die man besuchen kann. Wenn man sich ein wenig wie Vincent Vega im »Jack Rabbits Slim« fühlen möchte, dann kann man ins Hard Rock Café gehen. Dort gibt’s Burger zu exorbitanten Preisen, auch ohne Twist-Wettbewerb. Ein besserer Tip, für den Geldbeutel und die Gemütlichkeit sind die beiden anderen Cafés in den wir heute waren: Zakabona und Wanna’B.

Update, 2.11.2007: Ich hab die Karte mal rausgenommen und durch einen Link ersetzt, der iframe lädt irgendwie nie ganz aus, sowas stört mich…

Community powered by Drupal

Nach einigen turbolenten Wochen ist seit gestern die neue Kommentarcommunity der Zeit: kommentare.zeit.de online. Im Mai bereits hatten wir das Kommentarsystem mit Drupal umgesetzt – nun wurden in einem zweiten großen Schritt die ersten Communityfunktionalitäten, zusammen mit entsprechendem Design und Layout umgesetzt.

Wir haben mit Drupal (deutschspr. Seite: drupalcenter.de) inzwischen sehr gute Erfahrungen gesammelt und es mit Hilfe von open-source Modulen aus der Drupalcommunity und Selbstgeschriebenem (hauptsächlich gebaut von unseren Partnern bei Erdfisch) die nächste Ausbaustufe unserer Community umgesetzt und die Basis für eine modulare Weiterentwicklung gelegt. Dabei handelt es sich diesmal weniger um die berühmt berüchtigte Betaversion einer Community, sondern eher um Phase 1.

Screenshot

Die Kommentarcommunity hat sich dabei vom reinen Kommentarsystem für ZEIT-Artikel zu einer PLattform für lesende, nachrichteninteressierte und schreibende Besucher entwickelt. Mitglieder der Community können – wie gehabt – ZEIT-Artikel kommentieren, aber auch selbst Beiträge verfassen. Jedes Mitglied hat ein – je nach Wunsch mehr oder weniger – ausführliches Profil, mit Avatar, sprich Nutzerbild, das an jedem Artikel und Kommentar angezeigt wird. Über das interne Nachrichtensystem können die Mitglieder Nachrichten aneinander verschicken.

Ein Aktivitätsindex und ein ausgeklügeltes Bewertungssystem sollen helfen, die Perlen im »river of text« der Community zu finden, durch den Import aus der Vorläuferversion befinden sich immerhin bereits jetzt rund 177.000 Benutzer und ca. 80.000 Kommentare im System, es kommt praktisch minütlich neuer Content dazu. Auf einer Fünfpunkteskala können Beiträge, wie auch Kommentare bewertet werden. Die Bewertung eigener Artikel prägen den Bewertungsindex eines Nutzers, der in seinem Profil als durchschnittliche Bewertung abgebildet wird. Ebenfalls können später (wenn die entsprechende Menge entsprechenden Contents zusammengekommen sind) beispielsweise die bestbewerteten Nutzer für ein bestimmtes Thema errechnet werden. Mit Hilfe dieser Techniken soll sich die Community ihre Experten für bestimmte Themen selbst bewerten/errechnen: traditionell wird das Kommentarsystem der ZEIT ja von vielerlei Experten genutzt, durch die verschiedenen Indizes wird man diese Experten nun auch finden können.

Einhergehend damit wurde ein dreistufiges Stichwortsystem eingeführt: es vereint die sehr grobe Ressorteinteilung, wie sie auf den Seiten von ZEIT online genutzt wird, mit den aktuellen ZEIT online Tags und durch die Nutzer frei wählbare Stichworte. So soll eine Navigation anhand von Themen gefördert werden.

Gleichzeitig mit diesen funktionalen Änderungen, wurde ein neues, leichteres Design umgesetzt. Die viel, heiß und agressiv diskutierten Grüntöne wurde, bis auf die neue Sidebar in »Waldmeister« weitgehend zurückgedrängt…

Zur Klarstellung: der Autor arbeitet bei ZEIT online – dies ist also durchaus wonach es klingt: Werbung.

Rangliste der Pressefreiheit 2007

Zum sechsten Mal hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) ihre Rangliste der Presssefreiheit veröffentlicht. Deutschland landet auf einem sehr bescheidenen 20. Platz. In der ROG-Erklärung zur Liste heisst es dazu:

An der Lage in Deutschland hat sich wenig verändert. Erneute Ermittlungsverfahren gegen Journalisten wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat, gesetzliche Regelungen und Vorschläge, die den Quellenschutz aushöhlen, Drohungen und Übergriffe gegen Journalisten, die im rechten Milieu recherchieren sowie Einflussnahme auf Redaktionen durch Anzeigenschaltungen haben zu Punkten geführt.

Hervorgehoben wird von den ROG auch die Situation der Blogger und die Umstände von Internetzensur:

Mehrere Länder sind auf der aktuellen Liste abgestiegen, da sie den freien Informationsfluss im Internet behindern und kritische Autoren verhaftet haben. Beispiele sind Malaysia (124.), Thailand (135.), Vietnam (162.) und Ägypten (146.)

„Das Internet wird stärker zensiert“, so ROG. „Mehr und mehr Regierungen erkennen die Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie und entwickeln immer ausgefeiltere Zensurmethoden. In repressiven Staaten sind Blogger und Internetjournalisten inzwischen genauso Zielscheibe von Repressionen wie schon die traditionellen Medien.“

Mindestens 64 Menschen sind derzeit weltweit wegen Veröffentlichungen im Internet im Gefängnis. China bleibt mit 50 Inhaftierten Vorreiter bei dieser Form der Unterdrückung. Acht Internetdissidenten werden derzeit in Vietnam festgehalten. In Ägypten erhielt der Blogger Kareem Amer vier Jahre Haft, da er Präsident Mubarak und den Einfluss des Islam an den Universitäten kritisiert hatte.

Damit ist die »Schlüsselrolle des Webs im Kampf für Demokratie« weiterhin gefährdet, wofür letztendlich auch die deutschen Bestrebungen der Internetüberwachung und -zensur beitragen.