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	<title>Gearbeitet &#8211; Couchblog</title>
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	<title>Gearbeitet &#8211; Couchblog</title>
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		<title>Bewegungsprofil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 18:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Gelebt]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom Ufer der Wakenitz zumLübecker Hauptbahnhof erst zu Fuß, dann mit einem Roller. Mit dem Regionalexpress nach Hamburg. Zu Fuß an den Speersort ins Office. Nach einer Stunde wieder zu Fuß zum Bahnhof. Von dort mit dem ICE nach Berlin. Mit der S-Bahn zur Friedrichstraße, Rolltreppentrick rückwärts, weiter mit der S-Bahn zum Anhalter Bahnhof. Zu [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Vom Ufer der Wakenitz zum<br>Lübecker Hauptbahnhof erst zu Fuß, dann mit einem Roller. Mit dem Regionalexpress nach Hamburg. Zu Fuß an den Speersort ins Office. Nach einer Stunde wieder zu Fuß zum Bahnhof. Von dort mit dem ICE nach Berlin. Mit der S-Bahn zur Friedrichstraße, Rolltreppentrick rückwärts, weiter mit der S-Bahn zum Anhalter Bahnhof. Zu Fuß zum Günstig-Asiaten wieder Richtung Potsdamer Platz. In entgegengesetzter Richtung zum ersten Tagungsort. Von dort später zunächst wieder zu Fuß zum Anhalter Bahnhof, dann mit dem Roller über Rudi-Dutschke- und Oranienstraße in die Alte Jakobstraße ins Hotel. Von dort wieder mit dem Roller zurück zur Stresemannstraße (Friedrichstr. runter vorbei an der taz, dann „querfeldein“ die Verbindungswege), zur neuen Stadtklause (beinahe wäre ich zur alten Stadtklause gefahren beim Tagesspiegel, aber da ist sie ja nicht mehr). Mit dem Taxi zurück ins Hotel. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="900" height="1200" src="https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-900x1200.jpeg" alt="" class="wp-image-9944" srcset="https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-900x1200.jpeg 900w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-300x400.jpeg 300w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-768x1024.jpeg 768w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-1152x1536.jpeg 1152w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-1536x2048.jpeg 1536w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-1200x1600.jpeg 1200w, https://couchblog.de/wp-content/uploads/2026/09/camphoto_1804928587-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen zu Fuß zum Moritzplatz, mit der U-Bahn zum Hermannplatz. Zu Fuß zur Liane in der Karl-Marx-Str 17, zweiter Hinterhof. Vor Schluss der Tagung Bahnpanik bekommen (es wurde wieder Verspätungsmeldungen herumgetuschelt zwischen den Hamburgern, ich wollte aber nicht wieder erst um 23.00h zu Hause ankommen), also wieder zum Hermannplatz zu Fuß, mit der U-Bahn zur Hermannstraße, mit der Ringbahn zum Südkreuz. Mit dem ICE nach Hamburg Hbf. und mit dem R8X ohne Halt nach Lübeck. Zu Fuß nach Hause.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Abhängig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 10:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud]]></category>
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					<description><![CDATA[„Feierabend!“, verkündet der Kollege fettgedruckt im Slack-Channel. Github ist down, die Statusseite spricht von elevated errors und degraded performance und alles was wir zu sehen bekommen ist das Einhorn, der Github-Failwhale sozusagen, und jede Menge API-Errors. Es ist im Grunde traurig, aber es ist auch nicht ganz falsch, bestünde das Problem lange weiter, könnten wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">„<strong>Feierabend!</strong>“, verkündet der Kollege fettgedruckt im Slack-Channel. Github ist down, die Statusseite spricht von <em>elevated errors</em> und <em>degraded performance </em>und alles was wir zu sehen bekommen ist das Einhorn, der Github-Failwhale sozusagen, und jede Menge API-Errors. Es ist im Grunde traurig, aber es ist auch nicht ganz falsch, bestünde das Problem lange weiter, könnten wir tatsächlich Feierabend machen, denn ohne Github keine Entwicklung, jedenfalls keine, die versioniert, gereviewed oder deployt wird. Null. Nix.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mich ja immer noch meinem Privatvergnügen widmen und Pause machen. Schnell die Seite des Feedreaders geöffnet, mal schauen, was Ben so schreibt heute… aber irgendwie lädt da nix. Der Titel steht da, aber die Daten scheinen bitweise aus der Leitung zu tröpfeln. Das fühlt sich an, als wate man durch warmen, kniehohen Teer. So geht das nicht, so kann ich nicht lesen. Dann doch zurück an die Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<code>API Error: 529 Overloaded.</code>“, druckt mein Command Line Interface auf den Bildschirm. Claude ist down. Was machen wir jetzt? „Selber denken“, scherzt einer, als wenn wir das noch könnten. Eine irre Vorstellung, ich denke lange nach, wie das denn gehen soll. Selber denken. Eigentlich eine spannende Idee, ich mache dann aber doch lieber Feierabend.</p>
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		<title>Sprechen mit Claudio, sprachliche Ungenauigkeit und „Her“</title>
		<link>https://couchblog.de/2026/08/03/sprechen-mit-claudio-sprachliche-ungenauigkeit-und-her/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 10:36:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Wochenende habe ich mir nochmal „Her“ angesehen. Ich hatte mir den Film in die Watchlist gelegt, nachdem ich den Open-AI-Story-Podcast gehört hatte und mir Sam Altmans Referenz auf den Film so hirnverbrannt vorkam, dass ich nochmal nachprüfen wollte, ob man den Film vielleicht missverstehen kann, ob Sam Altman ihn vielleicht nicht verstanden hat. Tatsächlich macht mir der Film heute noch mehr Angst, als vor einigen Jahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende habe ich mir nochmal „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Her_(2013)">Her</a>“ angesehen. Ich hatte mir den Film in die Watchlist gelegt, nachdem ich den <a href="https://couchblog.de/2026/07/10/spaghetti-weitwurf/">Open-AI-Story-Podcast</a> gehört hatte und mir Sam Altmans Referenz auf den Film so hirnverbrannt vorkam, dass ich nochmal nachprüfen wollte, ob man den Film vielleicht missverstehen kann, ob Sam Altman ihn vielleicht nicht verstanden hat. Tatsächlich macht mir der Film heute noch mehr Angst, als vor einigen Jahren.</p>


<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=I3ltsbTkGHI">Ich gehe so mit dieser Analyse von „Her“, neun Minuten, die sich wirklich lohnen und die sich Sam Altman man hätte anschauen sollen.</a></p>


<p class="wp-block-paragraph">Derweil schreibt Michael Kalina über <a href="https://mkln.org/p/ueber-ki-sprechen-wenn-sprachliche-bequemlichkeit-eine-illusion-erzeugt">sprachliche Ungenauigkeiten wenn wir mit und über LLMs sprechen</a> und wie gefährlich diese Vermenschlichung ist, die wir ihr angedeihen lassen. <strong>Und er hat Recht.</strong></p>


<figure class="rf-quotation">
  <blockquote class="rf-quotation__quote"><p>Wenn diese Sprache so tief in unseren Gewohnheiten steckt, reicht es nicht, sie gelegentlich zu kritisieren. Wir müssen sie kontinuierlich erkennen und anhand konkreter Leitlinien durch präzisere Formulierungen ersetzen. Wer über KI schreibt und nicht dem Hype verfallen will, sollte sich daran halten, gerade in aufklärenden Beiträgen.</p></blockquote>
    <figcaption class="rf-quotation__caption">mkln.org: <a href="https://mkln.org/p/ueber-ki-sprechen-wenn-sprachliche-bequemlichkeit-eine-illusion-erzeugt">Über KI sprechen: Wenn sprachliche Bequemlichkeit eine Illusion erzeugt</a></figcaption>
  </figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mir nicht sicher, ob ich, wenn ich über LLMs geschrieben habe, diese Regel immer eingehalten habe, gelobe aber Verbesserung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich beobachte das noch vielmehr allerdings im, nennen wir es einmal, professionellen Bereich. Wenn ich über den Umgang mit LLMs vortrage, oder auch im kleinen Kreis darüber mit Kollegen spreche, fällt es mir total schwer, die nötige sprachliche Distanz zu wahren. Und tatsächlich habe ich es eine ganz zeitlang ernsthaft versucht. So schaffe ich beispielsweise am Beginn es Vortrags das noch einzuhalten, je mehr es aber in die freie Rede oder auch Diskssuion geht, schleicht sich das sofort wieder ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachtet und kritisiert habe ich das schon immer, schon lange bevor es LLMs gab (um genau zu sein habe ich <a href="https://www.zeit.de/online/2006/33/pc-experte">2006 schon darüber geschrieben</a>). Im Umgang mit Computern wurde schon immer und gerne vermenschlicht. Wobei, wer vom „er“ oder „ihm“ im Zusammenhang mit <em>dem Computer</em> sprach, outete sich oft als jemand, die/der nicht so genau wusste, wie selbiger funktioniert und subsummierte oft die Gesamtheit von Hard- und Software unter <em>ihm</em>. Er hat einen Fehler gemacht, er druckt nicht, er ist abgestürtzt. Entwickler*inner sollten es eigentlich besser wissen, aber auch sie neigen hin und wieder dazu, vordringlich im Fehlerfall, menschenähnliche Gebilde als Sündenböcke heranzuziehen: <em>er</em> steht dann wahlweise für <em>den Browser</em>, <em>den Compiler</em> oder es wird auch mal ein <em>sie</em> für <em>die Lintingsoftware</em> spendiert.</p>


<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Wy4EfdnMZ5g">I&#8217;m sorry Dave but…</a></p>


<p class="wp-block-paragraph">Die Vermenschlichung von Large Language Models, ich schreibe es extra nochmal aus, geht ja schon damit los, dass wir es lieber <em>die KI</em> nennen, was ja auch schon höchst ungenau ist. Aber immer wieder von LLM zu sprechen, hat sich auch irgendwie nicht bewährt, schon gar nicht ohne Abkürzung. Ich glaube aber, vielleicht beobachte ich das auch einfach nur an mir selbst, hier greift eine gewisse reflexhafte Kompensation. Wenn das LLM gerade besseren Code abgeliefert hat, als man ihn selbst schreiben kann, und das in einem Drittel der Zeit, sucht mein Unterbewusstseit händeringend nach Möglichkeiten, die Sache klein zu reden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist das mystische <em>die KI</em> eine Möglichkeit. Ich habe ein Zwiegespräch mit <em>ihr</em> gehalten und habe <em>ihr</em> erklärt, was <em>sie</em> zu tun hat und <em>sie</em> hat geliefert, also bin ich der coole Coder, der einen Rest Macht über das Mysterium behalten konnte. Das gilt ähnlich für weitere Zuweisungen, die ich schon selbst verbrochen oder in der Praxis beobachtet habe: <em>der Praktikant</em> hat das geschrieben, ich habe mich mit <em>Claudio</em> unterhalten und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So mögen wir einerseits dem Hype aufsitzen, das ist leider wahr. Auf der anderen Seite versuchen viele aber eben auch einen Weg zu finden, trotz aller mit Ängsten gepaarter Faszination, die Oberhand zu behalten, das Heft nicht aus der Hand zu geben. Möglichweise machen wir damit alles noch viel schlimmer.</p>
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		<title>„Coding ist gelöst“</title>
		<link>https://couchblog.de/2026/07/30/coding-ist-geloest/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 07:39:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Gecodet]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Wir nennen es Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich durfte jüngst einen mehrstündigen Workshop von Microsoft zum Thema „Github Copilot“ geniessen. Einen Satz konnte sich der Dozent am Ende des Workshops leider nicht sparen, auch wenn ich inzwischen ganz ähnlicher Ansicht bin: „Coding ist gelöst“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich durfte jüngst einen mehrstündigen Workshop von Microsoft zum Thema „Github Copilot“ geniessen<sup><a href="#fn-1" id="fnref-1">[1]</a></sup>. Der Workshop war im Rahmen dessen, was angekündigt war völlig in Ordnung und eigentlich eine ganz gute Gelegenheit, die sich bei uns langsam aufbauende Praxis im Umgang mit der nächsten technischen Weltrevolution, mit der Praxis draußen bei den völlig Durchgedrehten zu vergleichen. Einen Satz konnte sich der Dozent am Ende des Workshops leider nicht sparen, auch wenn ich inzwischen ganz ähnlicher Ansicht bin: „Coding ist gelöst“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sollte gar nicht heißen, dass wir jetzt morgen alle unseren Job verlieren, aber viele vielleicht doch übermorgen. Vielmehr ging es darum, dass sich gerade mal wieder alles komplett ändert. Zu meinem Beruf gehört mehr als Coden, blöderweise ist das eigentlich die Tätigkeit, die mir am meisten Spaß macht. Stattdessen soll ich mir nun ausdenken, wie ich die Agenten so coden lasse, dass am Ende das herauskommt, was wir gerne hätten. Und nur zur Not einzugreifen, wenn&#8217;s denn doch nicht so wird, wie die gleisend leuchtende Zukunft verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: im Workshop wurde an einen komplett vibegecodeten Shop, ein vibegecodeter Warenkorb samt Checkout dazugedängelt. Mit einem Screenshot von <em>irgendeinem</em> anderen Shop und ein paar Worte, die aus professioneller Sicht über ein „nu mach mal“ nicht hinausgingen, war das in kurzer Zeit von einem Agenten umgesetzt. Und es funktionierte, man konnte an Shopitems Mengen einstellen und dem Warenkorb hinzufügen, den Warenkorb ansehen, sah alles sehr ansprechend aus und gar nicht wie auf den Screenshot, sondern passte zum zuvor gecodeten. Allerdings, beim Checkout zeigte sich, der Agent hatte mehr getan, als gefordert. Es wurden nicht nur (völlig richtig), die Preise der Inhalte des Warenkorbs zusammengerechnet, sondern netterweise auch gleich ein erfundener Rabatt von 100$ abgezogen und ein Feld für Gutscheincodes dazu gebaut. Ist doch super!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber noch mal einen Schritt zurück: zu meinem Beruf gehört mehr als Coden, dass dann jetzt in Zukunft die Maschine für mich machen wird. Klar kann ich der Maschine beibringen, das so zu machen, als hätte ich das gemacht und dann auch besser, steter. Und davon abgesehen, dass das Teil war, der mir am meisten Erfüllung gegeben hat bis hierhin… ich kann mich sogar mit dieser Arbeit mit Agenten anfreunden, ist ein wenig so wie früher: man hatte das tolle CSS2 und musste sich aber tausend Tricks und Kniffe ausdenken oder erlernen, um mit der feindlichsten Entwicklungsumgebung von allen, den damals noch total bescheidenen und komplett heterogenen Webbrowsern umzugehen, während sich im Monatstakt die Regeln änderten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur… wenn die Maschine nun coden kann, dauert&#8217;s ja nicht mehr lang, bis sie den Rest auch gelernt hat. Und dann denken sich andere die Architektur aus, Leute, die schon heute den Ansicht sind, dass ich da viel zu viel Wert drauf lege und Zeit hinein investiere. Und das Produkte ausdenken, das diese Leute machen, das wird dann auch wieder von einer Maschine ersetzt und so weiter. Das versöhnt mich nicht, weil ich hab ja nichts vom Leid anderer Leute. Ich glaube auch gar nicht, dass es so kommt, bis dahin hat sich das Produkt längst erledigt, das muss dann auch nicht mehr entwickelt werden. Es ist dieser Gedanke, der mich traurig macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Offenlegung: das (Asche auf mein Haupt) LLM generierte Artikelbild entstammt einer albern ausgelassenen Mittagsrunde zum Thema „Sub-Agenten“.</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ol class="wp-block-list">
<li id="fn-1">Für die Glücklichen, denen das nichts sagt: der Github Copilot ist eine von Github entwickelte Umgebung, mit der sich beliebige LLMs während des Programmierens nutzen lassen.<a href="#fnref-1"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Spaghetti-Weitwurf</title>
		<link>https://couchblog.de/2026/07/10/spaghetti-weitwurf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 11:32:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropic]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[OpenAI]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht erst im Podcast Die Open-AI-Story habe ich davon gehört, dass sie bei OpenAI „Spaghetti an die Wand werfen und schauen, was kleben bleibt“, als Ausdruck für viele Projekte, Features oder ähnliches auf kommerziellen Erfolg zu testen. Und so machen es die anderen KI-Butzen auch: Investorenmoney verbrennen und hoffen, dass eine der unendlichen Möglichkeiten KI [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nicht erst im Podcast <em><a href="https://www.deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Open-AI-Story</a></em> habe ich davon gehört, dass sie bei OpenAI „Spaghetti an die Wand werfen und schauen, was kleben bleibt“, als Ausdruck für viele Projekte, Features oder ähnliches auf kommerziellen Erfolg zu testen. Und so machen es die anderen KI-Butzen auch: Investorenmoney verbrennen und hoffen, dass eine der unendlichen Möglichkeiten KI zu benutzen zum Motor der verkauften Abos wird. Es vergeht ja quasi kein Tag, an dem Sam Altman nicht eine Presseerklärung absetzt, was man heute wieder tolles mit Chat-GPT machen kann, wofür wir gestern noch $-App für benutzt haben und glücklich waren damit.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Teile deine Route und den Zeitpunkt deiner Fahrt und erhalte einen einfachen Plan sowie Tipps für die Überprüfung vor der Fahrt.<br>— Aus einer OpenAI Werbemail, gerade eben aus meiner Mailbox gefischt</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Anthropic hatte dabei die Nase vorn, Entwicklertools zu Verfügung zu stellen, was man bei OpenAI lange etwas stiefmütterlich mit der Codex-App (und dem Abo) behandelt hat. Hier versuchen sie seit heute aber aufzuholen, indem die ChatGPT-App mit der Codex-App zusammengelegt wird (und die alte App als <em>ChatGPT Classic</em> weiterlebt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ja alles ganz nett, aber ja nicht das, was Altman und andere den Investoren versprochen haben, oder?! Wenn es nach Altman geht, versucht man uns (nein, nicht uns, den Investoren) die Wartezeit auf die AGI, die künstliche allgemeine Intelligenz, zu verkürzen. Die Frage ist allerdings, wann die Leute die amerikanische <em>billions and trillions</em> in <em>AI</em> investiert haben mal genug von dem Schauspiel haben. Bisher profitieren ja allenfalls Software-Firmen, die wahlweise Leute auf die Straße setzen oder keine neuen mehr einstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Microsoft zum Beispiel, hat nicht nur entgegen aller Versprechen <a href="https://www.theverge.com/tech/963728/microsoft-sustainability-report-2026" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seine Kohlenstoff-Emission im letzten Jahr um 25% erhöht</a>, sondern auch mal eben wieder <a href="https://www.theverge.com/news/961528/microsoft-layoffs-july-2026-sales-xbox" target="_blank" rel="noreferrer noopener">4800 Leute entlassen</a>. Nach eigenen Aussagen zwar nicht, um sie durch KI zu ersetzen, wohl aber mutmaßlich um die Investitionen in die KI-Hoffnungen am Leben zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie lange kann man da noch das alte Spaghetti-an-die-Wand-Spiel spielen?</p>



<p class="copyright wp-block-paragraph">Beitragsbild: <a href="https://unsplash.com/@thomaskinto?utm_source=instant-images&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thomas Kinto</a> gemeinfreiähnlich bei <a href="https://unsplash.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von Scheinriesen und Zombies</title>
		<link>https://couchblog.de/2026/07/09/von-scheinriesen-und-zombies/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 11:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Felix schreibt über „Scheindringlichkeit“ und mir ist sofort der Scheinriese Herr Tur Tur aus Jim Knopf eingefallen. Herr Tur Tur ist ein sogenannter Scheinriese: je weiter man sich von ihm entfernt, desto größer scheint er. Nur wer sich ganz nah an ihn heranwagt, erkennt, dass er genauso groß ist wie jeder normale Mensch. (Wikipedia) Geht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Felix schreibt über „<a href="https://wirres.net/articles/scheindringlichkeit">Scheindringlichkeit</a>“ und mir ist sofort der <em>Scheinriese</em> Herr Tur Tur aus Jim Knopf eingefallen. <q>Herr Tur Tur ist ein sogenannter Scheinriese: je weiter man sich von ihm entfernt, desto größer scheint er. Nur wer sich ganz nah an ihn heranwagt, erkennt, dass er genauso groß ist wie jeder normale Mensch.</q> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_der_Jim-Knopf-Reihe#Herr_Tur_Tur">Wikipedia</a>) Geht es passender?</p>


<figure class="rf-quotation">
  <blockquote class="rf-quotation__quote"><p>kann man dring­lich­keit igno­rie­ren? ich glau­be schon, al­lein des­halb, weil sich die hälf­te al­ler an­lie­gen von al­lei­ne er­le­digt.</p></blockquote>
    <figcaption class="rf-quotation__caption">Felix Schwenzel: „<a href="https://wirres.net/articles/scheindringlichkeit">scheindringlichkeit</a>“</figcaption>
  </figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gerne würde ich dem zustimmen. In meiner (Arbeits-) Welt stimmt das so leider nicht. In einer Umgebung, in der alles dringlich ist, bedarf es einigen Aufwands, seine Sache so dringlich wie möglich erscheinen zu lassen, jedenfalls dringlicher als die nächstbeste Dringlichkeit, die in Konkurrenz treten könnte. Wahrscheinlich ist ein Großteil des höchstdringlichen Dingenskrichens, das man so im Berufsleben tut, seinen Themen eine gewissen Dringlichkeit mitzugeben. Das führt zu einer unendlichen Reihe Scheinriesen: aus der Ferne sehen sie alle groß und überwältigend aus, Meetings, Townhalls, All-hands-on-deck, verlieren aber beim näher kommen immer mehr an Substanz und am Ende sagt jemand: „Dieses Meeting hätte eine E-Mail sein können“, oder eine Slack-Nachricht. Nur leider erledigen sie sich nicht von alleine. Ignoranz führt meiner Erfahrung nach, dazu, dass aus Scheinriesen Zombies werden. Wiedergänger, die solange im Kalender herumschlurfen, bis endlich alle die Dringlichkeit der Sache zur Kenntnis genommen haben. Ignoranz führt nur zu Folgemeetings, Redebedarf und eh man es sich versieht, hat man einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jour_fixe">Jour Fixe</a> am Hals. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto von <a href="https://unsplash.com/@jaimelopes?utm_source=instant-images&amp;utm_medium=referral" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jaime Lopes</a> gemeinfreiähnlich bei <a href="https://unsplash.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsplash</a>.</p>
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		<title>Der Graf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 14:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Scrum]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Graf. (Ausnahmsweise mal ein KI generiertes Bild.) „Well done“ sagte der alte Graf. „Und was hast du heute so vollbracht?“, wendete er sich mit leicht vorwurfsvollen Ton an den Teamlead. „Ich habe einen Bug reproduziert.“, antwortete dieser. „Toll“, der Graf äffte ein wenig die sonore Stimme des Teamleads nach, „und hast du ihn dann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2026/02/graf.jpg" alt=""><figcaption>Der Graf. (Ausnahmsweise mal ein KI generiertes Bild.)</figcaption></figure>
<p>„Well done“ sagte der alte Graf. „Und was hast du heute so vollbracht?“, wendete er sich mit leicht vorwurfsvollen Ton an den Teamlead. „Ich habe einen Bug reproduziert.“, antwortete dieser. „Toll“, der Graf äffte ein wenig die sonore Stimme des Teamleads nach, „und hast du ihn dann auch gelöst?“. „Nein“, antwortete der Teamlead kleinlaut, aber ich habe ihn einem anderen Team untergeschoben!“. „Bravo!“, der Graf klatschte demonstrativ „und bei dem Alert danach bist du nach Hause gegangen, bevor er wirklich vorbei war!“ „Kann ja mal passieren.“, der Teamlead lächelte nun überraschenderweise „zum Glück ist heute Freitag.“</p>
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		<title>Bewerbungstraining</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 22:23:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Webentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn du dich bei mir bewirbst, lasse dein Anschreiben nicht von einer KI schreiben. Lobeshymnen auf das allseits bekannte Profil der Firma und den hohen Anspruch von Softwareentwicklung, die so gut zu deinen Interessen passt, dass du unbedingt für mich arbeiten willst, habe ich tausend Mal geflissentlich überlesen. Mich interessiert auch selten das Erweckungserlebnis, dass [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn du dich bei mir bewirbst, lasse dein Anschreiben nicht von einer KI schreiben. Lobeshymnen auf das allseits bekannte Profil der Firma und den hohen Anspruch von Softwareentwicklung, die so gut zu deinen Interessen passt, dass du unbedingt für mich arbeiten willst, habe ich tausend Mal geflissentlich überlesen. Mich interessiert auch selten das Erweckungserlebnis, dass dich dazu getrieben hat, dich von den Studien der Inneren Mongolei ab- und der Webentwicklung zuzuwenden. Stattdessen nenne mir ein Beispiel aus dem Code unserer Website, die steht ja offen da, man kann den Sourcecode im Browser anschauen, was dir daran gefällt, was du daran ablesen kannst, ob du es genauso gelöst hättest, oder ganz anders. Halte dich beim Anschreiben kurz.</p>
<p>Sage klar, was du zu bieten hast. Und was dich von anderen unterscheidet. Denn React, TypeScript, nextJS und Tailwind, das können alle. Doch, alle. Außer mir vielleicht. Finde mal heraus warum<sup class="footnote-ref"><a href="#fn1" id="fnref1">[1]</a></sup> und dann schreibe in deine Bewerbung, warum du trotzdem für mich arbeiten willst. Wenn dein Stack nicht zu unserem passt, kein Problem, sag dass du neue Dinge lernen willst.</p>
<p>Lass deinen Lebenslauf nicht aussehen wie eine Website von 2010, machen auch alle, so mit Seitenleiste. Und mach auf keinen Fall kleine Grafiken mit Skalen von 1 bis n, auf denen du deine Skills abbildest. Und wenn du es machst, trag nicht überall zehn von zehn ein. Aber nein, lass es ganz bleiben, zeig mal lieber Code den du geschrieben hast. Das kann in Github sein, muss aber nicht. Codepen ist auch schön. Einfach nur ein Link zu einem undokumentierten Repo mit etwas Code drin reicht aber nicht. Wenn du mir einen Github-Link schickst, dann gehe davon aus, dass ich mir noch mehr ansehe, als nur das Verlinkte. Zum Beispiel dein Profil mit den Contributions. Wenn die Grafik leer ist, schick mir lieber keinen Github-Link. Schick mir ein Foto, denn das sieht man in allen Übersichten und man kann sich dich besser merken. Sage was du willst, wieviel verdienen, wie lange arbeiten und an welchem Standort. Google was ein hybrides Arbeitsmodell ist.<sup class="footnote-ref"><a href="#fn2" id="fnref2">[2]</a></sup></p>
<section class="footnotes">
<h2 class="visually-hidden">Fußnoten</h2>
<ol class="footnotes-list">
<li id="fn1" class="footnote-item">
<p>google doch mal ZEIT Engineering <a href="#fnref1" class="footnote-backref"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></p>
</li>
<li id="fn2" class="footnote-item">
<p>Update: Link zu einer Jobanzeige an dieser Stelle entfernt <a href="#fnref2" class="footnote-backref"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></p>
</li>
</ol>
</section>
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			</item>
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		<title>2023: Arbeit, Arbeit, Arbeit</title>
		<link>https://couchblog.de/2023/12/16/2023-arbeit-arbeit-arbeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Gelebt]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Wir nennen es Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Arbeit 2023? Warum ist das eigentlich erwähnenswert? Vielleicht weil es irgendwie postpandemisch gesehen, das erste durchgehend normale Jahr war. Naja, so halb irgendwie. Laut Vorgabe habe ich rund 50% meiner Arbeitszeit zu Hause verbracht, die andere Zeit im Office. Ich weiß, für die Welt ist das normal geworden, für mich ist das immer noch großes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeit 2023? Warum ist das eigentlich erwähnenswert? Vielleicht weil es irgendwie postpandemisch gesehen, das erste durchgehend <em>normale</em> Jahr war. Naja, so halb <a href="https://www.fr.de/panorama/erneut-mit-corona-welle-zu-kaempfen-rekordwerte-bei-abwassermonitoring-deutschland-hat-92724112.html">irgendwie</a>.</p>
<p>Laut Vorgabe habe ich rund 50% meiner Arbeitszeit zu Hause verbracht, die andere Zeit im Office. Ich weiß, für die Welt ist das normal geworden, für mich ist das immer noch großes Wort, leicht ausgesprochen. Ich bin so ein fürchterlicher Gewohnheitsmensch, wie sonst ist erklärbar, dass ich seit gut 20 Jahren mit der Bahn pendle? Als ein solches Gewohnheitstier habe ich wohl jedes Mal Anpassungsschwierigkeiten, im Büro genauso wie im Homeoffice. In dem einen komme ich nie richtig an, im anderen fühle ich mich nie richtig zu Hause… oder war es umgekehrt? <em>Hybrid</em> hingegen kann ich ganz gut, arbeite ich doch schon viele Jahre in örtlich verteilten Teams. Finde ich aber trotzdem immer noch nicht praktisch.</p>
<p>Thematisch war 2023, jenseits, dass ich es natürlich liebe Webentwicklung zu machen und noch aus der kleinsten Zeile CSS etwas Freude für mich herausquetschen kann, für mich persönlich ein Griff in die sprichwörtliche Kloschüssel. Dabei habe ich mich jeweils um wirklich große und wichtige Dinge zu kümmern gehabt: die Neuaufstellung unserer Customer Behaviour Platform ebenso wie die Neuausrichtung unserer Consent Management Platform. Etwas zuviel <em>Platform</em> mithin, weil wenn es nicht die eigene ist, geht es bei solchen Dingen nach hinten raus immer um <em>third party</em> und nach vorne raus ist meist auch kein Blumentopf zu gewinnen. Chefthemen könnte ich auch mir selbst in die eigene Tasche lügen, Fakt ist aber, dass ich die Welt in diesem Jahr nur sehr wenig mit neuem CSS, ausgefeilten Programmen oder noch mehr Zugänglichkeit besser gemacht habe. Das blieb meinem Team überlassen, das zu leiten meine dritte Aufgabe im letzten Jahr war.</p>
<p>Immer mal wieder erwähne ich während der Arbeit mein Alter, ist mir aufgefallen. Mal unwillkürlich als Koketterie oder auch weil ich mich gerade über mich selbst ärgere. Mal auch erzwungen, weil ich oft in Vorstellungsrunden, nachdem vor mir Leute erzählt haben, dass sie „neu sind bei ZEIT ONLINE, frisch von der Uni“, oder „seit zwei Jahren und vorher Medieninformatik, Philosophie und Landwirtschaft studiert haben“, derjenige bin, der sagen muss: „ich bin seit 17 oder 18 Jahren hier, wieviel genau habe ich vergessen und auch was ich hier mache und was ist das eigentlich für ein Meeting“ und dann lacht niemand mehr wirklich. OK, ganz so dramatisch ist es nicht, aber das Thema creept sich von hinten an mich heran.</p>
<p>Dabei geht es erstmal gar nicht ums Mitkommen, da schaden mir eher Zeiten, an denen ich nicht richtig am Code arbeite (s.o.), sondern so ein gelangweiltes „den Fehler haben wir schon gemacht“-Gefühl. Ich habe immer gesagt, ich bin so lange bei ZEIT ONLINE, weil ich jeden Tag etwas neues gemacht habe in der Zeit, wir uns x-mal neu erfunden haben und ich immer die Chance hatte, neue und interessante Dinge auszuprobieren. Neue Dinge machen wir immer noch, ich finde sie aber mitunter immer weniger interessant. Und das „Hab ich euch ja gesagt“-Gefühl ist auch stark gewesen in diesem Jahr, zum Glück haben wir viele dieser Dinge, die 2023 endgültig für tot erklärt wurden, nie gemacht. Falls jemand noch einen Tipp für <em>the next dead thing</em> sucht, wir machen auch kein Tailwind… just saying.</p>
<p>Das ist alles weder schlimm, noch macht es mir besonders Sorgen, es ist nur anders. Es ist einfach so ein Gefühl, das schwierig zu beschreiben ist, aber zum Glück hat es jemand für mich getan: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UjtcCTH4K10">Jeremy Keith in seinem Talk zur border:none 2023</a>. Für mich der beste Talk des Jahres…</p>
<p class="copyright">Headerbild: <a href="https://labs.openai.com/s/LuDTyCYfHsoDBoS772M99vFA">Created with DALL·E</a></p>
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		<item>
		<title>Entlassungswelle</title>
		<link>https://couchblog.de/2023/01/19/entlassungswelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2023 08:42:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gearbeitet]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Silicon Valley und den angeschlossenen Techstandorten weltweit kreiste 2022 der Hammer. Die Big Player der Softwareentwicklung entließen Mitarbeiter*innen in ungeahnten Größenordnungen. Meta/Facebook setzte 11.000, Salesforce 7.000, Microsoft 10.000 Leute auf die Straße. Bei Amazon mussten 18.000 Mitarbeiter*innen gehen[1]. Und das sind nur die größten Zahlen, auch bei Alphabet, crypto.com, Coinbase, Lyft, Stripe, Shopify, Snap, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Silicon Valley und  den angeschlossenen Techstandorten weltweit <a href="https://www.cnbc.com/2023/01/18/tech-layoffs-microsoft-amazon-meta-others-have-cut-more-than-60000.html" title="Microsoft, Amazon and other tech companies have laid off more than 60,000 employees in the last year">kreiste 2022 der Hammer</a>. Die Big Player der Softwareentwicklung entließen Mitarbeiter*innen in ungeahnten Größenordnungen. Meta/Facebook setzte 11.000, Salesforce 7.000, Microsoft 10.000 Leute auf die Straße. Bei Amazon mussten 18.000 Mitarbeiter*innen gehen<sup class="footnote-ref"><a href="#fn1" id="fnref1">[1]</a></sup>. Und das sind nur die größten Zahlen, auch bei Alphabet, <a href="http://crypto.com">crypto.com</a>, Coinbase, Lyft, Stripe, Shopify, Snap, Robinhood oder Netflix wurden massenhaft Stellen gestrichen. „<a href="https://couchblog.de/blog/2022/04/26/elon-musk-buying-things/">Elon Musk buying things</a>“ hat letztlich 3.700 Entlassungen bei Twitter und 6.000 bei Tesla<sup class="footnote-ref"><a href="#fn2" id="fnref2">[2]</a></sup> zur Folge gehabt.</p>
<p>Durchgedrehter Technokapitalismus drei Punkt null.</p>
<p>Update: <a href="https://blog.google/inside-google/message-ceo/january-update/">Google entlässt 12.000 Mitarbeiter*innen</a>, sechs Prozent der Belegschaft.</p>
<section class="footnotes">
<h2 class="visually-hidden">Fußnoten</h2>
<ol class="footnotes-list">
<li id="fn1" class="footnote-item">
<p>Bei Amazon wurden hauptsächlich Leute aus nicht technischen Berufen entlassen, allerdings auch das komplette Alexa-Team. <a href="#fnref1" class="footnote-backref"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></p>
</li>
<li id="fn2" class="footnote-item">
<p>Bei Tesla werden nur Leute aus dem Handelsbereich entlassen. <a href="#fnref2" class="footnote-backref"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></p>
</li>
</ol>
</section>
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