Ich sitze jetzt auf dem Balkon

Wollte ich kurz mitteilen. Gibt ja sonst nichts zu berichten. Ich habe Urlaub, was ich anfangs eigentlich vermeiden wollte, aus gegebenem Anlass natĂŒrlich. Aber, stellt sich raus, auch trotz Homeoffice, braucht man irgendwann Urlaub. Überraschung.

Nun fragt man sich natĂŒrlich: wohin?! Nun bin ich nicht der Typ, der zu den elfzigtausend Irren gehört, die sofort bei Grenzöffnung nach Malle fliegen. Das hĂ€tte ich aber auch ohne Corona nicht getan, Malle oder fliegen. Unser Lieblingsreiseland aka. DĂ€nemark lĂ€sst nun schon eine Woche auch wieder Urlauber ein, uns Schleswig-Holsteiner sogar einfach so, ohne Buchungsnachweis. Aber erstens ist sofort alles ausgebucht gewesen und zweitens fĂŒrchten wir uns hier ein wenig vor der Freiheit, vor allem davor, wie andere diese Freiheit interpretieren.

So sitze ich jetzt fĂŒnf Meter ĂŒber und 200m Luftlinie von LĂŒbecks beliebtesten stay home holiday hotspot, und sehe mir das Treiben aus sicherer Entfernung an. Morgens und abends nutze ich den halblegalen Anwohnereinstieg und bade in der Wakenitz. Abends muss ich feststellen, halten Enten und WirwarenmalwildgĂ€nse die Abstandsregeln nicht ein.

Warum ich die ProfanitĂ€ten aufschreibe? Weil ich es kann. Und weil mir zum Leben da draußen sonst nichts mehr einfĂ€llt, als meine klene Welt dagegen zu mobilisieren.

Bleibtgesund!