Paterson

Jim Jarmush über die Poesie, die Liebe und die Langsamkeit.

Paterson ist nicht nur eine Stadt in New Jersey aus der scheinbar viele bekannte Leute stammen, sondern auch der Name des Protagonisten, einem Busfahrer, der Gedichte schreibt. Der Film zeigt sieben Tage aus dem Leben jenes Busfahrers, der jeden morgen wie automatisch um zehn nach sechs erwacht, seine Cheriohs frühstückt und dann zur Arbeit läuft. Und so weiter.

Zwischendrin schreibt Paterson (gespielt von Adam Driver aka. Kylo Ren) also seine Gedichte. Eines Tages allerdings… nein, ich will jetzt nicht spoilern. Und ganz ehrlich gesagt, das hört sich dann auch schon nach mehr Action an, als es ist. Denn Paterson ist ein sehr langsamer und ruhiger Film. Ein wunderbar langsamer und ruhiger Film, ohne dabei selbst konservativ zu sein oder etwa langweilig.

Was Paterson zeigt, sind die kleinen Unwegbarkeiten des Lebens, die Rückschläge die jeden Tag passieren, nach denen man sich aber keinesfalls aufhalten lässt, sondern weiter geht auf seinem Weg, unterstützt vom Ehepartner, von Freunden und manchmal auch von Fremden. Im Gegenzug hilft man all diesen Leuten wieder über deren kleine Rückschläge. Und dann ist ja auch schon wieder ein Tag vorbei. Dieses Gefühl, das man schnell bekommt, wenn man einem regelmäßigen Job nach geht: man steht auf, geht zur Arbeit, es passieren ein, vielleicht zwei Dinge, man kehrt zurück von der Arbeit, noch kurz in die Kneipe und dann ins Bett und alles wieder von vorne, diese Gleichförmigkeit formt auch Jarmushs Film.

Ein Film für einen Sonntagabend.