Fidel Castro *1926 †2016

Fidel Castro ist tot.

Fidel Castro wird 1926 als uneheliches Kind eines Zuckerplantagenbesitzers geboren wird und soll schon im Alter von 13 Jahren die Plantagenarbeiter seines Vaters zum Streik aufgerufen haben. 1953 versucht er zum ersten Mal mit nur 130 M√§nnern eine Kaserne zu st√ľrmen, um den ein Jahr vorher durch einen Putsch an die Macht gekommenen Diktator Batista zu st√ľrzen. Er landet im Zuchthaus, nach einer Amnestie zwei Jahre sp√§ter geht er ins mexikanische Exil, wo er u.a. Che Guevara kennenlernt. 82 Revolution√§re setzen 1956 nach Kuba √ľber, um in einen √ľber zweij√§hrigem Guerilla-Krieg am 1.1.1959 Diktator Batista schlie√ülich zu vertreiben. Fidel zieht als M√°ximo L√≠der in Havanna ein. Von hier wird er mehr als 50 Jahre die Geschicke Kubas leiten, ebenso gehasst wie verehrt, ein Symbol der Auflehnung gegen das kapitalistische System, ebenso wie f√ľr das Versagen der gro√üen Revolution dagegen. Ein David, der gegen den Goliath USA widersteht, wof√ľr am Ende aber das Volk zahlen muss. Erst 2008 gibt er die Macht an seinen Bruder Ra√ļl ab, 2011 tritt er als Anf√ľhrer der Kommunistischen Partei Kubas zur√ľck. Erst nach Castros Ausscheiden tritt ein wenig Entspannung ein, die USA unter Barack Obama lockern das jahrzehntelange Embargo ein wenig, im M√§rz 2016 besucht Obama sogar Havanna.

Castro und Che, das waren die gro√üen Anf√ľhrer der kubanischen Revolution, die immer ein gro√ües Symbol der Linke gewesen ist, dass es doch m√∂glich w√§re, aufzubegehren gegen das System USA. Verehrung und Verkl√§rung haben nat√ľrlich oft die Fehler und Unmenschlichkeiten √ľberdeckt, die ebenfalls Teil der postrevolution√§ren Geschichte Kubas waren. Che wurde dabei nach seinem Tod in Bolivien zur unantastbaren Ikone stilisiert. Castro musste daf√ľr Zeit seines Lebens gegen diesen Anspruch bestehen, der realexistierende Revolution√§r sozusagen, wenn man es sarkastisch ausdr√ľcken m√∂chte. Eine tragische Figur der Weltgeschichte, was mich in diesem Sinne durchaus traurig stimmt.