Herbert Feuerstein, *1937 †2020

Herbert Feuerstein habe ich √ľber Schmidteinander kennengelernt und ich war dann baff erstaunt (Schluck!), zu erfahren, dass er viele Jahre der Chefredakteur des MAD Magazin war und damit einer der Helden meiner fr√ľhen Jugend (und ein Wegbereiter in die Comicleidenschaft).

Artikelbild: Alfred E. Neuman, Foto von Nathan Rupert unter Creative Commons Lizenz BY-NC-ND 2.0.

Diana Rigg, *1938 †2020

‚ÄěMit Schirm, Charme und Giftbecher‚Äú k√∂nnte der Titel einer Biographie √ľber Diana Rigg sein. Dieser lie√üe zwar aus, dass sie vor und nach ihren gro√üen TV- und Kinorollen immer auch rennomierte Theaterschauspielerin war, markierte aber ihren ersten gro√üen Auftritt, wie auch ihren letzten.

Mit Schirm, Charme und Melone, da muss man ja bei der Leserschaft (oder im Bekanntenkreis, auf jedem Fall aber im Kollegium) fragen, ob das √ľberhaupt noch jemand kennt. Wenn man als junger Mensch aber nur einen kleinen S/W-Fernseher hatte, um sp√§t abends verbotener Weise noch in die R√∂hre zu glotzen, da waren Emma Peel und John Steet auf jeden Fall dabei. Und Frau Rigg als karatek√§mpfende Amazone war zu ihrer Zeit sicherlich revolution√§r.

Wer das wegen versp√§teter Geburt verpasst hat, erinnert sich an Diana Rigg vielleicht eher als Lady Olenna Tyrell in Game of Thrones, eine Rolle, die sie √ľberraschenderweise mit √§hnlichem Witz ausstattete, die Karatesalti mussten sie dort allerdings auslassen.

Ennio Morricone *1928 †2020

Spaghettiwestern haben wir Italowestern damals genannt und meinten damit in der Regel Filme von Sergio Leone mit der Musik von Ennio Morricone. Keine Filmmusik im √ľblichen Sinne, wo die Musik aus dem Hintergrund die Athmosph√§re schafft, die ein Film braucht, sondern eher Teil der Handlung selbst. Ohne die Musik sind viele der Szenen komplett nutzlos, l√§cherlich mithin. Oft kopiert, aber nie erreicht. Meiner Meinung nach am besten als Gesamtwerk in ‚ÄěZwei glorreiche Halunken‚Äú umgesetzt, mit dem besten mexican standoff aller Zeiten, auf dem extra f√ľr den Film (und heute rekonstruierten) Sad Hill Cementary.

Artikelbild: TurismoRuralArlanzaOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Tom Petty *1950 †2017

Ich halte im Grunde wenig vom S√ľdstaatensound, ungef√§hr soviel wie von Bob Dylan. In diesem Sinne ist heute schwer zu sagen, was mich an Tom Petty eigentlich ansprach, aber trotz seiner Beziehung zu Dylan (man denke nur an die f√ľrchterlichen Travelling Wilburys), war er der amerikanische Musiker in der Rockfolkcountryecke, den ich noch am ehesten mochte.

Definitiv geliebt habe ich Don‚Äėt come around here no more, und das hervorragende Video dazu. Der am Anfang als Raupe auftretende Dave Stewart bildet hier die Br√ľcke nach England und dem mir viel n√§her liegenden New Wave und zu meiner MTV-Adoleszenz.
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Jerry Lewis *1926 †2017

Jerry Lewis war immer mein großes Idol. Also als Kind. Mein (aus gutem Grunde immer geheim gehaltener) Berufswunsch war immer Komiker und zwar Slapstick-Komiker à la Lewis. Ich bin dann nur Webentwickler geworden, Typewriter sozusagen. Aber Jerry war immer dabei. Wird immer dabei sein.