Danske rap

Ich hatte gestern dänischen Hip Hop bzw. Rap versprochen. Ich mag ja am liebsten dänischen Dancehall/Rap, der auch auf den internationalen Erfolg der leider früh verstorbenen Natasja (sprich: Natascha) zurückgeht. Aber dänischer Rap ist ein breit gestreutes Phänomen. Er ist stereotypisch, auch mal schmierig, behandelt typische dänische Themen wie bspw. Weihnachten, oder Hot Dogs, ist gerne schmutzig, manchmal etwas jugendlich, aber auch gerne intelligent und bisweilen kriminell.

Dabei fällt auf, wie gut sich die dänische Sprache für Rap eignet, da die Dänen eh jeder einen eigenen Dialekt, mit unterschiedlichsten Arten der Betonung, Auslassung und unterschiedlichen Aussprachen sprechen, sich jedoch wie ein Wunder trotzdem alle untereinander verstehen. Natürlich ist dänischer Rap oft regional auf Kopenhagen konzentriert und hat dort seine Wurzeln in Stadtteilen wie „Nørrebro“ oder „Nordvest„ und in alternativen Zentren wie zum Beispiel Christiania.

The William Blakes

… hab ich zum ersten Mal beim Bølgenen Festival in Hvide Sande gehört und ich war doch recht geflashed von Hope And Destruction. Ich mag das Video von einer Probe, vor allem weil es den nachweislich ersten dänischen Wortwitz enthält, den ich je verstanden habe: „Take it, motherfuckers“ kann sowohl „nehmt das…“ aber eben auch auf dänglish „Aufnahme eins“ bedeuten… hahahaha!

Etwas abfällig habe ich The William Blakes damals als sehr sehr sehr ambitionierte Schülerband bezeichnet, da hatten sie gerade hintereinander alle wichtigen Musikpreise Dänemarks gewonnen. Diese Überheblichkeit gegenüber dänischer Musik habe ich in der Folge auch abgelegt, weil ich gelernt habe, dass die Dänen wirklich gute Pop- und Rockmusik machen. Ein paar Beispiele: Nephew, Marie Key, Tina Dickow, TopGunn. Letzteres dänischer Hip Hop, aber dazu später mehr.