Morgenlese XVI

Als Steve Jobs vor fünf Jahren starb, haben viele nicht nur um ihn, sondern auch um Apple selbst getrauert, das grauenhafte Schicksal vor Augen, was unausweichlich mit Tim Cook als neuen CEO bevorstand: der Niedergang von der Weltspitze ins Mittelfeld. Nun ist Apple auf einer Art weiterhin Weltspitze, das profiabelste Unternehmen ever, aber, genau das ist es eben, was alle befürchtet haben: Tim Cook ist Steve Ballmer.

In der Nähe von Delmenhorst gibt es ein kleines Örtchen Immer und eine meiner Grundschullehrerin erzählt gerne de Witz von dem Bahnkunden, der Immer hin und zurück buchen wollte. Das sagt viel über Delmenhorst und meine Schulzeit dort aus. Nichts hat es zu tun mit dem neuen Chat Videomessaging Fotosharing Kommunikationsdienst der Telekom zu tun, ausser eben den Namen Immmr, der eben genauso witzig ist. Das ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich alles, was mir dazu einfällt. Thomas Knüver dagegen lässt kein gutes Haar am neuen Dienst. Alles wie immer.

Auf Island besteht die reale Chance, dass die Piratenpartei die Regierung übernimmt. Was ja in sich schon eine schöne Geschichte ist, noch dazu schön anzusehen.1 Hier kann man dafür nachlesen, wie Boaty McBoatface bei der US-Wahl abstimmt. Ich bette es auch mal ein (zum Zeitpunkt als ich das tue steht es in Deutschland 66% pro Trump und 34% pro Clinton).

Artikelbild: Parker Byrd


  1. Ich bin immer ein wenig beglückt, wenn ich sehe, dass unser Tour-de-France-Layout praktisch immer noch in Benutzung ist. 

Morgenlese XV

Noch in Morgenlese XI wurde vor Botnet-Attacken durch fehlkonfigurierte IoT-Geräte gewarnt, schon ist wird die Sache ernst: Hacked Cameras, DVRs Powered Today’s Massive Internet Outage. Speziell eine IP-Kamera eines chinesischen Herstellers wird wohl mit offenem SSH- und Telnetzugang ausgeliefert, geschützt durch ein Standardpasswort. Well done.

Einer der Teamwitze während des Relaunches von ZEIT ONLINE war ein Zitat des Lego-Batman: „I only work in black. And sometimes very very dark grey.“ Was an unterschiedlichen Grautönen an Schrift- und Hintergrundfarben aus dem Design kam, regte oft zum Lachen an, musste leider oft korrigiert werden. Unsere Ansicht: Designer wollen möglichst helle Grautöne. Leider ist das ein Designtrend, der das Web schlechter lesbar macht.

Und zuletzt eine schöne Sonntagsmorgenlesegeschichte, die mir Freund Arne extra für diese Linksammlung weitergeleitet hat: wie man in Whats-App-Accounts einbricht, in dem man eine wirklich dämliche Sicherheitslücke ausnutzt, mit ein wenig (social) phishing. Hrrmmmpf.

Morgenlese XIV

Wer sich gefragt hat, in welcher Größeneinheit media-queries erstellt werden sollten, lest den Text, oder die Quintessenz: the only unit that performed consistently across all four browsers is em..

Wer einen Performancemonitor für seine Website bauen will, kann warten, bis unser Devblog-Eintrag dazu fertig ist, oder schonmal hier schauer: Building a Website Performance Monitor.

Ire Aderinokun leitet einen mehrteiligen Walkthrough Building a PWA, beginnend mit “Offline First” with Service Worker und dem zweiten Teil: „Instant Loading“ with IndexedDB.

Bild: Parker Byrd

J-Walk – The French Letter

Hier mal eine Erinnerung an meine Plattenkiste, die mir ein Kollege sozusagen über den Tisch gereicht hat. Ach ja, wie schön war die Zeit in der Lounge, wo das Wochenende schon donnerstags begann, mit einem Coctail, wie hiess er… Tiefseetaucher! Boah… jetzt ist mir kurz schlecht geworden 🙂

Laut Urban Dictionary bedeutet j-walk »To cross the road in an illegal manner.«, ist hier in Wahrheit aber Martin Fisher.

Getestet: iPad Case aus Palisanderholz

Dies ist ein gesponserter Post, mehr oder weniger1.

Von der iPad Air2 Klapphülle aus Palisanderholz von Ultratec habe ich viel erwartet. Seit langer Zeit habe ich mich mit einer Kunstlederklappe für das Tablet herum geschlagen, die täglich allein durch Gebrauch hässlicher wurde und sonst eigentlich keine Features aufzuweisen hatte. Nun also eine Kompletthülle aus Holz, also mehr Haltbarkeit und Schutz und eine Ecke edler noch dazu.

Die visuellen Anforderungen erfüllt die Hülle von Ultratec noch in der Verpackung, Palisander ist ein sehr rötliches Holz, die Oberfläche ist glatt und fest und glänzend. Man muss die Farbe ein wenig mögen, dann ist man vom Aussenmaterial schnell überzeugt. Mein iPad Air2 passt sehr gut in die Kunststoffhalterung, die das Tablet zwischen den Holzdeckeln halten soll. Man drückt es von oben in die Halterung, es sitzt auf Anhieb fest. Die Innenhülle enthält auch die nötigen Aussparungen für Kamera, Mikrophon, Lautstärke-Tasten, sowie Kopfhöreranschluss (!) und Antenne. Das passt gut, bis auf die Lautstärkeregler, die sitzen etwas tief, wodurch man mit der Fingerkuppe nur mit Druck an die Tasten kommt, besser geht es mit dem Fingernagel, wenn man einen hat.

Der Holzdeckel besteht praktisch aus einem einzigen mehrfach segmentierten Teil, dessen erstes Segment an der Innenhülle festgeklebt ist. Durch vorgeknickte Ecken kann man den Deckel nun um das Tablet herum legen, wodurch es komplett vom Holzdeckel umschlossen wird. Die einzelnen Segmente des Deckels lassen sich knicken, zum Teil auch zusammenfalte, um verschiedene Standposition für das iPad zu ermöglichen. Da man das in verschiedene Richtungen und von verschiedenen Seiten aus machen kann, gibt es mehrere unterschiedliche Standpositionen, mit verschiedenen Winkeln des Bildschirms zum Betrachter. Nicht alle sind allerdings so fest, dass man glauben kann, dass sie auch so vorgesehen sind. (Eine „Faltanleitung“ gibt es wohl nicht.) Zum Material: das Holz ist stark und fest, aber auch sehr dünn. An der Innenseite ist eine Vliesschicht angebracht, die das iPad schützt. Sie ist ok, könnte aber etwas dicker sein. So bleibt der Deckel sehr fest, starr und hart auch nach innen, was zum Beispiel daran merkt, dass es laut „Klack!“ macht, wenn man ihn etwas zu schnell oder kraftvoll zu macht. Überhaupt macht das Holz natürlich Geräusche, mehr als bspw. eine Leder- oder Kunstlederhülle.

Ich habe die Hülle jetzt ein paar Wochen benutzt, es sind noch keine farblichen Abnutzungserscheinungen (bspw. an den Kanten und Rändern) zu beobachten, obwohl ich das Tablet dauerhaft im Rucksack mit mir herumschleppe. Einmal ist es auch schon heruntergefallen, allerdings auf Teppich: nichts passiert. Aber: die Hülle hat inzwischen von irgendwoher einen Kratzer abbekommen, fast wie ein Schnitt. Den sieht man leider deutlich, siehe Foto.

[yasr_overall_rating]


  1. Dieser Text gleicht zu 99% einer gesponserten Rezension, die ich im Rahmen des Vine-Programms für Amazon geschrieben habe. In der Bemühung, alle von mir produzierten Onlineinhalte zu sammeln, schreib ich sie hier nochmal auf. 

Herbert – See You On Monday

Wirklich, wirklich, wirklich einer meiner Deepminimalhousedubevergreens und die nachweislich beste Einleitung zu einem smoothen Sonntagnachmittagsset, auch wenn meine Kopie davon leider völlig zerkratzt und befleckt ist, wohl von einer dieser Sonntagsnachmittagsveranstaltungen, wir hatten ja keine Berghainschlange damals, in die wir uns stellen mussten, sondern haben zu Hause, den Rest hab ich vergessen.

When a man is tired of London, he is tired of life. [Samuel Johnson]

Fernsehdrama mit Zuschauerabstimmung

Unter dem Titel Terror, präsentierte die ARD jüngst ein Justizdrama mit Zuschauerabstimmung und gebar das größte öffentlich-rechtlich gebührenfinanzierten Stück TV-Veraschung der letzten Jahre. Es ist zum Haare raufen.

Heribert Prantl bringt es in der Süddeutschen auf den Punkt:

Schirach und die ARD haben fälschlicherweise so getan, als gäbe es beim Urteilsspruch nur die Alternative Freispruch oder lebenslang. Schirach und die ARD haben der bloßen Spannung wegen die Zuschauer genarrt, sie haben sie zu einer Entscheidung genötigt, die es in Wahrheit so nicht gibt. Sie haben so getan, als müsse man das Recht verraten, um ihm Genüge zu tun: Sie haben dem Zuschauer verschwiegen, dass das Recht einen Täter schuldig sprechen und ihn trotzdem milde oder gar nicht bestrafen kann.

Überraschung! Rechtssprechung ist noch viel schwieriger als die Entscheidung zwischen schwarz und weiss, ist mehr als uns die amerikanischen Geschworenenfilme (Freispruch vs. elektrischer Stuhl) weissmachen will. Mit diesem Schwarz-Weiss-Denken lässt sich allerdings so ziemlich alles zu Recht erklären. Prantl weiter:

Das ist nicht Rechtserziehung, das ist Erziehung zum Rechtsmissbrauch. Das ist Anleitung zu einem Denken, wonach man das Recht gegen den Terror nur mit Unrecht bekämpfen könne. Mit der Methode Schirach & ARD kann man auch Waterboarding zu einer notwendigen, schuld- und straflosen Terrorbekämpfungs-Handlung machen.

Oder um es mit Thomas Fischer zu sagen, der sich bei ZEIT ONLINE eindrucksvoll am gleichen Thema abarbeitet:

Der Film stellt – im Verhältnis 1 : 1 nach der Vorlage des Theaterstücks – ein schwieriges Rechtsproblem dar. Er behauptet – wie der Autor Schirach –, das geltende Recht unseres Staats habe für dieses Problem keine Lösung. Das aber ist falsch. Und zwar nicht nur ein kleines bisschen, nicht nur im Rahmen dessen, was „Künstler“ gemeinhin als belanglose „Paragrafen-Reiterei“ abtun (solange es nicht um ihre eigenen Gagenverträge geht). Sondern richtig grundfalsch. Im Sinne von: abwegig, fernliegend, irreführend. Das Gegenteil nämlich ist richtig.

Fischer bietet auch juristisch richtige Lösungswege an, die Film und Theaterstück fahrlässig oder wider besseren Wissens oder womöglich mit voller Absicht verschweigen. Der Eindruck der entsteht ist ein falscher: um den Terror zu bekämpfen müsse man sich über das Gesetz hinwegsetzen und danach gibt es keine andere Möglichkeit, als diese Straftat zu legalisieren. Ob dies nun ein Produkt des sich Herablassen auf eine falsch antizipierte Zuschauerdummheit ist…

Sie verwechseln dabei typischerweise verschiedene Bedeutungen des Begriffs „Niveau“: Sachniveau und Sprachniveau. Sie haben keine Lust oder keine Kraft, sich dem Sprachniveau der Experten anzunähern, und wissen sich dabei eins mit den „lieben Zuschauern“, die das im Durchschnitt erst recht nicht können. Anstatt dass die Vermittler nun ihre Pflicht erkennen, das Sachniveau so zu erreichen und zu durchdringen, dass sie es sprachlich vereinfachen können, ohne es sachlich-argumentativ der Lächerlichkeit preiszugeben, gehen sie den gerade umgekehrten Weg und passen ihr eigenes Sachniveau an das gefühlte Sprachniveau ihrer Kundschaft an.

…oder hier das Bestreben vorliegt, durch das Bundesverfassungsgericht gesprochenes und geltendes Recht auf dem Umwege über die Straße in Frage zu stellen, also sozusagen gleichermaßen eine Lunte zu legen und anzuzünden, vermag ich erstmal nicht zu sagen. Der Verdacht liegt aber nahe, denn auch das merkt Kolumnist Fischer richtig an, spätestens der WDR hätte ja mal jemanden fragen können, der sich damit auskennt. All dieses ganze Getue und Vermeide jedenfalls war von Anfang an dazu angerichtet, hintendran ein bestimmtes Urteil von der so manipulierten Masse der Zuschauer zu erwirken. Die zu mehr als 80% der Meinung waren: was schert mich das BVerfG, Feuer frei für den Antiterrorkampf.

Was das alles mit dem öffentlich rechtlichen Bildungsauftrag zu tun haben soll, man weiss es nicht. Wohl eher nichts.

Couchblog und AMP

Dieser Artikel über AMP1, Google May Be Stealing Your Mobile Traffic, erstaunt mich ein wenig, weil er trotz seiner naiven Herangehensweise an das Thema, ziemliche Diskussionen ausgelöst hat. Andererseits, naiv ist ja irgendwie genau mein Weg, wie ich mich dem Thema bisher genähert habe, also irgendwo auch genau richtig für mich.

Zunächst mal glaube ich nicht, dass Google mit AMP traffic stiehlt. Natürlich läuft der Datenverkehr über Googles Cache und schlägt so nicht auf dem hauseigenen Server auf, aber gezählt wird er, wenn man ihn zählt, als eigene views, pageipressions, visits, whatsoever. Falls einen das groß artiginteressiert. Das ist aber der große Vorwurf des Artikels, man rufe AMP-Artikel auf und sei dann dort in einem dead end gefangen und könne als einzige Möglichkeit zurück zur Google-Suche. Das mag so sein, wenn man einfach das WordPress-Plugin installiert und einschaltet und sich nicht weiter darum kümmert, was an AMP-HTML dabei heraus kommt. Wir haben AMP für ZEIT ONLINE implementiert und das war mehr Arbeit, als ein Plugin einzuschalten. Wir liefern eine spezielle Version unsere (responsiven) Seite aus, die, so gut es geht, die AMP-Erweiterungen nutzt, also spezielle Adtags, Imagetags und so weiter nutzt. Das WordPress-Plugin versucht die Standard-Wordpress-Elemente automatisch in AMP umzusetzen und macht das erstaunlich gut. Trotzdem kann es natürlich sein, bspw. bei selbstgestrickten Templates, dass der Ergebnis nicht so ist, wie man möchte. Das mag ein dead end produzieren, das ist dann aber eher nicht AMPs Schuld.

Ich habe mich bisher um meine AMP-Seiten auch überhaupt nicht gekümmert, wie sie aussehen sieht man hier. Warum ich mich noch nicht darum gekümmert habe: im Moment läuft da für mich noch nicht wirklich etwas. Derzeit gibt’s AMP-Ergebnisse im Grunde nur in Google-News und in einer speziellen Box, da läuft in der Regel nur Medienverkehr, bei ZEIT ONLINE hat das durchaus Bedeutung, für das Couchblog heisst das bisher no amp in the moment. Eine geplante flächendeckende Einführung in Suchergebnissen ist zumindest international noch nicht fertig umgesetzt, aber für das Jahresende angekündigt. Insofern hat es für mich noch keine Relevanz.

Was mich wirklich in Sachen AMP ein wenig nervt, ist was auch in diesem Kommentar eines AMP-Entwicklers nochmal durchscheint, nämlich dass AMPs ja auch an anderen Stellen als nur der Google Suche erscheinen könnten, bspw. in Twitter oder Pinterest. Twitter ist seit den ersten AMP-Tagen immer mal wieder genannt worden, ausser in twitter moments ist davon aber weit und breit nichts zu sehen. Das ist gelinde gesagt sehr schade, weil mit höherer Verbreitung der AMP natürlich auch das Ansehen steigen würde und sich zeigen würde, dass es um mehr geht, als Content für die Google Suche zur Verfügung zu stellen. Dabei sind AMP, wenn sie sich verbreiten, einerseits eine wundervolle und vor allem offene Alternative zu Facebook Instant Articles, andererseits ein guter Satz Daumenschrauben, die Google mit dem Suchtraffic als Pfand den krankhaft langsamen Newswebseiten anlegen kann. Zusammengenommen ein guter Schritt in Richtung schnelleres Web.

Bild: William Bout

Update: Nach längerem Test habe ich die AMP-Unterstützung wieder dran gegeben.


  1. AMP, Accelerated Mobile Pages, ist ein Projekt, das Google angestossen hat (es ist open source), um das mobile Wen schneller zu machen. In der Hauptsache besteht es aus einem eingeschränkten HTML-Satz, vordefinierten Javascripten und einem fetten Caching 

Morgenlese XIII

Heute noch mit PHP entwickeln? Das machen nur noch ein paar sehr erfolgreiche Großprojekte, bspw. Facebook. Welches gerade kräftig in Rubrikenmärkte macht. Google dagegen säubert das Netz von document.write.

Lesenswert

Slacks Entwicklerblog heisst »Several People Coding«, was an sich schon mal super witzig ist, für eingefleischte Slack-Nutzer. Dort eröffnet man nun gerade, ohne Not sozusagen, eine neue Diskussion über PHP als Sprache für große Projekte. Und es ist nicht uninteressant:

Most programmers who have only casually used PHP know two things about it: that it is a bad language, which they would never use if given the choice; and that some of the most extraordinarily successful projects in history use it. This is not quite a contradiction, but it should make us curious. Did Facebook, Wikipedia, WordPress, Etsy, Baidu, Box, and more recently Slack all succeed in spite of using PHP? Would they all have been better off expressing their application in Ruby? Erlang? Haskell?

Viele die ich kenne würden jetzt einfach ja sagen. Vielleicht will ja jemand an der Stelle weiterlesen.

Bemerkenswert

Johannes sieht Facebook dabei, die sog. Rubrikenmärkte auf seiner Plattform einzugliedern und halt wohl Recht.
Eine der wenigen Facebookgruppen die ich wirklich regelmäßig lese, ist eine lokale Flohmarktgruppe. Da bin ich scheinbar kein Einzelfall. Bei den Netzpiloten machten man sich schon letzten Monat größere Sorgen um Ebay.

Facebook wird immer mehr das, was Tageszeitungen für Generationen vor uns waren. D.h. nein, Facebook macht sich dazu, das passiert nicht so aus heiterem Himmel.

Überlegenswert

Eigentlich halte ich es für eine gute Idee, dass Google Chrome in Zukunft bei langsamen Internetverbindungen document.write unterdrückt. Die Googler pushen immer mehr alte Techniken, die das Netz wirklich wirklich aufhalten, zur Tür raus. So, jetzt alle schnell document.write aus den Adcodes ausbauen.

Morgenlese XII

Die heutige Morgenlese kommt auch wirklich am Morgen und ist die erste, die sowas wie ein Motto hat, viel Wortspielerei jedenfalls. Finde ich fast schon so gut, dass ich das beibehalten könnte, aber man weiss ja leider wie das ist, wenn man sich festlegt, das hindert auch oft. Na mal sehen. Und dann muss man ja praktisch auch immer eine mäßig sinnvolle Einleitung schreiben… hüstel.

Bedenkenswert

Vor kurzem hatte ich mal das Glück zwischen Berlin und Hamburg das neue Bahn-WLAN wifionice (klingt wie eine Walt-Disney-Show) auszutesten. Eigentlich funktionierte es gerade nicht, denn statt gratis zu sein, bot mir das blöde captive portal und die gleiche Seite im Browser nur an, einen Tagespass für 4,95€ zu erwerben. Ein Blick in den Sourcecode und ein deaktiviertes display:none später, konnte ich allerdings trotzdem gratis surfen. Nicht ganz sauber gebaut habe ich mir da noch gedacht.

Offensichtlich ist die schlecht gecodete Startseite wohl noch das kleinste Problem, denn leider ist das neue Bahn-WLAN ausgesprochen geschwätzig: Was das neue Bahn-Wifi über seine Nutzer ausplaudert. Und dabei ein offenes Tor für cross site scripting Angriffe. Ach ja…

Update: anders als ich es erwartet hatte, müssen zur Behebung der Sicherheitslücke nicht alle ICEs wieder in die Werkstatt zurück, sondern das Problem soll bereits behoben werden.

Bemerkenswert

J. Renée Beach und Matt King von Facebook haben heraus gefunden, dass per CSS clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px); versteckter, aber zugänglicher Text von Screenreadern ohne Leerzeichen vorgelesen wird: Beware smushed off-screen accessible text, also ohne Punkt und Komma sozusagen. Das ist natürlich unschön, kann aber mit hinzufügen von white-space: nowrap relativ schnell behoben werden.

Sehenswert

Und zum Schluss etwas weniger technisches, aber sehr visuelles: in der gotischen Pfarrkirche Saint-Eustache in Paris, hat der Künstler Miguel Chevalier eine generative and interactive virtual reality installation vorgeführt, die neben der ganze Buzzwords in diesen Eintrag nahezu unglaubliche Lichteffekte an die Decken der Kathedrale zauberte: Heavenly Vaults: Virtual Reality Ceiling Installation in a Gothic Cathedral.

Bild: Parker Byrd