Gelesen am Wochenende

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  • Volksverpetzer: Diese AfD-Zitate sind echt – Auf Facebook wird eine Grafik mit einer Auflistung einiger Zitate von AfD-Mitgliedern weit verbreitet. Wir haben alle Zitate überprüft.
  • 24A11Y: Pixels vs. Relative Units in CSS: why it’s still a big deal
  • Ben kocht: Thom Ka Gai oder so ähnlich 😋

Podcasts, die ich regelmäßig höre

Ich glaube ich höre ziemlich viel Podcasts, pro Arbeitstag so ca. eine dreiviertel Stunde bis Stunde, die ich zu Fuß unterwegs bin. Ich habe aber auch schon immer viel Radio gehört, also Talk-Radio und Nachrichten. Angefangen hat das während meiner Studienzeit, als ich als Kurierfahrer gearbeitet habe und regelmäßig NDR Info und Deutschlandfunk gehört habe.

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Lexx – The Dark Zone

Ich bin wirklich hin- und hergerissen. Von Lexx – The Darkzone hatte ich mal in den 90ern eine Folge mit Rutger Hauer gesehen, die ungefähr so surrealistisch war, wie ich zu der Zeit breit war. Nun gibt es drei von vier Staffeln (die letzte wurde nie übersetzt, nur die ersten beiden überhaupt im sog. Free-TV gesendet) bei Amazon Prime, da hab ich mal… aber bei allem Surrealismus ist es doch streckenweise auch ziemlich albern und verkorkst und streckenweise auch sehr schlecht gealtert, irgendwie aber auch wieder kultig.

Zum Inhalt: Stanley Tweedle, der mal aus Versehen die Codes der Rebellen-Schutzschilde an die Armee „seines dunklen Schatten“ verraten hat und dadurch für die Zerstörung von 94 Reformplaneten verantwortlich ist, soll nun endgültig auf der Proteinbank aufgelöst werden, endet aber in den Wirren eines Aufstandes als Kapitän der Lexx, einem riesiegen planetenzerstörenden Raumschiff in Form einer Libelle, nein die Lexx ist eine Libelle, begeleitet von Zev (die als Ehebrecherin verurteilt wurde zur Sexsklavin umgewandelt zu werden, was aber zumindest teilweise schief ging, weil eine Clusterechse dazwischen kam), dem Roboterkopf Siebenneunzig (der unsterblich in Zev verliebt ist) und Kay, dem untoten Ex-Attentäter „seines allmächtigen Schatten“ (in den widerum Zev total verknallt ist). Zusammen entkommen sie in die Darkzone und suchen fortan ein neues zu Hause…

Die Idee der Serie ist mitnichten so schlecht, wie Ausstattung und die anfangs doch recht wirre Story zunächst vermuten lassen und irgendwie gewinnt man die vier Protagonisten auch recht schnell lieb, auch wenn sie zumindest in der ersten Staffel noch recht eindimensional daher kommen. Die Scherze sitzen leider nicht immer, vieles erscheint heute auch etwas aus der Zeit gefallen.

Die drei Staffeln sind zudem recht unterschiedlich. Die erste Staffel besteht aus vier 90-Minuten-Folgen, jeweils mit anderen Gaststars (Barry Bostwick, Tim Curry, Rutger Hauer, Malcom McDowell), wobei die komplizierte erste Folge, sowie die dritte mit Rutger Hauer die besten sind. In dieser Staffel und den ersten beiden Folgen der zweiten, wird Zev von Eva Habermann gespielt, die dann aber von Xenia Seeberg ersetzt wurde. Im Laufe dieser zweiten Staffel, in der die Folgen nur noch 45 Minuten lang sind,entwickelt sich die Geschichte weiter, wenn auch zwischendurch weiter fleissig zu Liebesplaneten, Bordell-Satelliten und Pornoraumstationen gereist wird. Die 13 Folgen der dritten Staffel… also da wird es schon sehr speziell…

Wie gesagt, ich bin hin- und hergerissen. Lexx ist irgendwas zwischen dem Anhalter und Farscape, aber eben speziell, brutal, zynisch, düster. Ein wenig zu sexbesessen, aber auch lustig. Ich sag mal so, wer es bis zur dritten Folge schafft, wird Lexx – The Dark Zone wahrscheinlich bis zum Ende schauen, bei allen anderen entschuldige ich mich schon einmal.

Keine Cookies

Aus gegebenem Anlass möchte ich mal eins erwähnen: ich habe kein Cookie-Banner auf dieser Seite. Weil es hier auf diesem Blog keine Cookies gibt. Gern geschehen.

An dieser Stelle einfach das passende Stockfoto mit Keksen hindenken. Kekse, die gerade von einem sonnenbebrillten Hacker im schwarzen Hoodie geklaut werden. Danke.

Bahngeschichten kannste dir nicht ausdenken

Der Talk BahnMining – Pünktlichkeit ist eine Zier vom 36C3 hat ja schön gezeigt, wie man Bahn-Daten diggt und auswertet und was beispielsweise die Scheuerwende ist. Die lustigsten Begebenheiten zu präsentieren behält sich dann aber doch das wirkliche Leben die Bahn selbst vor. Gestern auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin morgens und abends wieder zurück hatten wir in die eine Richtung 25 Minuten, in die andere 20 Minuten Verspätung, jeweils ohne Scheuer-Wende, also Zugausfall. Völlig normal, kennt man ja, die Begründungen waren aber lustig.

Morgens lag es an einem Fehler des zugeigenen „Servers“, dass erst die Reservierungen nicht eingelesen werden konnten und dann der Fahrplan nicht ausgelesen. Aus diesem Grund müsse man den neu auf Papier ausdrucken, sagte der freundliche Zugleiter durch, „das dauert bei uns leider 20 Minuten“, dieses 40-seitige Dokument auszudrucken. Zwischenzeitlich wurde sogar der Fortschritt ausgedruckter Seiten durchgesagt. Ja dieser Server immer…

Auf dem Rückweg war dann ein Triebkopf nicht in Ornung und der Zug musste eine Drehfahrt absolvieren, d.h. vom Berliner Hauptbahnhof sind wir nach Gesundbrunnen gefahren und dann andersherum weiter nach Hamburg.

Ich fasse zusammen: die Bahn kommt auch 2020 weiter zu spät, hat sich aber offensichtlich vorgenommen, ihrem Publikum jetzt wenigsten ein wenig Amusement und Sightseeing anzubieten. Das ist doch nett.

Gelesen am Wochenende

Toptracks sind nicht top

Ein Ding das mich wirklich verfolgt ist das Alter. Ich meine gar nicht, dass man halt körperlich älter wird, dass sich beschwerden einstellen, Wehwehchen, Abnutzungserscheinungen, oder dass man alle Nase lang zu irgendwelchen Vorsorgeuntersuchungen muss. Was mich wirklich schreckt ist die Idee geistig alt zu sein, moralisch zu verknöchern, philosophisch einzufrieren, intellektuell auszutrocknen.

Ein Aspekt dabei ist, keine Angewohnheiten anzunehmen, die mir in meiner Jugend als die alter Menschen erschienen. Dinge wie reden über das Wetter, sich aufzuregen über spielende Kinder, das Frisieren des Rasens mit der Nagelschere, sich beim Partyfeiernden Nachbarn beschweren.

Ein anderer Aspekt war immer Musik für mich. Mein Musikgeschmack über die Jahrzehnte war immer jener revoltierender Jugendbewegungen (deren Teil ich immer sein wollte, ihr wisst schon…). New Wave, Metal, Punk und letztlich elektronische Musik. Und nun auf diesem Gebiet bin ich nun gerade völlig erschreckenderweise stehengeblieben, eingefroren, verknöchert, alt geworden. Konkret gesagt: meine (Spotify) Toptracks 2019 sind im Großen und Ganzen die Toptracks des Jahres 2018, die widerum den Toptracks des Jahres 2017 ekelhaft ähnlich sind. Die Reihenfolge ändert sich und es kommen auch hier und da ein paar neue Songs hinzu, aber diese sind ausschließlich selbst alte Songs. 2019 habe ich beispielsweise die Edgar-Allen-Poe-Scheibe von Alan Parsons mal wieder rausgekramt, also sowas, Songs aus dem vorigen Jahrtausend! Ansonsten alles beim Alten (sic!).Dead Can Dance, Basic Channel, Nightmares On Wax, Kid Loco, Frank Zappa, Nina Hagen Band. Ich kenne nicht mal mehr neuere Musik.

Ich bin bestürzt. Quasi erschüttert.

Worauf wollte ich nun eigentlich hinaus? Hab ich vergessen… ja, das Alter.