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Im RSS-Feed des UberBlogr Webrings finde ich immer wieder bloggerische Perlen. Hier ein paar Beispiele…

Wunschgutschein.de - Oder wie das Einlösen eines Gutscheines bei maximaler Kundenfeindlichkeit zur Qual wird. Der (lange) Text hält unbedingt, was der Titel verspricht, einen kompletten und sauberen Verriss eines Geschäftsmodells des späteren Endzeitkapitalismus. Einzig eine Frage bleibt ungeklärt: wie kommt ein*e Arbeitgeber*in darauf, Boni in Form von Gutscheinen zu verteilen? Gibt es da Mengenrabatt, steuerrechtliche Vorteile oder sind das Linke-Tasche-rechte-Tasche-Geschäfte? Mein Mißtrauen ist endlos, I know.

Carsten Koch ist dankbar und das kann ich so gut nachfühlen, weil ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe und auf eine ähnliche Weise meine Geschäfte führe. Besonders hat mich der Schlußsatz getroffen:

Dennoch bin ich jeden Tag dankbar, dass ich heute so unbeschwert durch das Leben gehen kann, ohne bei jedem Brief im Postkasten zusammen zu zucken.

Ich hatte eine ähnliche Beziehung zu meinem Briefkasten, vor allem aber noch Jahre später Angst vor Geldautomaten und dass diese meine Karte nicht wieder herausgeben „einbehalten“ könnten.

Die Sache hat für mich noch zwei weitere Dimensionen. Zum einen ist da dieser direkte Bezug zur aktuellen Politik der Regierung, die ob nun angeblich christlich oder sozialdemokratisch, Bürgergeldempfänger*innen noch mehr unter Druck setzt. Ein Druck der sich für die Betroffenen auf das ganze Leben auswirkt, selbst wenn sie sich aus der Situation wieder befreien können. Gleichzeitig ist es eine Drohung für alle, die noch Arbeit haben und das Konto trotzdem nicht voller Fuck You Money haben. Das ist einfach unmenschlich. Der andere Aspekt ist, dass wir als Non-Kredit-Interessierte für Banken oft unerwünschte Kunden sind, weil mit uns kaum Geld zu verdienen ist. Da beisst sich das System echt in den eigenen Schwanz.

Senile Bettflucht hingegen habe ich zwar noch nicht zu vermelden, ich soll ja auch noch 10 - 12 Jahre arbeiten, aber einschlafen mitten im Gespräch kann ich auch so schon ganz gut. Mein Lieblingszitat für diese Woche:

Altwerden ist wie ein schlechter Witz, den der Körper jeden Tag neu erzählt.

Elektronische Patientenakte mit der AOK: Three apps in a trenchcoat:

Und an der Stelle ahne ich auch, warum das folgende Video derart ermüdend und an 33,6-Modemzeiten erinnernd ist: da wird je nach Funktion zwischen den Apps gewechselt, jeweils immer neu gegenidentifiziert, und das dauert.

Ha! Das kenne ich genau so:

Bei uns zu Hause wurde ausschließlich aus Senfgläsern getrunken. Aus leeren, versteht sich. Die bekamen alle eine zweite Chance. Und wir hatten nicht nur zwei oder drei davon im Schrank stehen. Nein, bei uns hätte gefühlt jeder ausse Straße inne Siedlung aus einem unserer Senfgläser trinken können. Hatten se aber nicht, weil die ja alle selbst genug Senfgläser in den Schränken hatten.

Und ich werde auch nie fertig:

Während andere in meinem Alter gemütlich in der immer gleichen Spur fahren, renne ich wie ein Golden Retriever ins Technik-Gebüsch, weil irgendwo ein neues Tool raschelt.

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