Thank god, it’s GrApple!

Die neue Firefox-Beta haben wir dann ja wohl alle am laufen, ja, wir haben natürlich auch unsere Plugins wenn nötig z.B. mit dem Nightly Tester Tool kompatibel gemacht, nur mit den Themes ist das so eine Sache. Die kann man natürlich auch kompatibilisieren, aber dabei gehen leider regelmäßig GUI-Funktionen verloren, oder diverse Fenster kommen komplett ungestyled daher. Ihhh. Glücklicherweise gibt’s aber GrApple (Preview 0.8.1 – zu finden in der Sidebar). Damit geht auch unter FF2.0b alles, vom Webdeveloper-Toolbar bis zum Firebug. Made my day.

Spachlos WM

Das mit der Sprache ist so eine Sache, man kann nicht ohne sie, aber mit ihr gibt’s meistens auch Probleme. Dürfte zum Beispiel der WM-Kommentator denken, wenn er sich die Aufzeichnung seiner Reportage nocheinmal anhört (ja, wenn) und zur Kenntnis nehmen muss, was er da so abgelassen hat: »Der Aggregatzustand dieses Spiels – es plätschert so dahin.« Herr Kommentator, der Aggregatzustand ihres Kommentars: überflüssig, kann man da nur antworten. Und da nützt es auch nichts, wenn andere Kollegen während eines langweiligen Spiels beginnen, über den psychologischen Zustand von Spieler-Müttern zu philosophieren: »Das wird seine Brüder freuen, die sind heute hier im Stadion. Seine Mutter ist nicht da, die hält das nicht aus.« Grandioser Informationswert 0,01 und ob das so stimmt? Vielleicht sind aber ja Spieler-Mütter so etwas wie Zahnarzt-Frauen, die ja bekanntlich alle Zahnbürsten von Dr. Worst benutzen, oder so.

Mir ist im Zuge der WM leider die Sprache, oder die Schreibe, mal wieder, zeitweise abhanden gekommen. Kann man ja leicht sehen oder eben nicht lesen. Aber das mag auch daran liegen, dass ich versuche mit Beckenbauer Schritt zu halten. Das Nachmittagsspiel gibt’s meist auf der Arbeit (einige Kollegen aus der Redaktion müssen sich das ja aus beruflichen Gründen ansehen — mit dem Beamer, ist ja klar), zumindest die wichtigsten Szenen, ausserdem läuft bei mir rechts ob im Desktop ein Briefmarkenfenster mit der Liveübertragung, ohne Ton versteht sich. Dann verpasse ich die erste Halbzeit des zweiten Spiels, irgendwann muss man ja mal nach Hause fahren: wussten Sie, dass es noch Ecken in Deutschland gibt, wo man keinen Radioempfang hat? Also im Zug zwischen HH und HL jedenfalls bekommt man zunächst keinen vernünftigen und dann gar keinen Sender mehr rein. Die FIFA hat eben doch nicht an alles gedacht, eine Schluderei ist das… Spiel Nummer drei gibt’s dann zu Hause vor der Glotze, was entspannend ist, es sei denn Deutschland spielt gegen Polen und macht das erlösende Tor erst ganz am Schluss, oder Schweden kopiert selbiges gegen Paraguay, nur nicht so spannend, da bin ich dann kurz vor dem Tor eingeschlafen.

Morgends gibt’s dann nochmal die Zusammenfassungen. Und dann ist man ja auch schon wieder bei der Arbeit, damit beschäftigt, das Online-Portal einer großen deutschen Wochenzeitschrift in einen Kicker für Höhergebildete zu verwandeln und beim firmeninternen Tippspiel die Oberhand zu behalten. Alles in allem habe ich mir die WM weniger anstrengend vorgestellt, so rein physisch. Ich nehme mal an, so als Sportreporter geht’s einem noch hundert Mal schlimmer, also ist das gar nicht so schlimm, das die nur Blödsinn von sich geben, schön, dass ich es wenigstens noch merke. Der Beckenbauer kann nach drei Spielen am Tag bestimmt auch nicht mehr geradeaus schauen, geradeaus reden konnt‘ er ja noch nie, den sollte man dann besser abends nicht mehr interviewen. Zusammengefasst: die Sprache ist dank der WM auf dem absteigenden Ast, dafür gibt’s aber ja Fahnen, oder zum Schluss noch ein Zitat, diesmal ein Fan der Nationalmannschaft im Premiereinterview: »Muaahhhh, dasassss hhfhzzaassas….. !!! Deustchland!!!!!!«

Anmerkung: dieser Text wurde aus religiösen Gründen nicht redigiert und spiegelt den sprachpsychologischen Zustand des Autoren damit voll wieder. Arggaggggellllll….˝

Zeit für die Zeit

Wir schielen ja immer mal gerne auf die Branchenrankings, mithin ist für eine Site wie DIE ZEIT eine Rankingplatzierung nicht nur Schwanzvergleich wie bei den Weblogs, sondern bare Münze.

Während wir aber im nationalen Vergleich immer noch nicht in den TOP 17 sind (warum eigentlich gerade 17?), die werden angeführt von T-Online (weil immer noch viele Menschen, inkl. bspw. meines Vaters, glauben, die Starseite von T sei das Internet), hat die ZEIT in der Verweildauer der Besucher mächtig an Boden gewonnen.

Das ist ein sauberer dritter Platz in dieser Disziplin und spricht natürlich Bände: bei uns wird mehr gelesen, spiegel.de ist mehr Nachrichten und kurzbesucherorientiert, hat mehr wiederholte Besuche, wohl auch wegen der genannten Strukturen, bei uns gibt es längere Stücke zu lesen, die offensichtlich gut angenommen werden.

Sie hörten das Wort zum Montag.