Fonts für sIFR

Wir erinnern uns, sIFR war diese genaile Technik, Fonts mittels Flash auf Webseiten darzustellen. Wer selbst keine Fonts bauen will oder kann (bspw. in Ermangelung einer Flash-Lizenz) kann sich diese bei sifrfonts.com ziehen. In der Library sind inzwischen über 70 Fonts gesammelt.

Blogger mit Journalistenrechten?

Interessanterweise nahezu ungehört verhallte gestern der Ruf der 3. OSZE Internet Konferenz nach Meinungsfreiheit im Internet. Dabei ist es gerade für Blogger sehr spannend, was die Konderenz dorten auf die Forderungsliste schrieb:

6. The Internet combines various types of media, and new publishing tools such as blogging are developing. Internet writers and online journalists should be legally protected under the basic principle of the right to freedom of expression and the complementary rights of privacy and protection of sources.

Erklärung der 3. Amsterdam Internet Conference (PDF)

Die Forderung heisst also: Blogger zu Journalisten, jedenfalls rechtlich. Die Konsequenzen scheinen klar: Quellenschutz, Zugang zu Informationsangeboten, heraus aus dem rechtlichen Niemandsland, Schutz vor Abmahnungen, da ist so einiges drin. Finde ich einen sehr interessanten Ansatz und eine schöne Sache, dass eine OSZE-Konferenz eine derartige Utopie mal formuliert. Vielleicht findet sich ja in ferner Zukunft einmal ein Richter, der diesen Forderungen folgt und noch später vielleicht ein Gesetzgeber. Vielleicht ist es an der Zeit, mal einen Bloggerdachverband zu gründen… der dann später mal „Blogger-Ausweise“ herausgibt und diese coolen Pappschilder, die man sich hinter die Frontscheibe seines Autos legen kann, darauf steht dann dick „Blogger“ (um mal schnell im Parkverbot zu parken 😉 …

Open Source Design

In einem weiteren sehr lesenswerten Artikel beschreibt Dave Shea (Mezzoblue) seinen Umgang mit Quelldaten und Werken für Webdesignprojekte und stellt die Frage zur Diskussion, wieviel Quellen dem Kunden zugänglich zu machen sind.

Unstrittig dabei, dass man dem Kunden Verfügung und Recht an den erstellten HTML- und CSS-Dokumenten gewährt, inklusive des heruntergerechneten Bildmaterials, Farbkompositionen und so fort. Ebenso sehr sinnvoll, sich als Designer seinerseits die Rechte zu sichern, das Design (bspw. als Screenshots o.ä.) für die Eigenwerbung (Portfolio) nutzen zu dürfen. Als Frage bleibt: was passiert mit den Original Photoshop- und/oder Illustratordateien? Die kann man hübsch bei sich behalten (um bspw. für jede Änderung an der Seite, Erweiterungen etc. erneut kassieren zu können 😉 oder aber ebenfalls freigeben (ich sag’s offen, bspw. um den Kunden los zu werden ;).

Journaille und Webdesign

Sollten Sie je in die Ungelegenheit geraten, Designaufträge für Vertreter grosser journalistischer Konzerne ausführen zu müssen, wollen, können, beachten sie bitte von vorneherein die folgenden Anhaltspunkte.

  • Begrifflichkeiten wie „möglichst zeitnah“, „schnell“, „demnächst“, „bei Verfügbarkeit“, „wenn’s geht bald“, „in absehbarer Zeit“ und ähnliche bedeuten in diesen Kreisen vor allem und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur eins: sofort. Dabei fallen Wartezeiten der Material- und Contentanlieferung, Zeiten für Absprachen, Meetings und ähnliches regelmäßig zu ihren Ungunsten nicht ins Gewicht. Sofort heisst eben sofort, Steigerung nicht mehr möglich.
  • „Look and Feel“ heisst nicht „Look and Feel“, sondern 110% nach vorhandener CI, unbeachtet aller neuesten Standards, sondern in fiesem HTML3, ohne Doctype bitte, man sendet ihnen dazu gerne 100seitige PDFs mit Styleguides für Webseiten zu, die mit denen, was sie gerade zu produzieren versuchen, aber auch gar nichts zu tun haben.
  • Statt einer anderen produzierenden Instanz, wird ihre Arbeit kurz vor Abschluss regelmäßig von kompetenten Instanzen wie der Verkaufsabteilung, einer Redaktion, einzelnen Journnalisten, der Lokalredaktion von Klein-Kleckersdorf und dem Hausmeister der Haupstelle in X unter die Lupe genommen, bewertet und mit Änderungswünschen versehen, die man sowieso einmal an dem schon vorhandenen Onlineauftritt loswerden wollte.
  • Wenn dann alles zu Termin fertig ist (oder wegen der noch eben eingetroffenen 234 Änderungen auch danach), dann dauert es plötzlich 1 bis 2 Monate, bis jemand sich bemüht, das fertige Angebot zu nutzen oder mal eines Blickes zu würdigen.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Arbeit.