NI Traktor 2.6

Native Instruments hat gerade die neueste Version seines MP3-Mixtools Traktor veröffentlicht. Als Vinylpurist sollte man sowas ja eigentlich grundsätzlich erstmal ablehen, aber zufällig weiss ich einfach: das Tool funktioniert und macht irre Spass. Also warum nicht?

Neu in Version 2.6:

  • Vollständig kompatibel zu Stanton Final Scratch (ebenfalls ziemlich krasse Sache das
  • Mix Streaming via Icecast Server
  • Abspielen von (DRM-losen) WMAs und AACs
  • Aufnahme und Mix vom Line-Eingang (endlich auch mit Traktor: „Der Fahrer des Wagens mit der Nummer DEL- U 4711 hat sein Licht angelassen!“
  • Direktes Mitschneiden eines Live-Mixes

Vor allem das Mixstreaming und das direkte Aufnehmen von Livemixen scheint mir sehr interessant. Und mit Finalscratch geht so einiges, das habe ich schon live gesehen (aber leider noch nicht selbst ausprobiert, ist ja auch sündhaft teuer alles). Soviel ist mal sicher, mit Traktor mixen macht Freude, es ist ganz anders als mit Platten, logisch, kaum zu vergleichen, anders eben. Sollte man unbedingt mal angetestet haben.

Die Muskelkater-Familie

Familientreffen mit Kaffee und Kuchen, mit schreienden Enkelinnen und sabbernden Omis — Junge bis Du gross geworden — klatschenden Tanten und riesigen Geburtstagskuchen, sowas kenne ich nur aus Filmen. Wenn in meiner Family zum Treffen geblasen wird, dann bedeutet das vor allem eins: handfeste Arbeit. Hier muss mal eben die Wohnugnseinrichtung vom Fünften in den Keller transferiert werden, dort wird gleich ganz durch halb Deutschland umgezogen oder drüben wird gerade mal wieder Parkett verlegt. Klar, das ist ja einerseits eine tolle Sache, schliesslich braucht man sich nicht herauszuputzen und muss auch nicht die ganze Nacht mit Omi Schlehenlikör süffeln, andererseits bedeutet es natürlich auch: schwitzen auch am Wochenende und von Erholung kann irgendwie auch keine Rede sein. Und so kann ich heute morgen, nachdem ich mich auf allen Vieren aus dem Bett geschält habe und das Tippen jetzt im Moment, von den Fingerkuppen bis in den Bizeps schmerzt, mal wieder Bilanz ziehen: -10 Grad, 7,5t LKW-Inhalt in A aufgeladen und 300km weiter in B wieder rausgewuchtet, das Schwesterchen ist komplett an einem Tag umgezogen und ich kann kaum laufen. Achja, Familie ist schon etwas Tolles. 😉

Verboten…

… wurden vor genau 70 Jahren die Comedian Harmonists. Harry Frommermann und Roman Cycowski waren Juden und wurden nicht in die Reicsmusikkammer aufgenommen, die Harmonists daraufhin verboten. Schon vorher waren ihre Konzerte von der SA gestört worden.

Dr. Gonzo is dead

AP: Writer Hunter S. Thompson Kills Himself

Hunter S. Thompson, the hard-living writer who inserted himself into his accounts of America’s underbelly and popularized a first-person form of journalism in books such as „Fear and Loathing in Las Vegas,“ has committed suicide.

Der 67jährige Hunter S. Thompson, bekannter Kolumnist des Rolling Stone vor ich weiss nicht wieviel Jahren und Autor des berühmten Fear And Loathing in Las Vegas (verfilmt von Terry Gilliam, btw), wurde am Sonntag in seinem Appartment in Aspen tot aufgefunden. Offenbar hat er sich selbst in den Kopf geschossen.

Soweit die Meldung. Damit geht Thompson irgendwie den Weg seiner Helden, „Fear And Loathing“ konsequent zu Ende gedacht, sozusagen. Fällt mir ehrlich gesagt kaum noch etwas zu ein, es sterben einfach viel zu viele interessante Menschen in letzter Zeit. Thompsons eingehende Betrachtung der Hippie-Generation in F&L hat mich jedenfalls geprägt und davon abgehalten, als es modisch war, wie meine andere Mitschüler bspw., einen auf Hippie zu machen.

There he goes. One of God’s own prototypes. Some kind of high powered mutant never even considered for mass production.

Update: Bei Blogs! schreibt man Thompsons Gonzo-Journalismus sogar die Weblogvorreiterrolle zu. (Ich dachte wir schreiben alle nur bei Benjamin Stuckrad-Barre ab…)

Mit Öffies zur Arbeit II

Und deswegen musste ich heute wieder viel laufen und frieren:

Hamburg (dpa/lno) – Ein Feueralarm im U-Bahnhof Jungfernstieg hat am Donnerstagmorgen den Verkehr in der Hamburger City behindert. Nach Feuerwehrangaben wurde nach der automatischen Alarmmeldung der ganze Bahnhofkomplex mit Stopps von U- und S-Bahnen auf mehreren Ebenen geräumt.

Lübecker Nachrichten

Ich hab’s zur Zeit mit der Feuerwehr.

Der Tag an dem alle Webseiten mies aussehen

Wie man von überall hört, plant M$ die Veröffentlichung eines Internet Explorer Updates vor dem immer weiter nach hinten geschobenen Longhorn-Release. Klar, ein IE-Update ist dringend nötig (Sicherheit, CSS-Rendering, Bugs, Bugs, Bugs), ich habe mich immer gewundert, wie lange sich M$ noch die Butter vom Brot nehmen lassen will, sprich, die aktuellen Entwicklungen im Browsermarkt an sich vorbei gehen lassen will.

Doch damit kommen die Probleme. Denn, und da kennen wir den Softwareriesen nun genug, man wird vieles reparieren, aber auch jede Menge neue Fehler einbauen, alles andere wäre irgendwie… überraschend. Nun ist unser Problem zunächst, die Reperatur diverser Probleme, z.B. der zahllosen CSS-Bugs. Man könnte ja nun annehmen, es würden alle Bugs repeariert und gut: das würde bedeuten, die Hacks funktionieren nicht mehr für IE6, dafür aber die richtigen Angaben für die anderen Browser, kein Problem also. Naja, nur, dass dies Utopie ist. Die andere Möglichkeit wäre, wenn einzelne Bugs repariert würden. Da diese aber oft in Abhängkeit zu einanderstehen, werden viele Stylesheets überarbeitet werden müssen. Und das in der Zeit, in der sich IE7 verbreitet (was durch die Updatefunktion von XP ja recht fix gehen kann). Und dann kommen noch die neuen Bugs hinzu.

Das alles wird Geld kosten. So wie es Geld gekostet hat, Webseiten an das zerbrochene CSS-Rendering der IE-Serie anzupassen. Oder wie ein Schild in unserem Büro verkündet: „Arbeit macht Arbeit“. Oder noch flacher: das wird ein ziemlicher Ritt werden.

Da kann man eigentlich nur mit Anne van Kersteren hoffen, dass man bei M$ fähige Berater findet. Dort übrigens auch genaueres zu Problemen, die mit der Rückwärtskompabilität per DOCTYPE-SWITCHING entstehen können.

De:Bug Podcast

Zu den ganzen stammelnden Möchtegernradiobloggern kann man ja stehen wie will man denn, aber der De:Bug Netaudio Podcast ist einfach eine geniale Art, diese Technik zu nutzen. Beim ersten Download werden einem auch gleich einige Megabyte auf die Festpladde geknallt, dafür hat man dann aber auch erstmal 6,5h schönsten Klick und Klack Hörgenuss, drei Mixe, und etliche Netausdionews. Krass.

JL: Mossa – Town Hall – Take One (Eloi Brunelle Remix)