Urlaub

Eben bricht der letzte Arbeitstag 2004 für mich an. Urlaub bis zum 10. Januar. Wow. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: der erste echte Urlaub seit 2 Jahren (im letzten Halbjahr meiner Umschulung hatten wir wegen eines Verwaltungsfehlers keinen Urlaub, die Schule hatte einfach vergessen ihn einzureichen). Also einen Tag noch, den ziehe ich noch durch, sitze ich so auf einer Backe ab, kein Problem. Und wenn ich dann am 10. Januar wieder arbeiten muss … fliege ich gleich zu einem Meeting nach München. Luiah sag‘ i‘!

Ach ja… gebloggt wird natürlich auch während des Urlaubs… freut‘ euch nicht zu früh.

Best read 2004

<LOBHUDELEI>

Meine Kritik an den in diesem Jahr gelaufenen Blogcontests ist bekannt. Schon aus Trotz möchte ich es mir nicht nehmen lassen, meine ganz persönliche Bestenliste des Jahres 2004 hier vorzustellen, passt so schön in die Jahresendstimmung (und ist ja auch gerade fürchterlich in). Schlagen ich also drei Fliegen mit einem Eintrag sozusagen.

Ich möchte an dieser Stelle einfach meine drei Lieblingsweblogs des Jahres 2004 vorstellen. Diese Weblogs habe ich wirklich täglich, oder immer wenn es was Neues gab gelesen, sie haben mir beinahe jeden Tag etwas Interessantes präsentiert und es fallen einem auch nicht die Augen aus den Höhlen, wenn man sie besucht anstatt nur den Feed zu lesen (eins ist sogar ausgesprochen prägnant und ansprechend designt, aber darum geht es eigentlich nicht). Ich möchte diesen drei Blogs danken für den echten Mehrwert, den sie bzw. ihre Autoren meiner täglichen Blogrunde verabreicht haben. Danke.

Das Weblog, aber vor allem die ausführlichen und liebevoll aufbereiteten Essays des Gerrit von Aaken gehören zu meinen Favoriten. Ich lerne gern wenn ich durchs Netz surfe und dafür ist Praegnanz die richtige Anlaufstelle. Gerrit liebt seine Schriften und weiss darüber eine Menge, glücklicherweise teilt er dieses Wissen mit uns, glücklicherweise nimmt er sich die Zeit dazu (etwas, das mit dauernd fehlt). Das finde ich gut, toll, spitze. Und um die Sache mal abzurunden: für die (jetzt leider ausgelaufene) Serie „Die Schrift der Woche des Monats [der Wunsch war Vater des Gedankens]“ ein lautes „HIP HIP HURRA!“ 😉

Matthias Brauns Berichte aus der russischen Hauptstadt sind einfach fesselnd und derartig hervorragend geschrieben, dass sie mir wirklich bisher nur Freude bereitet haben. Leider bin ich nicht auf die Idee mit den Filmtiteln gekommen, darauf bin ich wirklich neidisch. Weniger neidisch bin ich auf Matthias‘ Leben in Moskau, das wäre nun wieder nichts für mich. Klar, der Mann ist Journalist, aber mit einer derart blogkonformen Schreibe, da sollten vielleicht auch mal die Kollegen von der vorlesenden Fraktion mal reinlesen.

Hier stimme ich überraschenderweise mit einem der Blogcontests überein. Das Bildblog betreibt einfach die beste Form der Medienschelte gegen die übelste Form des Journalismus die es gibt. Das muss man einfach würdigen finde ich. Ich weiss nicht, wieviele Leuten ich den Link schon diktiert habe, zwei Bekannten hab ich ihn sogar mit Edding quer über ihre Zeitung gekritzelt als sie gerade nicht hinschauten, vielleicht bringst ja was. 😉

Das sind so die Highlights des Jahres IMHO. Natürlich ist die Liste meiner Lieblingsweblogs wesentlich länger und ich mag und schätze sie alle. Einige lese ich täglich auch nur, um mich darüber zu ärgern und um darüber zu motzen, auch bei denen möchte ich mich bedanken (die Liste ich hier aber nicht auf :). Außerdem habe ich dieses Jahr viele Blogger „live“ kennengelernt, auch das war cool. Und ich sage: Bloggen ist 2004 einen Riesenschritt vorangekommen. Punktum.

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KIT

Keep It Together – lets you keep your stuff in one place, organize it in different ways and find it again in an instant.

Files, text and images can all be dragged to and from KIT and easily opened in other applications for editing. KIT can also link to files using aliases to keep track of the originals even if you move or rename them.

Apple Donwloads – Productivity Tools

Heinz Rudolf Kunze

Ich weiss ja, die meisten kennen Heinz Rudolf Kunze, wenn überhaupt, nur von seinem Schmierpophit „Dein ist mein ganzes Herz“, aber das geht am Deutschrocker Kunze, der lange Zeit eine Reihe bildete mit Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen (nur in den Neunzigern den Weg in die Hitparaden nicht nahm, sondernlieber literarisch tätig war). Dieser Heinz-Rudolf aus Osnbrück jedenfalls feierte derzeit sein 25-jährigiges Bühnenjubiläum (im Capitol, Hannover, wird übrigens von den Öffentlich-Rechtlichen aufgezeichnet), Glückwünsche dazu. Der Mann mit der Brille, früher nannte man ihn wegen seiner Texte auch „den Niedermacher“, hat an der Entwicklung oben genannter und anderer Deutschrocker sicherlich einen fetten Anteil, nach den erfolgreichen Jahren jedoch gab er sich zu intelligent um im Popgeschäft wirklich erfolgreich zu sein, von seiner großen Fangemeinde mal abgesehen.

Für mich persönlich sind dort wieder einige Songs mit Bildern aus der Vergangenheit verknüpft (hatte ich erwähnt, dass dies eine hervorragende Methode ist, sich etwas zu merken): Klassenfahrt irgendwo in der Pfalz, Busfahrer Claus („besondere Kennzeichen keine“) und vielleicht meine erste große, verschmähte Liebe (keine Namen bitte).

Schön. Stilblüte: HRK steuert zum kommenden evangelischen Kirchentag die „Hymne“ („Mehr als dies“) bei. Naja, wenn er glaubt…