Gelesen: Giorgio Faletti – Ich töte

Wenn man Mitglied im Bertelsmann Club ist, bekommt man ja immer mal wieder etwas zugeschickt, dass man sonst wohl kaum gelesen hätte. Auch in diesem Quartal habe ich mal wieder den Einkauf verpennt und bekam diesen Schinken, sorry Thriller ins Haus geliefert. Interessant: in Deutschland scheint das Buch ausser bei Bertelsmann allenfalls als Taschenbuch bei Goldmann zu erscheinen, ist es aber noch nicht.

Das mag seine Gründe in der Qualität von Buch und Story haben. Auf dem Einband wird Giogio Faletti als die eierlegende Wollmilchsau gefeiert, Komödiant, Sänger und nun zum ersten Male auch Buchautor. Vielleicht hätte er uns einen Gefallen getan, hätte er es bei einem der ersteren Beschäftigungen belassen. “Ich töte” hat die Qualität eines Jerry-Cotton-Groschenromans (die hier an sich nicht in Zweifel gezogen werden soll), allerdings auf die Länge eines dicken Buches ausgewaltzt, mit anderen Worten: stinklangweilig!

Im Fürstentum Monaco treibt ein Serienmörder sein Unwesen. OK, er häutet seinen Opfern das Gesicht und geht auch sonst recht brutal vor, das mag das thrillige Element sein. Mit des Falles Lösung sind beauftragt ein monegassischer Kommissar und dessen Kumpel, ein amerikanischer FBI-Agent (ja nee is klar) mit Persönlichkeitsproblemen. Jerry Cotton tritt auf den Plan. Die einzig sympathische Figur, der Kommissar, geht während der Ermittlung drauf und Jerry Cotton löst den Fall im Alleingang.

Sollte Dir auf einem Grabbeltisch beim Buchhändler demnächst “Ich töte” begegnen, denn dort wird der Roman mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit landen, lass ihn liegen, kauf ein Reclamheftchen, die sind auch günstig. Totaler Schund.

Weekend Setup

Während beinahe meine komplette Vinylsammlung immer noch in Oldenburg weilt, sind doch wenigstens ein paar Singles mit im Umzugsgepäck der ersten Fuhre gelandet. Die Vorraussetzungen um dem geliebten Hobby zur Zeit nachzugehen sind also alles andere als gut. Zumal ich den ganzen Sonntag schon wieder am Rechner sitze. Aber man kann das ja ein wenig kombinieren 😉

Just listening: Mory Kante “Yeke Yeke”, Wang Chung “Dance Hall Days”, Deee-Lite “Groove Is In The Heart”, Geoge Kranz “Die Trommeln lieben Dich”, The Boomtown Rats “House On Fire”, Jonzun Crew “Space Cowboy”, George Kranz “I’ve Got The Beat / Magic Sticks”, Irene Cara “Breakdance”, The KLF “Last Train To Trancecentral”, Paul Hardcastle “19”, Round One “Theme From Rocky”, Sigue Sigue Sputnik “Love Missile F1-11”, The Buggles “Plastic Age”, Kissing The Pink “Never Too Late To Love You”. Sämtlich original 7inch/45rpm, Pitch +2. Turntable: Vestax Handy Trax.

Markdown 1.0

John Grubers Markdown is out of beta.

Markdown ist eine weitere Ersatzauszeichnungssprache für XHTML-Dokumente, wie zum Beispiel Textile eine ist, nur ein weiteres Quentchen besser, praktischer, prxisnaher, wie mir scheint. Es handelt sich namentlich um ein Perl-Skript, das in “Markdown” geschriebene Dokumente in XHTML übersetzt. Dieses Skript lässt sich nun wieder bspw. in Movable Type einsetzen.

Das hier noch eingesetzte Textile macht das Schreiben eines Blogeintrags schon wesentlich leichter, allerdings hat es auch seine Nachteile, bspw. beim Schreiben von Codebeispielen, was Textile bei mir regelmäßig durcheinander bringt. Markdown hat dafür eigene Funktionen, was mir sehr entgegenkommt. Und glücklicherweise gibt es von Markdown auch eine PHP-Portierung: PHP-Markdown. Diese widerum lässt sich in einfachster Weise in PHP-basierten Weblogsystemen wie WordPress oder Textpattern einsetzen (verfügt sie doch über einen Textile-Kompabilitätsmodus. PHP-Markdown lässt sich sogar im Smartytemplatesystem als Modifier einsetzen, supercool, was die Sache auch für blogg.de interessant machen dürfte.

Und wie funktioniert das nun? Ganz einfach: statt sich beim Schreiben eines Blogeintrages mit HTML-Tags herumzuschlagen, schreibt man einfach die passenden Markdowntags ins Dokument. Diese muss man zwar auch erstmal lernen, sie haben aber den grossen Vorteil, dass sie den Text nicht derartig zerhacken, wie es eine komplette HTML-Auszeichnung macht, der Artikel bliebt zu jeder Zeit lesbar. Und das ist cool, in der Tat. Wenn man die Tags ersteinmal drauf hat (das haben mir meine Erfahrungen mit Textile bewiesen), kann man wesentlich schneller schreiben, als mit kompletter HTML-Auszeichnung, wesentlich flüssiger und, wie gesagt, man kann es danach auch noch lesen.

Unbedingt testen. Markdown 1.0

Tipps für blogg.de User

Langeweile? Kaum, aber bei der täglichen Arbeit bei blogg.de fällt doch immer mal wieder ein kleiner Trick ab, oder etwas könnte besser funktionieren, oder einfach mit einfachen Mittel cooler zu gestalten sein. Sowas sammle ich jetzt und stelle es den Bloggern bei blogg.de zur Verfügung. Und der eine oder andere Tip passt bestimmt auch auf andere Blogsysteme… : Blogg.de Tipps und Hilfestellungen.

Zum Start gibt’s:

Color schemes for maps

ColorBrewer is an online tool designed to help people select good color schemes for maps and other graphics. It is free to use, although we’d appreciate it if you could cite us if you decide to use one of our color schemes.

Color Brewer

Arbeitslosenhilfe ohne Arbeitslosigkeit

Etwa 50.000 Bezieher von Arbeitslosenhilfe sollen ab Oktober mit Hilfe gemeinnütziger Arbeit etwa bei Kommunen, Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden beschäftigt werden, wie aus internen, der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorliegenden Unterlagen der Behörde in Nürnberg hervorgeht. Die Teilnehmer erhielten ihre Arbeitslosenhilfe und zusätzlich “höchstens 1,50 Euro pro Arbeitsstunde”. Dies könnte auch die Arbeitslosenstatistik entlasten. Wenn die Arbeit mindestens 15 Stunden wöchentlich umfasst, zählen die Teilnehmer nicht mehr als arbeitslos.
ManagerMagazin (Sorry für diesen Link)

Also nochmal: “Die Teilnehmer erhielten ihre Arbeitslosenhilfe und zusätzlich “höchstens 1,50 Euro pro Arbeitsstunde”… Wenn die Arbeit mindestens 15 Stunden wöchentlich umfasst, zählen die Teilnehmer nicht mehr als arbeitslos.”

Das muss ich nochmal lesen: “erhielten ihre Arbeitslosenhilfe… zählen die Teilnehmer nicht mehr als arbeitslos.”

Sorry, aber das will ich nach 13. Semestern “Studium der teutschen Amtssprache und ihrer Auswüchse” (formerly known as Rechtswissenschaften) nicht verstehen. Statistikfälschen ist ja eine Kunst und kein Delikt, aber das ist dann ein Jahrhundertwerk.

QT’s Blog

I had to delete some of the entries because my lawyer told me it wasn’t wise to call a kid negatively influenced by PULP FICTION a “dumbass,” and then create a “stupid rant with way too many fucks in it for your own good.”
I apologize to those who read what I said yesterday, but I was a bit drunk in the evening. That’s what happens I guess. It wasn’t wise at all to post some of the bullshit I posted. No offense meant to anyone.
QT’s Diary

(Einfach weil das Q viel zu selten in meinen Headlines vorkommt.)

Nicht mal ein Jahr

Im Februar wurde das Space Center in Bremen eröffnet (Couchblog berichtete), nun steht es bereits wieder vor dem Aus (ausnahmsweise mal Spiegel).

Die Senatskanzlei habe die Fraktion darüber unterrichtet, dass das Zentrum spätestens Ende Oktober seine Tore schließen wird. Das 500-Millionen-Euro-Projekt war wegen geringer Publikumsresonanz in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
Nach Absprache mit dem Hauptinvestor Dresdner Bank soll der Betrieb geordnet zu Ende geführt werden, hieß es in der Fraktion.

Das Projekt war offensichtlich von Anfang an eine Fehlplanung. Die angegliederte Shopping-Mall fand keine Mieter und steht leer. Schon witzig: während sich im Osten Deutschlands etliche Gemeinden mit riesigen Einkaufszetren auf plattem Land ‘betuppen’ liessen, hat das eh dauerpleite Bremen alle geschlagen: dort verarschen sich Planer und Politker wenigstens noch selbst. Peinlich.