Verlinkt I

Gestern für mich die Nachticht des Tages, dass die von einem gekaperten AP-Twitter-Account versandte Nachricht, das Weisse Haus wäre Ziel eines Anschlags und die Folgen. Wer ein wenig Vorstellungskraft besitzt konnte wissen, dass das Auswirkungen auf die Börse haben würde. Ein echter Coup ist da wem auch immer gelungen.

Wie ebenfalls arstechnica berichtet, hat BitTorrent Inc., die Firma hinter BitTorrent ein neues Programm im Angebot, das nochmal den Markt für Datensynchronisationsprogramme wie Dropbox oder SkyDrive auf den Kopf stellen könnte. Das gerade in einer Alphaversion erschienene BitTorrent Sync macht dabei, was alle machen, nämlich Daten über mehrere Rechner hinweg syncen, allerdings braucht es dafür keinen Speicher in der Cloud, wie die Konkurrenzprodukte. Stattdessen werden die Daten in gewohnter torrent-esker Art, peer-to-peer übertragen. Das dann auch noch gratis und ohne Speicherplatzbegrenzung. Ausprobieren!

Das Thema Telekom-Drossel ist auch heute noch aktuell und bringt auch Sascha Lobo auf die Palme, der sehr deutlich wird, auch in Richtung Politik. Mag ich, wenn er nicht so rumschnörkelt.

Im Nachhall zum Boston-Anschlag sammelt The Verge Gründe, warum die Ermittlungen gelaufen sind, wie sie eben abliefen. Mit dabei: die allseits beliebten Verschwörungstheoretiker.

Wer Chrome als Browser benutzt, der findet bei Lifehacker ein paar nützliche Tipps, wie man den noch aufbohren kann. Und den Webdev-Link des Tages habe ich bei den Webkrauts als Notiz gefunden: das bisher vergessene download-Attribut in HTML5. Und los, nutzen…

Artikelbild: Some rights reserved by HarcoRutgers

Nerds

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Also nehmen wir mal an, ein Nerd (in der nicht beleidigend gemeinten Variante des Wortes) sei ein Experte auf einem bestimmten Gebiet. Dann wollte ich schon lange Nerd sein. Am Computerraum unserer Schule (Achtung: Opa erzählt vom Krieg) hing ein Zettel:

Kombjuder-Raum

Der Raum ist voll bis unter die Decke mit den tollsten und teuersten elektrischen und vollelektronischen Apparaten. Staunen und Glotzen darf jeder, aber anfassen und an den Knöpfchen drehen dürfen nur wir,

die Experten.

Nerdhumor der frühen 80er Jahre. Jedenfalls standen in den Raum massenhaft Apple II und ich wollte da ran und Knöpfchen drehen. Experte sein. Dieses Adventure spielen, wo einem jemand die Haare anzündet…

Daran musste ich lustigerweise denken, als uns gestern ein netter Kollege sein Mitbringsel aus New York überreichte: Nerds, eine Süßigkeit von Willy Wonka. Wobei ich jetzt nicht weiss, was Willy Wonka mit der Sache zu tun hat, oder ist das nerdy XYZ und die Schokoladenfabrik zu kennen. Und hey, ist das eigentlich beleidigend, wenn ein Kollege so durch New York streift, in einem Laden diese Packung erspäht und denkt: „Super, die bring‘ ich den Jungs vom Frontend mit!”. Zum Glück nicht. Heute nicht mehr. Nicht mehr seit The Big Bang Theory.

Funktional kaputt

Die Telekomiker geben bekannt: Schluss ist, und zwar mit lustig. Und mit dem ganzen end- wie sinnlosen Gesurfe. Ab Mai werden nur noch Flatrates verkauft, die keine mehr sind. Stattdessen schlägt die Drossel zu. Dabei bleibt das Telekom eigenen TV-Angebot ‚Entertain‘ natürlich unangetastet, d.h. wird nicht auf das Datenkontingent angerechnet.

Ab dem 2. Mai, das ist nun offiziell, gibt es für Privatkunden bei der Telekom nur noch Verträge mit eingebauter Drossel. In verschiedenen Stufen, abhängig von der gebuchten Bandbreite, darf ein Telekomkunde dann nur noch zwichen 75 bis 400 GB pro Monat Daten bewegen. Danach wird sein Anschluss gedrosselt und zwar auf sagenhafte 384 Kbit/s. Wie hat es Clemens von mobilemacs so schön formuliert: damit ist der Anschluss dann funktional kaputt, aber richtig. Integriertes Datenvolumen soll das heissen.

Nun ist das keine Sache, die Otto Normalsurfer heute trifft, denn, so schreibt die Telekom in ihrer Presseerklärung: im Schnitt verbraucht ein Kunde heute zwischen 15 und 20 GB Daten im Monat. Damit trifft die Maßnahme heute tatsächlich nur die power user, denn, obwohl man sich das bei der Telekom wohl nicht vorstellen kann, natürlich kann man auch ganz ohne illegale Downloads mehr als 75GB im Monat an Daten zusammenbekommen, beispielsweise mit dem legalen Anschauen von HD-Filmen (ca. 10 pro Monat, dann nur noch).

Aber, auf diese User verzichtet die Telekom heute gerne, eine Investition in die Zukunft sozusagen: wenn in zwei bis vier Jahren auch der normale Nutzer an diese Grenzen gerät, dann kennen schon alle das Verfahren. Falls das Netzt bis dahin nicht weiter ausgebaut wird. Was wohl nicht der Fall sein wird, sonst bräuchte sich der T-Konzern ja nicht darauf vorzubereiten. Und weggehen von der T kann ja eigentlich auch niemand, es ist absehbar, dass alle anderen Provider bei diesem Modell nachziehen werden. Dann lieber draufzahlen, denn es werden natürlich Upgrade-Pakete angeboten werden, ist ja klar.

Fraglich bleibt , ob die Ausnahme von Entertain in diesem Fall eine Verletzung der Netzneutralität ist, wie man vielenorten liest. Vielmehr ist es so, dass Entetain nicht (wie das Internet) über tcp/ip läuft, sondern als multicast strenggenommen nur allenfalls internetähnliche Technologie ist. Die Daten werden sozusagen getrennt von den Internetdaten verteilt. Trotzdem beschert die Sache der T. natürlich einen Marktvorteil, denn Angebote die tatsächlich über das Netz laufen, sind defacto benachteiligt. Es ist damit zu rechnen, dass die T. an diese Anbieter herantritt und Verträge mit ihnen schließt, die in der Auswirkung dem heutigen Spotify-Angebot gleichen, nur: der Anbieter muss dann an die Telekomiker zahlen um von der Anrechnung ausgenommen zu werden. Und das alles lässt sich dann auch noch mit dem knappen Gut Bandbreite erklären, dass ja so knapp ist, weil einfach nicht ausgebaut wird. Hier beisst sich unsere Katze mal wieder in den Schwanz.

Update, heute rollt die Meldung als regelrechte Welle durch Nachrichtendeutschland: Malte Spitz schreibt Klartext auf ZEIT ONLINE, Udo Vetter weist daraufhin, dass mit der Tarifänderung die Vorratsdatenspeicherung ohne Gesetz zurückkäme. Letztendlich hilft wohl aber nur eins: die Telekom enteignen oder stark regulieren.

Artikelbild: Some rights reserved by Telekom Telefonzelle

Breaking News

Fahndungsfoto der beiden Boston-Attentäter
Fahndungsbild des FBI

Der Anschlag in Boston und vor allem die darauf folgende Jagd auf die mutmaßlichen Täter sind ein ebenso hervorragendes, wie abschreckendes Beispiel, wie news heutzutage funktionieren. Echtzeitnachrichten in Zeiten der Pest sozusagen.

Gerade dann, wenn die Nachrichtenlage verworren, oder von Nachrichtensperre durch bspw. die Polizei geprägt ist, steigen die Echtzeitquellen zu Bedeutung auf, die sie im normalen Newsgeschäft eigentlich nicht hätten. Aber die im Polizeifunk aufgeschnappten Wortfetzen entwickeln plötzlich Nachrichtenkraft, wenn sie erst auf Twitter als news gehandelt und verbreitet werden. Dabei befeuern sich die Kanäle gegenseitig noch und schnell entsteht ein Mix aus Falsch- oder Teilfalschnachrichten. Das US-Magazin Slate schreibt dazu:

CNN and the AP incorrectly reported on Wednesday that a Boston Marathon suspect had been arrested. People on Reddit and editors at the New York Post wrongly fingered innocent kids as bombing suspects. Redditors also pushed the theory that a Brown University student who has been missing for more than a month was one of the bombers—a story that gained steam on Twitter Thursday when people listening to police scanners heard the cops repeat the student’s name.

Es entsteht eine nachrichtliche Gemengelage, in der Fakten nicht mehr ausreichend überprüft werden, oder eben verbreitet werden, ohne überprüft worden zu sein. Wobei in diesem speziellen Fall zunächst die Agentur und CNN mit der Falschmeldung dastanden, woraufhin sie von vielen Twitternutzern stark kritisiert wurden. Am nächsten Tag war die Lage dann umgekehrt: auf Twitter wurde ungefilterte Gerüchte verbreitet. Statt aber diese nun zu überprüfen und zu verifizieren, wurden sie von den scheinbar in die Enge getriebenen professionellen Journalisten nur ungefiltert übernommen, zitiert, retweetet. Dazu nochmal der Slate-Artikel:

On both Twitter and cable, people are mostly just collecting little factoids and thinking aloud about various possibilities. They’re just shooting the shit, and the excrement ends up flying everywhere and hitting innocent targets.

Wie gesgat, die extreme Lage in Boston während der Suche nach den Verdächtigen hat die Sache entssprechend befeuert. Aber es sind ja eben solche Lagen in denen die Echtzeitnews so gefragt sind. Was aber fehlt ist der professionelle Filter, den Redakteure nutzen, wenn sie Meldungen verschiedener Nachrichtenagenturen verarbeiten. Thorsten Kleinz beschreibt das in seinem Blog:

Denn ich konnte die Muster erkennen: Die eine Agentur war bei Opferzahlen immer daneben, die andere schickte ihre Nachricht ein paar Minuten später mit teils unmöglicher Sprache. Also bastelte ich “meine” Nachrichten aus zwei bis drei Quellen zusammen und — man möge mir die nostalgische Arroganz verzeihen — immer hatte ich recht in meiner Auswahl. Denn ich sah nicht nur Meldungen, ich sah die Matrix, das Muster, dass alles verband. Ich erkannte die kleinen sprachlichen Anzeichen, wann sich ein Agentur-Redakteur nicht sicher war und viel wichtiger: Ich wusste wie die Welt tickt.

Die angesprochene Matrix fehlt in den Real Time News meist komplett. Und wenn die Agenturen die Tweets nachmelden, dann gibt es auch keine Unterschiede mehr zwischen denen ein Newsredakteur abwägen könnte. Der Newsdirektverbraucher ist dem zudem noch ungefiltert ausgeliefert. Ich will nicht ausschließen, dass auch die Konsumenten wissen, “wie die Welt tickt”, aber das Gesamtbild bleibt doch während der angesprochenen Gemengelage schwierig im Auge zu behalten. Wobei ja die eine oder andere Falschmeldung noch verkradtbar wäre, Veröffentlichung von Namen und Fotos falscher Verdächtiger hingegen kann schlimme Folgen für die Verdächtigten haben, bis hin zum Tod.

Artikelbilder: fbi.gov

Videoüberwachung nach Boston

Dieses Gelände ist Videoüberwacht

Dieses Gelände ist VideoüberwachtDie Opfer des Anschlags auf den Marathonlauf in Bosten vor einer Woche sind noch nicht ganz kalt, die mutmaßlichen Attentäter eben gefasst, da folgt die erwartbare Reaktion der deutschen Politik: der Ruf nach der starken Hand. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist sich nicht zu blöde, ob des Fahndungserfolges in den Staaten, mehr Videoüberwachung auch in Deutschland zu fordern, gemäß dem alten Grundsatz: Videoüberwachung ist wie Gewalt, funktioniert sie nicht, hast Du noch nicht genug davon eingesetzt.

Mal davon abgesehen, das gefühlt praktisch der komplette öffentliche Raum schon videoüberwacht ist, zweifelt nicht nur die Gewerkschaft der Polizei daran, dass es überhaupt genug Polizisten gäbe, das ganze Videomaterial, das nach einer weiteren Ausweitung anfiele, überhaupt noch auszuwerten. Großveranstaltungen lassen sich zudem auch heute schon, ohne rechtliche Änderung, anlassbezogen verstärkt überwachen. Und das wird wohl auch getan. Hinzu kommt, das das Problem der Strafverfolgungsbehörden wohl nicht in mangelnder Videoüberwachung liegt. Trotzdem die NSU-Mitglieder Mundlos und Böhnhardt von Überwachungskameras gefilmt wurden, wurden die Bombenanschläge in der Kölner Keupstraße dadurch nicht aufgeklärt…

Es handelt sich also um das politische Ausschlachten der Situation. Friedrich versucht Opfer und Täter gleichermaßen vor seinen Karren zu spannen. So ist die Forderung nach mehr Überwachung wie immer reine Propaganda.

Update: Auch in den USA hat die Debatte um mehr Videoüberwachung offensichtlich begonnen und das, obwohl klar ist, dass das facial recognition system nicht bei der Ergreifung der Täter geholfen hat.

Update2: Link zu Videoüberwachung: Viel zu viele Kameras, viel zu wenig Auswertung eingefügt.

Artikelbild: Some rights reserved by gedankenstuecke

iSteve

iSteveDer junge Steve Jobs reist durch Asien, auf der Suche nach Erleuchtung, wie er selber zu Protokoll gibt. Seine Reise führt ihn letztendlich auch zu einem Guru. Der Guru fragt, was Steve mache, worauf dieser angibt etwas mit Conputern zu machen. Da er dem Guru nicht erklären kann, was ein Computer überhaupt ist, stellt dieser fest, dass jemand der Computer erklären könne, ein Mann wäre, dem die Welt zuhören würde. Steve fragt, was nun als nächstes käme, vielleicht ein Mantra, oder sowas. Stattdessen bekommt er von seinem Guru drei Blättchen LSD (mit einem Apfel darauf), die er nehmen soll, wenn er in die Zukunft blicken wolle, damit könnte man anders denken („think different”). Steve will sofort ein Blatt in Mund stecken, aber der Guru hält ihn zurück, jetzt sei nicht die Zeit, in die Zukunft zu schauen. Steve versucht direkt ein zweites Mal das Blatt in den Mund zu stecken. Wieder hält ihn der Guru zurück, er solle den Moment genau abwägen, dann werde er in die Zukunft sehen und Einsicht erlangen.

Das ist, etwas frei transkribiert eine Szene aus dem Film iSteve. Es ist der erste full feature film der Comedywebsite Funny Or Die und diese widerum behauptet, dass er der erste biografische Film über Steve Jobs wäre, der erhältlich ist. Der Film ist 1h20min lang und wurde innerhalb weniger Tage, u.a. mit iMovie erstellt. Und um es hier einmal festzuhalten, der Film ist eine totale Katastrophe.

Ich bin lange nicht mehr der Fanboy, dass ich mich durch das paroditische Format, das Funny Or Die gewählt haben, angegriffen fühlen könnte. Reale Ereignisse wie die Erfindung des Apple I in Steve Jobs Garage, die Vorstellung des ersten Macintosh oder die Anstellung von John Sculley als CEO, werden sowohl zeitlich falsch einsortiert, als auch mit erfundenen, absurden Geschichten kombiniert. Ob nun Steve Jobs geheime Liebe für Melinda Gates, oder das John Sculley gar nicht von Pepsi zu Apple kam, sondern von Commodore Computers, um Jobs zu stürzen, oder eben, dass Jobs alle Nase lang auf LSD-Trips unterwegs ist, um seine Erfindungen zu machen u.a. mit Billy Corgan von den Smashing Pumpkins – das alles könnte ja noch lustig sein. Wenn es richtig vorgetragen wird.

And bring me a coffee. Black! Oh, and a turtleneck. Black!

Wird es aber nicht. Ich kann gar nicht sagen woran es scheitert. Vielleicht daran, dass während des ganzen Films exakt nicht ein einziger Witz richtig platziert ist und zündet? Der ganze Film kommt einem vor, als wäre es eine sehr lange Folge einer amerikanischen Feld-Wald-und-Wiesen-Comedy, bei der man die vom Band eingespielten Lacher vergessen hat. Steve Jobs wird übrigens gespielt von Justin Long, den wir alle aus den „I’m a Mac”-Werbespots kennen, oder eben aus Stirb langsam 4. Und Steve Wozniak wird vom meinem Lost-Liebling Jorge Garcia gegeben. Beide stolpern durch die materialarme Story und ausdrücklich jeder Witz geht daneben. Die Diskussion ob nun zuerst die Landung auf dem Mars stattfinden würde oder man erst JetPacks bekäme: nicht lustig. Die Vorstellung des Apple I beim Homebrew Computer Club: langatmig. Der erste Auftritt von Bill Gates: unkomisch. Und so weiter und so fort.

TL;DR: Was für’n Schrott.

Facebook Home

Alle haben auf das Facebook Phone gewartet. Stattdessen gibt es nur eine Android-App, die den Homescreen kapert und letzten Endes Ads darauf anzeigen wird. Hallelujah.

Die Enttäuschung war förmlich greifbar. Bitte? Nur eine App? Und nur ein Plastikphone von HTC, halb so leistungsfähig und up to date wie deren eigenes Flagschiff HTC One, auf dem eben jene Homescreenapp vorinstalliert ist? WTF? Was ist los im Hause Zuckerberg?

Was Facebook also mit Facebook Home seit gestern ausliefert, ist im Grunde nur ein großes, raumgreifendes und freches Widget. Nicht nehr. Der Homescreen eines Androidtelefons (derzeit HTC One, One X, Samsung Galaxy SIII, S4 und Note) wird nach der Installation von Facebook Home komplett von Facebook übernommen. Im Moment heisst das, das dort Bilder und Nachrichten von Freunden angezeigt werden, übrigens auch, wenn der Screen gesperrt wurde. Zusätzlich werden Chats und Messages auf dem Screen gezeigt, egal in welchem Programm man gerade ist.

Let’s say we did build a phone. we’d reach 1 or 2 percent of our people. That doesn’t do anything awesome for us. (Mark Zuckerberg)

Man mag sich nun fragen, warum Facebook nicht wirklich ein Telefon herausgebracht hat, sondern diese, denkbar kleinste Lösung präferierte. Laut eigener Aussage, würden in den USA Nutzer von Smartphones 25% der Telfonnutzungszeit in den Facebook-Apps verbringen. Was sich nach einer gigantischen Zahl anhört. Aber, und das haben die Facebookmarktforscher wohl richtig analysiert, das ist noch lange kein Grund, ein dediziertes Facebooktelefon zu kaufen. Das Risiko eines Flops ist wohl einfach zu groß. Vielmehr ist man wohl der Ansicht, dass man mehr gewinnen kann, wenn man sich auf dem Android im wahrsten Sinne des Wortes breit macht.

Und eine andere Sache kommt noch ins Spiel: beim Start von Facebook Home bekommt man auf seinem Homescreen nur 80% seine Facebook-Feeds angezeigt. Zwei Dinge fehlen derzeit noch: Videos und Anzeigen. Und das könnte der eigentliche Grund sein, warum man davon abgesehen hat, ein eigenes Gerät zu lancieren, das man erstmal in den möglichweise schon recht satten Markt hätte drücken müssen: man braucht ein breites Userbasis, damit es richtig in der Kasse klingelt, wenn in Zukunft dann Ads auf dem Homescreen von Androidtelefonen angezeigt werden. Hallelujah.

Eben kam das Update der normalen Facebookapp rein. Obwohl auf meinem Nexus 4 Facebook Home nicht läuft (derzeit) wollte die Facebookapp trotzdem schon einmal die Rechte für die Facebook Homeapp zugestimmt haben, also alles was man sich vorstellen kann. Da hab ich die Facebookapp lieber deinstalliert. Ist irgendwie mein Telefon, und nicht Mark Zuckerbergs.