Airmail

Ich weiss gar nicht so genau, was an inbox zero eigentlich so magisch sein soll, muss irgendwas psychologisches sein, denn ich hätte es immer so gerne mal erreicht, hab’s aber nie hinbekommen. Das hat sich gerade geändert, dank Airmail.

Seit ich wieder mit einem iPhone rumlaufe (dazu mehr in einem anderen Artikel), bin ich auf der Suche nach einer Mailanwendung, die nicht saugt, sondern mich unterstützt beim Mails abarbeiten, wenigstens mit aber keine Steine in den Weg legt. Das kann man von mail.app irgendwie nicht behaupten, jedenfalls funktionierte die Zusammenarbeit mit dem Firmenexchange nur unwillig, ich schrob dauernd Mails von meiner me.com-Adresse ohne es zu wollen und es tut halt nichts gegen den nicht abreißen wollende Flut von Müll, der auf einen täglich einprasselt. Hinzu kommt, dass ich meine privaten Mails getrennt in inbox hielt, was zur Vernachlässigung derselben führte. Dort widerum hatte ich immer das Gefühl irgendwas zu verpassen, was sich im Nachhinein als wahr herausstellte, aber egal.

Airmail auf dem iPhone nun möchte helfen bei der Mission inbox zero. Das macht es auf vielerlei Arten, u.a. dadurch, dass man schon in der Übersicht alle Mails per Wischgesten auf verschiedene Arten bearbeiten, löschen, weiterverteilen usw. kann. Und ums Weiterverteilen geht’s ja eigentlich schon hauptsächlich. Inbox zero erreicht man ja nicht, indem man alle Mails die so anfallen, sofort abarbeitet. Das Wort Abarbeiten klingt in diesem Zusammenhang nicht aus Versehen als Drohung. Für mich persönlich jedenfalls ist das eine mission impossible, weil Mails hat später beantwortet werden müssen, Tasks enthalten, die erst gemacht werden müssen, zu einem Zeitpunkt nochmal vorgelegt werden müssen und so fort. Das kann Airmail.

Eine Mail kann im Moment des Aufschlagens in unterschiedliche Richtungen verteilt werden, beispielsweise in die Sektion „Zu erledigen“, oder in eine To-Do-List bei Wunderlist, nach Evernote, oder man snoozed die Mail für einen bestimmten Zeitraum, bis heute Abend, bis Morgen, bis nächste Woche etc. Letztere Werte sind dabei einstellbar. Und das ist dann für mich auch schon das ganze Geheimnis. Eine Funktion Wiedervorlage wünsche ich mir schon seit ich noch in Anwaltskanzleien arbeitete, das ist mit der Snooze-Funktion erfüllt. Ebenso schätze ich den Export von Taskmails in meine ToDo-List (bei Wunderlist). Das löst schon mein Problem: Mails liegen ewig im Posteingang herum, weil sie aufbewahrt werden sollten, und wurden dann nicht gelöscht, vergessen etc. pp. Mit Airmail kann ich das nun alles kanalisieren. Das ist natürlich alles nicht neu, aber so zusammengefasst in einer App hatte ich das bisher noch nicht. Noch dazu ohne das Gefühl, die App wolle mich bevormunden oder ich müsse meine Arbeitsabläufe an die App anpassen.

Und kommunikativ in alle Richtungen ist Airmail auch noch: es kann Accounts von Google, iCloud, Exchange, Yahoo!, Outlook, sowie einfaches imap und pop3 verwalten und alles in einem gemeinsamen Posteingang organisieren. Als externe Dienste können Google Drive, Dropbox, OneDrive, Droplr und Box für’s Datensharing genutzt werden. Weiter wird praktisch jede To-Do-App auf dem Planeten zum Anlegen von Aufgaben angesprochen. Den Inhalt einer Mail kann man in externe Editoren (bspw. Editorial, iA Writer) exportieren.

Das Ganze hat dann allerdings nach kurzer Zeit schon einen gewissen Lock-In-Effekt. Denn das was man auf dem Telefon macht, will man natürlich auch auf dem Desktop. Um dauerhaft inbox zero zu halten, muss man schon auf allen Kanälen airmailen, völlig klar. Die Desktop-Version hält dann nochmal ein paar weitere Schmakerl bereit. So kann man seine Mails in Markdown schreiben, inklusive Side-by-Side-Preview. Ebenso stehen die Gmail-Tastenkombinationen zur Verfügung. Und über ein Plugin kann man die GPGSuite zum Ver-/Entschlüsseln und Signieren von Mails nutzen, was hervorragend funktioniert.

Also, los schreibt mir Mails! Mich könnt’ ihr nicht mehr schocken. Oder von der wirklichen Arbeit abhalten. Die gewonnene Zeit stecke ich ins Bloggen…

Apple Music macht mir schlechte Laune

Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass Marco Arment über die abnehmende Qualität von Apple Software rantete, Apple has lost the functional high ground:

I suspect the rapid decline of Apple’s software is a sign that marketing1 is too high a priority at Apple today: having major new releases every year is clearly impossible for the engineering teams to keep up with while maintaining quality. Maybe it’s an engineering problem, but I suspect not — I doubt that any cohesive engineering team could keep up with these demands and maintain significantly higher quality.

Einiges davon hat er danach noch konkretisiert und erklärt, also den Artikel ruhig nochmal lesen. Und trotz aller Relativierungen, der Text trifft meines Erachtens nach noch immer den Nagel am bestplatzierten auf den Kopf, vor allem, weil er einen Zusammenhang zwischen Apples Marketing und der abnehmenden Softwarequalität herstellt, was spätestens seit dem Start von Apple Music, als bewiesen angesehen werden kann.

Apple Music ist tatsächlich der aktuelle Tiefpunkt in Sachen Softwarequalität, während gleichzeitig der Jahrhundertmarketinghöhepunkt für die Watch noch nicht abgeklungen ist. Ein schön dokumentiertes Beispiel für völliges Versagen bietet How Apple Music Onboards New Users. Derlei Präsentationen konnte man einst mit Microsoft-Fails machen, aber doch nicht mit Apple-Produkten!

Khoi Vinh ärgert sich hauptsächlich über die schlechte Datenanbindung an die musikalische Historie, die wir ja beinahe alle bei Apple/iTunes haben: sie ist faktisch nämlich nicht vorhanden.

The playlists include a whole bunch of stuff I can’t stand, along with a smattering of albums from acts that I’m okay with but not particularly passionate about, and one so-so album from a band I quite like but rarely listen to. Nothing from my current heavy rotation of artists appears here, and nothing new or surprising that I’d never encountered before does, either. Overall, the selection lacks any real surprise or inspiration.

Das ging mir genauso. Schon beim beantworten der sinnfreien Bubbles, bei denen man das Gefühl hat, bei jedem Klick darauf stirbt irgendwo auf der Welt ein UX-Designer, kam mir das Gefühl, das der Dienst nicht viel, bis keine Ahnung über meine Playlist hat. Das zog sich dann so durch, so dass mein Empfang bei Apple Music extrem kühl ausfiel. Eine Playlist mit Cure Influencers, der Rest hatte mit meinen Vorlieben, trotz Bubbleklicken, nichts bis gar nichts zu tun. Als Band zum followen wurden mir ausschließlich die Beastie Boys angeboten, was widerum ein Treffer ist, deren einzige Leistung bisher war aber das posten eines Fotos von einem Liveauftritt 2008. Bemerkenswert: die Hälfte der gut 30 Kommentare dazu trug den Zeitstempel „vor 46 Jahren“ (kleiner Datebug, wie :)). Insgesamt empfinde ich die Oberfläche, eingezwängt in das immer schlimmer werdende iTunes als schlecht, antiexplorativ bzgl. Musik, langweilig. Und dass Apple so tut, als würde es mich musikmäßig nicht kennen, macht mich geradezu wütend. Datenschutz ist eine tolle Sache, scheint mir hier aber nur eine Ausrede, für einen mies integrierten zugekauften Dienst zu sein, der in der Alphaphase gelauncht wurde.

Mich beschleicht leider immer mehr das Gefühl, dass mir Apple in absehbarer Zeit nicht mehr die Arbeitsmaschinen liefern kann, die ich gewohnt bin, zu nutzen. Denn ich brauche weder überteuerte Gadgets für das Handgelenk, noch goldfarbende Hipsterrechner. Ein Arbeitstier wie mein gutes alten MacBook Pro, bloss schneller und vor allem mit einem Betriebssystem, das mir zuarbeitet und nicht gegen mich. Ich will kein iCloud, dass meine Musiksammlung auffrisst und ich will nicht meine WLAN andauernt aus- und wieder einschalten, damit ich Netz bekomme.

Update: Immerhin, inzwischen (ohne dass ich über das Abspielen einer Playlist hinaus etwas getan hätte) hat sich in „Für Dich“ schon etwas getan:

applemusic

Update: Ich sammle mal ein paar weitere Meinungen und Berichte dazu hier:

Von der App zur Webversion direkt in die Grütze

Die Webversion von Flipboard hat es nicht nur geschafft, mit einer beworbenen Animationsgeschwindigkeit von durchgängig mindestens 60 fps Aufsehen zu erregen, sie sorgt auch sonst für Diskussionsstoff, wegen ihrer kompletten Unzugänglichkeit. Die Macher von Flipboard haben den DOM in <canvas> nachgebaut, weil er zu langsam ist. Klingt für mich nicht nach einer Idee, die man feiern sollte.

Ich kenne das selbst nur zu gut, Accessibility einzubauen, kann je nach Struktur des eigenen Codes sehr schwierig sein. Die gewählte Struktur ist, naja, sehr schwierig. Und vielleicht liefert Flipboard eines Tages ein Update, bei dem dann der Accessibility mehr Wert beigemessen wird, gänzlich unmöglich ist es ja nicht. Allerdings:

60 frames per second is not “would be nice”. It’s “must have”. And the DOM doesn’t have it. It’s not surprising that Flipboard’s workaround — the <canvas> element — was invented by Apple, as the basis for Dashboard widgets and potentially as the backdrop for the iPhone. But it’s damning that something Apple decided was too slow to serve as the basis for native iPhone apps is the best-performing backdrop for the mobile web.

John Gruber meint also, jetzt 60fps-Animationen an den Start zu bringen, sei wichtiger als Accessibility umzusetzen. Die kann man ja beizeiten nachliefern. Ja, ja, der DOM ist lang und weilig, kennen wir alle. Bisher gabss aber immer wichtigere Dinge, die entwickelt werden mussten. Aber nun kommt es darauf an, dass wir endlich endlich endlich flüssig scrollen können? Und bis das umgesetzt ist, lassen wir mal jene, die auf Zugänglichkeit angewiesen sind, im Regen stehen. Und Schuld ist auch noch das W3C!

Blinded by ideology, oblivious to the practical concerns of 60-FPS-or-bust-minded developers and designers, the W3C has allowed standard DOM development to fall into seemingly permanent second-class status.

Ich weiß gar nicht genau, welche dahinter steckende Denke mir mehr auf den Sack geht: ist das schon Technologiedarwinismus? Natürlich kann man wollen, dass der DOM ähnliche Leistungen vollbringt, wie auf Einzelplattform optimierte Grafikengines, aber der Kern des Web ist das nicht. Und wird es nie sein. Deswegen ist es aber keinesfalls zweitklassig. Vielmehr ist ja seine Stärke die Plattformunabhängigkeit und seine Breite. Und wer glaubt, nur weil jetzt ein paar Appentwickler im Apple Store nicht mehr genug Kohle machen, müsse man das web in eine andere Richtung entwickeln, also weniger offen, weniger zugänglich, aber mit 60fps, der beleidigt einen großen Teil seiner Nutzer und viele ernsthafte Webentwickler gleich mit. Es ist ein Fehler, Apps in HTML eins zu eins nachbauen zu wollen (weiss ich aus Erfahrung) diesen Fehler jetzt zur Ideologie zu erheben, halte ich bestenfalls für gefährlich.

Es muss einen (hust… finanziellen… hust) Grund geben, warum Apps wie Flipboard aus ihrer ach so primärtechnologischen Welt der Apps in das so lahme mobile Web wollen. Mit Menschenfreundlichkeit hat es offenbar nichts zu tun. Ich kann nur hoffen, dass, falls sich das als Trend erweisen sollte, wir stark genug sind, ein offenes und gleichberechtigtes Netz zu bewahren und nicht anfangen, langwierig Erkämpftes (was sich selbst noch deutlich ausbauen lässt) auf dem Altar der Animationsgeschwindigkeit zu opfern.

Meinungen zu iOS7

Nachdem ich Freitag endlich Zeit hatte, die iOS7 Beta zu installieren, drücke ich mich seitdem darum, einen Artikel darüber zu schreiben, weil es nichts anderes werden würde, als ein fürchterlicher Rant. Und davon gibt es im Netzt doch nun schon so viele. Stattdessen möchte ich zwei sehr gegensätzliche Artikel zum Thema iOS7 vorstellen, die meiner Meinung nach die Positionen dazu ganz gut aufzeigen. Chris Win (Founder of Sixteen Eighty) will uns zeigen: „Where Apple Went Wrong” und Cap Watkins (Design Lead at Etsy) meint dagegen: „iOS 7. Unpolished By Design.”.

Chris Win hat das neue iOS einigen ausgesprochenen Nicht-Profis gezeigt, da die Diskussion unter seinen Design-Kollegen doch ziemlich zerstritten ist. Chris kommt direkt zum Punkt:

Everyone is entitled to an opinion, but a design can be objectively bad. Despite some important functional design improvements, much of what Apple displayed at WWDC was simply not show-quality.

Da stimmt er mit mir und vielen, vielen, sehr vielen Stimmen im Netz bis hin zu Erik Spiekermann überein. Cap Watkins ist mehr oder weniger auch dieser Meinung, mag es aber nicht aussprechen. Stattdessen vertritt er die Ansicht, dass sozusagen dort wo gehobelt wird, eben Späne fallen:

Today, Apple pressed the big reset button on their entire OS and aesthetic. Sure, the functionality is still, largely, there. But they’ve essentially taken the last six years of tweaking, touching-up, honing, and revising and wiped it all away to begin again. To learn again. To hone from a new, unknown place.

Was ziemlich pathetisch klingt. A land, where no man has gone before. Wofür er allerdings wirbt ist, Apple den anfänglichen Fail zuzugestehen, so wie wir es bei der seit Jahren üblichen Strategie launch quickly, learn quickly, and polish as we go ja auch immer selbst machen. Und man hat ja durchaus genug gemeckert die letzten Jahre, über das veraltete Design mit Lederimitat und den anderen Skeuphormismen. Das dies zur kompletten Entstellung führen darf, zweifelt Chris Win natürlich an:

iOS 7 misses the mark when it comes to user interface design. Take the new Control Center, for example. Does a black icon mean a button in its active state, or is the white icon active? You’ll learn once you start using it, I guess.

The controls also lack negative space. Buttons and widgets are crowded together. Apple has always stated clearly that control groups should allow comfortable target zones, particularly with touch.

Maybe this will change. Maybe Apple knows it’s wrong or unfinished. But then what the hell are they doing showing it?

Was ranten wir dafür immer wieder über Microsoft. Was haben wir uns über die Präsentationen bei Samsung lächerlich gemacht. Immer aus der Warte heraus, Nutzer der bestdesignten Notebooks zu sein, die beste Software zu benutzen, das beste mobile Betriebssystem. Über das wir natürlich trotzdem immer gemeckert haben, weil wir der Ansicht waren, Apple könnte es tatsächlich noch besser machen. Jammern auf sehr hohem Niveau. Cap Watkins dazu:

For the last couple of years we’ve all complained, jeered and teased our phone-maker-of-choice for not totally revising their UI. For using felt. For using leather stitching. They’re falling behind the times, we said. They need to revolutionize their interface.

Kein Grund mit halben Kram zu kommen, meint auch Chris Win:

Apple is following in this area, where once they led. They had purpose in their user interface designs. They set the standard and showed finished products. They inspired designers and copycats. Who will copy that home screen, with its mess of over-saturated, child-like icons? Who can tell me the beautiful, subtle detail of the previous camera lens icon should be replaced with a black blob?

Und trifft, wie ich meine einen wichtigen Punkt. Bei Apple hat sich etwas verändert. Es ist schwer zu ertragen, dass eben die Firma, die in den letzten Jahren den Staffelstab in Sachen mobile Design und Smartphone-UI in der Hand hielt, sich nun eingereiht hat in die Riege derjenigen, die halt auch mal mit etwas halbfertigem an den Markt gehen. Hier antwortet Watkins mit Optimismus:

It will get better. It will be honed. They’ll spend the next six years polishing this interface until we’re complaining that it’s not real-looking enough. Not directly-connected-to-our-brains enough. Not whatever enough. And they’ll revolutionize it again. And we’ll complain.

Sechs Jahre?! So optimistisch ist das vielleicht gar nicht. Ich kann mich nicht erinnern, dass bei derPräsentation des iPhone 1 etwas derartig unfertiges abgeliefert worden wäre, dass man nun die letzten sechs Jahre verfeinert hätte. Da kommen harte Zeiten auf uns zu. Sieht auch Win so:

Everyone seems to agree this was a big moment for Apple. It is a time to reclaim the mantle of innovation and quiet the naysayers who have become skeptical of Tim Cook’s Apple. But if this is the future — following and not leading on software design — we are in for a rough ride. They have until September to finish this draft. I sure hope they do.

Ich habe ja zum Glück noch ein zweites Telefon, ein Nexus 4. Mal sehen wie Android dann in sechs Jahren aussieht.

Flat iOS7

Logo der WWDC

Allenorten geht nun das große Spekulieren los, wie flat das zukünftige iOS7, das mutmaßlich auf der WWDC im Juni vorgestellt werden soll, wohl aussehen mag. Und das freies Spekulieren ohne jegliche Wissengrundlage zu den neuen Kernkompetenzen meines Blogs gehören soll, mache ich gleich mal mit.

9to5mac, die offensichtlich mehrere Menschen kennen, die das neue Betriebssystem schon gesehen haben, haben Dramatisches zu melden:

According to multiple people who have either seen or have been briefed on the upcoming iOS 7, the operating system sports a redesigned user-interface that will be attractive to new iOS users, but potentially unsettling for those who are long-accustomed to the platform…

Eine einzelne Quelle allein weiss zu berichten, dass das neue Design auch flat wäre und zwar so flat, dass es sich der UI formally known as Metro annähern könnte.

Aber irgendeine Auswirkung wird er schon haben, der Wechsel von Scott Forstall (Apple Senior Vice President of Industrial Design a.D., ich liebe diesen Titel) zu Jony Ive. Es ist weithin bekannt, kann aber nicht oft genug wiederholt werden, weil es so schön ist (und überall immer und immer wiederholt wird): Ive ist keine Freund des Skeumorphimus, der sich bisher wie ein roter Faden durch das iOS Interface Design zog. Zudem sind bereits viele App oder zumindest deren Homescreenicons zum flat design übergegangen, à la mode sozusagen.

Logo der WWDC

Noch mehr Grund zum Spekulieren gibt freilich das Logo der WWDC, das viele übereinandergeschichtete flat Icons zeigen könnte. Ich find’s ja häßlich, also das Logo, aber das ist letztlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Also das gibt den Ausschlag für mich und ich lege mich fest: iOS 7 wird flat und zwar überall dort, wo heute der Skeumorphimus sein Unwesen treibt. Wie Windows wird es danach natürlich nicht aussehen, aber man muss wohl neidlos anerkennen, dass Microsoft hier das erste Mal designerisch richtig gelegen haben könnte. Womit Ive endgültig das Gestaltungserbe des, in seinem Grab wohl permanent rotierenden, Steve Jobs endlich über Bord werfen können wird. Herzlichen Glückwunsch.

Update: OS X 10.9 wird ebenso flach.

TL;DR: iOSz wird flach as in platt.