Fronteers Spring 2016

 

Jedesmal wenn ich auf einer Fronteers Conference war: hintendran diese Lobhudelei. Kann ich mir aber auch in diesem Jahr nicht verkneifen, auch und besonders im Vergleich mit meiner letztjährigen Konferenzpleite (ich nenne sie liebevoll the event that should not be named). Also liebe jungen Webentwicklerkollegen, die noch nie auf einer Fronteerskonferenz waren (gibt’s die?), fangt sofort an euren Chef zu löchern und bucht euch eine, z.B. im Oktober, da kann man nichts falsch machen.

Konferenzfrühlingsgefühle

Die Frühlingsausgabe in diesem Jahr stand unter dem inhaltlichen Thema »Performance« und dem Motto Frühling. Und während der englisch-pessimistische Host Phil Hawksworth eher Regenschirme verteilt hätte, gab es als einziges Konferenzgimmick in diesem Jahr eine Fronteers-Sonnenbrille, die Organisatoren wussten warum.

Das Format

Das Format der Springconference war IMHO schon experimentell, aber zum allergrößten Teil auch gelungen. In drei Themenblöcken gab es drei Talks zu jeweils 20 Minuten und danach eine gemeinsame Talkrunde mit den Sprecherinnen und Sprechern. Hier wurden dann auch die per Twitter aus dem Publikum gestellten Fragen eingebaut.

Dazwischen blieb viel Platz fürs coffiedrinke und kommunikatie maken im wunderbaren futuristischen Veranstaltungsort EYE.

EYE von oben

Mein einziger Kritikpunkt hier sind vielleicht die 20-Minuten-Talks, bei denen die Sprecher öfter zum Schnellsprechen und Foliendurchwinken tendierten, anstatt sich thematisch zu konzentrieren und einzuschränken. Aber das hatte im Grunde nur Auswirkungen auf meine geliebten conference notes, inhaltlich war alles top.

Das Thema performt

Der Tag war eingeteilt in drei Unterbereiche:

  • Visual Performance, hier ging es um das Gefühl von Schnelligkeit auf Webseiten, Zeit und Geschwindigkeit an sich und wie man all dies für seine Seite einsetzt, um dem Nutzer ein flüssiges Nutzungsgefühl zu vermitteln, das vielleicht gar nicht immer das schnellste ist;
  • Accessible Performance, hier wurde gezeigt, dass man bei allem Herausholen von Millisekunden, die Zugänglichkeit der Seite nicht aus dem Blick verlieren darf, und das eben diese Zugänglichkeit auch ein Performancewert ist;
  • Technical Performance, hier ging es nun darum, wie man technisch am besten und sichersten eine guter performende Website hinbekommt.

Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einer Keynote, in der Kristian Sköld vermittelte, wie man die Arbeit an der Performance von Webseiten innerhalb des Unternehmens oder beim Kunden bewirbt und sich Sponsoren für den Kampf um Millisekunden sucht. Den Tag über war eben genau diese Frage, wie üblich gemischt mit etwas Unmut, in mir aufgekommen: wer soll das eigentlich alles bezahlen?! Die perfekte inhaltliche Klammer also.