Das Steinbach-Problem

Sascha Lobo erklärt auf Facebook, warum Erika Steinbachs Raissistentweet rassistisch ist und Erika Steinbach als Rassistin entlarvt.

Wenn gemäß der Weisheit von Forrest Gumps Mutter (“Dumm ist, wer Dummes tut”) derjenige Rassist ist, der sich rassistisch äußert – dann ist Erika Steinbach Rassistin. Steinbach Rassistin.

Viel ist dem eigentlich nicht hinzuzufügen, außer vielleicht, dass meines Erachtens viel zu oft beim Blick auf einen Politiker oder eine Politikerin auf eine Einzelperson geschaut wird und der dahinterstehende Apparatus, also das jeweilige Büro, der Verband und natürlich auch die Partei selbst aus dem Auge verloren wird. Welche Leute arbeiten mit Steinbach und kriegen die jedesmal einen Herzinfarkt, wenn sie einen ihrer gefürchteten Tweets absetzt, oder führen sie ihr Fotos zu, die man auch in rechtsextremen Foren wiederfinden kann? Und was ist die CDU für eine Partei, die derlei Entgleisungen duldet.

Aber am Ende haben wir das wieder alles falsch verstanden, meint jedenfalls Erika Steinbach, das Bild stamme von einem besorgtem Familienvater aus Frankfurt/Main und sei kein aggressives Foto, als wenn es darum gegangen wäre. Erika Steinbach postet also nicht nur rassistische Bilder, sondern bedient auch der gleichen Entschuldigungs- und Verschleierungstaktiken, wie Pegida und AFD (und alle anderen rechtsextremen Parteien/Gebilde/Politker zuvor).

In diesen Zusammenhang passt Carolin Ehmkes Frage, was man eigentlich noch alles sagen darf, ohne als rechts zu gelten:

Wir sind nicht rechts. Wir zünden halt nur Häuser von Flüchtlingen an. Wie viele Sätze, Aussagen, Reden, wie viele Handlungen sind eigentlich nötig, damit etwas als rechts gelten kann? Wo „Ich bin kein Rassist“ draufsteht, ist eben allzu oft leider doch ein Rassist darin.

Bleibt die Frage nach der Konsequenz. Was passiert denn nun eigentlich mit Erika Steinbach, wo wir wissen, dass sie eine Rassistin ist?

Teaserbild: Tobias Koch, CC BY-SA 3.0 de