Verlinkt XXXI

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The projects you’re working on this very moment will be interacted with on devices that didn’t exist at the time you made them.
Future Friendly Fruition

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Wäre es ein Staat, würden Rettungsschirme aufgespannt und Spenden gesammelt werden, es gäbe ARD-Brennpunkte und es würde eine besorgte Troika einrücken, angeführt vielleicht von Peter Hahne.
Am Arsch der Welt

Verlinkt XXIX

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The Colour of Link Magic

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terrypratchett

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The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it.
[Terry Pratchett, *1948 †2015]

Artikelbild: http://www.acumenimages.com. Uploaded to Flickr by The Health Hotel. (Dementia_Decade04 on Flickr) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Oettinger, die Taliban und Netzneutralität

Das ist der EU-Komissar für Digitales, aus Deutschland. Ein Konservativer, kein Bauer, auch wenn er aus dem tiefsten Ländle kommt, sondern Rechtsanwalt und Steuerberater.

Hier zeigt er uns, wie man reaktionär argumentiert. Erfinde einfach ein paar Lügen, die so wahnwitzig erscheinen, dass niemand bei voller geistiger Gesundheit es für nötig hält zu widersprechen. Denn während unsereins sich kopfschüttelnd abwendet, glauben das leider noch massenhaft Leute. So läuft es ja auch gerne bei der Diskussion um Klimawandel. Günther Oettinger gibt eben den Jim Inhofe für bzw. gegen Netzneutralität. Ich hege hohe Anerkennung für jeden, der bereit ist, sich mit einem solchem Gestammel noch ernsthaft politisch auseinander zu setzen, obwohl das natürlich die einzig richtige Reaktion ist.

Nenne deine Gegner einfach in einem Satz mit Terroristen. Ist der zweite Teil der hohen Kunst der reaktionären Diskussionsstrategie. Wobei Oettinger lustigerweise die Piraten in den Vordergrund stellt. Ich nehme an, dass er von seiner europäischen Sicht auf die Heimat zurück schließt. Oder er subsumiert absichtlich alle Gegner unter diesem für ihn mit kriminell gleichlautenden Begriff. Wie er sich freut, über die Bombe, die er gerade hat Platzen lassen, man sieht es im Video. Später wiederholt er nochmal und weitet aus: Netzneutralität, dieses talibanartige Thema.

Will sagen: Günther Oettinger ist leider nicht der Vollidiot für den ich ihn bisher gehalten habe. Es ist alles viel viel schlimmer.

Artikelbild von Martin Kraft unter CC-Lizenz BY-SA 3.0.

Dead, dead, dead! Google+ is dead!

So, endlich, die Spechte zwitschern es bereits von den Dächern: Google+ geht dem Ende zu. Es wird zwei neue Produkte aus dem Hause Google geben, Streams und Photos, da bleibt dann nicht mehr viel für Googles Profilfriedhof übrig. Und man weiss ja, wie Google mit seinen verlassenen Projekten umgeht.

For a while, Google was counting activity on any Google service as Google+ use—as all the services were interconnected—essentially overstating its popularity. And now the product appears likely to land on the list of other social endeavors that Google has pulled the plug on, such as Google Wave, Google Buzz and Orkut.

Ich sage: hurra! Kann man eigentlich nur hoffen, dass es möglichst schnell geht, damit das Leiden endlich ein Ende hat. Am Ende wird sich Google auf die Fahnen schreiben können, zumindest die nutzloseste aller Socialmediabutzen hochgezogen zu haben. Immerhin hat man ja gut zwei Milliarden User zwangsanmelden können  bisher, zuletzt sollen aber nur sechs Millionen davon aktiv gewesen sein. Und bei denen kann man sich nicht sicher sein, wie hoch der Anteil derjenigen ist, die nur aus Versehen auf einen Link einer Mail geklickt haben, oder sich vor Jahren gleich nach der Anmeldung, in der UI-Hölle verlaufen und bis heute nicht zurück gefunden haben. Und was diese verlorenen Seelen bei G+ gemacht haben ist auch klar: sie haben sich gegenseitig und jeden Wildfremden in irgendwelchen Circlen hinzugefügt. Und tun es noch.

Wahrscheinlich steckte eine total geniale mathematisch-wissenschaftliche Theorie hinter der Circle-Idee, sie ist jedenfalls nicht aufgegangen. Was ja vielleicht ganz gut ist, denn sonst wäre die Welt wahrscheinlich voll von Ads die einem verkünden, dass die ehemalige Kollegin gerade ein Sexspielzeug gekauft hat oder der Ex-Lover einen Kasten Weizenkorn. Aber auch wenn dem nicht so ist, Google wird die 2.000.000.000 Nutzerprofile schon zu nutzen wissen, wahrscheinlich werden sie einfach direkt in Doubleclick migriert, wo sie dann Werbeservern helfen, und wieder zu erkennen, quer über alle Geräte die wir nutzen um ins Netz zu kommen. Na prima.

tl;dr: Google+ gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.