Verlinkt XV

Das klingt mal interessant. MindBEMding – getting your head ’round BEM syntax:

BEM – meaning block, element, modifier – is a front-end naming methodology thought up by the guys at Yandex. It is a smart way of naming your CSS classes to give them more transparency and meaning to other developers. They are far more strict and informative, which makes the BEM naming convention ideal for teams of developers on larger projects that might last a while.

Denn das wissen wir ja alle: naming things ist eines der ungelösten Probleme des Codens. Via @ralfgoeke. Übrigens, jetzt neu in der Sidebar ihres Vertrauens: Das ADN-Timelinwidget. Der folgende Text ist schon fast ein Jahr alt, aber immer noch zum Nachdenken geeignet: How jQuery and "unobtrusive javascript" can be poisonous:

Bottom line: jQuery cannot, and will not, ever separate itself from the HTML. You can pull out the logic, and have it contained inside an external js file. But that file is infested with dependency after dependency and is intimately coupled with the view. Unless you use a very strict limited subset of jQuery, there is no easy way out of this. This is worse than "obtrusive" javascript… this is SNEAKY javascript. Next to littering your code with comments and/or being part of the .001% which has managed to successfully implement a javascript Unit-Testing framework (at which point, I will throw a wild guess that this article is absolutely worthless to you and not providing you with any new insights), there is no easy way to determine if modifying your HTML view will break your UI logic.

Fällt für mich in die Kategorie our best practices are killing us. Ja, die Zeiten werden immer professioneller.

Apropos Zeiten, früher—also noch vor Google—war ja Yahoo das Ding. Man fragt sich: Was ist eigentlich mit Yahoo passiert? What Happened to Yahoo

Jerry didn’t seem to care. I was confused. I was showing him technology that extracted the maximum value from search traffic, and he didn’t care? I couldn’t tell whether I was explaining it badly, or he was just very poker faced.

I didn’t realize the answer till later, after I went to work at Yahoo. It was neither of my guesses. The reason Yahoo didn’t care about a technique that extracted the full value of traffic was that advertisers were already overpaying for it. If they merely extracted the actual value, they’d have made less.

Ein älterer Text aus 2010, der aber nochmal schön zeigt, wie Yahoo zumindest damals getickt hat. Ob sich das unter Marissa Mayer grundlegend geändert hat… ich wage es zu bezweifeln. Armes tumblr. Via @tristessedeluxe übrigens, wie der nächste auch. Im Zusammenhang mit Facebook Home von einem Flog zu sprechen mag ja noch verfrüht gewesen sein (not), aber der Facebook Börsengang war definitiv einer: Facebook, One Year Later: What Really Happened in the Biggest IPO Flop Evr

Facebook shares hit the market at an opening price of $38. Minutes later, Swaminathan’s online order was executed, and the retired schoolteacher had just spent approximately half her life savings.

Gestern sag ich doch zu meiner Frau, dass ich jetzt die Geschäftsidee habe und zwar ein Spotify für Videos. Sagt die zu mir: das gibt’s ja schon (bspw. tape.tv). Wieder nix mit den Millionen! Aber selbst, wenn vor mir keiner drauf gekommen wäre: verdienen kann man mit Streaming irgendwie eh‘ nix. Steht hier: Is Streaming the Next Big Thing? – das Geschäftsmodell der Musikstreamingdienste.

Der hohe Kostendruck und der sich verschärfende Wettbewerb am Musik-Streamingmarkt werden in absehbarer Zeit zu einer Marktbereinigung unter den Angeboten führen. Erfolgreich werden jene Services sein, die Content-Beschaffungskosten in Griff haben und ihre Abonnentenbasis entsprechend ausbauen konnten.

Per Mail von Arne. Danke. BTW: ja! Schickt mir Links. Das ist super! Und wenn wir schonmal bei Stories von zu Hause sind… Am Wochenende waren Kommunalwahlen in meiner Wahl-Heimat Hedwig-Holstein und alle Bauern Landbewohner haben wie immer CDU gewählt, nur in Kiel und Lübeck nicht. In Lübeck aber steht es Patt und gleichzeitig ist dort das erste Mal ein Kandidat von DIE PARTEI in ein Parlament gewählt worden. Der kann nun das berühmte Zünglein spielen, an der Waage nämlich. Mein Arbeitgeber hat den sympathischen Lübecker im Interview: Satire-Partei: "Ich hoffe, das klingt nicht zu seriös"

ZEIT ONLINE: Wenn Sie die Politik so ernst nehmen, wo ist denn da die Satire abgeblieben?

Langbehn: Na, dazu müsste man Lübeck jetzt kennen (lacht). Wir haben es hier gar nicht leicht, mit Satire aufzufallen. Da gibt es unter den anderen Parteien schon echte Spitzenanbieter in der Stadt.

Verlinkt XIV

Ist schon ein paar Tage her, seit der letzte Folge „Verlinkt”. Dafür haben sich aber inzwischen einige, vor allem webtechnische Lese- und Lerntipps in meiner Dropbox angesammelt. Dazu, weil ich es gefragt wurde, eine kurze Beschreibung meines Workflows, der wohl anderen Linkbloggern nicht unähnlich sein dürfte: ich sammle Links für das Blog in meinem pinboard. Von dort werden sie via ifttt in einer Textdatei in meiner Dropbox gesynct. Diese verarbeite ich dann händisch in Markdown, was ich in Blog packe, wo es per Markdown On Save Plugin zu einem Blogpost wird. Das dazu.

About Dev.

Wer nicht unter einem Stein in der Mongolei lebt, sollte schon den einen oder anderen ALA-Artikel gelesen haben. Die aktuelle Ausgabe dreht sich um Javascript und wendet sich an Entwickler, die an der Schwelle zur Professionalität stehen. Für diese Zielgruppe sind Writing Testable JavaScript und The Design of Code: Organizing JavaScript unbedingt lesenswert.

Ähnlich bekannt ist ja auch Smashing Mag, aber bei Glanzleistungen erwähne ich es immer wieder gerne: CSSler, lest unbedingt Designing CSS Layouts With Flexbox Is As Easy As Pie. Und dann fleissig flexbox nutzen.

Und noch ein Tipp: Pearsonified’s Golden Ratio Typography Calculator. Und noch einer: The Beautiful Way to Organize Code Snippets (via Jens Grochtdreis).

About social media.

Heute schon wissen, was morgen kommt: The Next Facebook.

It has now been six months since I documented my tenth grade sister’s technology habits. Intrigued by what I learned, I’ve gone on to ask many more “normal” people, of all ages, about the products that they use on a regular basis. This post is an attempt to string those conversations together, at a high level, and offer a proposal for what The Next Facebook might look like.

Derweil entdeckt The Daily Dot: The real origins of Tumblr und fördert erstaunliches zu Tage:

Karp wasn’t the first person to create a tumblelog, the term used to describe the stripped-down blogging and content curation he has become known for. He wasn’t even the second.

The true origin of Tumblr involves a German and an American, hundreds of lines of code, and their common desire to change the way we think about blogging.

Ach, wie sich die Welt plötzlich für tumblr interessiert. Das ja von Yahoor völlig unangetastet bleiben wird. Für flickr hat man das damals wohl nicht versprochen, wie es scheint. Das meint jedenfalls Derek Powazek in The new Flickr: Goodbye customers, hello ads. Und er sieht bereits das Ende von flickr heraufziehen.

Ad-driven companies prioritize public content, gobbling up as much demographic information as possible, and putting as many ads in your face as you’ll tolerate. They can’t say that, of course, so they also tend to be less honest with their members. Communities, it’s fair to say, are often at odds with these priorities.

So in the future, when the revenue coming from paying members is small enough to ignore, and the advertising numbers come in below expectations (as they often do), my fear is that Yahoo will come to an almost inevitable business decision: To kill Flickr.

About old media.

W&V: Weniger als 1000 digitale NZZ-Abos – Schweizer lehnen Paywalls ab

Bei einer internen Tagung des Medienhauses wurde jetzt bekannt, dass die Zahl der registrierten Nutzer „unter tausend“ liegt. Insider berichten gar, dass es gerade mal 800 User seien, die ein Digital-Abo bei der ältesten Schweizer Zeitung gekauft haben.

Twitter und die Sicherheit

Nach den inzwischen zur Regel gewordenen Hackerangriffen auf exponierte Twitter-Nutzer, reagiert Twitter nun endlich mit der Einführung einer two factor authentication, dass heisst, wer das Feature aktiviert braucht zwei Dinge um sich bei Twitter einzuloggen: seine Passwort und einen per SMS zugesandten Code. Damit werden die Angriffe, dort wo das Verfahren genutzt wird, nun deutlich erschwert.

Twitter nutzt Einzellösung

Aber Twitter wäre ja nicht Twitter, wenn man das Verfahren nicht so gestaltet hätte, dass es nicht so abläuft, wie man schon bei Vorreitern der Materie erfolgreich erprobt hat. Zunächst mal bekommt man den zusätzlichen Logincode von Twitter nur per SMS. Bei app.net, Google, Facebook und sogar Microsoft, die sich alle nach der RFC 6238 richten, kann man auch ein komfortables Programm auf dem Smartphone nutzen, um sich die Logincodes generieren zu lassen. Hinzu kommt außerdem, dass man die SMS bei jedem Loginvorgang bekommt, sich also keine Geräte als vertrauensvoll gemerkt werden. Auch das läuft bei anderen besser, Twitter sorgt somit dafür, dass das Verfahren störend und unkomfortabel ist, die Nutzerakzeptanz also eher niedrig bleiben wird.

Einigermaßen unkomfortabel

Für Redaktionen und andere Accounts, die gemeinsam auf einen Twitteraccount zugreifen wird es noch lästiger: ein Account ist mit einem Telefon verbandelt, in Zukunft muss also ein gemeinsames Telefon zwischen den Nutzern hin- und hergereicht werden, weil man nach Murphys Law natürlich immer genau dann ausgeloggt ist, wenn man gerade etwas ganz wichtiges auf dem Kurznachrichtendienst zu verkünden hat. Das passt natürlich zu Twitters bisherigem Vorgehen in Sachen Sicherheit, in einer Mail hatte man vorgeschlagen, in einer Redaktion einen dezidierten Rechner für den Zugang zum Twitteraccount einzurichten. Da kann man das dezidierte Telefon nun gleich daneben positionieren. Nicht sonderlich praktikabel, aber was tut man nicht alles für die Sicherheit. Oder nicht?

Auftritt Kimble

Auf den Moment, dass Twitter seine two factor authentication aktivert scheint Kim Dotcom aka. Kimble in Neuseeland nur gewartet zu haben. Publikumswirksam tritt er seit kurzem mit der Behauptung auf, ein Patent für das Loginverfahren zu beseitzen, das von Google, Facebook und Twitter verletzt würde. Nach eigener Aussage möchte er sich aber mit den Firmen einigen und von den Lizenzgebühren seinen Prozess finanzieren. Dafür benötige er 50 Millionen Dollar. Ob hier nun der Wunsch Vater des Gedankens ist, oder ob Kimble wirklich ein entsprechendes Patent besitzt ist derzeit unklar. Aber wie auch immer, insgesamt kein guter Start für Twitter und die Sicherheit.

Yahoo kauft tumblr

1,1 Milliarde Dollar wird Yahoo für Tumblr bezahlen. Da ist er also endlich, der Tumblr-Hype.

Schrob Ben Birkenhake in sein Blog. Und tatsächlich, für tumblr hat sich bisher medienmäßig zumindest in Deutschland so recht niemand interessiert. Nun gut, ZEIT ONLINE betreibt ein tumblelog, aber wie immer bestätigt die Ausnahme die Regel. Das ändert sich natürlich bei einem 1,1 Milliarden Cash-Deal schlagartig. Tumblr rückt auf in den Kreis der Großen und damit in das Blickfeld der Copyrightanwählte und Abmahner. Na toll.

In Wahrheit ist auf tumblr wohl mehr los, als auf Facebook, wie Ben feststellt, dass Nico Lumma das herausgefunden hat:

Tumblr hat 125 Millionen Nutzer, machte in 2012 13 Millionen Dollar Umsatz und hatte eine Burnrate von 25 Millionen Dollar, die dieses Jahr auf 40 Millionen Dollar ansteigen soll, bei geplanten 100 Millionen Dollar Umsatz. Tumblr gibt es seit 2007 und bislang wurden 125 Millionen Dollar an Venture Capital eingesammelt.

Tumblr ist aktuell bei Jugendlichen und jungen Erwachsen weitaus angesagter als Facebook und daraus resultiert die Phantasie hinter dem Kaufpreis von über einer Milliarde Dollar.

Yahoo braucht Inventar

Und Nico (also Lumma) beantwortet auch die Frage nach dem Sinn des Deals. Denn tumblr bringt… Reichweite! Reichweite, zum… richtig… Werbung machen. Im 21. Jahrhundert werden also immer noch Milliarden an die Wand gedrückt, um Inventar zu beschaffen. Da muss mehr dahinter stecken, möglicherweise gleich eine komplett neue Werbeform?

Denn Yahoo CEO Mayer hofft auf das Potenzial von sogenannten “Native Ads”. Unter diesen Oberbegriff fallen Werbeformen, die sich in Layout, Struktur und Ausgestaltung am originären Inhalt eines Onlineangebots orientieren, anstatt als der störende Fremdkörper aufzutauchen, den herkömmliche Displaywerbung aus Sicht der meisten Anwender darstellt.

Das gibt tumblr übrigens eine gute Überlebenschance, ist Yahoo doch bisher mit seinen Anschaffungen nicht gerade zimperlich umgegangen. Für tumblr hat man jedoch Mäßigung versprochen.

David Karp: jung wie Zuckerberg, visionär wie Jobs?

davekarpUnd David Karp, der Erfinder von tumblr? Marco Arment setzt ihm vorzeitig ein Denkmal, als dem neuen Steve Jobs und bescheinigt ihm, dass er dermaßen hinter dem Produkt stünde, dass der Deal keine negativen Auswirkungen haben werde.

This is clearly what David believes is best for his product. On such big decisions, he hasn’t been wrong yet. This time, though, I don’t have any doubts.
Acquisitions on this scale usually work well — YouTube, for example, has gotten much better, faster, more stable, and more sustainable since Google bought it.

Freuen wir uns also mit allen tumblr Nutzern, die in Zukunft dann vom unerträglichen Yahoo-Single-Sign-On begrüßt werden. Einigen scheint das keine gute Aussicht, Matt Mullenweg dementiert allerdings, dass es einen Exodus gäbe.

Artikelbild: Some rights reserved by edans

Daft Punk: Random Access Memories

Daft Punkt: Random Access Memories
Versteckt hinter den Robotermasken: Yet Again, Daft Punk aka. Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo

Der Tag musste kommen. Nach dem komentenhaften Aufstieg von den Dancefloors der Neunziger, über die Produktionen für die bekanntesten Stars der Musikszene, über die unausweichliche Filmmusik zu einem Album, das nur seinem Selbstzweck ein Album zu sein dient, inhaltsleer bis auf wenige Ausnahmen und uninspiriert, bisweilen langweilig. Und das obwohl es doch um die Inspiration unserer größten Liebe geht, der elektronischen Musik. Das neue Daft Punk Album »Random Access Memories« gehört auf den Müllhaufen der Musikindustrie. Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo können in Rente gehen.

Daft Punk heute: Tarantino-Soundtrack in schlecht

Das Gute sei zuerst genannt: die erste Singleauskopplung »Get Lucky« hat ein gewisses Dancefloorpotential und im Monolog über den Beginn des Synthesizer Disco Sounds von und mit Giorgio Moroder flammen Können und Kreativität der beiden maskierten Franzosen wieder auf. Wer 70er Radio-Soul mag, wird noch mit »Fragments of Time« ganz gut bedient. Alles andere gibt sich als Hommage an jede nennenswerte Musica pre-electronica, also an Micheal Jackson, Pink Floyd, Fleetwood Mac, The Doobie Brothers bis hin zu den Cars oder gar den Beatles. Sozusagen ein Tarantino-Soundtrack in schlecht.

Dieses jetzt auch mal echte Musik machen, mal Instrumente statt Samples nutzen, mal wirklich singen – haha! – überfordert Künstlerduo und Zuhörer zusehends. Denn trotz echten Insrumenten, bleiben die Macher hinter ihren tradiotionell albernen Robotermasken und Raumanzügen verborgen, folgen also dem eigenen Sound nicht in die Realität. Die Gastsänger werden durch den typischen Daft-Punk-Voice-Effekt sämtlich auf einen einzelnen Sound reduziert, was die zahlreich vorhandenen Songs (im Sinne von Singen) ad absurdum führt und zudem langweilig wie einen Bingospielenachmittag im Altenheim aussehen lässt. So plätschern »The Game of Love«, »Within« oder »Beyond« Richtung Bedeutungslosigkeit davon.

Der Rest ist so lala.

Das Schlimmste, was man eigentlich über eine Platte von Daft Punk sagen kann. Belanglos. Ein Publicitystunt aller erster Güte, natürlich. Und ja auch so lang erwartet. Aber was man so liest zu dem Album, bis hin zu Verleichen von Daft Punk mit David Bowie… unerträglich. Das ist kein Brett und es wird auch nicht die Dancefloors in diesem Jahr beherrschen. Es wird verstauben in den hinteren Ecken von iTunes und Spotify. Da gehört es hin.

Mixtape: Last Exit Oldenburg

Die neue Ausgabe meines Creative-Commons-Mixtapes geht zurück in die gute alte Zeit und erinnert mit deep dub minimal house an die Heimat. Oldenburg. Dort wo wir nichts hatten, ausser ein Paar 1210ern. Und ein Mischpult. Und Spaß. Last Exit Oldenburg.

cover

  1. Joel Enzo – José prozent029 0:00
  2. Galeria Disco – Dócil (Paulo Olarte Remix) MNF011 3:20
  3. Gitte Verfuehrt – Zeit (Original Mix) SM026 8‘11
  4. Ate One – Vision id09 14:00
  5. Syntech Vedeneev – Maxi DAST077 20:27
  6. Galeria Disco – Musgos (Dsum Remix) MNF011 25:20
  7. Damolh33 – Chrono TKBNET11 32:10
  8. Zaid Edghaim – Dear Alica (Zeina:s typewriter remix) mK49 35:24
  9. Lennert Hal – Kekse DAST076 38:40
  10. Stefan Tretau – Sub severe Broque077 42:50
  11. Nulleins – Cruise THN020 47:21
  12. Stefan Tretau – Bouncing with bud Broque077 53:04
  13. funkenstrøm – up to you SM020 57:52
  14. DJ Draw (Elliptic) – Tiny smokin‘ Hazard iD.classics001 1:01:55
  15. funkenstrøm – carneval SM020 1:04:56
  16. Bonus Track: Gassyoh – Potato Fryer MARU-030 1:12:30

This mix and all its tracks are licensed under Creative Commons License. Mit besten Dank für alles und ganz lieben Grüßen nach Oldenburg an meine liebste Klick-E.

Vorige Ausgaben: Exit from Planet Earth von März 2011 und Kryoexstase aus April 2012.

Verlinkt XIII

Multitalent

Drafts habe ich mir vor Ewigkeiten als Markdown-Editor für das iPad zugelegt. Seitdem hat es sich zum Textautomationstool entwickelt. Was man alles anstellen kann, da wird ja mein Alfred neidisch.

iOS Automation and Workflows with Drafts

Blink kann nicht <blink>

Some rights reserved by Think Blink
Some rights reserved by Think Blink

Eine wirklich gute Lese findet der schon etwas ältere netzaffine Mensch beim New Yorker, wo man einen Blick in die Geschichte der Webbrowser wirft, aufgehängt am meistgehassten Tag aller Zeiten – gleich nach <marquee>:

One late-summer evening in 1994, a founding engineer at Netscape, Lou Montulli, informally mused with colleagues about the tremendous gap between Lynx, the text-only browser he had created a few years prior, and the much more elaborate Web interfaces which could be displayed inside Netscape Navigator. He noted that the only remotely fancy thing Lynx could do with text was flash the characters on the screen. By the time Montulli woke up the next day—a Saturday—another developer had added the feature to Netscape, which could be triggered by writing <blink> as an element within the Web page’s source code. Montulli is now widely known as the inventor of the <blink> tag, though he is adamant he never advocated for <blink>, much less wrote any of the underlying code.

The Evolution of the Web, in a Blink : The New Yorker

Programmplatzreiniger

Es gibt wieder neue Folgen des Tatortreinigers. Wieder ohne Sendeplatz. Und natürlich hat Niggemeier Recht: das was der NDR in Sachen guter Produktionen abliefert ist… mindestens merkwürdig. Mehr erwaret man aber nun eigentlich auch nicht.

Die fer­ti­gen neuen Fol­gen wer­den des­halb erst wie­der im soge­nann­ten »Weih­nachts­son­der­pro­gramm« im NDR-Fernsehen lau­fen, also grob in der ers­ten Woche des Jah­res 2014. In die­ser Wein­achts­fe­ri­en­zeit bricht der Sen­der tra­di­tio­nell vor­über­ge­hend sei­nen Pro­gramm­schema­be­ton auf und wagt das Unglaub­li­che: Er zeigt an einem Mitt­woch­abend um 22 Uhr etwas ande­res als eine Wie­der­ho­lung des »Groß­stadt­re­viers«. (Mor­gen läuft zum ins­ge­samt sechs­ten Mal die Folge 188 aus dem Jahr 2003.)

Neue “Tatortreiniger”-Folgen: Der NDR hat schon Geschenke für Weihnachten

50 Years of James Bond: The Movie

Facebook Home Flop

Facebook Home Flop: Like this 1

Das mit großem Hallo begrüßte Facebook Home ist ein Riesenflop. Es ist noch gar nicht solange her, da hat Marc Zuckerberg unter großem Getöse verkündet, dass man nun mit dem Thema HTML5-Webapp abgeschlossen habe und nur noch Apps bauen wolle, da HTML einfach das falsche Werkzeug sei. Nun stellt sich heraus, auch mit nativen Apps landet Facebook keinen Erfolg.

Wie The Salon verkündet ist es sogar noch schlimmer:

The reviews are in: Facebook Home, Mark Zuckerberg’s grandiose stab at totally controlling our mobile experience, is an unmitigated disaster.

Dabei ist das Problem ja nicht mal nur, dass die Leute die App nicht wollen (Platz 338) oder eben scheisse finden (die Hälfte der 15.000 Reviews haben nur einen Stern), sondern eben auch, dass das HTC First, das Smartphone, auf dem Facebook Home preinstalled mitkommt, wie Blei in den Regalen liegt. AT&T hat den Preis gerade von 99$ auf 99¢ gesenkt. Was für ein Erfolg, das Facebook Phone, das keins ist, wird verschenkt.

In diesem Zusammenhang muss ich mich einfach einmal selbst zitieren:

Man mag sich nun fragen, warum Facebook nicht wirklich ein Telefon herausgebracht hat, sondern diese, denkbar kleinste Lösung präferierte. Laut eigener Aussage, würden in den USA Nutzer von Smartphones 25% der Telfonnutzungszeit in den Facebook-Apps verbringen. Was sich nach einer gigantischen Zahl anhört. Aber, und das haben die Facebookmarktforscher wohl richtig analysiert, das ist noch lange kein Grund, ein dediziertes Facebooktelefon zu kaufen. Das Risiko eines Flops ist wohl einfach zu groß.

Insofern ist Zuckerbergs Rechnung am Ende aufgegangen: denn ein echtes Facebookphone wäre natürlich ein Supermegaflop mit hohen Verlusten gewesen, die so wenigstens teilweise vermieden wurden, da nun schon da kleine Modell floppte.

Eins wissen wir nun aber, auch die Generation Facebook will noch andere Dinge vom mobilen Netz, als nur Facebook. Was ja zunächst mal ein wenig beruhigend ist.

Artikelbild: Some rights reserved by Ksayer.

Verlinkt XII

Twitterhacks revisited

Gar nicht witzig: wie zuvor bei AP oder dem Guardian, wurde beim Satiremagazin „The Onion” ebenfalls der Twitter-Account von der SEA gehackt. Anders als zuvor, gibt es dort aber einen Artikel darüber, wie die Phishing-Attacke von statten gegangen ist.

The Onion Tech Blog: How the Syrian Electronic Army Hacked The Onion

After discovering that at least one account had been compromised, we sent a company-wide email to change email passwords immediately. The attacker used their access to a different, undiscovered compromised account to send a duplicate email which included a link to the phishing page disguised as a password-reset link. This dupe email was not sent to any member of the tech or IT teams, so it went undetected. This third and final phishing attack compromised at least 2 more accounts. One of these accounts was used to continue owning our Twitter account.

Webdevnachrichten

Lesen! DRM in HTML5 is a victory for the open Web, not a defeat

Deprived of the ability to use browser plugins, protected content distributors are not, in general, switching to unprotected media. Instead, they’re switching away from the Web entirely. Want to send DRM-protected video to an iPhone? "There’s an app for that." Native applications on iOS, Android, Windows Phone, and Windows 8 can all implement DRM, with some platforms, such as Android and Windows 8, even offering various APIs and features to assist this.

In other words, the alternative to using DRM in browser plugins on the Web is not "abandoning DRM"; it’s "abandoning the Web."

DRM wird also in HTML5 eingebaut werden (bzw. die Möglichkeit dazu geschaffen) und macht es so konkurrenzfähig mit Apps.

Das <picture>-Element ist ebenfalls noch in keinem Browser eingebaut, schon stehen wir vor den ersten Problemen:

The <picture> element supports a number of different types of fallback content, but the current implementation of these fallbacks is problematic. In this article, we’ll explore how the fallbacks work, how they fail and what can be done about it.

Das <img>, das als Fallback verwendet wird, wird nämlich immer geladen, also hat man doppelte Downloads von Bildern (yet again). Der Artikel bietet einen haarsträubenden Workaround an… Smashing Mobile: Keeping The Big <picture> Small — How To Avoid Duplicate Downloads In Responsive Images

Wer <picture> heute schon nutzen will, es gibt ein Polyfill.

Elefantenrunde?

Storify über die sog. onlinejournalistische Elefantenrunden bei der re:publica. Generationswechsel oder digitale Spaltung in den Redaktionen?

und schließlich:

10 Reasons Why Humor Is A Key To Success At Work

“In workplaces that encourage people to be themselves–that are less hierarchical and more innovative–people tend to be more open with their humor,” he says. “Even people who aren’t always comfortable sharing their humor tend to do so in more relaxed environments where the use of humor becomes second nature with everyone’s style.”

Gravity

Die Angst vorm Fliegen. Vorm Loslassen. Vor der Einsamkeit. Im neuen Streifen des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón hat (Harry Potter – der Gefangene von Askkaban, Children of Men), verlieren sich Sandra Bullock und George Clooney im All. Der erste Teasertrailer ist atemberaubend.