Umzug

Ok. diesmal wird nicht virtuell, sondern real umgezogen. Und ca. 24 Stunden vor der Abreise habe ich immerhin schon mit dem Packen angefangen. Glanzleistung. Morgen mittag geht’s dann Richtung Lübeck, Montag morgen um Neune gehts zum Praktikum. Zugegebenermaßen bin ich ein wenig aufgeregt. Aber ich kenn’ das schon, wie das bei mir läuft: eine Woche vorher Aufregung und Nervösität, einen Tag Zurechtfinden und dann fängt die Maschine spätestens an zu laufen. Mit ein bißchen Glück nehme ich in Phase zwei die zwei Kilo wieder ab, die ich mir in Phase 1 angefressen habe 😉

Die Schule ist erstmal Vergangenheit, da passiert nicht mehr viel, denn nach dem Praktikum beginnt schon die Prüfungsvorbreitung, dann gibt’s auch nochmal eine zweite Praktikumsphase (inkl. abschließender Projektarbeit) und im Mai 2004 ist der Spuk vorbei und ein weiterer vorzüglich ausgebildeter Fachinformatiker steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Was nicht der Verdienst der Bildungseinrichtung ist, die ich besuche. Obwohl die zum Schluß nochmal richtig aufgedreht haben: die Klausuren hatten es in sich. Zensuren will ich mal nicht verraten, sonst meckert Helge wieder ‘rum, nur soviel: ich krieg’ nicht mal eine Arbeitsverweigerung richtig hin, LOL.

Ich freue mich natürlich auf das Praktikum, denn inzwischen liegt mir Arbeiten doch mehr, als zur Schule zu gehen. Nicht das ich etwas gegen Fortbildung hätte, aber ich werde in dieser Schule seit 1.5 Jahren wie ein Erstklässler behandelt, das stand nicht nur meinem Stolz orthgogonal entgegen…

Achja, der Umzug hat natürlich auch ganz praktische Auswirkungen. Zunächst mal habe ich in meiner Asylwohnung in Lübeck kein DSL, nur ISDN, also wird es wohl ein wenig ruhiger werden. Schließlich bleibt mir auch wesentlich weniger Zeit zum surfen und bloggen. Aber RSS ist mein Freund, also verpassen will ich nichts :). Updates sind eher in den Abendstunden zu erwarten und wenn ich hier mit dem Klamotten packen nicht überraschend früh fertig werde, auch erst am Montag. Bis dahin…

Nochmal Stadtfest (ein wenig)

mtssitelogo.gifDieser Eintrag bei Bassreflex weist auf eine brauchbare Veranstaltung während des Oldenburger Stadtfestes hin, an sich kein Grund sowas zu bloggen, wenn da nicht massenhaft Links zu meinem Ex-Arbeitsgeber drin wären. Kurz geklickt, und tatsächlich: mein erstes selbstgebautes Webdesign (mit allen Fehlern die möglich sind: Frames, blinde Gifs, all das halt ) ist immer noch online, wie megapeinlich! Und wie am ersten Tag steht da noch auf der Startseite:

Technischer Hinweis: Bis zur endgültigen Fertigstellungfunktioniert unsere Site am besten mit dem Internet Explorer abVersion 4.0 und dem Netscape 6.1beta.

Mann-o-mann, echt up-to-date! 😉

Banknachbarn, für Monate getrennt

Eine Ära geht zu Ende, denn nach 1,5 Jahren trauter Schulbankzweisamkeit werden Helge (aka. Stony) und Nico (aka. ich) nun für drei Monate getrennt, schnüff… Zur Konservierung des Wir-Gefühls hier noch ein Foto, das Bastian per Mail eingesandt hat:

kleinesbild.jpg
links: Helge, rechts: Nico

Helge tritt sein Praktikum übrigens bei einer Oldenburger Webentwicklungsfirma an, rund 500m links die Straße runter. Home sweet home…

Robert=Geek?

Robert, über den ich hier wirklich lange nichts mehr berichtet habe (man wird ja auch ruhiger im Alter), hat sich in der Zwischenzeit zum Linuxgeek gewandelt. Woran man das erkennt? Bestimmt nicht an der KDE-like Oberfläche seines Weblogs, sondern vielmehr an folgender Äußerung:

Soll laut einiger Mailinglisten-User gut sein und seinen Dienst kundtun. Bin nur etwas skeptisch, da die Einrichtung ziemlich easy war.

Programminstallation unter Linux einfach? Das kann ja nichts taugen ;-).

Maguma

Sterling Hughes (known for pogramming several PHP modules) points to the PHP IDEMaguma Studio”, which seems to be a very nice program. In the actual version it’s only released for Windows, but Linux and MAC OS X support is planned for the next .0 release.

I’ll give it a try later.

Zum Abschied…

… aus Oldenburg legt sich die Stadt nochmal richtig ins Zeug: heute beginnt das “Oldenburger Altstadtfest”. Ich weiß ja, daß ich eine Meckerziege bin, aber das sog. Stadtfest macht mir den Abschied leicht. Von Donnerstag bis Sonntag geht in der Innenstadt nichts, außer saufen, rempeln, prügeln.

Z.B. die Wallstraße bietet dann folgendes Bild: am Eingang gibt man sein Gehirn, seinen Anstand und seine Menschenwürde ab, stürtzt sich ins Getümmel und läßt sich von der wogenden Masse (inkl. Ellenbogenchecks ohne Ende, vollgekotzten Klamotten etc.) in ca. 6,5 h durch die Straße durchreichen. Wenn man am Ende angekommen ist, ist man auf jeden Fall sturzbetrunken, tot oder in Grübelei versunken, wie man denn seine Menschenwürde wiedererlangen könnte, die ist ja noch am anderen Ende.

Eigentlich ist das ja ganz o.k., sollen doch die Landeier aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet ihr Stadtfestvisum kriegen und die Altstadt in Schutt und Asche legen. Aber: wer hier öfter liest, der weiß, daß ich genau dort wohne: in der Oldenburger Altstadt. Und dann wird die Sache doch etwas lästig. Wenn man abends seine Wohnung nicht erreichen kann, weil es tatsächlich über eine Stunde dauert besagte Wallstraße zu durchqueren. Wenn man morgens über Schnapsleichen und Kotzepfützen seinen Weg zur Schule suchen muß. Wenn die ganze Stadt vier Tage lang (plus tagelanger Nachwirkungen) das Aroma einer Whiskeyflasche hat. Das stört dann doch irgendwie. Von der Lärmbelästigung bis morgends um sechse mal abgesehen (meine Wohnung liegt nach hinten raus, daß geht ja noch). Selbst mitfeiern hilft da nicht viel, ich kann einfach nicht vier Tage am Stück besoffen sein!

Und so habe ich jedes Jahr denselben Traum: ich gehe in eins der lauschigen Wohngebiete von Oldenburg, irgendeine Reihenhaussiedlung, sperre dort zwei bis drei Zufahrtstraßen für vier Tage, so das verkehrsmäßig gar nichts mehr geht, und veranstalte dort ein solches Fest. Mit Bands, Bierbuden, etc. pp. Tausende ziehen durch die Vorgärten, pinkeln und entleeren sich auf jede erdenkliche Weise in Lieschen Müllers Rabatten, zertrümmern geparkte Autos und so fort. Möchte wetten, daß das sowohl einen politischen Skandal, die Gründung diverser Bürgerinitiativen und mehrere Demonstrationen aufgeregter Elternräte nach sich ziehen würde.

Aber die Altstadtbewohner, die müssen damit leben. Ist ja auch nur einmal im Jahr 😉