Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Erfreulicherweise verweist gerade Netzfühling hierher. Vielen Dank dafür, natürlich. Es steht auch dort, aber ich weise trotzdem nochmal darauf hin: das Template dieses Blogs kann man ganz einfach herunterladen, nämlich hier, denn es ist leider nicht von mir, sondern vom N.Design Studio.

Wann ich selbst wieder dazu komme, ein Template zu entwickeln steht in den Sternen, denn ich muss mich um grössere Seiten kümmern. 😉

Nachdem wir in den letzten zwei Jahren massiv begonnen haben, Javascript (hey!, AJAX, man!) einzusetzen, bemerke ich in letzter Zeit immer wieder Flash an die Türe klopfen. Es ebnet sich seinen weg in die Seiten über Media-Player-Plugins: Video ist bei den Nachrichtenseiten eindeutig auf dem Vormarsch — und damit auch Flash. Den Vortrag des durchgedrehten Flashers, der unsere komplette Site auf Flash umstellen wollten (sic!), lasse ich mal aussen vor. Aber den Trend bemerkt man wohl auch anderenorts, denn wie zufällig liefert die aktulle ALA einen Richtungsartikel pro Flash. Interessanter- wie auch fragwürdigerweise wurde dort als example in the wild eine programmatisch gesteuerte Bildreflektion ausgewählt. Gleichen Effekt kann man (wenn’s denn sein muss) tatsächlich auch in Javascript bauen. Ausserdem ist das genau so ein Gimmick, dass ich noch vor Jahresfrist knadenlos abgeschmettert hätte: etwas thickes wie Flash zu verwenden, für einen derartig mickrigen Effekt: ich hätte den Designern den Marsch geblasen und meine gesammelten Standards um die Ohren gehauen. Jawoll. Nur, die Zeiten haben sich geändert. Kommt nun nach unobtrusive Javascript unobtrusive Flash?

Neue Weblabel-Tracks im Zug vorzuhören ist nachgewiesenermaßen eine gefährliche Sache. Nicht nur, dass man auf bestimmten Strecken der minimalen, deepen und mithin düsteren Musik besonders zugänglich ist, es besteht auch Verletzugsgefahr! Eben legt auf meinen Earplugs der neueste Mix von Loopzilla so richtig los, also direkt aus einem netten freundlichen Soundscape mit fast trancigen Zügen voll rein in einen wirklich düstere, dunkle, biestige Bassdrum — da hab ich der netten alten Dame vor mir beinahe meinen Fuß durch den Sitz in ihre Eingeweide gepresst. So ein Schreck, so früh am morgen. »Das sind hier nicht die After-Hours, sondern die Zugfahrt zur Arbeit«, sagt die nette alte Dame. Denke ich jedenfalls, denn ich sehe nur, wie sie den Mund öffnet und schliesst, habe längst voll aufgedreht…

Hörst Du hier: Loopzilla 011 – Paul Hossow – Growhard (44’48“). Wie man dabei allerdings noch coden will… naja, vielleicht irgendetwas in VB, da werde ich eh‘ immer aggresiv.

Nur weil ich in letzter Zeit schon soviel zu Dojo und Yahoo! abgelassen habe, ganz kurz:
Yahoo Pipes Support in Dojo [via Ajaxian].

Ebenso macht schon wieder Yahoo! mit seinem YUI von sich reden, diesmal mit einem neuen Service: YUI Hosting (YUI Blog | YUI Hosting Seite), natürlich frei, wie in Freibier. Das kann insofern sinnvoll sein, dass man immer Zugriff auf die aktuellsten Versionen von YUI bekommt, ausgeliefert von einem Yahoo!-Server in Deiner Nähe, noch dazu auf äusserste gzipped. Yahoo! verspricht das dadurch die YUI-Files (JS, CSS und Bilder) schneller geladen werden können, als täte man sie vom eigenen Server liefern. An der Stelle bin ich mir nicht ganz sicher, ob ein gut konfigurierter eigener Server nicht doch im Vorteil ist… das müsste man mal testen, wie das YUI-Blog auch empfiehlt.

Nichtsdestotrotz, mir gefällt die Art, wie Yahoo! mit der YUI-Bibliothek umgeht: neben dem Schritt in den Open Source (vor etwa einem Jahr), der guten Dokumentation und den hervorragenden Tutorials (inklusive Videos), versteht sich Yahoo! immer mehr darauf, den pragmatischen Entwickler anzusprechen, ohne dabei zu nerven. Da liegt man IMHO deutlich vor Google. Schlussendlich lese ich solche Aussagen wirklich gerne, weil sie den Kern dessen beinhalten, was kapitalistische Unternehmen bei ein wenig gutem Willen zur Open-Source-Gemeinschaft beitragen können, anstatt immer nur zu nehmen.

We’re opening up the service of YUI from Yahoo! servers for the same reasons we open-sourced YUI in February: Yahoo! is quintessentially a web company. The progress being made by developers in richness and usability today is healthy for the web and, by extension, good for Yahoo! We want to do everything we can do to enhance that evolution — whether it’s opening up YUI, hosting YUI files, or creating best-of-breed APIs like the recently-announced Browser-Based Authentication system.

At the end of the day, this step has a small incremental cost to Yahoo! while providing a valuable ease-of-implementation advantage to many developers. Serving YUI from Yahoo! servers won’t be the right decision for all implementers; if you’re aggregating or customizing YUI source code and serving it from a highly performant host, there will be little reason to switch. However, for some implementers the provision of free, robust, edge-network hosting will have significant upside.

yuiblog.com

Ziehen wir von diesen Aussagen 50% Marketing-Sprech ab, ist das immer noch ungefähr das, was ich im Sinne habe, wenn ich mich auf der Arbeit für den Einsatz von und für Open Source Produkte entscheide.

Mein Lieblingsbrowser auf dem Handy, Opera Mini bekommt schon wieder ein Update spendiert und steht nun bei Version 3.1. Es wurden hauptsächlich Fehler behoben, ausserdem Anpassungen für bestimmte Telefone und vor allem bestimmte Provider vorgenommen; Improved connectivity for BlackBerry devices that uses the carriers T-Mobile, Cingular and Vodafone, das dürfte eine wichtige Verbesserung auch in unseren Breiten bedeuten. Als einziges neues Feature wird eine Verbesserung des RSS-Feed-Management beworben, das war wohl auch dringend nötig. Andererseits, selten habe ich mich über ein Feature in einem Webbrowser so gefreut, wie die Unterstützung von RSS-Feeds in Opera Mini 3. Dass Opera dort weiter ausbaut, halte ich für ein gutes Zeichen.

Eben kommentiert Herr T:

In deinen Feed tauchen mehr Artikel auf, als hier veröffentlicht. Sie scheinen alle den Autor couchblog zu haben.

So ist es. Die zusätzlichen Items stammen aus meinen del.icio.us-Bookmarks und (seltener) aus meinem flickr-Account. Feedburner ist so nett und burnt die einzelnen Feeds zusammen. Das der Autor »couchblog« heisst, hat historische Gründe.

Gleich ein Riesenhüpfer in der Versionierung macht Yahoo! mit der neuen YUI-Version: von 0.12.2 geht’s zweks Verschmelzung mit der Yahoo!-internen YUI-Version direkt auf 2.2.0, was auch mehr den wirklichen Release- und Entwicklungsstand widerspiegelt (und sich vom Web2.0 Beta-Image verabschiedet).

Die Features sind dabei sicherlich spannender als die Hausnummer: als experimentelle Erweiterung ist der History-Manager hinzugekommen, ein weiterer Versuch, die Vor- und Zurückknöpfe des Webbrowsers in JS-Applikationen zu nutzen und vor allem funktionieren zu lassen. Ausserdem gibt es zwei neue Controls, nämlich ein für Datentabellen und ein für Buttons. Beide Controls sind aber noch als Beta ausgezeichnet (hmmm, doch wieder Web2.0-style 😉 ).

Via: Ajaxian.

Der Zug verlässt den Bahnhof Lübeck und begibt sich auf seine Reise Richtung Großstadt. Am Panoramafentser der 1. Klasse fliegt die verregnete Landschaft Stormans vorbei. Ein kurzer Zwischenstop noch in Rheinfeld in Holstein, dann nimmt der Zug endgültig Anlauf und hebt über eine Wiese und ein paar Schafen hinweg ab Richtung Weltall. Es wird eine Flugstunde.

Firlefanz. Leider hebt der Zug nicht wirklich ab, aber bei dem was aus meinen Ohrknöpfen in die Großhirnrinde dringt, kann man sich das schon vorstellen. Die Flugstunde bekomme ich gerade von Marco Fürstenberg verpasst. Er versammelt viele eigene (und bis dato unreleaste) Tracks zusammen mit Holger Flinsch, Martin Schulte und dem von mir geliebten Dirk Diggler zu einem famosen Mix von über einer Stunde bzw. dem zeitlichen Gegenwert einer Zugfahrt zur Arbeit. Die Strecke würde im Flug natürlich schneller hinter sich zu bringen sein…

Marco Fürstenberg kann man übrigens am Wochenende live erleben, falls man gerade in Berlin ist und die Mixotic-Labelparty besucht.

FrenzicLustig: eine meiner Lieblings-OSX-Oberflächenverschönerer The Icon Factory haben sich mit Artis Software zusammengetan um einen echten Time-Waster allererster Güte herauszubringen: Frenzic.

Frenzic ist ein Puzzle-Game, das mich zuallererst an Senso erinnert hat, obwohl die Spielidee eine andere ist: man befüllt unter Zeitdruck die äußeren Felder mit Kuchenteilchen, die im inneren Feld erscheinen; dabei soll man natürlich möglichst viele homogene Farbkreise zusammenstellen, aber auch mehrfarbige Kreise sind erlaubt und bringen Punkte.

Erste Tests gestern abend beweisen: trotz dieser simplen Spielidee ist genug Spielwitz vorhanden, um sich an dem Puzzle festzubeissen. Die Demo läuft leider nur eine Stunde, und die war dann auch schnell verspielt. Um das Spiel freizuschalten muss man $14.95 berappen, ein Preis der klar geht.