Codecandies

Das Weblog von Nico Brünjes.

Liebe linklose Kollegen

Liebe Kollegen, für den Fall, dass das noch nicht verstanden wurde: Links sind sowohl die Währung des Internets als auch die beste Möglichkeit Service zu bieten. Die Blogger. gnadenlose Viellinker by design, sind sich einig: auf Nachrichtenwebsites wird zu wenig verlinkt.

Da verlinken an sich eine genauso einfache, wie leicht einsehbare Technik ist, scheint das daran zu liegen, dass ihr immer noch in einer Welt aus Papier und Druckerschwärze lebt, in der nicht verlinkt werden konnte. Gewöhnt euch aber lieber an das neue Ding, das Internet heisst, es soll euer Schaden nicht sein.

Hier ein paar Beispiele, in der man als Papierjournalist keinen Link gesetzt hat, man heute aber lieber einen Link setzen sollte:

Das ist überhaupt der ganze Gedanke hinter der Linkerei: man gibt dem Leser das Gefühl, gut informiert worden zu sein, selbst etwas herausgefunden zu haben und vor allem selbst entschieden zu haben, all dies zu tun. Links setzen bedeutet Selbstbewußtsein zu demonstrieren: »Du kommst schon wieder«.

Und noch etwas dazu: wenn ihr denn Links setzt, dann verzichtet auch gleich auf target:_blank, denn der bewusste Surfer, denn wir hier ansprechen wollen, weiss sehr genau, wie entweder zu deinem Artikel zurückkommt, oder eben selbst einen neuen Tab öffnet.

Klar, das alles trifft vielleicht nicht auf die ungeübte Oma zu, die zum erstenmal einen Artikel nicht auf Papier sondern im Netz liest. Aber die wird den Link auch gar nicht klicken… Was ihr dort ansprecht sind die elaborierten Leserkreise im Netz. Und an die wollt ihr doch ran, oder?!

0 Kommentare zu “Liebe linklose Kollegen”

    1. es gibt redakteure in online-redaktionen großer verlagshäuser (sagen wir der einfachheit halber, sie lägen in der nähe deines arbeitsplatzes), die einen link nicht setzen können, selbst wenn sie es wollten. und per mail andere damit beauftragen.

      was diese menschen die letzten 10 jahre gemacht haben, kann ich mir nicht vorstellen.

    2. In der Nähe meines Arbeitsplatzes gibt es zum Glück jede Menge Verlagshäuser… 😀

    3. Viele Redakteure sind einfach zu faul, auch noch die Links einzubinden. Besonders wenn es darum geht, zusätzliche Infoseiten anzubieten, die über den Status von Quellen heraus gehen.

      Es ist irgendwie eine unbefriedigende Einbahnstraße: Während das Internet – besonders Blogs – massenweise auf Spiegelonline, Welt.de & Co. verlinkt, geschieht die umgekehrt so gut wie gar nicht. Deshalb bin ich schon lange dazu übergegangen, nur noch solche Quellen zu verlinken, die selbst auch Links setzten. Letztendlich wissen meine Leser sowieso, wie sie Spiegel.de erreichen … auch ohne klickbares.