2017: UX verbessern!

Das Jahr ist noch jung, Zeit für die guten Vorsätze. Ich persönlich habe mich da zurück gehalten, ich habe mit mir genug Erfahrung, ich brauche andere Anlässe als einen Jahreswechsel, um an mir zu arbeiten. Aber für uns alle habe ich uns etwas vorgenommen, ist das nicht nett?

Hiermit rufe ich 2017 als das Jahr der UX-Verbesserung aus und der Abschaffung jener dark patterns, die uns nun schon seit Jahren auf den Zeiger gehen.

Keiner mag sie, aber alle haben sie.

Ich rede hier von den dark ux patterns, needy design patterns und einfachen Tricks, die auf Webseiten angewendet werden, um den Nutzer zu bestimmten Aktionen zu bewegen oder ihn davon abzuhalten. Und ab und an lenken wir den Nutzer auch einfach nur vom eigentlichen Inhalt der Seite ab. Was wir damit machen? Die Verweildauer erhöhen, bestimmte Seiten im Angebot promoten, das Wiederanzeigen von Werbung triggern, Statistiken schönen, uns in die eigene Tasche lügen. In Ausnahmefällen erfüllen wir damit auch EU-Normen. Der Wahnsinn kennt keine Grenzen.

Was sind die Folgen?

Keine Frage, schlechte User Experience funktioniert immer wieder. Das zeigen wahrscheinlich auch die Zahlen. Aber das ist leider nur scheinbar so: denn miese Tricks führen letztlich dazu, dass die Glaubwürdigkeit insgesamt leidet, bis der Nutzer eben nicht mehr wieder kommt. Und irgendwann dreht sich der Wind auch, so gesehen bei Adobe Flash. Das war auch mal sehr hip und hat super funktioniert…

Was ist zu tun

Ich weiß, ihr könnt das jetzt nicht alles von hier auf jetzt abschalten. Aber das Jahr ist ja lang. Da kann man schon einiges tun:

  1. Aufklären: dark UX patterns identifizieren und bekannt machen. Sprecht Eure Produktentwickler, Projektmanager oder Chefs an und zeigt ihnen wo die Probleme liegen.
  2. Alternativen aufzeigen: es gibt immer eine bessere Lösung als einen Modaldialog, also zeigt diese Wege auf und bietet sie an. Zeigt auf, dass gutes UX die Glaubwürdigkeit erhöht, vor allem in einer Zeit, in der die Mitbewerber noch miese Tricks benutzen.
  3. Strategien entwickeln: Lasst uns absprechen und uns gegenseitig Hilfen an die Hand geben. Schreibt Artikel mit guten Lösungen. Verlinkt gute Artikel. Fragen klären: wo können verlorene Ad-Impressions wieder hereingeholt werden? Wie beweist man, dass wir Recht haben?

Jetzt wisst ihr Bescheid…

… los geht’s. 😉