Feedburner Fuckup

Totgesagte leben länger, ein unumstößliches Gesetz nicht nur in Zombie-Kreisen, sondern vor allem und erneut in diesem Internetdings. Vor Internetjahrmillionen habe ich mal meine Feeds bei Feedburner gehostet. Das irgendwann von Google gekauft und dann eingeschläfert wurde. Im Zuge dessen verließen wir Ratten das sinkende Schiff, ich leitete irgendwann die Leute zurück auf meine lokalen Feeds, zumindest für das zu dieser Zeit gebräuchliche Blogs hat das auch weitestgehend geklappt. Vor allem weil auch immer weniger Leute Feeds benutzten, davon will ich jetzt aber nicht auch noch anfangen.

Jedenfalls bekam ich gestern den folgenden freundlichen Tweet:

»Hö, den Feed gibt es noch?«, habe ich mich direkt gefragt. Leider ist es aber tatsächlich so, dass unter der alten Feedburner-URL des Codecandies Blogs (ich verlinke das mal absichtlich nicht) ein voller Feed mit Spam kommt, aus einem beliebigen Tumblr-Blog, das ich aus naheliegenden Gründen ebenfalls nicht verlinken werde. »Hö, den Feedburner gibt es noch?«, habe ich mich weiter gefragt und mich dort mal eingeloggt. Und siehe da, der Feed gehört nicht mehr mir. Ein einsamer Bookmark-Feed der Codecandies liegt da noch rum, alles andere: weg. Das ist alles schon so lange her, ich weiß gar nicht mehr, ob ich die gelöscht habe, kann sein. Und das ist der Fehler.

Niemals die Strahlen kreuzen…

…und Adressen die man herausgegeben hat löschen. Wenn man nämlich Feedburner ordentlich sagt, diesen Feed feeds.feedburner.com/xyz den gibt’s nicht mehr, dann kommt irgendwann jemand und übernimmt den Feed. Und das wohl mit Methode, denn dass da jetzt Spam läuft, ist sicherlich kein Zufall. Asche auf mein Haupt. Also… falls noch jemand den uralten Codecandies-Feed von Feedburner in seinem Feedreader hat, warum auch immer, dann möge er ihn ersetzen, gegen diesen hier: http://couchblog.de/codecandies/feed/. Aaaaber da das Blog archiviert ist, und da eh nichts mehr kommt, abonniere er doch gleich den aktuellen Feed hier: http://couchblog.de/feed/.

Morgenlese XIII

Heute noch mit PHP entwickeln? Das machen nur noch ein paar sehr erfolgreiche Großprojekte, bspw. Facebook. Welches gerade kräftig in Rubrikenmärkte macht. Google dagegen säubert das Netz von document.write.

Lesenswert

Slacks Entwicklerblog heisst »Several People Coding«, was an sich schon mal super witzig ist, für eingefleischte Slack-Nutzer. Dort eröffnet man nun gerade, ohne Not sozusagen, eine neue Diskussion über PHP als Sprache für große Projekte. Und es ist nicht uninteressant:

Most programmers who have only casually used PHP know two things about it: that it is a bad language, which they would never use if given the choice; and that some of the most extraordinarily successful projects in history use it. This is not quite a contradiction, but it should make us curious. Did Facebook, Wikipedia, WordPress, Etsy, Baidu, Box, and more recently Slack all succeed in spite of using PHP? Would they all have been better off expressing their application in Ruby? Erlang? Haskell?

Viele die ich kenne würden jetzt einfach ja sagen. Vielleicht will ja jemand an der Stelle weiterlesen.

Bemerkenswert

Johannes sieht Facebook dabei, die sog. Rubrikenmärkte auf seiner Plattform einzugliedern und halt wohl Recht.
Eine der wenigen Facebookgruppen die ich wirklich regelmäßig lese, ist eine lokale Flohmarktgruppe. Da bin ich scheinbar kein Einzelfall. Bei den Netzpiloten machten man sich schon letzten Monat größere Sorgen um Ebay.

Facebook wird immer mehr das, was Tageszeitungen für Generationen vor uns waren. D.h. nein, Facebook macht sich dazu, das passiert nicht so aus heiterem Himmel.

Überlegenswert

Eigentlich halte ich es für eine gute Idee, dass Google Chrome in Zukunft bei langsamen Internetverbindungen document.write unterdrückt. Die Googler pushen immer mehr alte Techniken, die das Netz wirklich wirklich aufhalten, zur Tür raus. So, jetzt alle schnell document.write aus den Adcodes ausbauen.