Productive, der habits & daily goals tracker

Viele Menschen nutzen ja To-do-Listen, um sich zu organisieren Dinge zu tun. Meine To-do-Listen sind mehr Zettelsammlungen, oft reicht es mir nämlich, eine Sache aufgeschrieben zu haben, um sie dann auch zu tun. Das hat bei den To-do-Listen-Apps nie so gut geklappt, hier sammle ich eher Themen für eine wesentliche spätere Abarbeitung. Schwierig fällt es mir eher, in meinem täglichen kreativen Chaos die regelmäßigen Dinge zu tun, die lästigen wiederkehrenden Aufgaben. Für dieses Problem gibt es natürlich eine iPhone-App: Productive.

Mit einer Mischung aus regelmäßiger To-do-Liste, Erinnerungsfunktion und etwas Gamification will der habits & daily goals tracker einem die täglichen Routinen beibiegen, die man leider allzu oft vergisst. Das kann Zähneputzen, Medikamente einnehmen, Wasser trinken, Spazieren gehen, Wäsche waschen, die Wohnung putzen, Meditieren, ein Hobby ausüben, oder Sport machen sein, um nur ein paar Beispiele aus den vorbereiteten Tasks zu nennen. Natürlich kann man auch selbst Aufgaben hinzufügen. Eine Aufgabe enthält, neben ihrer Beschreibung, einen Zeitplan wann und wie oft sie auszuführen ist. Und so zeigt und erinnert einen Productive dann für dahin an die kleinen lästigen Dinge, die man immer vergisst.

Als Erfolge werden im Gamification-Anteil sowohl hintereinander, also regelmäßig ausgeführte Tasks hervorgehoben, als auch die perfekten Tage ausgezeichnet, also jene, an denen man alle Aufgaben geschafft hat.

Entgegen den Eingangs genannten To-do-Listen, hilft mir Productive ganz gut Dinge zu tun, die ich sonst garantiert vergesse: bspw. das ich im Büro auch noch etwas anderes als Kaffee trinken muss. Wäsche waschen bevor der Wäscheberg bis zur Decke wächst ist auch so ein Ding, das gerne hinter dem abendlichen Netflixen zurück gestellt wurde. Und als ich ein paar Wochen regelmäßig Medikamente nehmen musste, hat das mit Produktive gut geklappt. Einfach mal kostenlos testen…

Foto von Oliver Thomas Klein.

Setapp

Ich nutze seit ein paar Monaten schon Setapp (Affialiate-Link), das Abomodell für Mac OS Apps und ich bin damit durchaus zufrieden. Zu meiner Ehrenrettung sei erwähnt, dass ich ein ziemlicher Freund bezahlter und vor allem gut gemachter kleiner Software für mein Macbook bin. In den Jahren habe ich bei diversen Frühlingsverkäufen, Apphunts und Blackfridaysales schon eine umfassende Sammlung niedlicher Tools zusammengekauft. Wenn man also Tools und Apps für den Mac liebt, aber keine Lust mehr hat, für 49$ 10 Apps zu kaufen, von denen man nur zwei gebrauchen kann, für den ist Setapp (Affialiate-Link) genau das Richtige.

Was man bei Setapp bekommt ist folgendes:

  • in Form eines Abonnements für 9,99$ (plus 1,90$ Steuer) Zugriff auf eine stetig wachsende Zahl von liebevoll ausgewählten Mac Applikationen, die man sich via einer Setapp-App auf dem Rechner installieren und nutzen kann
  • Man kann (zur Zeit) Setapp auf zwei Rechnern parallel benutzen, ein Modell für mehr Rechner ist in Arbeit (wird aber zusätzlich kosten, nehme ich an)
  • Die Apps sind immer und bleiben immer up to date (das unterscheidet es schon mal deutlich von den Apphunts…)
  • Zusätzlich stellt Setapp in Newslettern unregelmäßig neue Apps vor bzw. präsentiert verschiedene Apps (bspw. „Apps zum Musik machen“ o.ä.)

Ich finde das ziemlich praktisch. Mal kurz aufgezählt, was ich aus der langen App-Liste inzwischen nutze: Ulysses, Mosaic, SQL Pro Studio, Base, Gifox, Good Task, iStat Menus, Better Zip, Numi, und die App for Whatsapp. Einige Apps davon habe ich installiert, weil gerade bspw. eine App brauchte um auf dem Rechner eine Datenbank zu öffnen. Ein zwei der angebotenen Apps hatte ich auch schon, allerdings in veralteten Versionen.

Neue Nutzer können sich Setapp (Affialiate-Link) 30 Tage kostenlos anschauen, unverbindlich natürlich. Hat man seine Zahlungsdaten hinterlegt, kann man jederzeit wieder aussteigen.

Clean install für den Mac automatisieren

Beim Thema clean install, angeregt durch macOS development environment from scratch, habe ich nochmal ein paar lose Enden eines Git zusammengerafft, die hier auf meinem Schreibtisch noch rumlagen. Denn vor dem Konfigurieren eines neuen Mac steht das ewige Programme suchen und installieren, buh! Das geht natürlich auch einfacher…

Bei der Neuinstallation eines Rechners, in meinem Fall natürlich eines Apple Rechners, vor allem aber auch bei Neuanschaffung steht man immer vor dem zeitraubenden Problem, die Softwareumgebung, die man gewohnt ist, wieder-/herzustellen. Was hier das Einspielen aus Backups oder Migrationsassistenten an convienience bringt, geht oft dadurch verloren, dass man Leichen miterbt, die man auf dem neuen Rechner eigentlich nicht im Keller haben will. Was muss man also für ein wirkliches clean install tun?

  • Zunächst mal muss man wissen, welche Software man eigentlich nutzt. Das ist bei den großen täglich verwendeten Programmen natürlich kein Problem, aber wie hieß gleich noch dieses Colorpicker-Tool, dass man nur zweimal im Halbjahr aufruft? Vielleicht will man außerdem auch einen standardisierten Rechner für neue Kollegen bereitstellen, dann gibt es in diesem Sinne gar keine History…
  • Dann muss man die ausgewählten Programme installieren. Das kann man peu à peu machen, immer wenn man ein Tool braucht: installieren, einrichten und dann erst nutzen. Oder man macht es in einem Arbeitsgang, beide Versionen benötigen viel Zeit.
  • Schließlich müssen alle Programme konfiguriert werden, Seriennummer herausgesucht und eingegeben werden, die Arbeitsumgebung eingerichtet werden usw.

Zumindest die ersten beiden Arbeitsgänge kann man am Mac heutzutage glücklicherweise automatisieren. Die Recherche, was man denn überhaupt installieren will ist dabei natürlich ein wichtiger Punkt. Hier verlasse ich mich auf den Paketmanager Hoembrew, dessen Erweiterung Brew Bundler und die Möglichkeit den Mac Appstore via API von der Kommandozeile aus zu bedienen. Alle drei Programme gehören heutzutage auf jeden Mac. Eine Liste von mit brew installierten Systemprogrammen und Desktop-Apps, sowie der aus dem Appstore heruntergeladenen Programmen, lässt sich mit dem Bundler per brew bundler dump erstellen. Das entstandene Brewfile ist schonmal ein guter Ausgangspunkt. Sowas sieht dann so aus:

cask_args appdir: '/Applications'

tap 'caskroom/cask'
tap 'homebrew/binary'
tap 'homebrew/boneyard'
tap 'homebrew/bundle'
tap 'homebrew/core'
tap 'homebrew/versions'

brew 'mas'
brew 'wget'
brew 'youtube-dl'
brew 'zsh'
brew 'zsh-completions'
brew 'zsh-syntax-highlighting'

cask 'tower'
cask 'transmit'
cask 'vagrant'
cask 'virtualbox'

mas 'iA Writer', id: 775737590
mas 'Airmail 3', id: 918858936
Lisitng 1: Beispiel für ein Brewfile

Mithilfe von brew search und brew cask search findet man weitere Programme, die man auch händisch dieser Liste hinzufügen kann. Irgendwann hat man die Liste der ultimativen Standardprogramme und derer Abhängigkeiten zusammen. Mit einem beherzten brew bundle kann man diese dann entweder installieren oder auch allesamt installieren (oder bereits installierte updaten).

Die Installation auf einem leeren Rechner selbst kann man getrost einem Shellscript überlassen, das auch gleich die Xcode-Tools holt und am Ende oh-my-zsh installiert etc.…

#!/bin/sh
echo Install xcodeutils…
xcode-select --install
ruby -e "$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/Homebrew/install/master/install)"
brew tap Homebrew/bundle
brew bundle
sh -c "$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/robbyrussell/oh-my-zsh/master/tools/install.sh)"
Listing 2: Verkürzte Version eines Installationsscripts

All das oben genannte und ein klein wenig mehr, habe ich mal in diesem Git-Repository zusammengesteckt, mit dessen Hilfe ich meinen Rechner installiert habe. Danach muss man seine Programme natürlich noch konfigurieren. Viel Spaß…

Foto: alejandroescamilla auf Unsplash.

Die Abschaffung der URL

Cool URIs don’t change“, ein Ausspruch von Tim Berners Lee, der heute das Papier nicht mehr Wert ist, auf dem er natürlich nie gedruckt wurde. Die eindeutige Adresse zu (Hypertext-) Dokumenten im Web ist ein Auslaufmodell. Das liegt einerseits daran, das es im allgegenwärtigen Konzept App kaum ansteuerbare Dokumente gibt, sondern eher Zustände. Viel einschneidender aber sind die Bemühungen der großen walled garden-Betreiber, die versuchen den Nutzer auf ihren Plattformen einzusperren und dabei ist die URL, als ein Stück Selbstbestimmung des Nutzers, sowas von im Weg.

Wer einen bestimmten Post aus der Facebook-App in die Außenwelt (wer kennt sie noch) exportieren möchte, also verlinken, muss nicht nur hinter kleinen Pfeilchen und Winkeln nach der Funktionalität suchen, sondern im äußersten Fall das Posting in Safari öffnen, um Zugriff auf die Adresse zu bekommen. Safari selbst hat natürlich auch beschlossen, keine URLs mehr in der Adresszeile mehr anzuzeigen, was angeblich dem Nutzererlebnis jener Nutzer dient, die mit dem Konzept URI nichts anzufangen wissen. Was ungefähr so ist, als wenn ich zu Hause die Hausnummer abbauen würde, weil Kleinkinder im Kindergartenalter noch keine Zahlen und Buchstaben lesen können. Hier kann man allerdings per Menü endlich die Adresse kopieren.

Ach ja, wo wir gerade unfreiwillig den mobilen Safari geöffnet haben: ich nenne ihn inzwischen gerne den Dead-End-Browser, weil er die navigatorische Sackgasse von Apple News auf dem iPhone bildet. Apple News ist in Deutschland bisher nur als Widget verfügbar, das die Originalseite im Safari öffnet. Dort endet derzeit das Nutzererlebnis. Aber auch das wird sich ändern, in den USA gibt es Apple News längst, ohne diese lästigen URLs überall, die stören ja nur. Zurück zu Facebook: dort heißt die News-Lock-In-Lösung instant articles, die schnelles Laden versprechen, gleichzeitig aber keine URL mehr haben, total überraschend. „In Safari öffnen“ um an die Adresse des Originalartikels zu kommen, findet man unter „Teilen“. Immerhin.

Noch etwas rabiater geht Google vor. Ihre als Rettung der Seitengeschwindigkeit verkaufte Mohrrübe am Stab für die Betreiber von Webseiten, abgekürzt AMP, versteckt zwar nicht die URL an sich, zeigt jedoch nicht die canonical URL eines Artikels, sondern eine eigene mit https://wwww.google.com/amp/ beginnende, danach erst die Originaladresse. AMPs werden derzeit auf Googles Suchseite als Karussell angezeigt und man verlässt diese Seite beim Aufruf nicht (siehe Adresse), stattdessen macht sich Google den Inhalt zu eigen. Es wird sogar noch eine eigene Navi angezeigt.

Das alles entwickelt sich überhaupt nicht in die Richtung, die ich mir vorgestellt habe. John Gruber fragte sich jüngst dazu

Why would I want to cede control over my pages to Google? AMP pages do load fast, but if publishers want their web pages to load fast, they can just engineer them to load fast.

Ja, warum?

Ich schalte meine AMP-Unterstützung und vor allem die Facebook IA bei nächster Gelegenheit wieder ab. Experiment zu Ende. Content gibt es bei mir in Zukunft nur noch gegen URL.

Photo by Volkan Olmez

10 Jahre iPhone war gestern

„Harzigen Glühstrumpf“ nachträglich, wie man in jenen Tagen noch manchmal schrob im Jahr des falsch gebildeten Präteritums: 2007.

Als das iPhone endlich auf dem Markt kam, hatte ich schon so viele falsche Ankündigungen darüber gehört, das Apple ins Telefongeschäft einsteigen wollen würde (tun getan), dass ich es schlicht nicht geglaubt habe, bis Steve Jobs es auf der Bühne verkündete. Ein bewegender Moment, wahrlich.

Und ich war direkt begeistert, denn was Jobs da präsentierte hatte ja mit dem heutige iPhone bzw. seinem nervigen Appstore-Ökosystem drumherum nichts zu tun. Stattdessen war die Original-Idee ja, voll auf Web-Apps zu setzen, der Browser als App-Plattform, genial. Wer würde das heute glauben?! Aber auch irgendwie nicht ganz so vorausschauend, wie man den guten Steve sonst kannte:

According to Jobs, it was an issue of security. “You don’t want your phone to be an open platform,” he told me. “You don’t want it to not work because one three apps you loaded that morning screwed it up. Cingular doesn’t want to see their West Coast network go down because of some app. This thing is more like an iPod than it is a computer in that sense.” 1

Daran und das die Zukunft im Web und vor allem in Webapps liegen würde, habe ich wirklich geglaubt. Erst als ich sah, wie die Leute auf Apple spätere Veröffentlichung des iOS SDK und den App Store abgingen, habe ich mich davon verabschiedet (jedenfalls zeitweise).

Wäre sicherlich interessant zu sehen, wie unsere Webentwickler-Welt aussähe, wenn Apple dabei geblieben wäre und nie einen App Store eröffnet hätte. 😉

Bild: Bill Patterson licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Die neuen MacBook Pro

Apple stellt nach einer gefühlten Ewigkeit neue MacBook Pro vor. Die Welt versinkt in einem Shitstorm ungeahnten Ausmaßes. Steve Jobs dreht sich in seinem Grab mit Höchstgeschwindigkeit. Das Leben geht weiter.

Ach, das macht ja immer einen Riesenspaß, auf Apple einzudreschen. Daraus kann man ein echtes Hobby machen. Man muss nicht mal einen Apple-Rechner dazu besitzen, ich kenne eingefleischte Linux-Nutzer, die sich darüber ereifern können, was Apple aktuell mit dem Mac Pro gerade nicht macht, ohne jemals einen gesehen zu haben. Besser geht es allerdings als Apple-Nutzer, wo man selbst Opfer wird der vielen kleinen Fehler, die einem so begegnen beim powerusing. Das ist natürlich immer Jammern auf sehr hohem Niveau, vor allem wenn man sich wie ich, noch an Zeiten erinnern kann, wo man Windows XP oder gar ältere Versionen nutzen musste, wir hatten ja nichts damals.

Aber so ist die Stimmung. Nicht erst seit Steve Jobs zum Masterkontrollprogramm gerufen wurde, schon davor zeigte sich, Apple hat eine große und immer größer werdende Schar sehr treuer Fans. Und Fan sein hat immer etwas mit Fanatismus zu tun. Und da liegt die Krux. Fanatikern kann man es nicht recht machen. Ich kenne das, bin ja selbst einer.

Möglicherweise hat Apple gerade bewiesen, dass sie keine Ahnung haben, wer ihre Laptops nutzen soll. Der ganze Shitstorm über die nötigen Adapter, die fehlende Escape-Taste und den nicht ausbaubaren Speicher scheint das zu beweisen. Und ja, die Leute sind ungeduldig, denn seit vier Jahren ist das MacBook Pro nicht upgedatet worden. Und die Leute wollen, das was passiert.

Aber, man kann das auch anders sehen. Beispielsweise ist das vier Jahre alte MachBook Pro immer noch ein unglaublicher Rechner, den man heute noch genauso einsetzen kann, wie vor vier Jahren, SSD vorausgesetzt. Da gibt es eigentlich wenig zu meckern, außer vielleicht, das wir heute, anders als vor vier Jahren gigantische Entwicklungsumgebungen mit einer Phalanx virtuelle Maschinen lokal auf Entwicklungsrechnern laufen lassen und uns nun wüschen, Apple würde uns für diesen Wahnsinn mehr Power spendieren. Es hat sich in diesen vier Jahren in Sachen Prozessorleistung gar nicht soviel getan. Und wen interessiert eigentlich noch die Gigahertz-Zahl?

Ja und Adapter schleppe ich ja auch heute zuhauf mit mir herum, ich habe dafür extra einen kleinen Mesh-Beutel im Rucksack. Das war im Grunde schon immer so, wenn man den Macrechner mit der PC-Welt da draußen koppeln wollte, oder mit alter Hardware. Bleibt der noch der Rant über die Escape-Taste. Die ist ja nicht wirklich weg, sondern nur nicht mehr als Hardware vorhanden. Das kann eigentlich nur Vim-Nutzer interessieren und dann auch nur, wenn ihr Terminalprogramm diese dann nicht an der richtigen Stelle der Touch Bar zur Verfügung stellt, zusammen mit ein paar prima Shortcuts, die man sich eh nie merken konnte vielleicht?

Ach ja: die Touch Bar. Ohne sie je ausprobiert zu haben, ranten die Massen darüber, als hätte man Steve Jobs ans Kreuz genagelt. Also ich will das ehrlich gesagt erstmal sehen und ausprobieren. Und etwas warten, was die von mir hochgeschätzten Entwickler meiner geliebten Standardprogramme damit anstellen. Der Blödsinn der die letzten Tage zusammengememet wurde wird es jedenfalls nicht sein. Und, hey, ich bin immer noch Schlafzimmer-DJ genug: natürlich hat mir die Demo auch gefallen. 😉

Apple macht aber auch wieder viel Quatsch. Ich empfinde beispielsweise die Preise der neuen MBPs als ziemliche Frechheit. Und den Schlingerkurs um den Kopfhöreranschluss verstehe wer will, ausser das bei Apple jemand glaubt, man habe unterschiedliche Kopfhörer für iPhone und Laptop. Da muss man sich schon fragen, ob sich iPhone- und MBP-Team auf dem Apple-Campus aus dem Weg gehen? Und ja: Tim Cook ist ein Langweiler, stimmt.

Aaaaaaber: liebe Gemeinde! Erzählt mir doch bitte jetzt nicht, ihr wolltet alle zu Windows (zurück) wechseln. Das soll wohl ein Witz sein!

Bild: Tim Gouw auf Unsplash.

Getestet: iPad Case aus Palisanderholz

Dies ist ein gesponserter Post, mehr oder weniger1.

Von der iPad Air2 Klapphülle aus Palisanderholz von Ultratec habe ich viel erwartet. Seit langer Zeit habe ich mich mit einer Kunstlederklappe für das Tablet herum geschlagen, die täglich allein durch Gebrauch hässlicher wurde und sonst eigentlich keine Features aufzuweisen hatte. Nun also eine Kompletthülle aus Holz, also mehr Haltbarkeit und Schutz und eine Ecke edler noch dazu.

Die visuellen Anforderungen erfüllt die Hülle von Ultratec noch in der Verpackung, Palisander ist ein sehr rötliches Holz, die Oberfläche ist glatt und fest und glänzend. Man muss die Farbe ein wenig mögen, dann ist man vom Aussenmaterial schnell überzeugt. Mein iPad Air2 passt sehr gut in die Kunststoffhalterung, die das Tablet zwischen den Holzdeckeln halten soll. Man drückt es von oben in die Halterung, es sitzt auf Anhieb fest. Die Innenhülle enthält auch die nötigen Aussparungen für Kamera, Mikrophon, Lautstärke-Tasten, sowie Kopfhöreranschluss (!) und Antenne. Das passt gut, bis auf die Lautstärkeregler, die sitzen etwas tief, wodurch man mit der Fingerkuppe nur mit Druck an die Tasten kommt, besser geht es mit dem Fingernagel, wenn man einen hat.

Der Holzdeckel besteht praktisch aus einem einzigen mehrfach segmentierten Teil, dessen erstes Segment an der Innenhülle festgeklebt ist. Durch vorgeknickte Ecken kann man den Deckel nun um das Tablet herum legen, wodurch es komplett vom Holzdeckel umschlossen wird. Die einzelnen Segmente des Deckels lassen sich knicken, zum Teil auch zusammenfalte, um verschiedene Standposition für das iPad zu ermöglichen. Da man das in verschiedene Richtungen und von verschiedenen Seiten aus machen kann, gibt es mehrere unterschiedliche Standpositionen, mit verschiedenen Winkeln des Bildschirms zum Betrachter. Nicht alle sind allerdings so fest, dass man glauben kann, dass sie auch so vorgesehen sind. (Eine „Faltanleitung“ gibt es wohl nicht.) Zum Material: das Holz ist stark und fest, aber auch sehr dünn. An der Innenseite ist eine Vliesschicht angebracht, die das iPad schützt. Sie ist ok, könnte aber etwas dicker sein. So bleibt der Deckel sehr fest, starr und hart auch nach innen, was zum Beispiel daran merkt, dass es laut „Klack!“ macht, wenn man ihn etwas zu schnell oder kraftvoll zu macht. Überhaupt macht das Holz natürlich Geräusche, mehr als bspw. eine Leder- oder Kunstlederhülle.

Ich habe die Hülle jetzt ein paar Wochen benutzt, es sind noch keine farblichen Abnutzungserscheinungen (bspw. an den Kanten und Rändern) zu beobachten, obwohl ich das Tablet dauerhaft im Rucksack mit mir herumschleppe. Einmal ist es auch schon heruntergefallen, allerdings auf Teppich: nichts passiert. Aber: die Hülle hat inzwischen von irgendwoher einen Kratzer abbekommen, fast wie ein Schnitt. Den sieht man leider deutlich, siehe Foto.


  1. Dieser Text gleicht zu 99% einer gesponserten Rezension, die ich im Rahmen des Vine-Programms für Amazon geschrieben habe. In der Bemühung, alle von mir produzierten Onlineinhalte zu sammeln, schreib ich sie hier nochmal auf. 

Wochenendlese V

We launched our company with a parody product. Ich fand die Apple Plug Parodie witzig, aber eigentlich ist es noch witziger, wozu sie entstand und was daraus wurde.

Die Ketzerin beschreibt die Geschichte einer ehemaligen Homöopathin, die aus der Szene ausgestiegen ist. Via

Nach 20 Jahren ist Zimmer frei nun zu Ende, und außer dass es mir ein Spur zu viel um Joko und Klaas geht, ist Bye-Bye, „Zimmer frei“ der richtige Artikel dazu.

Für’s Auge (plus ein paar Fakten fürs Quartett unnützes Wissen): 7 Monumental Wonders of the Former Soviet Union.

Bild: CC BY-SA