Nine Million Bicycles

Facebook hatte Ende Februar 2017 die unglaubliche (aber selbstgezählte) Masse von 1,86 Milliarden Nutzern, das sind 1.860.000.000 schlachtreife Lämmer. Die schlappen 1.000.000.000 Nutzer von YouTube dagegen, schauten zum gleichen Zeitpunkt 1.000.000.000 Stunden Videos, das entspricht 4.166.167 Tagen oder etwas elfeinhalb tausend Jahre, also ungefähr ein Jahr im Saarland.

Foto: Héctor Martínez

Morgenlese XXV

Sonntagabend habe ich meinen ersten iCloud-Kalenderspam bekommen, irgendein chinesisch (sic!) und das Wort RayBan. Falls ihr auch so etwas bekommt: nicht annehmen oder ablehnen! Heise weiss wie immer mehr, iCloud-Spam nimmt zu: Kalendereinladungen löschen und andere Workarounds.

Eine in iOS oder macOS integrierte Option, den Spam ohne Rückmeldung zu löschen, gibt es derzeit nicht. Nutzer sollten keine der drei in der Kalender-App (und der Benachrichtigung) angebotenen Reaktionsmöglichkeiten “Annehmen”, “Vielleicht” oder “Ablehnen” wählen, denn der Spammer erhält in diesem Fall stets eine Rückmeldung – und damit zugleich die Bestätigung, dass die E-Mail-Adresse echt und in Benutzung ist.

Ja, die moderne Welt ist irgendwie auch scheisse. Da kann man ja besser seinem Brotkasten Slack benutzen. Braucht man auch nur einen Raspberry Pi dafür.

Ich weiß, ihr lest alle seit hundert Jahren a list apart, aber auf Insisting on Core Development Principles möchte ich trotzdem kurz eingehen. Stimmt das?

As I speak with development shops and ask about their code standards, workflows, and methods for maintaining consistency and best practices across distributed development teams, I’m continually astonished to hear that often, most of the best practices I listed in the first paragraph are not part of any development project unless the client specifically asks for them.

Und…

Development shops are relying on the communications team at a finance agency to know that they should request their code be optimized for performance or accessibility.

Wirklich? Ach manchmal geht’s mir in meinem Verlagsumfeld richtig gut, wo man nach jahrelangem Gebetsmühlendrehen die Früchte der dauernden Werbung für eben diese Dinge ernten kann. Hier sind noch Jobs frei für Webentwickler, sprecht mich einfach an.

Hat da jemand Javascript-Fatique gesagt? Ich höre ja immer wieder, das Elm empfohlen wird. Bei LinkedIn gibt es dazu ein großes Tutorial in fünf Teilen: Single-Page Web Apps in Elm.

Bild: Parker Byrd auf Unsplash

Back to the roots

Das Couchblog ist zurück, oder Opa erzählt vom Kriech.

Ich komme in das—auch unter Berücksichtigung meiner gerade erst vor eineinhalb Monaten beendeten postaduleszenten Phase—Alter, wo man(n) beginnt sich seiner Wurzeln zu erinnern. Statt nun Rob Gordon gemäß meine verflossenen Top-Five-Freundinnen nochmal abzuklappern, hat es mich vor ein paar Wochen in das zum Egosurfing Internetarchiv) verschlagen. Irgendwie wurde mir klar, wieviel Daten ich in den Jahren da schon hineingekippt habe, und es bestimmt lustig wäre, diese zu heben. Das war jetzt erstmal gar nicht so leicht getan, bis ich wayback-machine-downloader gefunden habe. Und der förderte nun wieder eine Menge Daten an die Oberfläche, tatsächlich mehr, als ich gedacht hätte. Ich habe dann darauf so lange herumgerödelt bis ich einen Satz einigermaßen funktionierender WordPress-Import-Feeds zusammen hatte. Diese habe ich zusammen mit dem alten in der Gegend herum oxidierenden Codecandies und dem Blogteil von nicobruenjes.de in eine WordPressmultiinstanz zusammen gekippt, und here it is

Zusammengemerged bedeutet das:

  1. Couchblog ist wieder zurück und wird ab sofort auch hier bebloggt…
  2. meine alten Couchblog-Projekte sind ebenfalls wieder verfügbar, also das alte Original-Couchblog (2002 bis 2004, Movable Type) und Webpropaganda (2004 bis 2007, Textpattern)
  3. das komplette Codecandies-Archiv findet sich nun auch unter dieser Adresse (2007 bis 2013, WordPress)
  4. der Weblogteil von nicobruenjes.de ist nun hier unter couchblog.de/nico verfügbar.

Und das alles ist nur der Anfang. Warum ich das tue? Weil ich es kann. 🙂 Ich hätte allerdings gerne noch mehr getan (und ich habe auch noch ein paar Daten in petto), aber ganz in meine Bloganfangstage direkt nach 9/11 werde ich nicht zurückkommen, anders als Benjamin, den ich zu seiner Gradlinigkeit nur beglückwüschen kann.

Foto von Mr. Cup